Was ist Supply Chain Management (SCM)?

SCM umfasst alle Aktivitäten, bei denen Rohstoffe in Fertigerzeugnisse umgewandelt und an die Kunden übergeben werden.

Überblick über das Supply Chain Management

Globales Supply Chain Management wird von Ideen und Erkenntnissen geleitet. Es beginnt damit, dass Unternehmen auf Markttrends achten und Feedback von Kunden einholen, welche Produkte gewünscht bzw. benötigt werden und auf welche Weise und zu welchem Zeitpunkt die Lieferung erfolgen soll. Unternehmen nutzen dann diese Daten, um ihre SCM-Abläufe zu optimieren – von der Beschaffung, Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zur Logistik und Auslieferung auf der letzten Meile. Damit dieses äußerst komplexe Unterfangen so effizient wie möglich abläuft, muss jeder Partner – also jedes Glied in der Kette – in ein straff koordiniertes und reaktionsfähiges SCM-System eingebunden werden.

 

Im Jahr 2020 wurde der ganzen Welt bewusst, wie verwundbar einige der wichtigsten globalen Lieferketten sind. Die Unternehmen erkannten schnell den dringenden Bedarf an Modernisierung und an Supply-Chain-Management-Prozessen, die flexibel genug sind, um schwierige Situationen zu meistern. Heute nehmen die besten Unternehmen ihre SCM-Abläufe und die dazugehörigen Technologien genau unter die Lupe und fragen sich, was sie tun können, um ihr Geschäft effizienter, rentabler und zukunftssicherer zu gestalten.

Schlüsselkomponenten im Supply Chain Management

Definition von Supply Chain Management

Das Supply Chain Management umfasst alle Aktivitäten, bei denen Rohstoffe in Fertigerzeugnisse umgewandelt und an die Kunden übergeben werden. Dies kann Beschaffung, Design, Produktion, Lagerhaltung, Versand und Vertrieb umfassen. Das Ziel von SCM ist die Verbesserung von Effizienz, Qualität, Produktivität und Kundenzufriedenheit.

Globales Supply Chain Management: Geschichte und Entwicklung

Lieferketten wurden schon immer von einer Vielzahl globaler und politischer Kräfte und sogar von Wetter- und Naturereignissen beeinflusst. Aber eines ist beim Supply Chain Management sicher: die Veränderung.

 

Die sich verschiebenden Trends in Handel, Umwelt und Wirtschaft veranlassen viele Unternehmen, ihre Abhängigkeit von der Produktion in Übersee zu überdenken. Und es sind zu einem großen Teil SCM-Technologien, die die Entwicklung hin zu Nearshoring und mehr inländischer Fertigung vorantreiben.

 

Dank KI-gestützter Lösungen können Unternehmen ihre Margen ohne Risiko verringern, den Überbestand reduzieren und die Produktionszeiten minimieren. Diese Fähigkeit zum Vorausschauen – und zur Datenanalyse in Echtzeit – verschafft Unternehmen die Effizienz und Produktivität, die sie brauchen, um ihre Abhängigkeit von ausländischer Produktion zu verringern.

 

Eine weitere rasante Entwicklung ist der wachsende Wunsch nach Transparenz in Bezug auf die Herkunft und Nachhaltigkeit von Produkten: von Rohstoffen über Arbeitsbedingungen bis hin zu den Kraftstoffen, die in den Lieferflotten zum Einsatz kommen. Moderne Kunden wollen auch mehr Kontrolle über Omnichannel-Einkaufs- und Auftragsabwicklungsoptionen, was die Prozesse des Supply Chain Management immer komplexer macht.

Die Bedeutung des Supply Chain Management

Sehen Sie sich einmal um. Ohne Lieferketten wäre fast nichts in Ihrem Zuhause oder an Ihrem Arbeitsplatz dort, wo es sich jetzt befindet. Hunderte Millionen von Arbeitsplätzen auf der ganzen Welt hängen mit diesen Aktivitäten zusammen. Ob kostengünstige Konsumgüter, chirurgische Geräte oder lebensnotwendige Ressourcen – alles wird über Lieferketten abgewickelt. Doch obwohl das Supply Chain Management ein Kernelement der globalen Wirtschaft bildet, verwenden viele Unternehmen für ihre Lieferketten noch dieselben Prozesse und Maschinen wie bereits vor 50 Jahren.

