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Eine Person arbeitet mit einem großen Touchscreen

Die meisten Unternehmen haben eine KI-Strategie. Was die besten 8 % anders machen.

Die Lücke bei der KI-Ausführung ist real. Eine neue IDC-Studie zeigt, warum die meisten KI-Strategien ins Stocken geraten.

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Viele Unternehmen haben ihre KI-Ziele schon festgelegt. Die Ergebnisse der neuenIDC-Studie1, für die mehr als 620 IT-Führungskräfte in 15 Ländern im ersten Quartal 2026 befragt wurden, zeigen, dass 81 % der Unternehmen über eine detaillierte KI-Strategie verfügen. Doch nur 12 bis 16 % haben eine sinnvolle, KI-gestützte Umsetzung auf Unternehmensebene erreicht. Der Rest hängt fest zwischen einem vielversprechenden KI-Pilotprojekt und der unternehmensweiten Transformation, die erreicht werden soll. Das bezeichnet der IDC InfoBrief als „KI-Ausführungslücke“, d. h. die meisten Unternehmen werden durch Lücken in Qualifikationen, Tools, Infrastruktur, Datenbereitschaft und Governance blockiert.

IDC definiert drei Stufen der KI-Reife. Die erste is das Beobachten, bei dem KI einzelnen Personen hilft, jedoch ohne unternehmensweite Strategie. Die nächste Stufe ist die Weiterentwickeln, bei der KI in Workflows eingebunden wird und Governance Gestalt annimmt. Unternehmen erreichen die volle Reife auf der Stufe der Leiten, wenn autonome Agenten flächendeckend arbeiten und verantwortungsvolle KI institutionalisiert ist.

Unternehmen, die nicht die Stufe „Leiten“ erreichen, weisen drei persistente Lücken auf:

Die vierte Ebene sind Datenoberflächen.  Unternehmensergebnisse wie Produktivität, Reaktionszeit für Kundenanfragen und Markteinführungszeit können nur durch den Einsatz von KI-Agenten skaliert werden. Doch nur 11 % sind bis zur Agentic AI vorgedrungen, weil die Lücken bei Daten, Tools und Governance, die die Ausführung blockieren, auch die Bereitstellung von KI-Agenten verhindern. Darum dienen das Schließen der Ausführungslücke und das Bereitstellen von KI-Agenten dem gleichen Ziel.

Wie schließen führende Unternehmen die Lücke bei der KI-Ausführung?

Unternehmen mit hoher Reife zeichnen sich gemäß dem IDC InfoBrief „Studie zum Reifegrad von Enterprise AI –auf dem Weg von der Strategie zur Ausführung“ durch drei Merkmale aus.

Erstens ist die KI-Strategie für sie ein kontinuierlicher Prozess. Bis zu 90 % der Unternehmen auf der Stufe „Leiten“ aktualisieren ihre Strategie ständig und koordinieren sie in Geschäfts- und Technologieteams. Das unterscheidet sie von der Ad-hoc-Planung der Unternehmen mit geringerer Reife.

Zweitens investieren Unternehmen auf der Stufe „Leiten“ verstärkt in Schlüsselbereiche – Schulung der Führungskräfte (47 %, andere 29 %), verwaltete Plattformen (36 %, andere 23 %) und Änderungsmanagement (35 %, andere 18 %). Führende Unternehmen und solche der Stufe „Beobachten“ investieren nicht in verschiedene Dinge, sondern fast doppelt so stark in dieselben Dinge, sodass die Lücke in jedem Quartal größer wird.

Drittens – und das ist vielleicht am wichtigsten: Führende Unternehmen haben ihr Technologiebasis vereinheitlicht. Sie haben Tools, vernetzte Daten und integrierte Governance konsolidiert und sehen sie nicht als separate Compliance-Aufgabe, sondern als die Architektur, in der KI funktionieren kann. So wird die Prozessreife in KI-gesteuerte Automatisierung umgewandelt.

Die menschliche Komponente der KI-Ausführungslücke

Der IDC InfoBrief beschreibt einen Aspekt, den viele Technologieführer leicht übersehen können. Das größte Hindernis für KI-Ausführung sind nicht die Infrastruktur oder die Daten, sondern die Menschen. Der Widerstand, die Veränderungsmüdigkeit und fehlende KI-Kenntnisse der Beschäftigten insgesamt gehören zu den am häufigsten genannten Hindernissen in Unternehmen, die versuchen, von der Stufe „Weiterentwickeln“ zur Stufe überzugehen.

Das deckt sich mit unseren Beobachtungen bei Kundenimplementierungen. Unternehmen, die in rollenspezifische Weiterbildung, integrierte KI-Champions und zielgerichtete Programme für Änderungsmanagement investieren, durchlaufen die einzelnen Reifephasen deutlich schneller als diejenigen, die KI-Einführung wie ein Kommunikationsproblem behandeln. Die Technologie ist bereit, doch es bleibt die Frage, ob das Unternehmen bereit ist.

Die Tür steht offen, jedoch nicht beliebig lange

Erst 8 % der Unternehmen weltweit haben den höchsten Reifegrad für KI erreicht. Doch das sind keine Lorbeeren, auf denen man sich ausruhen kann. Neue KI-Innovationen im Wochentakt legen die Messlatte für KI-Nutzung – und auch für KI-Reife – immer höher.  Dabei steht auch die Tür zum Wettbewerbserfolg weit offen für Unternehmen, die zielstrebig auf die Stufe „Leiten“ zusteuern.

78 % der IT-Führungskräfte sehen in KI-Agenten großes Potenzial zum Transformieren ihre Abläufe. Nur 11 % sind bei der Agentic AI angekommen. Unternehmen, die strukturelle Lücken jetzt schließen, werden nicht nur effizienter, sondern stoßen in eine ganz andere Kategorie vor, als Unternehmen, die noch zögern.

Einstiegspunkt

Für Unternehmen, die Ausführungslücken konsequent schließen wollen, benennt der IDC InfoBrief einen guten Ausgangspunkt: Bewerten Sie ehrlich, wo Sie jetzt stehen, und nicht wo Sie gerne sein möchten. Am schnellsten kommen die Unternehmen voran, die ihren aktuellen Reifegrad in Hinblick auf Strategie, Personal und Technologie sehr genau kennen. Sie folgen einem klar strukturierten Weg nach vorn, der alle drei Aspekte im Blick behält.

Um herauszufinden, wo Ihr Unternehmen steht, führen Sie das AI Maturity Assessment durch, das auf der IDC-Methodik und dem IDC InfoBrief basiert. Das Ergebnis ist ein individueller Bericht mit Ihrem Reifegrad, einem Leitfaden für die einzelnen Aspekte und einer Roadmap der nächsten Schritte, die auf Ihren aktuellen Stand zugeschnitten sind.

Entdecken Sie die SAP-KI-Funktionen im SAP Discovery Center – mit interaktiven Aufgaben, maßgeschneiderten KI-Bewertungen, Referenzarchitekturen und Schritt-für-Schritt-Tutorials, die auf Ihren Anwendungsfall zugeschnitten sind.

1IDC InfoBrief im Auftrag von SAP, AI Maturity Study, Moving Beyond Strategy to Execution (Doc #US 54502826, Mai 2026)
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