Was ist ein Human Resource Management System (HRMS)?
Ein HRMS unterstützt Unternehmen bei der Verwaltung und Automatisierung ihrer zentralen HR-Prozesse und bietet Funktionen für das Talentmanagement.
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Human Resource Management System (HRMS) – Definition
HRMS steht für Human Resource Management System – oft auch als Human-Capital-Management (HCM)-Software bezeichnet. Unternehmen nutzen ein HRMS, um HR-Kernfunktionen wie die Speicherung von Mitarbeiterdaten, die Verwaltung von Arbeitgeberleistungen, die Zeiterfassung und die Personalabrechnung zu verwalten und zu automatisieren. Darüber hinaus bietet ein HRMS Funktionen für das Talentmanagement, wie z. B. Recruiting, Onboarding, Leistungsmanagement, Zielplanung, Aus- und Weiterbildung, Vergütung und Nachfolgeplanung.
Ein modernes HRMS mit KI-Funktionen hilft dabei, herkömmliche, arbeitsintensive Aufgaben in Tabellenkalkulationen oder auf Papier durch Automatisierung sich wiederholender und zeitaufwendiger manueller Prozesse zu ersetzen. Dadurch können HR-Teams menschliche Fehler reduzieren und sich auf wichtigere und letztlich lohnendere Arbeit konzentrieren.
Entwicklung der Human-Resource-Management-Systeme
In den 1970er Jahren begannen größere Unternehmen damit, grundlegende, datenintensive Verwaltungsprozesse – insbesondere die Personalabrechnung und die Buchhaltung – zu digitalisieren, um die Effizienz zu steigern und Fehler zu reduzieren. Diese frühen Human-Resource-Management-Systeme beschränkten sich weitgehend auf die Führung von Unterlagen. In den 1990er Jahren wurde es durch Fortschritte in der Unternehmens-IT und die Entwicklung des Internets möglich, ein breiteres Spektrum an HR-Kernfunktionen zu automatisieren, darunter Personalakten, die Verwaltung von Arbeitgeberleistungen und Workflows zur Personalbeschaffung. Dadurch wurde der Grundstein für stärker integrierte HR-Systeme gelegt.
Mit dem Vormarsch des Cloud Computing und dem Einsatz von KI im Personalwesen übernehmen HR-Systeme heute weit mehr Aufgaben als die reine Transaktionsverwaltung; sie unterstützen nun aktiv Personal- und Unternehmensentscheidungen.
Ein modernes HRMS vereint Personal- und Kompetenzdaten in einem einheitlichen System und ermöglicht so Echtzeiteinblicke, die Unternehmen dabei helfen, sich an veränderte geschäftliche Anforderungen, regionale Vorgaben und gesetzliche Rahmenbedingungen anzupassen. Eingebettete künstliche Intelligenz unterstützt diese Entwicklung, indem sie relevante Erkenntnisse aufzeigt, Routineaufgaben automatisiert und Mitarbeitende, Führungskräfte sowie HR-Teams durch die täglichen Workflows begleitet – und so Unternehmen zu mehr Agilität, Transparenz und Vertrauen verhilft.
HRMS, HRIS und HCM – wofür diese Akronyme stehen
Oft werden HRMS (Human Resource Management Systems), HRIS (Human Resource Information Systems) und HCM (Human Capital Management) synonym verwendet, doch es gibt klare Unterschiede.
Ein HRIS umfasst in der Regel die zentrale Verwaltung von Mitarbeiterdaten und wird zur Unterstützung datengestützter Kernprozesse im Personalwesen wie der Personalabrechnung, der Verwaltung von Arbeitgeberleistungen sowie der Zeiterfassung eingesetzt.
Im Vergleich dazu ist ein HRMS ein umfassendes System, das ein HRIS sowie erweiterte Funktionen für das Management von Talenten, Leistung, Weiterbildung und Mitarbeiterengagement umfasst. Dieser breiter gefasste Ansatz ermöglicht eine ganzheitlichere Herangehensweise an das Workforce-Management und versetzt Unternehmen in die Lage, ihre Personalstrategien zu optimieren. Die besten HRMS-Lösungen sind mittlerweile in der Cloud verfügbar und nutzen KI, um die Benutzererfahrung zu personalisieren und HR-Funktionen intelligent zu automatisieren.
Human Capital Management, kurz HCM, ist ein Oberbegriff, der das breite Spektrum an Verfahren und Software beschreibt, mit denen ein Unternehmen seine Belegschaft – von der Suche und Einstellung bis zum Ausscheiden – verwaltet. Ein HCM-System wird oft als HRMS bezeichnet.
Warum ist HRMS-Software heute so wichtig?
