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Ergebnisse für
das erste Quartal 2020

21. April 2020


Unsere Ergebnisse im ersten Quartal verdeutlichen die Beständigkeit unseres Geschäfts. Wir werden weiterhin ein Gleichgewicht zwischen diszipliniertem Kostenmanagement und Investitionen in Innovation sicherstellen, damit wir unsere Wettbewerbsvorteile aufrechterhalten und ausbauen können. Durch die Stabilität unserer Bilanz und Planbarkeit unserer Umsätze sind wir in der Lage, unseren Aktionären fortlaufend langfristigen Mehrwert zu bieten. 

Luka Mucic, Finanzvorstand


Die SAP hat ihren Erfolgskurs des letzten Jahres fortgesetzt und verzeichnete in den ersten beiden Monaten des Quartals eine starke dynamische Entwicklung und ein solides Wachstum. Seit fast fünf Jahrzehnten steht der Name SAP für die zuverlässige Abwicklung geschäftskritischer Unternehmensprozesse. Im Zuge der völlig neuen globalen Herausforderungen rund um die Corona-Pandemie profitierten wir von der grundlegenden Stabilität unseres Geschäftsmodells und der nachhaltigen Bedeutung unseres Portfolios. Da wir uns darauf konzentrieren, den Anteil der besser planbaren Umsätze zu steigern, und unser Unternehmen in vielen verschiedenen Regionen und Branchen tätig ist, sind wir bestens aufgestellt, um die kommende Zeit zu meistern und in dem veränderten Umfeld, vor dem wir stehen werden, stärker agieren zu können.

Christian Klein, Vorstandssprecher

Geschäftsentwicklung im ersten Quartal

Die Ergebnisse im Detail

Die Geschäftstätigkeit in den ersten beiden Monaten des ersten Quartals war solide. Da sich die Auswirkungen der Corona-Krise zum Ende des ersten Quartals rasch verstärkten, wurden eine bedeutende Zahl von Neuabschlüssen verschoben. Dies spiegelt sich vor allem im erheblichen Rückgang der Softwarelizenzerlöse gegenüber dem Vorjahr wider.

Im ersten Quartal stieg der Current Cloud Backlog  um 25 % auf 6,65 Mrd. € (beziehungsweise währungsbereinigt um 24 %). Die Clouderlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 29 % auf 2,01 Mrd. € (IFRS) beziehungsweise um 27 % (Non-IFRS) und um 25 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die Softwarelizenzerlöse sanken um 31 % im Vergleich zum Vorjahr auf 451 Mio. € (IFRS und Non-IFRS) und um 31 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die Cloud- und Softwareerlöse stiegen um 7 % im Vergleich zum Vorjahr auf 5,40 Mrd. € (IFRS) beziehungsweise um 6 % (Non-IFRS) und um 5 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf 6,52 Mrd. € (IFRS) beziehungsweise um 7 % (Non-IFRS) und um 5 % (Non-IFRS, währungsbereinigt).

Der Anteil der besser planbaren Umsätze an den gesamten Umsatzerlösen stieg im ersten Quartal um 4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 76 %.

Die Cloud-Bruttomarge erhöhte sich um 5,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 66,4 % (IFRS) beziehungsweise um 3,0 Prozent-punkte im Vergleich zum Vorjahr auf 69,3 % (Non-IFRS).

Das Betriebsergebnis (IFRS) stieg im ersten Quartal deutlich. Dies war vor allem auf einen erheblich geringeren Einfluss sowohl von Restrukturierungskosten als auch von Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung zurückzuführen. Das Betriebsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 1,21 Mrd. € (IFRS) beziehungsweise um 1 % auf 1,48 Mrd. € (Non-IFRS) und stagnierte (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die operative Marge erhöhte sich um 20,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 18,6 % (IFRS) beziehungsweise sank um 1,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 22,7 % (Non-IFRS) und um 1,3 Prozentpunkte auf 22,7 % (Non-IFRS, währungsbereinigt).

Der SAP entstanden im ersten Quartal Kosten in Höhe von etwa 36 Mio. € im Zuge der Absage der jährlichen Präsenzveranstaltung SAPPHIRE NOW und anderer Kunden-Events. Ohne die Absagen wären diese Kosten in den späteren Quartalen ausgewiesen worden, in denen die Veranstaltungen ursprünglich geplant waren.

Das Ergebnis je Aktie stieg deutlich gegenüber dem Vorjahr auf 0,68 € (IFRS) beziehungsweise sank um 5 % auf 0,85 € (Non-IFRS).

Der operative Cashflow betrug im ersten Quartal 2,98 Mrd. €. Dies entspricht einem Anstieg von 6 % im Jahresvergleich. Der Free Cashflow stieg im Jahresvergleich um 9 % auf 2,58 Mrd. €. Zum Ende des ersten Quartals belief sich die Nettoverschuldung auf –5,83 Mrd. €.

Die SAP hat ihr Aktienrückkaufprogramm in Höhe von rund 1,5 Mrd. € Mitte März abgeschlossen und plant keine weiteren Aktienrückkäufe für 2020. Auch bleibt der Dividendenvorschlag von 1,58 € je Aktie unverändert. Darüber wird auf der SAP-Hauptversammlung abgestimmt werden, die am 20. Mai 2020 in virtueller Form stattfindet.

Aktivitäten rund um die Corona-Pandemie

Für die SAP steht die Unterstützung ihrer Kunden, Mitarbeiter und der Gesellschaft während der Corona-Pandemie weiterhin im Vordergrund. Die SAP ist schnell zu einer virtuellen Vertriebs- und Remote-Implementierungs-Strategie übergegangen, sodass ein Großteil der Mitarbeiter produktiv von zu Hause aus arbeiten kann und die Betreuung der Bestandskunden und die Akquirierung von Neukunden weiterhin gegeben sind.

