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Lehrkraft spricht mit Studierenden

Was ist ein Lernmanagementsystem (LMS)?

Ein LMS (Learning Management System oder Lernmanagementsystem) ist eine Softwareanwendung, mit der man Schulungs- und Weiterbildungsprogramme planen, bereitstellen und verfolgen kann. Unternehmen setzen LMS-Software ein, um die Aus- und Weiterbildung für ihre Beschäftigten interaktiver und zugänglicher zu gestalten und so die Mitarbeiterqualifikation, Compliance, Mitarbeiterbindung und Produktivität zu verbessern.

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LMS: Bedeutung und Definition

Ein Lernmanagementsystem, oft als LMS abgekürzt, bietet Unternehmen ein umfassendes Framework zum Erstellen, Verwalten und Bereitstellen von Kursen, Schulungsprogrammen bzw. Lern- und Weiterbildungsprogrammen während des gesamten Beschäftigungszyklus. Moderne LMS-Lösungen nutzen dabei künstliche Intelligenz (KI) und intelligente Technologien, um die Schulungsbedarfe der einzelnen Mitarbeitenden und im gesamten Unternehmen zu bewerten, personalisierte Lernpfade zu erstellen und Weiterbildungs- und Compliance-Schulungsmaßnahmen nachzuverfolgen.

Warum ist Lernmanagement heute wichtig?

Demografische Veränderungen, innovative Technologien, neue Vorschriften und ein stark umkämpfter Arbeitsmarkt führen zu Fachkräftemangel und Kompetenzlücken. Neue Technologien, insbesondere KI, lassen neue Berufsbilder entstehen – etwa Prompt Engineers, Menschen, die die KI trainieren, oder KI-Ethikexpert:innen –, für die es aktuell zu wenige ausgebildete Fachkräfte gibt. Lernmanagement ist für die Förderung des kontinuierlichen Lernens und der Weiterentwicklung durch Schulungen, Weiterbildung (Upskilling) und Umschulung (Reskilling) unerlässlich. LMS helfen dabei, Qualifikationslücken zu schließen und Mitarbeitende fit für die Zukunft zu machen, damit sie aktiv zum Unternehmenserfolg beitragen können.

Was ist der Unterschied zwischen Upskilling und Reskilling?

Laut einem HR-Trendreport für 2024 stellen Unternehmen zunehmend die Fähigkeiten ihrer Mitarbeitenden in den Fokus ihrer Personalstrategie. Basierend auf einer Analyse von 100 führenden Wirtschaftspublikationen kommt der Bericht zu dem Schluss: „Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, insbesondere in Schlüsselbereichen wie künstliche Intelligenz, steigern die Mitarbeitermotivation und sollten daher von Unternehmen stärker priorisiert werden.“

Wofür werden Lernmanagementsysteme eingesetzt?

Organisationen aus verschiedenen Bereichen – von Bildungseinrichtungen über Unternehmen bis hin zu Behörden – nutzen Lernmanagementsysteme, um ihre Bildungs-, Schulungs- und Compliance-Ziele zu erreichen. Eine Universität könnte ein LMS beispielsweise nutzen, um Studierenden weltweit Onlinekurse bereitzustellen. Eine Behörde könnte ihren Mitarbeitenden über ein LMS aktuelle Compliance-Schulungen anbieten und automatisierte Erinnerungen verschicken, damit die Kurse absolviert werden. Die häufigsten Einsatzgebiete eines LMS:

Onboarding

HR-Teams müssen in der Lage sein, von Anfang an konsistente und regional abgestimmte Onboarding-Schulungen anzubieten. LMS-Lösungen unterstützen die Personalabteilung bei der Personalisierung, Automatisierung und Bereitstellung von Onboarding-Maßnahmen und Entwicklungszielen, wodurch neue Mitarbeitende schnell und kosteneffizient integriert werden können.