Seit vielen Jahren suchen Unternehmen nach neuen Technologien, um ihre HR-Prozesse stärker zu automatisieren und zu optimieren. Da sich die Belegschaft ständig weiterentwickelt – sie wird immer dezentraler, dynamischer und digital vernetzter –, setzen Personalabteilungen auf innovative Tools, um den Bedürfnissen der Mitarbeitenden und den Unternehmenszielen gerecht zu werden.
Anfangs stellten diese Veränderungen eine Herausforderung dar, doch inzwischen gehen die Personalverantwortlichen flexibler und strategischer vor. Viele Unternehmen haben erkannt, welch immensen Wert die in ihren Personalabteilungen vorhandenen Daten und Personalanalysen haben – und wie diese Erkenntnisse zu fundierteren Entscheidungen im gesamten Unternehmen beitragen können.
Heutzutage spielt HRMS-Software eine unverzichtbare Rolle für Unternehmen, wenn es darum geht, die moderne Arbeitswelt zu organisieren, zu verstehen und zu optimieren. Diese Systeme bündeln Mitarbeiterdaten, automatisieren komplexe HR-Prozesse und integrieren zunehmend KI-gestützte Funktionen, die die HR-Aufgabenbereiche grundlegend verändern.
Strategien für KI-Governance und Personalbindung
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Wer setzt HRMS-Software ein?
Viele der folgenden Bereiche waren bisher zumeist isoliert – Feedback oder neue Daten eines Bereichs verblieben oftmals innerhalb der eigenen Abteilung. Ein modernes HRMS optimiert und verbessert nicht nur die Prozesse für die nachfolgend genannten Personenkreise, sondern stellt auch sicher, dass Daten und Feedback mit anderen ausgetauscht werden – wodurch ganz neue Voraussetzungen für Personalanalysen geschaffen werden.
- HR-Teams: nutzen HRMS für sehr viele Aufgaben – von der grundlegenden Bearbeitung und dem Zugriff auf Mitarbeiterdaten bis hin zur Bereitstellung komplexer datengestützter Berichte und der Automatisierung anspruchsvoller Talentmanagementaktivitäten.
- Recruiter: erhalten über HRMS-Werkzeuge ein zentrales Portal, über das sie Stellenanforderungen veröffentlichen, Kandidaten betreuen und auswählen sowie auf Onboarding-Funktionen zugreifen und diese anpassen können.
- Führungskräfte: können mithilfe von HRMS-Software ihre Teamstruktur überblicken, Zeiten und Abwesenheiten nachverfolgen, Urlaubs- und Abwesenheitsanträge genehmigen und die Leistung ihrer Teammitglieder überwachen, um festzustellen, ob sie Unterstützung oder Feedback für das Erreichen ihrer Ziele benötigen – bei Bedarf ist all dies auch über Mobilgeräte möglich.
- Beschäftigte: können über ein einheitliches, benutzerfreundliches Portal ihre persönlichen Daten bearbeiten, Organisationsdiagramme anzeigen, Zeiten erfassen und Urlaubsanträge einreichen, Schulungszuweisungen einsehen und sogar ihre persönlichen Karriereziele und Entwicklungspläne verwalten.
- Bewerber: haben Zugriff auf spezielle HRMS-Portale, über die sie nach Stellen suchen, Bewerbungen einreichen, den Bewerbungsstatus verfolgen und digitale Angebote mit elektronischen Signaturen annehmen können.
HRMS-Softwarekomponenten
HRMS-Software sorgt für Übersichtlichkeit und Vereinfachung, indem sie alle Mitarbeiterdaten an einem Ort zusammenführt. Dieser zentralisierte Ansatz optimiert die Personalverwaltung und liefert abteilungsübergreifende Einblicke und Analysen – und damit präzisere, handlungsrelevante Empfehlungen und Berichte.
Zu den wichtigsten Komponenten einer modernen HRMS-Lösung gehören die Funktionen von HRIS und Talentmanagementsystemen, darunter:
HRIS: HR-Kernfunktionen und Personalabrechnung
- Mitarbeiter-Self-Service: Mobiler Zugriff auf HR-Aufgaben wie Zeiterfassung und Personalabrechnung, was zur Steigerung der Produktivität und Transparenz der Belegschaft beiträgt.
- Verwaltung von Arbeitgeberleistungen: Automatisierte Tools vereinfachen die komplexe Verwaltung von Arbeitgeberleistungen, helfen der Personalabteilung dabei, gesetzliche Vorschriften einzuhalten, schaffen Zeit für strategische Aufgaben und bieten den Mitarbeitenden gleichzeitig einen Überblick über die Arbeitgeberleistungen sowie Zugriff auf Self-Service-Tools.
- Zeitmanagement: Ungenaue Zeiterfassung durch Mitarbeitende und Führungskräfte kann Unternehmen teuer zu stehen kommen. HRMS-Tools bieten eine intelligente Zeiterfassung, die Abrechnungs- und manuelle Fehler reduziert und so die Genauigkeit sowie die Übereinstimmung mit Geschäftsregeln und Systemen für die Personalabrechnung verbessert.