 

Mit verbesserten SCM-Verfahren können Unternehmen neu ausgerichtet werden. Sie werden wettbewerbsfähiger, indem sie Abfall und Überbestände minimieren, ihre Kosten senken und die Effizienz erhöhen. Sie sind in der Lage, durch individuelle und auf Präferenzen abgestimmte Logistikangebote die Kundenbindung zu stärken. Und sie können durch Automatisierung ihre Prozesse schneller, intelligenter und produktiver gestalten.

Supply-Chain-Management-Prozess

Alexander der Große hat einmal gesagt: „Meine Logistiker sind ein humorloser Haufen … denn sie wissen, wenn mein Feldzug scheitert, sind sie die ersten, die ich erschlagen werde.“ Und auch wenn dieses Beispiel extrem sein mag, zeigt es doch, wie wichtig Lieferketten für die menschliche Zivilisation schon immer waren. Effiziente und resiliente Tools und Praktiken für das Supply Chain Management sind ein wesentlicher Bestandteil für das Überleben – und den Erfolg – Ihres Unternehmens. Zu den wichtigsten SCM-Prozessen gehören:

  • Supply-Chain-Planung ist der Prozess, einen Produktbedarf zu antizipieren und die Glieder der Lieferkette zu koordinieren, um die Nachfrage zu befriedigen. Neben Bedarfsprognose und ‑planung umfasst sie Beschaffungsplanung, Materialbedarfsplanung, Produktionsplanung, Sales & Operations Planning und mehr.

  • Product Lifecycle Management (PLM) ist die Verwaltung eines Produkts über den gesamten Lebenszyklus hinweg: von der Ideenfindung über die Konstruktion und die Entwicklung bis hin zu Fertigung, Service und Entsorgung (oder Recycling).PLM-Softwaresysteme führen diese Prozesse zusammen, erleichtern die unternehmensweite Zusammenarbeit und bieten grundlegende Informationen zu jedem Produkt über dessen gesamten Lebenszyklus hinweg.

  • Beschaffung umfasst den Kauf von Materialien, Waren und Dienstleistungen zur Deckung des Geschäftsbedarfs und die Sicherstellung der Qualität, eines fairen Preises und des Werts dieser Waren. Eine große Herausforderung bei der Beschaffung und Bezugsquellenfindung besteht darin, präzise Auftragsvolumen vorherzusehen, da sowohl Engpässe als auch Überbestände dem Unternehmen schaden können. SCM-Systeme, in die Machine Learning und vorausschauende Analysen integriert sind, können Beschaffung und Einkauf vor unliebsamen Überraschungen schützen.

  • Logistikmanagement beschäftigt sich mit dem Transport und der Lagerung von Waren: vom Anfang der Lieferkette – mit Rohstoffen und Fertigung – über die Lieferung von Fertigerzeugnissen an Ladengeschäfte oder Kunden und Services rund um ein Produkt bis hin zu Retouren und Recycling. Zu den beteiligten Geschäftsfunktionen zählen die Verwaltung der Eingangs- und Ausgangstransporte, das Flottenmanagement, die Lagerverwaltung, die Bestandskontrolle und der Kundenservice.

  • Das Manufacturing Execution Management (MES) überwacht, verfolgt, dokumentiert und steuert den Prozess der Herstellung von Waren. Die Produktion und die Prozesse werden so schlank wie möglich gehalten – bei gleichbleibender (und verbesserter) Qualität, Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit. Das System nutzt Daten, die von KI- und Industrial-IoT-gestützten Systemen gesammelt werden, um Fertigungsprozesse zu rationalisieren und zu automatisieren. Unternehmen können mithilfe von On-Demand-3-D-Druck Engpässe und Überbestände vermeiden und mit intelligenten Maschinen kostengünstig individuelle Massenanfertigungen liefern. Zu den Vorteilen gehören ein verbessertes Qualitätsmanagement, erhöhte Betriebszeiten, geringere Lagerhaltungskosten, ein papierloser Fertigungsbereich sowie eine verbesserte Produktverfolgung und ‑genealogie. Diese Systeme tragen auch dazu bei, dass die neuesten Compliance- und Regulierungsvorschriften eingehalten werden.

