
Embraer: Auf in neue Höhen – und mit globalen Lieferkettenabläufen allen Herausforderungen im Source-to-Pay-Prozess trotzen
Kurs auf „Supply Chain 4.0“
Etwa alle zehn Sekunden hebt irgendwo auf der Erde ein Flugzeug aus der Produktion von Embraer S.A. ab. Die Grundlage dafür bildet eine äußerst komplexe Lieferkette. Vor diesem Hintergrund entschied sich Embraer für SAP Business Network, um Prozesse zu vernetzen, Schwankungen abzufedern und sein Ziel mit allen Lieferanten an Bord zu erreichen.
| Branche | Region | Unternehmensgröße |
| Luft- und Raumfahrtindustrie | São Paulo, Brasilien | >19.000 Beschäftigte |
weniger aufgewendete Arbeitsstunden für Lieferkettenabläufe
Stunden jährlich für Beschaffungsaufgaben gespart
der Vollzeit-Äquivalente leisten jetzt wertschöpfendere Arbeit.
Executive Vice President of Global Procurement and Supply Chain, Embraer S.A.
Aufbau einer resilienten Lieferkette mit einem Source-to-Pay-Ansatz
Als einer der weltweit führenden Anbieter in der Luftfahrtbranche entwickelt, produziert und vermarktet Embraer S.A. Flugzeuge und Systeme, deren Lösungen jedem seiner Kunden und Partner herausragende Leistungen bieten.
Dabei ist Embraer überzeugt, dass die Arbeit jedes Einzelnen entlang einer verbindenden Kette zum Erfolg aller beiträgt. Dies gilt insbesondere im Bereich der zivilen und militärischen Luftfahrt, in der Lieferkettenstörungen durch Ereignisse wie Naturkatastrophen oder geopolitische Verwerfungen immense Auswirkungen haben können, wie etwa Produktionsverzögerungen, Engpässe bei Bauteilen, höhere Kosten, eine geringere Kundenzufriedenheit und eine niedrigere Rentabilität. Vor diesem Hintergrund und angesichts der wachsenden Nachfrage nach seinen Produkten wollte Embraer auf einen ganzheitlichen Ansatz umstellen – mit dem Ziel, die Beschaffung an der Unternehmensstrategie auszurichten und die rund 2.100 Lieferanten und Handelspartner in mehr als 60 Ländern effizient zu verwalten.
Im Rahmen der strategischen Initiative „ONEChain Program“ strebte Embraer danach, die verschiedenen Geschäftsbereiche, Lieferanten und Handelspartner zusammenzuführen, um messbare Ergebnisse hinsichtlich betrieblicher Effizienz, Zusammenarbeit in der Lieferkette, Bestandsreduzierung und Kosteneinsparungen zu verwirklichen. Ziel war es, die Lieferantenüberwachung zu verbessern, Prozesse zu optimieren und zusätzliche Bezugsquellen für bestimmte Bedarfe zu schaffen.
Zur Unterstützung der größten digitalen Transformationsinitiative des Unternehmens in den letzten zwanzig Jahren suchte Embraer nach einer Software, mit der sich robuste Source-to-Pay-Prozesse und die Best Practices von „Supply Chain 4.0“, der digitalen Lieferkette der nächsten Generation, umsetzen lassen.
Executive Vice President of Global Procurement and Supply Chain, Embraer S.A.
Neuorientierung der Beschaffung mit einer Vielzahl von Lösungen
Embraer hatte sein ONEChain-Programm in sieben Phasen unterteilt und stellte fest, dass SAP-Software einschließlich SAP Business Network und SAP-Ariba-Lösungen genau die Funktionen bot, die das Unternehmen für seine Transformation benötigte.
Die erste Phase umfasste die Einführung der SAP Ariba Strategic Sourcing Suite, um die direkte und indirekte Beschaffung, Beschaffungsprojekte, Verträge und das Risikomanagement zu erleichtern. Mit der Lösung SAP Ariba Supplier Lifecycle and Performance automatisiert und vereinheitlicht Embraer Prozesse von der Lieferantenqualifizierung über das Onboarding bis hin zur Integration und Stammdatenverwaltung. Dadurch können Lieferanten ihre eigenen Daten pflegen. Mit der Funktion für die geführte Beschaffung der Lösung SAP Ariba Sourcing optimierte das Unternehmen die Verhandlungen mit Lieferanten, indem Ausschreibungen sowie Lieferantensuche und ‑auswahl auf einer Source-to-Pay-Plattform gebündelt wurden. Mit der Lösung SAP Ariba Contracts gelang es, die Transparenz bei der Aushandlung und Verwaltung von Verträgen und Vertragszusätzen für Lieferanten zu erhöhen. Und mit der Lösung SAP Business Network Commerce Automation wurden Dokumentenaustausch sowie die Bestell- und Auftragsprozesse zwischen Embraer und seinen Lieferanten automatisiert.