Mitarbeiterschulung

Ein LMS bietet Teamleitungen sowie Lern- und Entwicklungsfachkräften einen zentralen Überblick über die Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeitenden sowie über aktuelle und frühere Schulungsaktivitäten. Das erleichtert es ihnen, die richtigen Schulungen zur richtigen Zeit bereitzustellen und den Fortschritt sowie den Compliance-Status nachzuverfolgen.

Weiterbildung und Umschulung

Mitarbeitende haben individuelle Lernmethoden und Lernbedürfnisse, die sich aus ihren aktuellen und künftigen Rollen und Aufgaben ergeben. LMS unterstützen kompetenzorientiertes Lernen durch den Einsatz von KI und intelligenten Technologien. Diese generieren personalisierte Lernempfehlungen und ‑pfade, die auf spezifische Kompetenzen, Lernstile und strategische Unternehmensziele abgestimmt sind.

Weiterbildung und berufliche Entwicklung

Ein LMS verknüpft die unternehmerischen Prioritäten und den entsprechenden Qualifikationsbedarf mit der vorhandenen Belegschaft und deren Schulungs- und Weiterbildungsaktivitäten. Beschäftigte können damit zudem potenzielle Karrierewege und persönliche Entwicklungsziele definieren.

Erweiterte Schulungen für Unternehmen und Vertriebskanäle

Vom Franchisenehmer bis zum Gig Worker – alle Menschen, die eine Marke repräsentieren, müssen sich mit den geltenden betrieblichen Regeln und Richtlinien auskennen. Intelligente LMS-Technologien können Unternehmen dabei helfen, maßgeschneiderte Schulungs- und Markeneinführungsprogramme zu erstellen, die auf die Rollen und Aufgaben der einzelnen Anbieter, Berater oder externen Partner abgestimmt sind.

Compliance-Schulungen

Unternehmen müssen einen strukturierten, konsequenten Ansatz zur Einhaltung von Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen verfolgen, um Sicherheit und Wohlergehen zu gewährleisten sowie Risiken und Verluste zu minimieren. Mit einem LMS können Sie nicht nur Schulungen auf der Grundlage beliebiger Kriterien zuweisen und alle Ihre Schulungsvorgaben einhalten, sondern bringen frischen Wind in obligatorische Schulungsangebote, sodass Ihre Mitarbeitenden diese vielleicht sogar mit Freude absolvieren!

Was sind die Vorteile eines LMS?

Die Zentralisierung und Optimierung von Lerninhalten sowie deren effiziente Bereitstellung durch ein LMS bietet Unternehmen zahlreiche kurz- und langfristige Vorteile, darunter:

Forschung

Prognosen zur Zukunft der Arbeit

Führen Sie Ihr Unternehmen proaktiv in eine Zukunft, von der Ihre Beschäftigten und das Unternehmen gleichermaßen profitieren.

Bericht lesen

Herausforderungen bei der Einführung und Pflege eines LMS

Trotz der zahlreichen Vorteile eines Lernmanagementsystems (LMS) sollten Unternehmen auf potenzielle Hemmnisse bei seiner Implementierung, Verwaltung und Pflege vorbereitet sein. Zu den häufigsten Herausforderungen gehören:

Steigerung der Benutzerakzeptanz von LMS

Wie bei jeder digitalen Transformation stehen auch bei der Einführung eines LMS die Menschen an erster Stelle – und eine klare und offene Kommunikationsstrategie. Die erste Reaktion auf die Nachricht von einer LMS-Implementierung kann Ablehnung sein, weil die traditionelle Schulung seit langem als langweilig und lästig empfunden wird. Um diese Bedenken zu zerstreuen, sollten Unternehmen folgende Empfehlungen bei der LMS-Einführung berücksichtigen:

Wie funktionieren Lernmanagementsysteme?

Ein Lernmanagementsystem (LMS) bietet eine digitale Plattform zur Entwicklung, Verwaltung und Bereitstellung von Kursen, Schulungen oder Programmen zur Mitarbeiterschulung und ‑entwicklung, die durch KI und intelligente Technologien erweitert werden. Benutzer erhalten Zugriff auf die Plattform, um Schulungs-, Compliance- oder Entwicklungsziele zu verfolgen, neue Kurse zu erstellen und sowohl Live- als auch On-Demand-Schulungen von jedem Gerät aus abzurufen.

