Die Ära SAP R/2: 1981 – 1990

Echtzeit in weiteren Geschäftsbereichen: Die gebündelte Mainframe-Softwareanwendung SAP R/2 verarbeitet Daten in Echtzeit und integriert alle betriebswirtschaftlichen Funktionen eines Unternehmens.

1981

Die nächste Generation

Das System R/2 kommt Mitte des Jahres auf den Markt und erreicht schnell die hohe Stabilität der vorhergehenden Softwaregeneration.

In der Öffentlichkeit

Auf der IT-Messe SYSTEMS in München erfolgt der erste Messeauftritt der SAP.

Gemeinschaftliche Entwicklung

Gemeinsam mit den Kunden erweitert SAP die Produktpalette um die Fertigungssteuerung.

R/2-Diagramm

1982

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Grund zum Feiern: SAP wird 10 Jahre alt.

Der zehnte Geburtstag

Mehr als 250 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten mit SAP-Software. Die eigenen Räume sind bereits wieder zu klein; ein erster Erweiterungsbau wird in Rekordzeit errichtet.

Steigerung 

SAP erzielt einen Umsatz von rund 24 Millionen DM. Die Anzahl der Mitarbeitenden erreicht die 100-er Marke. Etwa 96 Prozent der Kunden verwenden SAP-Software für die Verwaltung ihrer Geschäftsprozesse.

1983

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Ausbau in allen Bereichen

Ein dritter Bauabschnitt ist notwendig, um Arbeitsplätze für die weiter hochschnellende Zahl der neuen Mitarbeitenden zu schaffen.

Kennzahlen

Zur Jahresmitte beschäftigt SAP 125 Mitarbeitende. Im Geschäftsjahr wird ein Umsatz von rund 41 Millionen DM erreicht.

Vorreiter

Der Technologiekonzern Heraeus in Hanau ist der erste Kunde, bei dem die Produktionsplanung und -steuerung (RM-PPS) installiert wird.

1984

Gruezi

In Biel in der Schweiz werden die erste Landesgesellschaft außerhalb Deutschlands und die SAP (International) AG gegründet. Von der Schweiz aus werden die Auslandsmärkte erobert.

Personalwirtschaft

1984 stellt die SAP 48 neue Mitarbeitende ein. Insbesondere die Neuentwicklung der Module RK (Kostenrechnung), PPS (Produktionsplanung und -steuerung) und RP (Personalwesen) erfordert hohe personelle Ressourcen.

In Zahlen 

Mit 163 Mitarbeitenden erzielt die SAP einen Umsatz von rund 48 Millionen DM.

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1985

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Speicherplatz

Das Rechenzentrum der SAP nutzt drei IBM-Server und einen Siemens-Server. Insgesamt 64 MB Arbeitsspeicher stehen den Mitarbeitenden für die Neu- und Weiterentwicklung der SAP-Software zur Verfügung.

Internationale Geschäfte

Zur Jahresmitte wird das Bieler Büro bezogen; fünf Mitarbeitende der SAP aus Walldorf unterstützen den Start des internationalen Geschäfts in der Schweiz. Zum Jahresende arbeiten mehr als 250 Mitarbeitende bei der SAP. Sie erzielen für das Geschäftsjahr einen Umsatz von 61 Millionen DM.

Fokus auf Qualität

Der neue Qualitätssicherungsausschuss (QSA) soll die Stabilität der SAP-Software weiter stärken.

1986

Präsenz zeigen

Zum ersten Mal präsentiert sich das Unternehmen auch auf der größten Computermesse der Welt, der CeBIT in Hannover.

Umsatzstärke

Ein neues Bilanzrichtliniengesetz ist die Ursache für einen stürmischen Auftragseingang. Rund 100 Neuaufträge gehen für die SAP-Anlagenbuchhaltung ein. So erreicht die SAP früher als erwartet die 100-Millionen-Mark-Grenze.

 

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Expansion

SAP gründet in Österreich die zweite Landesgesellschaft. Auch im Rhein-Ruhr-Gebiet stärkt das Unternehmen die Kundennähe: In Ratingen bei Düsseldorf eröffnet die erste regionale SAP-Geschäftsstelle.

HR-Software

Nach dreijähriger Entwicklungszeit steht den Kunden nun auch SAP-Software für den Bereich Personalwirtschaft zur Verfügung. 

Organisatorische Änderungen

Das bisherige Grundkapital der SAP wird deutlich um 4,5 Millionen DM auf 5 Millionen DM aufgestockt. Die auf rund 300 gewachsene Zahl der Mitarbeitenden erfordert die Einrichtung von kleineren organisatorischen Einheiten, die jeweils durch einen Abteilungsleiter geführt werden.

1987

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Im Bau

1987 erfolgt der Spatenstich für das Schulungszentrum der SAP im Walldorfer Gewerbegebiet. Aber auch am Hauptstandort in der Max-Planck-Straße im Walldorfer Gewerbegebiet wird weiter gebaut – die mittlerweile fünfte Erweiterungsphase.

Erweiterung des Kundenstamms

Mit neuen Servergenerationen von IBM steht die SAP-Software zukünftig auch mittelständischen Kunden zur Verfügung. Zur Betreuung des neuen Kundenkreises wird die SAP Consulting gegründet.

 

Expansion im Ausland

Mit der Gründung von Landesgesellschaften in Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden wagt die SAP erstmals den Schritt ins nicht-deutschsprachige Ausland. Kunden in Norddeutschland werden von der neugegründeten Geschäftsstelle in Hamburg und süddeutsche Kunden von der Geschäftsstelle in München betreut und beraten. Zum Jahresende zählt die SAP mehr als 500 Beschäftigte und erzielt einen Umsatz von 152 Millionen DM.

