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Ergebnisse für
das zweite Quartal 2020

27. Juli 2020

Dieses Quartal hat gezeigt, dass unsere Strategie für das intelligente Unternehmen bei Kunden weltweit Anklang findet. Mehr als je zuvor ist durch die Pandemie deutlich geworden, dass Digitalisierung keine Option mehr, sondern zwingend notwendig ist, um schwierige Zeiten zu meistern und die gewünschten Geschäftsergebnisse zu erzielen. Wir werden weiterhin in innovative Angebote für unsere Kunden investieren, die ihren digitalen Wandel voranbringen und komplexe Geschäftsprozesse unterstützen. Zudem wollen wir das Partnernetz für unsere Business Technology Platform ausbauen, um dadurch unsere Lösungen zu ergänzen und unser Wachstum zu fördern.
Christian Klein, Vorstandssprecher

Wir freuen uns, dass sich unsere Softwarelizenzerlöse deutlich besser als im Vorquartal entwickelt haben und die Marge stark gestiegen ist. Durch unser breites Lösungsportfolio, unsere beispiellose Diversifikation im Hinblick auf Branchen und geografische Regionen sowie den hohen Anteil an besser planbaren Umsätzen konnten wir die Corona-Krise in diesem Quartal meistern. Mit unseren Investitionen in strategische Wachstumsfelder sind wir zuversichtlich, dass wir nicht nur die Krise bewältigen, sondern auch gestärkt aus ihr hervorgehen werden. Erfreulich ist zudem, dass der Free Cashflow trotz der aktuellen Marktdynamik stark angestiegen ist.

Luka Mucic, Finanzvorstand

Geschäftsentwicklung – Zweites Quartal 2020

Die Ergebnisse im Detail 

Nachdem sich die Corona-Krise im letzten Monat des ersten Quartals weltweit deutlich auf die Wirtschaft ausgewirkt hatte, zog die Geschäftstätigkeit im Laufe des zweiten Quartals allmählich wieder an. Die Softwarelizenzerlöse lagen zwar immer noch unter dem normalen Niveau, erholten sich jedoch stärker als erwartet. Vor allem die Region Asien-Pazifik-Japan (APJ) verzeichnete eine starke Erholung bei den Softwarelizenzerlösen. 

Im zweiten Quartal stieg der Current Cloud Backlog  angesichts weiterhin hoher Nachfrage nach digitalen Logistikketten, E-Commerce, der Cloudplattform und Qualtrics-Lösungen um 20 % auf 6,65 Mrd. € (beziehungsweise währungsbereinigt um 21 %). Die Clouderlöse wurden aufgrund der Corona-Krise durch geringere volumenabhängige Transaktionsumsätze beeinflusst und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 21 % auf 2,04 Mrd. € (IFRS) beziehungsweise um 19 % auf 2,04 Mrd. € (Non-IFRS) und um 18 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die Softwarelizenzerlöse sanken um 18 % im Vergleich zum Vorjahr auf 0,77 Mrd. € (IFRS und Non-IFRS) und um 18 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal des laufenden Jahres. Die Cloud- und Softwareerlöse stiegen um 4 % im Vergleich zum Vorjahr auf 5,71 Mrd. € (IFRS) beziehungsweise um 3 % auf 5,71 Mrd. € (Non-IFRS) und um 3 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 2 % auf 6,74 Mrd. € (IFRS) beziehungsweise um 1 % auf 6,74 Mrd. € (Non-IFRS) und um 1 % (Non-IFRS, währungsbereinigt).

Der Anteil der besser planbaren Umsätze an den gesamten Umsatzerlösen stieg im zweiten Quartal um 5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 73 %.

Die Cloudbruttomarge erhöhte sich um 3,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 66,0 % (IFRS) beziehungsweise um 1,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 69,5 % (Non-IFRS).Das Betriebsergebnis (IFRS) stieg im zweiten Quartal deutlich. Dies war vor allem auf einen erheblich geringeren Einfluss von Restrukturierungskosten als im Vorjahr zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 55 % auf 1,28 Mrd. € (IFRS) beziehungsweise um 8 % auf 1,96 Mrd. € (Non-IFRS) und um 7 % (Non-IFRS, währungsbereinigt).

Die operative Marge erhöhte sich um 6,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 19,0 % (IFRS) beziehungsweise um 1,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 29,1 % (Non-IFRS) und um 1,7 Prozentpunkte auf 28,9 % (Non-IFRS, währungsbereinigt).

Das Ergebnis je Aktie stieg gegenüber dem Vorjahr um 54 % auf 0,73 € (IFRS) beziehungsweise um 7 % auf 1,17 € (Non-IFRS).

Der operative Cashflow und der Free Cashflow stiegen im zweiten Quartal beträchtlich. Dies war im Wesentlichen auf positive Effekte aus geringeren Zahlungen an Lieferanten und geringeren Einkommensteuerzahlungen als erwartet zurückzuführen. Der operative Cashflow betrug in den ersten sechs Monaten 3,77 Mrd. €. Dies entspricht einem Anstieg von 41 % im Jahresvergleich. Der Free Cashflow stieg in den ersten sechs Monaten im Jahresvergleich um 59 % auf 3,12 Mrd. €. Zudem profitierte der Free Cashflow von geringeren Investitionsausgaben als im Vorjahr. Zum Ende des zweiten Quartals belief sich die Nettoverschuldung auf –7,45 Mrd. €.