  • Das Enterprise Asset Management ist die Verwaltung und Wartung physischer Anlagen entlang der gesamten Lieferkette, von Robotern in Fabriken bis zu den Lieferflotten. IoT-Sensoren, miteinander vernetzte Maschinen und digitale Zwillinge revolutionieren momentan das Enterprise Asset Management, denn sie verbessern die Effizienz, die Betriebszeiten, die Sicherheit und die präventive und vorausschauende Wartung. Einige vernetzte Anlagen können sogar Reparaturen oder Ausfälle prognostizieren und warten sich selbst – bis hin zur Beschaffung und Bestellung der Teile, die zur Verlängerung ihres Lebenszyklus benötigt werden.

Die Vorteile des Supply Chain Management

Für viele Unternehmen ist Supply Chain Management ein fundamentaler Bestandteil des Geschäfts und damit ein absolutes Muss. Die Frage ist vielmehr, ob sie bei ihren in die Jahre gekommenen Systemen bleiben oder eine moderne, digital optimierte Lieferkette aufbauen sollten, die mit der Zeit wachsen und skaliert werden kann. Optimierungen im Supply Chain Management haben unter anderem folgende Vorteile:

 

  1. Höhere Produktivität: Mit EAM-Systemen und einer vorausschauenden Wartung können Maschinen und Systeme effizienter arbeiten. Dadurch werden Engpässe vermieden, Arbeitsabläufe verbessert und die Produktivität gesteigert. Automatisierte Prozesse und reaktionsfähige Datenanalysen verkürzen zudem die Versand- und Lieferzeiten.
  2. Niedrigere Kosten: Mit vorausschauenden Analysen sind keine mitunter kostspieligen groben Schätzungen mehr nötig. Dadurch werden unwirtschaftliche Lagerbestände sowie riskante Engpässe reduziert. Durch das Internet der Dinge werden vorhandene Anlagen reaktionsfähiger und stellen die in der jeweiligen Situation effizientesten und nützlichsten Arbeitsabläufe bereit. Dies führt auch zu präziseren Prognosen, um halbvolle Lieferfahrzeuge, unkoordinierte Lieferrouten und ineffizientes Flottenmanagement zu vermeiden.
  3. Größere Agilität und Resilienz der Lieferkette: Trends und Marktveränderungen können unvermittelt auftreten. Resiliente SCM-Systeme haben die Agilität, sich an jede Situation anzupassen. Echtzeitdaten und aussagekräftige Informationen helfen Supply-Chain-Verantwortlichen dabei, die Abläufe durch eine Neuverteilung von Maschinen und Mitarbeitenden zu optimieren. Das Feedback von Kunden findet Gehör und kann direkt umgesetzt werden. Durch virtuelle Bestände und intelligente Lagerprozesse können Absatz und Bedarf fortlaufend aufeinander abgestimmt werden.
  4. Erhöhte Produktqualität: Wenn F&E-Teams direkten Zugang zu Kundenfeedback haben, können sie die Kundenanforderungen bei Produktdesign und ‑entwicklung umfassend berücksichtigen. F&E- und Fertigungsteams können mit bedeutenden Verbesserungen des Produktdesigns auf Kundentrends und ‑wünsche reagieren, indem sie die Erkenntnisse aus Machine Learning und Analysen nutzen.
  5. Besserer Kundenservice: Die besten SCM-Praktiken sind kundenorientiert und auf Reaktions- und Anpassungsfähigkeit ausgelegt. Da der Wettbewerb nur einen Mausklick entfernt ist, ermöglicht modernes SCM den Unternehmen, Kundenfeedback und ‑trends zu implementieren und sowohl Mikro-Fulfillment als auch Individualisierung in großem Umfang umzusetzen.
  6. Größere Transparenz und Nachhaltigkeit: SCM ermöglicht volle Transparenz, vom Design und der Fertigung bis hin zur Logistik der letzten Meile, zu Lieferung und Retouren. Mit der Möglichkeit, alle Inputs und Outputs in der gesamten Kette zu sehen, können Unternehmen ihren ökologischen Fußabdruck erheblich verbessern und dabei oft direkt mit Lieferanten und anderen Anbietern zusammenarbeiten.