Anwenderkongress

Als Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen Anwendern und Interessierten dient der erste SAP-Softwarekongress in Karlsruhe.

R/3 kommt

Normierungsansätze in der Softwareherstellung und die Ankündigung der IBM Systems Application Architecture (SAA) sind entscheidende Impulse für die SAP, mit der Entwicklung einer neuen multiplattformfähigen Softwaregeneration zu beginnen: SAP R/3.

1988

Umwandlung und Notierung

Die SAP GmbH wird in eine Aktiengesellschaft, die SAP AG, umgewandelt. Gleichzeitig wird das Grundkapital der Gesellschaft in zwei Schritten von 5 Millionen DM auf 60 Millionen DM erhöht. Im Oktober folgt der Gang an die Börse: Die 1,2 Millionen auf den Inhaber lautenden Aktien werden an den Wertpapierbörsen in Frankfurt und Stuttgart notiert. Der Emissionspreis beträgt 750 DM pro Aktie.

 

Bild: SAP-Mitgründer Hasso Plattner am ersten Börsentag. 

 

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Kontinuierliche Erweiterung

Der Aufbau des internationalen Geschäfts wird durch die Gründung von Landesgesellschaften in Dänemark, Schweden, Italien und den USA weiter gestärkt. Vor allem die Erschließung des US-Marktes soll sich als ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg der SAP erweisen.

Schulungszentrum 

In Walldorf eröffnet SAP das internationale Schulungszentrum, das außerdem mit einem Fitnessstudio für die Angestellten aufwartet. Die Anzahl der Mitarbeitenden ist mittlerweile auf 940 angewachsen und SAP erwirtschaftet einen Umsatz in Höhe von 245 Millionen DM.  

Meilenstein

Dow Chemicals ist der 1000. Kunde der SAP. Um die Anforderungen ausgewählter Branchen abzudecken, beginnt die SAP mit der Entwicklung von RIVA, einem Abrechnungs- und Verwaltungssystem für Versorgungsunternehmen.

1989

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Ausbau des Rechenzentrums

Mittlerweile verfügt das Rechenzentrum über Server der Hersteller IBM, Siemens, DEC und Hewlett-Packard mit einer Gesamtkapazität von 1.224 Megabyte Arbeitsspeicher.

Benutzerfreundlichkeit

1989 stellt die SAP ihre neue benutzerfreundliche Oberfläche für das System R/2 vor, das neue Werkzeuge bietet, zum Beispiel die Programmierumgebung ABAP/4.

Internationale Geschäfte

Die SAP (International) AG in Biel steuert nun zwölf Landesgesellschaften, darunter auch Asien mit Sitz in Singapur, Australien und Kanada. 1.400 Mitarbeitende erwirtschaften in 15 Ländern einen Umsatz von nahezu 370 Millionen DM.

 

Finanzmärkte

Bereits im ersten vollständigen Börsenjahr erhält das Unternehmen eine Auszeichnung: Das Branchenmagazin manager magazin kürt die SAP zum „Unternehmen des Jahres“.

Wachstum erfordert Investition

Auch SAP R/3 gewinnt zunehmend an Kontur: Insgesamt vier UNIX-Systeme verschiedener Hersteller werden in die Entwicklungsarbeiten des Unternehmens einbezogen. Allein in die Forschung und Entwicklung werden rund 85 Millionen DM investiert, rund 33 Prozent des Umsatzes der SAP.

Branchenlösungen von SAP

Bei einem Pilotkunden in Deutschland erfolgt der Produktivstart der ersten Branchenlösung der SAP – und zwar für die Versorgungswirtschaft.

1990

Neubau und laufende Bauunternehmungen

Die SAP braucht mehr Platz und beginnt mit dem Bau eines Entwicklungs- und Vertriebszentrums, kurz EVZ, heute auch unter dem Namen WDF01 bekannt. Das Unternehmen investiert 135 Millionen DM in dieses neue Bauprojekt. Die mittlerweile 1.700 Angestellten tragen dazu bei, einen Umsatz von über 500 Millionen DM zu erzielen.

 

Bild: Spatenstich (von links): Albert Altenbach (Bauunternehmer), Willi Vorfelder (Architekt), Dietmar Hopp, A. Gruninger (Statiker)

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Forschung und Entwicklung

Das Grundkapital der SAP AG wird durch die Ausgabe von Vorzugsaktien auf 85 Millionen DM erhöht. Die zusätzlichen Mittel ermöglichen es dem Unternehmen, weiter steigende Investitionen zu finanzieren. SAP investiert 110 Millionen DM in die Forschung und Entwicklung, die in die Weiterentwicklung des Systems R/2 sowie in die Neuentwicklung von SAP R/3 fließen. Ein erster Prototyp der Anwendungen Finanzbuchhaltung (FI) und Materialwirtschaft (MM) ist bereits realisiert.

Übernahme und Beteiligung

Mit einer 50-prozentigen Beteiligung am Softwareunternehmen Steeb und der vollständigen Übernahme des Softwarehauses CAS stärkt die SAP ihr Engagement im Bereich der mittelständischen Wirtschaft.

Vereinigung und Erweiterung

Dank der Wirtschafts- und Währungsunion und der deutschen Wiedervereinigung ist die SAP auch im Osten Deutschlands präsent: Gemeinsam mit Siemens Nixdorf und Robotron gründet die SAP die SRS in Dresden. Auch in Berlin ist das Unternehmen jetzt mit einer eigenen Geschäftsstelle vertreten.

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