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Hände halten ein Tablet in einer Fabrik

Von Batterieengpässen bis zu Politik: So kann die Automobilindustrie die Dynamik für Elektrofahrzeuge aufrechterhalten

Lieferengpässe und politische Kurswechsel stellen Hersteller, Händler und Verbraucher gleichermaßen vor Herausforderungen. Software für die Automobilindustrie kann dazu beitragen, Angebots- und Nachfragesignale zu verknüpfen und daraus eine robuste Strategie zu entwickeln.

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Die Versorgung mit Elektrofahrzeugen auf dem Prüfstand

Im Wettlauf um die Elektrifizierung geht es längst nicht mehr nur darum, ausreichend Fahrzeuge zu produzieren. Die Automobilindustrie steht derzeit vor zweierlei Herausforderungen: Batterieengpässe beeinträchtigen die Versorgung, während Änderungen bei politischen Rahmenbedingungen – von Steuergutschriften bis hin zur Entscheidung Kaliforniens, Privilegien für Elektrofahrzeuge abzuschaffen – die Nachfrage bei den Verbrauchern beeinflussen.

Für Kunden bedeutet das vor allem Frustration. Vorbestellungen enden häufig in langen Wartezeiten, und Fahrzeuge werden oft erst Monate nach dem ursprünglich zugesagten Termin ausgeliefert. Gleichzeitig können Anreize, die Gründe für einen Umstieg auf ein Elektroauto waren, wie z. B. Sonderfahrspuren für Elektrofahrzeuge in Städten, kurzfristig entfallen. Ein Elektrofahrzeug, das zuvor als intelligente und zeitsparende Option galt, verliert dadurch an Attraktivität.

Für Automobilhersteller erhöhen diese Herausforderungen auf beiden Seiten den Druck zusätzlich. Engpässe bei wichtigen Materialien können Unterbrechungen von ganzen Fertigungslinien nach sich ziehen, während unzureichend erkannte Signale bei der Nachfrage dazu führen, dass Bestände auf den falschen Märkten landen. Dennoch werden diese Themen häufig getrennt betrachtet: Batterieengpässe gelten als Beschaffungsproblem, während sinkende Kaufanreize thematisch dem Marketing zugeordnet werden. Dadurch bleibt der eigentliche Zusammenhang oft verborgen.

Was auf den ersten Blick wie zwei voneinander unabhängige Herausforderungen erscheint, ist in Wirklichkeit ein Problem, das sich auf das gesamte Geschäft auswirkt. Um die Dynamik beim Umstieg auf Elektrofahrzeuge aufrechtzuerhalten, müssen Automobilunternehmen operative Abläufe und Marktsignale miteinander verknüpfen, Veränderungen vorhersagen und ihre Zusagen gegenüber Kunden auch in unsicheren Zeiten zuverlässig einhalten.

Optimierte Abläufe: Zuverlässigkeit bei jedem Schritt

Probleme bei der Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge wirken sich auf die gesamte Wertschöpfungskette der Automobilindustrie aus. Verzögerungen in der Beschaffung können schnell zu Produktionsengpässen führen, wodurch Kunden letztlich Monate länger auf die Auslieferung der von ihnen bestellten Fahrzeuge warten müssen. Gleichzeitig müssen aufgrund von Änderungen bei Förderprogrammen Modellportfolios und Preisstrategien in Echtzeit angepasst werden. Autohändler geraten dabei zunehmend zwischen die Fronten und sehen sich mit frustrierten Käufern und einem rückläufigen Fahrzeugangebot konfrontiert. Schon eine kleine Störung bei einem Glied der Lieferkette kann zu Umsatzeinbußen, einer verzögerten Markteinführung und sinkender Markentreue führen.

SAP-Lösungen für die Automobilindustrie unterstützen Unternehmen dabei, die Entwicklung, Produktion, Logistik und Auslieferung mit einem durchgängigen digitalen Faden („Digital Thread“) in einem zentralen System zu verknüpfen. Durch die Beseitigung von Silos und die Verankerung von Resilienz in zentralen Geschäftsprozessen können Unternehmen sich flexibler an Marktschwankungen anpassen. Das Ergebnis ist nicht nur eine höhere Effizienz, sondern auch eine resilientere Grundlage für Vertrauen – und Vertrauen ist einer der wichtigsten Faktoren für Automobilhersteller im Wettbewerb um Kunden.