Aktivitäten rund um die Corona-Pandemie

Für die SAP steht die Unterstützung ihrer Kunden, Mitarbeiter und der Gesellschaft während der Corona-Pandemie weiterhin im Vordergrund. Die SAP agiert nach wie vor mit einer virtuellen Vertriebs- und Remote-Implementierungs-Strategie, sodass ein Großteil der Mitarbeiter produktiv von zu Hause aus arbeiten kann und Kunden auch weiterhin wirkungsvoll betreut werden. An bestimmten Standorten rund um den Globus ist eine kleine Zahl von SAP-Mitarbeitern gemäß den lokalen Vorschriften langsam wieder in ihr Büro zurückkehrt oder plant, dies zu tun. Die SAP sorgt auch weiterhin für die Sicherheit der wenigen Mitarbeiter, die an den SAP-Standorten arbeiten.

Zur Sicherstellung ihrer finanziellen Flexibilität stellt die SAP auch weiterhin weniger neue Mitarbeiter als unter normalen Umständen ein, verringert nach wie vor die kurzfristig anpassbaren Ausgaben und nutzt daneben auch Einsparmöglichkeiten wie beispielsweise weniger Geschäftsreisen, geringere Gebäudekosten und virtuell ausgerichtete Veranstaltungen. 

Die SAP konzentriert sich weiter darauf, Kontinuität für ihre Kunden und Partner sicherzustellen. Die Rechenzentren der SAP sind in Betrieb und verfügen über entsprechende Backup-Pläne. 

Seit Beginn der Corona-Krise bietet die SAP auch Lösungen für viele Probleme, vor denen ihre Kunden und die breite Öffentlichkeit zurzeit stehen. Dies sind einige aktuelle Beispiele:

  • Die SAP hat zusammen mit der Deutschen Telekom die Corona-Warn-App, die offizielle Corona-App der Bundesregierung, entwickelt. Die App war nach weniger als 50 Tagen verfügbar und wurde bereits über 16 Millionen Mal heruntergeladen.
  • Die Qualtrics-Lösung, die Unternehmen bei der Entscheidung unterstützt, ihre Standorte wieder zu öffnen, hilft vielen Bundesstaaten und Regionen in den USA, ihre Wirtschaft wieder hochzufahren.
  • Um den anhaltenden Störungen der globalen Lieferketten entgegenzuwirken, hat die SAP den freien Zugang zu ihrer Lösung SAP Ariba Discovery bis Ende 2020 verlängert. Käufer können hier ihren Einkaufsbedarf direkt anzeigen und Lieferanten können direkt darauf reagieren. 


Angesichts der aktuellen Unsicherheit im Hinblick auf die Dauer und das Ausmaß der Corona-Pandemie kann die SAP jedoch nicht vorhersagen, ob ihre bisherigen oder etwaigen künftigen Maßnahmen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Geschäftstätigkeit und unser Betriebsergebnis effektiv abmildern werden.

Ausblick – Geschäftsjahr 2020

Die SAP bestätigt ihren Ausblick für die Erlöse und das Betriebsergebnis im Jahr 2020, der bereits in ihrer Quartalsmitteilung für das erste Quartal 2020 am 21. April veröffentlicht wurde. Der Ausblick geht weiterhin von der Annahme aus, dass sich die Nachfrage im dritten und vierten Quartal allmählich verbessert, sowie von der Erwartung, dass Länder ihre Wirtschaft weiter hochfahren und die Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert werden.

Die SAP erwartet nach wie vor, dass die Clouderlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,3 Mrd. € und 8,7 Mrd. € liegen werden (2019: 7,01 Mrd. €). Diese Spanne entspricht währungsbereinigt einer Wachstumsrate von 18 % bis 24 %.

Die SAP erwartet nach wie vor, dass die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 23,4 Mrd. € und 24,0 Mrd. € liegen werden (2019: 23,09 Mrd. €). Diese Spanne entspricht währungsbereinigt einer Wachstumsrate von 1 % bis 4 %.

Die SAP erwartet nach wie vor, dass die Umsatzerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 27,8 Mrd. € und 28,5 Mrd. € liegen werden (2019: 27,63 Mrd. €). Diese Spanne entspricht währungsbereinigt einer Wachstumsrate von 1 % bis 3 %.

Die SAP erwartet nach wie vor, dass das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,1 Mrd. € und 8,7 Mrd. € liegen wird (2019: 8,21 Mrd. €). Diese Spanne entspricht währungsbereinigt einer Wachstumsrate von –1 % bis +6 %.

Die SAP erwartet nach wie vor, dass der Anteil der besser planbaren Umsätze (definiert als die Summe der Clouderlöse und Softwaresupporterlöse) an den gesamten Umsatzerlösen etwa 72 % erreichen wird.

