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Eine Frau vor einem futuristischen Display

ESPR und digitale Produktpässe: Ein Leitfaden für nachhaltiges Design

Erfahren Sie mehr über digitale Produktpässe (DPP) und die Vorbereitung auf die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR)

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Was tut sich in der EU-Produktpolitik?

Die Produktpolitik der EU verändert sich rasant, während die Anforderungen für Nachhaltigkeit von freiwilligen Verpflichtungen in gesetzliche Vorschriften übergehen. Mit der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) ändert sich die Art und Weise, wie Produkte in Europa in den nächsten zehn Jahren entworfen, dokumentiert und verkauft werden.

Die ESPR wird verbindliche Nachhaltigkeitsstandards („Leistungsanforderungen“) für fast alle auf dem EU-Markt verkauften physischen Produkte festlegen. Diese neuen Vorschriften werden sicherstellen, dass die in der EU verkauften Produkte in Bezug auf ihre Umweltauswirkungen dauerhafter, reparierbarer, recycelbarer und transparenter sind. Hersteller müssen die Compliance nachweisen. Wenn Produkte die Leistungsschwellenwerte nicht erreichen, müssen sie vom EU-Markt genommen oder umgestaltet werden, um Strafen zu vermeiden. Die ESPR ist keine einheitliche Liste der Anforderungen, sondern ein Rahmen für produktspezifische Regeln in mehreren Branchen, die schrittweise eingeführt werden.

Warum ist ESPR wichtig für Nachhaltigkeit und Compliance in der EU?

ESPR wird Produktdesign, Datenmanagement, Compliance und Marktzugang für Marken und Hersteller beeinflussen. Jedes Unternehmen, das ein Produkt herstellt, wird Verantwortung tragen, ebenso die nachgelagerte Wertschöpfungskette – Importeure, Distributoren, Online-Marktplätze und Händler.

Eine der größten Änderungen ist die Einführung von digitalen Produktpässen (Digital Product Passports, DPP) – QR-Codes für die Umweltauswirkungen von Produkten, z. B. Materialzusammensetzung, ökologischer Fußabdruck und Reparaturanweisungen. Hersteller müssen Daten sammeln und verwalten, die sie möglicherweise bisher noch nicht erfassen, und Produktdaten an die gesamte Lieferkette weitergeben. DPPs könnten nicht nur Informationen enthalten, sondern auch den Unternehmen eine Gelegenheit bieten, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten.

Warum wird ESPR kompliziert? Die größten Herausforderungen der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte

Hersteller benötigen rückverfolgbare Nachhaltigkeitsdaten auf Produktebene, die an Regulierungsbehörden, Kunden und ihre Wertschöpfungskette übermittelt werden können. Dazu gehört das Ermitteln von Daten, die bereits in bestehenden Systemen vorhanden sind, und das Generieren neuer Daten, die bisher nicht gesammelt wurden. Für diesen Zweck brauchen Unternehmen robuste und agile Produktdatenmanagementsysteme.

Je nach Produkt ist möglicherweise weitere Verarbeitung Daten erforderlich, z. B. für eine Lebenszyklusbewertung, bei der Bestandsdaten in Ausgabewerte wie Treibhausgasemissionen umgewandelt werden. Das Compliance-Management für umfangreiche Produktportfolios erhöht die Komplexität, da Hersteller sicherstellen müssen, dass jedes Produkt die erforderlichen Informations- und Leistungskriterien erfüllt und zugehörige Daten in einen DPP hochgeladen werden.

Wie können Sie jetzt die Einhaltung der ESPR vorbereiten?

Wann und wie die ESPR eingeführt wird, ist derzeit ungewiss, da noch keine delegierten Rechtsakte vorliegen. Erste Produktanforderungen gelten von 2027-2028 und ein umfassenderes Rollout wird in 2030 folgen, doch Unternehmen beginnen schon jetzt, sich vorzubereiten, speziell im Hinblick auf Produktdaten, Lebenszyklusinformationen und DPP-Bereitschaft. Dies ist besonders wichtig für vorrangige Branchen wie Eisen und Stahl, Textilien und Bekleidung, Reifen, Aluminium, Möbel und Matratzen.

Wie kann SAP Sie bei der Vorbereitung auf ESPR unterstützen?

Da rund 70 % der erforderlichen Daten für Digital Product Passports bereits im zentralen SAP-Erfassungssystem enthalten sind oder leicht dort integriert werden können, beginnt die DDP-Strategie von SAP damit, die zuverlässige Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sicherzustellen – ergänzt durch ein Produktleitsystem, das steuert, wie Entscheidungen über Identität, Material, Lieferanten, Forderungen und Lebenszyklus in den Bereichen Design, Beschaffung, Fertigung, Einzelhandel und Wiederverwendung gesteuert werden.

Durch die Vereinheitlichung von Rückverfolgbarkeit, regulatorischen Signalen, Nachhaltigkeitsauswirkungen und KI-generierten Einblicken in einer einzigen Kontrollschicht – unterstützt durch PLM-Systeme, Geschäftsnetzwerke, SAP Sustainability Footprint Management und SAP Product Compliance – ermöglicht SAP Unternehmen, zuverlässige Produktidentitäten zu schaffen, belegbare Forderungen durchzusetzen und Entscheidungspunkte einzufügen, die sicherstellen, dass Produkte regelungsfähig, vertretbar und für den zukünftigen Markt vorbereitet sind. Auf dieser Grundlage können Unternehmen rein defensive Compliance in geschäftlichen Nutzen umwandeln – indem sie operative und regulatorische Risiken reduzieren, Material- und Energieverbrauch senken, Kosten und indirekte Steuern senken und die Resilienz der Lieferkette stärken.

Wenn Sie mehr über die DPP-Strategie von SAP erfahren möchten, kontaktieren Sie uns oder vereinbaren Sie einen Demotermin mit einem SAP-Experten.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine Zusammenarbeit zwischen Fachleuten für Nachhaltigkeit von SAP und Eunomia Environmental Research & Consulting. Das neueste Whitepaper lesen: „Ready, Set, Comply: Preparing your business for the PPWR