Aktuelle Trends im Supply Chain Management

Der Nutzen der ERP- und SCM-Integration

Auch wenn robuste Systeme für das Supply Chain Management Unternehmen bei der Anpassung, dem effizienten Betrieb und der Erfüllung von Kundenbedürfnissen hervorragend unterstützen, so wird ihre Leistungsfähigkeit durch die Integration in moderne ERP-Systeme, die Daten aus verschiedenen Abteilungen wie Finanzen, Personalwesen, Fertigung und Beschaffung zentralisieren, noch verstärkt.

 

Durch die Integration von ERP und SCM können Ihre Supply-Chain-Manager auf wichtige Daten zu Lagerbeständen, Produktionsplänen, Auftragsstatus und Finanzinformationen zugreifen. Dies trägt nicht nur zur Optimierung des Betriebsmanagements bei, sondern ermöglicht auch die Integration von operativen und geschäftlichen Daten in Echtzeit. Durch die automatische Einbettung von Kontextdaten in die Lieferkettenprozesse wird die Entscheidungsfindung und ‑umsetzung verbessert.

 

Die Integration spielt auch eine entscheidende Rolle, um Lücken, Ungenauigkeiten und Fehler in Prozessen zu vermeiden. Dadurch wird Ihre Lieferkette viel effizienter, was sich mit erheblichen Kosteneinsparungen bezahlt macht. Und mit digitalen Verbindungen zu Lieferkettenpartnern können Sie Ihre vernetzten Prozesse in der gesamten erweiterten Lieferkette offenlegen, um die Sichtbarkeit, Transparenz und Planungsmöglichkeiten zu erhöhen.

SCM und die Cloud

Viele Unternehmen haben das Supply Chain Management aufgrund der damit verbundenen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in die Cloud verlagert. Durch den Cloud-Betrieb sind Unternehmen besser in der Lage, agil und reaktionsschnell zu handeln – ein großes Plus angesichts der sich ständig ändernden Nachfrage und der schwankenden Marktbedingungen. Darüber hinaus ist Skalierbarkeit mit der Cloud praktisch kein Thema mehr: Ressourcen können ohne ausufernde Kosten aufgestockt werden, wodurch Wachstum ohne finanzielles Risiko möglich wird.

 

Zugleich ist die Cloud-Technologie keine normierte Einheitslösung. Ganz im Gegenteil: Unternehmen können die Cloud-Lösungen an ihre spezifischen Geschäftsanforderungen anpassen und so einen personalisierten Ansatz mit maximalem Nutzen verfolgen.

Wichtig ist, dass die Umstellung auf die Cloud nicht in einem Ruck erfolgen muss. Stattdessen können Unternehmen schrittweise Cloud-Funktionen übernehmen und bei Bedarf bestehende Systeme beibehalten. Darüber hinaus bieten die Resilienz und die Disaster-Recovery-Funktionen der Cloud eine integrierte Redundanz und Sicherheit vor unerwarteten Unterbrechungen, wodurch der Schutz kritischer Daten und Anwendungen in Notfällen gewährleistet wird.

Die Auswirkungen von KI auf das Supply Chain Management

Wie in fast jedem anderen Geschäftsbereich verändert KI auch das SCM. Durch die Nutzung fortschrittlicher Algorithmen und maschineller Lerntechniken kann KI Ihnen bei Folgendem helfen:

  • Prozesse optimieren: Durch die Analyse historischer Datenmuster und Echtzeitinformationen können Sie kritische Supply-Chain-Prozesse für die Bestandsführung, Bedarfsprognose, Logistikplanung und vieles mehr optimieren. KI kann Trends erkennen, Nachfrageschwankungen vorhersehen und optimale Lagerbestände empfehlen, was zu weniger Fehlbeständen und niedrigeren Lagerkosten führt.

  • Entscheidungsfindung verbessern: KI kann eingesetzt werden, um handlungsrelevante Erkenntnisse aus komplexen Datenanalysen zu gewinnen. Mit KI-gestützten Analysen lassen sich Ineffizienzen ermitteln, potenzielle Störungen vorhersagen und optimale Lösungen vorschlagen. Dadurch können Lieferkettenverantwortliche schnellere und fundiertere Entscheidungen treffen.

  • Kosten senken: Das Kosteneinsparungspotenzial von KI für das Supply Chain Management ist enorm. Durch die Automatisierung sich wiederholender Aufgaben, die Optimierung der Ressourcenzuweisung und die Minimierung von Fehlern tragen KI-Technologien dazu bei, die Betriebskosten zu senken und die Gesamtrentabilität zu verbessern.