Die Hauptfunktionen eines LMS umfassen:

Typen von Lernmanagementsystemen

Lernmanagementsysteme entwickeln sich kontinuierlich weiter, um den unterschiedlichen Unternehmens- und Technologieanforderungen sowie individuellen Lernbedürfnissen Rechnung zu tragen. Indem Unternehmen die besonderen Eigenschaften der verschiedenen LMS verstehen, können sie die Lösung auswählen, die am besten zu ihren Anforderungen passt. Zu den gängigen LMS-Typen zählen:

Cloud-LMS (SaaS-basierte Lösungen): SaaS-basierte Lösungen bieten eine Reihe von Funktionen und Integrationen und ermöglichen eine einfache Skalierbarkeit und Aktualisierung in der Cloud. Diese Art von LMS wird in der Regel von einem Softwareanbieter gehostet und kann je nach Bedarf einfach nach oben oder unten skaliert werden. Zudem ist die Pflege und Aktualisierung dieser LMS kostengünstiger als die von On-Premise-Systemen.

Selbstgehostetes LMS: Für Unternehmen, die ihre eigenen LMS und Inhalte installieren und hosten möchten, ermöglicht dieses System eine vollständige Kontrolle, geht aber Kompromisse hinsichtlich Skalierbarkeit, Geschwindigkeit, Kosten und Einfachheit von Integrationen ein.

Offenes LMS: Open Source eignet sich hervorragend für kleinere Unternehmen, die bereit sind, den vorgefertigten kostenlosen öffentlichen Code zu übernehmen und in ihre eigenen Systeme zu implementieren.

Mobiles LMS: Dabei handelt es sich nicht um einen bestimmten „Typ“ LMS, sondern um ein LMS, das über geräteunabhängige Komponenten und Dashboards verfügt (was bei offenen und selbstgehosteten Systemen nicht zwingend der Fall ist).

LMS für Unternehmen: Diese Systeme werden – im Gegensatz zu Bildungs-LMS, die für den Einsatz in Unternehmen zumeist angepasst werden müssen – gezielt mit Blick auf die Benutzer in Unternehmen entwickelt. Ein LMS für Unternehmen kann entweder cloudbasiert sein oder selbst gehostet werden.

Bildungs-LMS: Diese Systeme bildeten die Grundlage für viele der heutigen LMS in Unternehmen, sind aber nicht von Haus aus auf die Bedürfnisse und Prioritäten von Unternehmen ausgerichtet. Ein Bildungs-LMS wie Canvas, Blackboard und Google Classroom kann entweder cloudbasiert sein oder selbst gehostet werden.

Arbeitskräfte für die Zukunft entwickeln

Maßnahmen zur Weiterbildung und Umschulung bilden die Grundlage für die Fähigkeiten und Agilität, die Unternehmen für eine erfolgreiche Zukunft benötigen.

Erste Schritte kennenlernen

FAQ

Was bedeutet LMS?
LMS steht für Lernmanagementsystem und bezeichnet eine Softwareanwendung, die die Verwaltung, Dokumentation, Nachverfolgung, Automatisierung und Bereitstellung von Schulungen, Schulungsprogrammen bzw. Lern- und Entwicklungsprogrammen unterstützt.
Was ist E-Learning?
E-Learning ist Lernen, das außerhalb eines Klassenraums, in der Regel über das Internet, erfolgt – häufig über ein cloudbasiertes LMS.
Was ist Microlearning?
Microlearning ist eine hochgradig fokussierte Lernsitzung, die in kleinen Schritten bereitgestellt wird, z. B. ein Tutorial zu einem bestimmten Problem. Beim gamifizierten Lernen spielt diese Art des Lernen eine große Rolle.