In Phase 2 optimierte Embraer dank SAP Ariba Buying seine Beschaffung weiter, indem Einkäufe jetzt über Unternehmenskataloge getätigt werden können. Die Lösung lässt Nutzer ihre eigenen Angebote generieren und vereinfacht die Rechnungserfassung, was den Logistik- und globalen Finanzteams die Arbeit erleichtert.
In Phase 3 wurden mithilfe der Lösung SAP Business Network Supply Chain Collaboration die Lieferantenvorgänge in Echtzeit in die Supply-Chain-Planung und ‑Ausführung von Embraer integriert. Dadurch konnte die Zusammenarbeit mit Lieferanten verbessert, Liefertransaktionen automatisiert und Prozesse auf einer einzigen Plattform zusammengeführt werden.
In der vierten Phase entwickelte das Unternehmen mit Unterstützung von SAP- und Qualtrics-Lösungen eine Supplier-Experience-Management-Plattform. Dies führte zu einer besseren Evaluierung von Verträgen mit Lieferanten und wandelte Lieferantenfeedback in Echtzeitinformationen um, sodass direkt darauf reagiert werden konnte.
Im nächsten Schritt führte Embraer die Lösung SAP Integrated Business Planning for Supply Chain (SAP IBP for Supply Chain) ein. Dadurch wurden die finanzielle und operative Planung harmonisiert und fundierte Entscheidungen ermöglicht – gestützt auf eine bessere Zusammenarbeit, Prognosen, vorausschauende Modellierung und Bestandsabstimmung.
In der sechsten Phase sorgte ein neues Finanzportal für eine effiziente Verfolgung und Kommunikation von Rechnungsabweichungen und Lieferantenproblemen auf Kreditoren- und Debitorenseite.
Und schließlich befasste sich Embraer in der Bestandsplanungsphase damit, Risiken in der Lieferkette zu mindern – als Folge von Bedarfsproblemen, Lieferschwankungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Kundenerwartungen. Mit mehrstufigen Bestandsoptimierungs- und ‑modellierungstechniken – auch unter Einsatz der KI-Funktionen in SAP IBP for Supply Chain – hat Embraer Bestandsziele festgelegt, die das Unternehmen dabei unterstützen, die Kundenerwartungen zu erfüllen bzw. zu übertreffen und darüber hinaus das Umlaufvermögen effektiv zu verwalten.
Verbesserte Transparenz und Kontrolle sowie optimierte Beschaffungsprozesse
Embraer und sein Ökosystem profitieren seit dem Einsatz von SAP Business Network zur Zusammenführung seiner Source-to-Pay-Funktionen von mehreren Vorteilen: Die Kosten sind gesunken, die globale Produktrückverfolgbarkeit und die Bestandsführung haben sich verbessert und das Lieferantenmanagement ist schneller und transparenter. Der Flugzeugbauer hat sein Umlaufvermögen reduziert, die Einkaufsprozesse optimiert und die interne Produktivität deutlich erhöht.
Beispielsweise lassen sich Aufgaben, die früher viel Zeit kosteten, wie Bestellungen an Lieferanten versenden, Bestelldetails ändern sowie Prognosen und Beschaffungspläne erstellen, jetzt per Mausklick erledigen. Allein durch die Automatisierung der Vertragserstellung spart das Unternehmen jährlich 21.000 Arbeitsstunden. Und die besseren Beschaffungsprozesse machen sich mit mehr als 19.000 gesparten Stunden bezahlt.
Wichtige Geschäftsbereiche können gestützt auf Echtzeiteinblicke in die Lieferkette Initiativen entwickeln, um bessere, fundiertere Planungsentscheidungen zu treffen und strategischere Beiträge zum Unternehmen zu leisten.
Da Embraer seine Prozesse modernisiert und vereinfacht hat sowie optimierte, vernetzte Systeme einsetzt, wurden auch die Beziehungen zu seinen Zulieferern gestärkt. Ein neues Lieferantenportal sorgt für eine einheitliche integrierte Sicht auf die Lieferkette und bietet zudem Tutorials und Supportmaterialien, die die Kommunikation und Zusammenarbeit stärken. All dies hat die Lieferantenbeziehungen, die Lieferantenleistung und die Verhandlungsergebnisse verbessert. Und dank Prozessstandardisierung, Einsatz von Best Market Practices und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle kann Embraer die digitale Transformation von Lieferanten besser unterstützen.
Die Funktionen für das Lieferantenmanagement des Netzwerks helfen den Teams von Embraer auch dabei, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und Lieferkettenrisiken zu mindern.
Darüber hinaus können Beschaffungsverantwortliche durch die Integration von SAP Business Network mit SAP Analytics Cloud KPIs gezielter überwachen, die Lieferantenleistung verfolgen, sich an unternehmensweiten Zielen orientieren und aussagekräftige Erkenntnisse gewinnen. Damit kann Embraer die Beschaffungsprozesse kontinuierlich verbessern – zum eigenen Vorteil und zum Vorteil von Lieferanten und Handelspartnern, Kunden und Passagieren in aller Welt.
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