  • Handlungsrelevante Erkenntnisse gewinnen: KI kann große Datenmengen aus verschiedenen Quellen, einschließlich Sensoren, IoT-Geräten und Unternehmenssystemen, analysieren, um Ihnen handlungsrelevante Erkenntnisse zu liefern. Durch die Identifizierung von Mustern, Korrelationen und Anomalien in den Daten ermöglicht KI eine vorausschauende Entscheidungsfindung und ein proaktives Risikomanagement innerhalb der Lieferkette.

  • Prozesse automatisieren: KI-gestützte Automatisierung wird eingesetzt, um Prozesse in der Lieferkette zu optimieren, wie z. B. Auftragsabwicklung, Transportrouten und automatisierte Lagervorgänge. KI-gesteuerte Roboter und autonome Fahrzeuge verbessern die betriebliche Effizienz, senken die Arbeitskosten und steigern die Gesamtproduktivität. Und mit vorausschauenden Analysen kann KI Ihnen helfen, Produktionspläne zu optimieren, sodass Sie Ressourcen besser nutzen und Vorlaufzeiten verkürzen können.

  • Kundenerlebnisse personalisieren: Durch die Analyse von Kundenpräferenzen, ‑verhalten und ‑kaufhistorie können KI-Algorithmen Produktempfehlungen, Lieferoptionen und Preisstrategien individuell anpassen, was sich in einer höheren Kundenzufriedenheit und ‑treue niederschlägt.

  • Probleme proaktiv lösen: KI kann eingesetzt werden, um potenzielle Probleme zu erkennen, bevor sie sich zu größeren Störungen auswachsen. KI-gestützte Systeme können Risiken in der Lieferkette, wie z. B. Verzögerungen bei Lieferanten oder Transportengpässe, vorhersehen, sodass Unternehmen vorbeugende Maßnahmen ergreifen und potenzielle Auswirkungen auf den Betrieb und den Kundenservice abmildern können.

SCM und Industrie 4.0

Durch die Verbindung der transformativen Auswirkungen von KI mit dem Aufkommen von Industrie 4.0 wird deutlich, dass diese Technologien das Supply Chain Management auf beispiellose Weise umgestalten. Die Einführung dieser Technologien ist nicht mehr nur eine nette Ergänzung, sondern eine Notwendigkeit, um mit den ständig steigenden Verbraucheranforderungen, dem wirtschaftlichen Druck und Umweltauflagen Schritt zu halten. Bei der Betrachtung von SCM und Industrie 4.0 wird deutlich, dass diese innovativen Technologien sich gegenseitig verstärken und so intelligentere, reaktionsfähigere und hocheffiziente Lieferketten schaffen.

 

Integration von Industrie 4.0 und SCM

 

Durch die Integration von Technologien der Industrie 4.0, einschließlich KI, IoT und Automatisierung, revolutionieren Unternehmen traditionelle Prozesse in der Lieferkette und setzen neue Maßstäbe in Sachen Effizienz, Transparenz und Prognosefähigkeit.

 

Insbesondere bei der Echtzeitüberwachung spielen Technologien der Industrie 4.0 ihre Stärken aus und steigern die Effizienz der Lieferkette. IoT-Sensoren können den aktuellen Standort und den Zustand von Waren während des Transports verfolgen, sodass die Statusinformationen stets auf dem allerneuesten Stand sind. So können Sie potenzielle Unterbrechungen, wie z. B. Lieferverzögerungen oder Produktschäden, sofort erkennen und beheben. Weitere Störungen können verhindert werden, und Sie gewährleisten einen reibungslosen Warenfluss.

 

Neben der Echtzeitüberwachung verändern KI und Automatisierung auch herkömmliche Supply-Chain-Prozesse, indem sie Bestandsführung, Bedarfsprognose und die logistischen Abläufe optimieren. KI-Algorithmen können beispielsweise historische Verkaufsdaten und Markttrends analysieren, um genauere Bedarfsprognosen zu erstellen. Stellen Sie sich ein Einzelhandelsunternehmen in Vorbereitung auf die Weihnachtszeit vor. Auf der Grundlage von Vorjahresdaten und Markttrends berechnet die KI eine voraussichtlich höhere Nachfrage nach bestimmten Produkten. Das Unternehmen stockt infolgedessen den Bestand für diese beliebten Artikel auf und kann sogar autonome Fahrzeuge und Drohnen für schnellere Lieferungen in Spitzenzeiten einsetzen – in einigen Ländern sind Lieferroboter auf den Gehwegen durchaus keine Seltenheit mehr.