Talentmanagement
- Personalbeschaffung und Onboarding: HRMS-Lösungen helfen Arbeitgebern dabei, den Personalbeschaffungsprozess zu optimieren, indem sie die weltweite Talentsuche, das Kandidatenbeziehungsmanagement und die Bewerberverwaltung unterstützen. Bei Neueinstellungen sorgen papierlose Workflows und personalisierte Onboarding-Portale für optimierte Schulungen und einen motivierenden Start.
- Leistungs- und Vergütungsmanagement: Die Steuerung von Zielsetzungen und Beurteilungen der Mitarbeitenden erfordert die Abwägung qualitativer und quantitativer Daten. HRMS-Tools unterstützen ein kontinuierliches Leistungsmanagement durch eine strukturierte Maßnahmenplanung und helfen Unternehmen gleichzeitig dabei, faire und strategische Vergütungsprogramme zu entwickeln.
- Weiterbildung und berufliche Entwicklung: Die berufliche Weiterentwicklung ist ein wesentlicher Bestandteil der Employee Experience. HRMS-Tools nutzen intelligente Technologien, um personalisierte Erlebnisse zu bieten und Beschäftigte mit relevanten Inhalten und Experten zu verbinden. Obligatorische Schulungen für die Weiterbildung und Compliance lassen sich problemlos einplanen, während langfristige Entwicklungsziele wie Führungskräfteentwicklung und Nachfolgeplanung in den Kalendern der Mitarbeitenden verbindlich terminiert werden.
- Sales Performance Management: HRMS-Tools helfen Unternehmen dabei, Provisionen, Vertriebsgebiete und Quoten sowie die Vertriebsleistung an einem Ort zu verwalten – so bleiben die Vertriebsteams fokussiert und auf die Unternehmensziele ausgerichtet.
Zu den weiteren Funktionen eines HRMS gehören außerdem:
- Analysen und Personalplanung: Mithilfe von KI-gestützten Analysen und Vorhersagemodellen können Personalverantwortliche ihre Personalstrategien auf die übergeordneten Unternehmensziele abstimmen. Diese Tools unterstützen die strategische und operative Planung, die Budgetierung und die Leistungsüberwachung.
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Eine Tour durch ein modernes HRMS
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HRM-Systeme und die nächsten Schritte zur digitalen Transformation im Personalwesen
Wie alle grundlegenden Veränderungen im Geschäftsbetrieb eines Unternehmens wird auch die digitale Transformation im Personalwesen auf anfängliche Zurückhaltung und Widerstände stoßen und birgt unweigerlich ein gewisses Risiko. Operative Veränderungen lassen sich am besten vorbereiten, indem die Projektziele geteilt und kommuniziert werden. Offene Kommunikationswege zwischen Ihren Teamleitern, Führungskräften und HR-Spezialisten helfen dabei, Barrieren zu überwinden. Ein gutes Änderungsmanagement und effektive Planungsstrategien sorgen für frühzeitige Akzeptanz in Ihren Teams.
Beachten Sie bei Ihrer digitalen Transformation im Personalwesen folgende Punkte.
- Datenintegrität: Stellen Sie vor der Datenmigration sicher, dass Sie über die richtigen Ressourcen verfügen und Ihre IT-Kräfte qualifizieren oder umschulen, damit Sie dieser Aufgabe gewachsen sind und menschliche Fehler minimieren.
- Kosten und Aufwand: Beziffern Sie die Projektanforderungen in allen betroffenen Geschäftsbereichen, einschließlich Implementierung und Integration. Legen Sie realistische Budgets und Zeitpläne fest, um eine erfolgreiche Umsetzung zu gewährleisten.
- Aktuelle und künftige Anforderungen: Arbeiten Sie von Anfang an eng mit Ihren Abteilungs- und Teamleitern zusammen, um ein Verständnis für ihre Ziele, Bedürfnisse und Herausforderungen zu entwickeln. Stellen Sie sicher, dass Ihr HRMS skalierbar ist, damit es den sich ändernden Anforderungen aller Beteiligten gerecht werden kann.
- Compliance: Definieren Sie behördliche, arbeitsrechtliche und andere gesetzliche Anforderungen, und vergewissern Sie sich, dass Ihr neues System diese Anforderungen in allen Regionen erfüllt.
- Bereitschaft zur Einführung: Holen Sie Ihr HR-Team frühzeitig ins Boot, damit Sie gemeinsam Schulungspläne und Ziele entwickeln können. Legen Sie monatliche Meilensteine fest, um sicherzustellen, dass alle Ihre Administratoren, Führungskräfte und Beschäftigten entsprechend geschult sind und das neue HRM-System optimal nutzen können.
Bedeutung von HRMS und FAQs
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