Handlungsrelevante Erkenntnisse: Veränderungen in Echtzeit erkennen

Im heutigen Automobilmarkt entscheidet die Geschwindigkeit, mit der Erkenntnisse gewonnen werden, oft darüber, wie schnell Unternehmen handeln. Ohne einen klaren Überblick über Angebot und Nachfrage laufen Automobilhersteller Gefahr, Kunden mehr zu versprechen, als sie halten können, oder Chancen zu verpassen, wenn neue Anreize die Nachfrage kurzfristig steigen lassen.

Betrachten wir die Auswirkungen von Änderungen bei Rahmenbedingungen, die von der Politik vorgegeben werden. Mit dem Auslaufen von gesonderten Fahrspuren für Elektrofahrzeuge in Kalifornien zum 1. Oktober 2025 infolge einer entsprechenden Auslaufklausel könnten Automobilhersteller in den USA insbesondere in Regionen, in denen Anreize das Kaufverhalten stark beeinflussen, einen Nachfragerückgang verzeichnen. Ohne integrierte Daten ist es schwierig, solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Dadurch steigt das Risiko, auf unverkauften Beständen sitzen zu bleiben.

Mit SAP Integrated Business Planning können Verantwortliche Kennzahlen aus der Lieferkette, Daten zum Kundenverhalten und externe politische Einflussfaktoren zu einer Entscheidungsgrundlage zusammenführen. Dadurch lassen sich Engpässe nachverfolgen, verschiedene Szenarien simulieren und Maßnahmen bei Störungen schneller anpassen.

Moderne Analyselösungen helfen Unternehmen zudem dabei, über die reine Retrospektive hinauszugehen. Mit den SAP-Lösungen für die Automobilindustrie kann der CO2-Fußabdruck bis zu 50-mal schneller berechnet werden als mit manuellen Verfahren. So lassen sich die Auswirkungen unterschiedlicher Beschaffungsstrategien auf die Compliance innerhalb von Stunden statt Wochen analysieren. Vorhersagemodelle, die auf kuratierten Automobildaten basieren, können darüber hinaus frühzeitig auf Lieferantenrisiken hinweisen oder Veränderungen in der Verbrauchernachfrage prognostizieren, bevor sie zum Problem werden.

Für Führungskräfte können solche Erkenntnisse die Entscheidungsfindung von Grund auf verändern. Statt sich auf den eigenen Instinkt oder alte Berichte zu verlassen, können sie fundierte Entscheidungen treffen, kurzfristige Veränderungen mit langfristigen Strategien in Einklang bringen und gleichzeitig sowohl die Margen als auch die Reputation der Marke schützen.

Transformative Wirkung: Volatilität als Wettbewerbsvorteil nutzen

Die Volatilität im Markt für Elektrofahrzeuge ist kein vorübergehendes Phänomen. Neue Vorschriften, Änderungen bei Förderprogrammen und dynamische Kundenerwartungen werden die Branche auch in den nächsten Jahren prägen. Automobilhersteller, die jede Störung isoliert betrachten, befinden sich dauerhaft im Reaktionsmodus.

Erfolgreich werden die Unternehmen sein, die Krisen nicht nur bewältigen, sondern daraus einen Wettbewerbsvorteil ziehen. SAP Business Technology Platform unterstützt dies mit KI-gestützter Orchestrierung und agentenbasierter Automatisierung, die Entwicklung, Fertigung, Lieferkette und Kundenkanäle miteinander verknüpft.

Dieses Maß an Orchestrierung hilft Unternehmen dabei, Störungen vorherzusagen, Reaktionen zu automatisieren und die Zusammenarbeit über alle Ökosysteme hinweg zu fördern. Vernetzte KI-Agenten können z. B. Verzögerungen bei Automobilzulieferern erkennen, Alternativen empfehlen und neue Logistikpläne anstoßen – noch bevor die Kunden die Störung überhaupt bemerken. Integrierte IoT-Signale können Leistungsprobleme im Außendienst ins Blickfeld rücken und so einen proaktiven Service ermöglichen, um das Kundenvertrauen zu stärken.

Der Weg nach vorn: Resilienz als Alleinstellungsmerkmal

Batterieengpässe und politische Kurswechsel scheinen zunächst nichts miteinander gemein zu haben. Betrachtet man sie zusammen, wird jedoch deutlich: Resilienz ist ein entscheidender Erfolgsfaktor im Wettbewerb um die Zukunft der Elektromobilität. Unternehmen, die Lösungen für die Automobilindustrie nutzen, um Abläufe, Erkenntnisse und Transformation in einer einheitlichen Strategie zusammenzuführen, werden den Wandel nicht nur vorantreiben, sondern auch im Zeitalter der Elektrifizierung erfolgreich durchstarten.

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