 

Intelligentes SCM

 

Das SCM der Gegenwart ist ein intelligentes SCM, das von Technologien angetrieben wird, die eine Datenerfassung, Analyse und Entscheidungsfindung in Echtzeit ermöglichen. Die Verlagerung von den reaktiven Ansätzen der Vergangenheit hin zu proaktiven Funktionen ermöglicht es Unternehmen, potenzielle Störungen oder Probleme vorherzusehen und bereits im Vorfeld entsprechende Maßnahmen einzuleiten, was die Effizienz verbessert und die Kosten senkt.

 

Vorausschauende Analysen und intelligente Sensoren sind die Schlüsselelemente dieses proaktiven Ansatzes. Bei der vorausschauenden Analyse werden historische und Echtzeitdaten verwendet, um zukünftige Ergebnisse vorherzusagen, potenzielle Risiken zu identifizieren und die Entscheidungsfindung zu optimieren. Intelligente Sensoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Erfassung von Echtzeitdaten in der gesamten Lieferkette.

 

So können IoT-fähige Sensoren beispielsweise Temperatur, Feuchtigkeit oder Erschütterungen erfassen und so den Zustand von Gütern während des Transports überwachen. Wenn Sie an den Versand von Impfstoffen denken: Dort kommen intelligente Sensoren zum Einsatz, um Temperaturschwankungen während des Transports zu erkennen, die die Wirksamkeit des Vakzins beeinträchtigen würden. Sofortige Warnmeldungen ermöglichen es den Pharmaunternehmen, schnell zu handeln und so sicherzustellen, dass die Wirksamkeit und Qualität der Impfstoffe erhalten bleiben.

 

Kosteneinsparungen und Effizienz

 

Einer der Hauptvorteile einer Lieferkette in der Industrie 4.0 sind die geringeren Betriebskosten, die durch Automatisierung erzielt werden. Dadurch werden Prozesse optimiert und Kosten für manuelle Arbeit entfallen. Durch Echtzeitüberwachung und vorausschauende Analysen eröffnet sich Ihnen auch die Möglichkeit, Ressourcen optimal zuzuweisen und Abfall zu reduzieren.

 

Automatisierung und datengestützte Erkenntnisse spielen eine entscheidende Rolle bei der allgemeinen Effizienzsteigerung in der Lieferkette. Durch automatische Abläufe werden menschliche Fehler minimiert und Aufgaben beschleunigt, was zu einer höheren Produktivität und kürzeren Vorlaufzeiten führt.

Die Zukunft des Supply Chain Management

Viele Jahrzehnte lang kam der Kunde nur mit dem Ende der Lieferkette in Berührung. Woher die Produkte kamen, wer sie herstellte und wie sie in den Laden gelangten – daran wurde kaum ein Gedanke verschwendet. Heutzutage sind Konsumenten sehr auf Transparenz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette bedacht.

 

Um auf dem heutigen Markt Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu ermöglichen, muss moderne SCM-Software in der Lage sein, alle in der gesamten Lieferkette erzeugten und erfassten Daten zu sammeln und auszuwerten. Es werden neue Technologien benötigt, um das Potenzial dieser Daten voll auszuschöpfen, sie in Echtzeiterkenntnisse zu verwandeln und SCM-Prozesse und ‑Abläufe auf intelligente und flexible Weise zu automatisieren.

 

Wir können zwar die Zukunft nicht vorhersagen, wir können jedoch sicher sein, dass sie wirtschaftliche Verschiebungen, unerwartete Ereignisse und sich stetig wandelnde Kundenwünsche mit sich bringen wird. Durch den Einsatz von daten- und technologiegesteuerten SCM-Systemen können Sie das Supply Chain Management neu gestalten und die Art von neuen, reaktionsfähigen Lieferketten aufbauen, die Sie für den Erfolg Ihres Unternehmens benötigen.

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