Zur Sicherstellung ihrer finanziellen Flexibilität stellt die SAP weniger neue Mitarbeiter ein, verringert die kurzfristig anpassbaren Ausgaben und nutzt daneben auch Einsparmöglichkeiten wie beispielsweise weniger Geschäftsreisen und virtuelle anstatt Präsenzveranstaltungen. 

Die SAP konzentriert sich darauf, Kontinuität für ihre Kunden und Partner sicherzustellen. Die Rechenzentren der SAP sind online und verfügen über entsprechende Backup-Pläne. Des Weiteren sorgt die SAP auch für die Sicherheit der wenigen Mitarbeiter, die weiterhin an den SAP-Standorten arbeiten müssen.

Die SAP bietet auch Lösungen für viele Probleme, vor denen ihre Kunden und viele Unternehmen zurzeit stehen:

  • Sie bietet Unternehmen kostenlosen Zugang zu Remote Work Pulse von Qualtrics. Damit können sie über eine Mitarbeiterumfrage unmittelbar erfahren, wie es ihren Mitarbeitern geht und welche Unterstützung sie brauchen, um sich auf die neue Arbeitsumgebung einzustellen.
  • Um den massiven Störungen der globalen Lieferketten entgegenzuwirken, hat die SAP ihre Lösung SAP Ariba Discovery kostenfrei zugänglich gemacht. Käufer können hier ihren Einkaufsbedarf direkt anzeigen und Lieferanten können direkt darauf reagieren. Seit der Einführung dieses Angebots sind die Anfragen von Käufern um mehr als 50 % gestiegen. Ein wichtiges Beispiel war die Beschaffung von Krankenhausbetten für ein provisorisches Krankenhaus.
  • Die SAP nutzt ihr umfassendes Netzwerk und lädt alle ihre Partner ein, ihre kostenlosen und frei zugänglichen Angebote auf der SAP Community bereitzustellen, um dadurch Unternehmen bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu unterstützen.
  • Die SAP ist Partner und Sponsor des HPI Future SOC Lab, das für eine Forschungsinitiative der Stanford University kostenfrei Serverleistung zur Verfügung stellt. Die Initiative simuliert die Bewegung und Faltung von Proteinen, was für die Entwicklung von Impfstoffen eine wichtige Rolle spielen könnte.


Angesichts der aktuellen Unsicherheit im Hinblick auf die Dauer und das Ausmaß der Corona-Pandemie kann die SAP jedoch nicht vorhersagen, ob ihre bisherigen oder etwaigen künftigen Maßnahmen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Geschäftstätigkeit und unser Betriebsergebnis effektiv abmildern werden.

Die Ergebnisse im Detail

Erstes Quartal 2020

    IFRS   Non-IFRS1)
Mio. €, falls nicht anders bezeichnet   Q1 2020   Q1 2019   ∆ in %   Q1 2020   Q1 2019   ∆ in %   ∆ in %, währungs-
bereinigt
Current Cloud Backlog2)   k. A.   k. A.   k. A.   6.647   5.329   25   24
Clouderlöse   2.011   1.555   29   2.012   1.581   27   25
Softwarelizenz- und -Supporterlöse   3.386   3.489   −3   3.386   3.489   −3   −4
Cloud- und Softwareerlöse   5.397   5.044   7   5.398   5.070   6   5
Umsatzerlöse   6.521   6.091   7   6.522   6.118   7   5
Anteil besser planbarer Umsätze (in %)   76   72   4 Pp   76   72   4 Pp    
Betriebsergebnis   1.210   −136   k. A.   1.482   1.467   1   0
Gewinn (Verlust) nach Steuern   811   −108   k. A.   1.015   1.080   −6    
Unverw. Ergebnis je Aktie (in €)   0,68   −0,10   k. A.   0,85   0,90   −5    
Anzahl Mitarbeiter (Vollzeitbeschäftigte, 31. März)   101.150   98.659   3   k. A.   k. A.   k. A.   k. A.

1) Für die Aufschlüsselung der individuellen Anpassungen siehe Tabelle „Non-IFRS-Anpassungen nach Funktionsbereichen“ in dieser Quartalsmitteilung.

2) Da dies eine Auftragseingangskennzahl ist, gibt es hierzu kein IFRS-Äquivalent.

Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten.

Segment-Ergebnisse

Segment Performance Erstes Quartal 2020

    Applications, Technology & Support   Services   Concur   Qualtrics
Mio. €, falls nicht anders bezeichnet
(Non-IFRS)
  zu
aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
  zu
aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
  zu
aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
  zu
aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
Clouderlöse   1.523   27   25   0   k. A.   k. A.   367   16   13   120   88   83
Segmenterlöse   4.986   5   3   851   5   4   428   14   11   161   82   76
Segmentergebnis   1.843   4   3   84   >100   >100   161   18   14   −12   <-100   <-100
Cloudbruttomarge   64,4 %   3,3 Pp   3,3 Pp   n. a.1)   n. a.1)   n. a.1)   88,1 %   3,2 Pp   3,2 Pp   90,8 %   −0,6 Pp   −0,7 Pp
Segmentmarge   37,0 %   −0,3 Pp   −0,3 Pp   9,9 %   6,7 Pp   6,2 Pp   37,6 %   1,2 Pp   1,0 Pp   −7,5 %   −15,4 Pp   −14,9 Pp
1) n. a. = nicht aussagekräftig

 

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