Während der Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2020 ohne Berücksichtigung der Wechselkurse gegeben wird, erwartet die SAP, dass die berichteten Wachstumsraten auf Basis aktueller Wechselkurse durch die Wechselkursschwankungen im Laufe des Jahres beeinflusst werden.

Zielsetzungen für 2023 und Capital Markets Day

Die SAP bestätigt ihre Zielsetzungen für 2023. Die SAP wird zudem voraussichtlich einen virtuellen Capital Markets Day im vierten Quartal 2020 veranstalten, bei dem über den aktuellen Stand ihrer mittelfristigen Strategie informiert wird.

Die Ergebnisse im Detail

Zweites Quartal 2020

    IFRS   Non-IFRS1)
Mio. €, falls nicht anders bezeichnet   Q2 2020   Q2 2019   ∆ in %   Q2 2020   Q2 2019   ∆ in %   ∆ in %, währungs-bereinigt
Current Cloud Backlog2)   k. A.   k. A.   k. A.   6.655   5.526   20   21
Clouderlöse   2.044   1.692   21   2.044   1.717   19   18
Softwarelizenz- und -Supporterlöse   3.665   3.802   −4   3.665   3.802   −4   −3
Cloud- und Softwareerlöse   5.709   5.495   4   5.709   5.520   3   3
Umsatzerlöse   6.743   6.631   2   6.744   6.656   1   1
Anteil besser planbarer Umsätze (in %)   73   69   5 Pp   73   69   5 Pp    
Betriebsergebnis   1.284   827   55   1.964   1.816   8   7
Gewinn (Verlust) nach Steuern   885   582   52   1.395   1.317   6    
Unverw. Ergebnis je Aktie (in €)   0,73   0,48   54   1,17   1,09   7    
Anzahl Mitarbeiter (Vollzeitbeschäftigte, 30. Juni)   101.379   98.332   3   k. A.   k. A.   k. A.   k. A.

1) Für die Aufschlüsselung der individuellen Anpassungen siehe Tabelle „Non-IFRS-Anpassungen nach Funktionsbereichen“ in dieser Quartalsmitteilung.

2) Da dies eine Auftragseingangskennzahl ist, gibt es hierzu kein IFRS-Äquivalent.

Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten.

Erste sechs Monate 2020

    IFRS   Non-IFRS1)
Mio. €, falls nicht anders bezeichnet   Q1–Q2
2020
  Q1–Q2
2019
  ∆ in %   Q1–Q2
2020
  Q1–Q2
2019
  ∆ in %   ∆ in %, währungs-bereinigt
Current Cloud Backlog2)   k. A.   k. A.   k. A.   6.655   5.526   20   21
Clouderlöse   4.055   3.247   25   4.057   3.299   23   22
Softwarelizenz- und -Supporterlöse   7.051   7.291   −3   7.051   7.291   −3   −4
Cloud- und Softwareerlöse   11.106   10.538   5   11.107   10.589   5   4
Umsatzerlöse   13.264   12.722   4   13.266   12.773   4   3
Anteil besser planbarer Umsätze (in %)   74   70   4 Pp   74   70   4 Pp    
Betriebsergebnis   2.494   691   >100   3.446   3.283   5   4
Gewinn (Verlust) nach Steuern   1.697   475   >100   2.409   2.397   1    
Unverw. Ergebnis je Aktie (in €)   1,42   0,38   >100   2,02   1,99   1    
Anzahl Mitarbeiter (Vollzeitbeschäftigte, 30. Juni)   101.379   98.332   3   k. A.   k. A.   k. A.   k. A.

1) Für die Aufschlüsselung der individuellen Anpassungen siehe Tabelle „Non-IFRS-Anpassungen nach Funktionsbereichen“ in dieser Quartalsmitteilung.

2) Da dies eine Auftragseingangskennzahl ist, gibt es hierzu kein IFRS-Äquivalent.

Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten.

Segment-Ergebnisse

Segment Performance Zweites Quartal 2020

    Applications, Technology & Support   Services   Concur   Qualtrics
Mio. €, falls nicht anders bezeichnet
(Non-IFRS)
  zu
aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
  zu
aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
  zu
aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
  zu
aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
Clouderlöse   1.589   24   24   0   k. A.   k. A.   323   −4   −6   130   38   36
Segmenterlöse   5.314   3   3   796   −6   −6   379   −4   −5   168   34   32
Segmentergebnis   2.329   5   5   121   >100   96   137   −4   −6   7   2   1
Cloudbruttomarge (in %)   65,2   2,8 Pp   2,6 Pp   n. a.1)   n. a.1)   n. a.1)   88,4   1,9 Pp   1,8 Pp   91,0   −0,9 Pp   −1,0 Pp
Segmentmarge
(in %)
  43,8   0,9 Pp   0,7 Pp   15,2   8,3 Pp   7,6 Pp   36,0   0,0 Pp   −0,4 Pp   4,3   −1,4 Pp   −1,3 Pp

1) n. a. = nicht aussagekräftig

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