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Ergebnisse für
das dritte Quartal 2020

25. Oktober 2020


Aufgrund der Corona-Krise befinden sich unsere Kunden an einem Wendepunkt. Für Unternehmen ist der Umstieg in die Cloud, verbunden mit einer echten Neuausrichtung ihres Geschäfts, unerlässlich geworden. Denn nur so können sie widerstandsfähiger werden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir Innovationen entwickeln und Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung von Geschäftsprozessen in einer digitalen Welt bieten. Die SAP wird ihr Wachstum in der Cloud auf über 22 Mrd. € im Jahr 2025 steigern und den Anteil der besser planbaren Umsätze auf etwa 85 % ausbauen.

Christian Klein, Vorstandssprecher


Im dritten Quartal haben wir unsere operative Marge trotz eines starken Vorjahres und ungeachtet des schwierigen Umfelds weiter verbessert. Das Ergebnis je Aktie und der Cashflow stiegen sogar noch schneller. Deshalb können wir unseren Ausblick für den Free Cashflow 2020 sogar über das im letzten November kommunizierte Ziel anheben. Unser beschleunigter Umstieg in die Cloud wird sicherstellen, dass wir unseren Weg als Cloud-Wachstumsunternehmen fortsetzen, während wir uns gleichzeitig weiterhin auf Kosteneinsparungen konzentrieren. Durch diese Maßnahmen und unser widerstandsfähiges Geschäftsmodell sind wir gut aufgestellt, unsere neuen Zielsetzungen zu erreichen, wenn die Unsicherheit nachlässt.

Luka Mucic, Finanzvorstand

Aktuelle Informationen zur Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2020

Die SAP zeigte im dritten Quartal mit stabilen Umsatzerlösen und einer Verbesserung beim Betriebsergebnis und bei den Margen (Non-IFRS, währungsbereinigt) erneut ihre Stabilität. In der Corona-Krise erkennen Kunden, dass es dringend notwendig ist, Prozesse zu optimieren und zu automatisieren und sich auf neue Geschäftsmodelle umzustellen. Das Know-how der SAP bei der Abwicklung der zentralen Geschäftsprozesse von Unternehmen weltweit ist zusammen mit innovativen Lösungen wie etwa für den Handel, das Management von Lieferketten und Qualtrics für Kunden extrem wichtig, um widerstandsfähiger zu werden. Trotzdem leiden vor allem die SAP-Kunden in stark betroffenen Branchen auch weiterhin unter den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie. In manchen Regionen wurde das öffentliche Leben erneut eingeschränkt, die Erholung verläuft ungleichmäßig und für Unternehmen ergibt sich eine größere wirtschaftliche Unsicherheit. Daher werden größere Projekte noch genauer geprüft. Die Transaktionsumsätze sind weiterhin in Mitleidenschaft gezogen. Besonders bei den SAP-Concur-Erlösen aus Geschäftsreisen ist eine deutliche Erholung noch nicht in Sicht. 

Die SAP betreut ihre Kunden mit einer Strategie, die einen integrierten virtuellen Vertrieb und Remote-Implementierungen ermöglicht, auch weiterhin wirkungsvoll. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres nahmen rund 28.000 Kunden den Produktivbetrieb mit SAP-Lösungen auf. Um ihre Profitabilität zu schützen, übt die SAP bei der Einstellung neuer Mitarbeiter und bei den kurzfristig anpassbaren Ausgaben weiterhin Kostendisziplin und nutzt gleichzeitig Einsparmöglichkeiten wie bei-spielsweise weniger Geschäftsreisen, geringere Gebäudekosten und virtuell ausgerichtete Veranstaltungen.

Seit Beginn der Corona-Krise bietet die SAP auch Lösungen für viele Probleme, vor denen ihre Kunden und die breite Öffent-lichkeit zurzeit stehen. Im dritten Quartal arbeitete die SAP zusammen mit der Deutschen Telekom weiterhin an der Weiterentwicklung der Corona-Warn-App. Die App hilft, Infektionsketten zu unterbrechen, und wurde bereits über 20 Millionen Mal her-untergeladen. Mehr als 18.000 positive Testergebnisse wurden bereits weitergegeben. Die App unterstützt nun auch den euro-päischen Gateway-Service, der den Datenaustausch zwischen den Apps aus Deutschland, Italien und Irland ermöglicht. Dabei werden höchste Datenschutzstandards erfüllt. Weitere Länder sollen folgen.

SAP beschleunigt den Umstieg in die Cloud und treibt bei Kunden die Neuausrichtung ihres Unternehmens voran

Die Corona-Krise treibt grundlegende Veränderungen voran. Kunden möchten noch schneller in die Cloud umsteigen, um wi-derstandsfähiger und flexibler zu werden. Die SAP reagiert auf diese Marktanforderungen, indem sie die Technologie und das Know-how bereitstellt, um ihren Kunden zu helfen, ihre bestehenden IT-Umgebungen in die Cloud zu verlagern und eine durchgängige Neuausrichtung ihrer Unternehmen auf der SAP Business Technology Platform (BTP) zu realisieren. Die Plattform der SAP wird die Basis für alle SAP-Anwendungen, Integration, Erweiterungen von Kunden und Partnern sowie neue Innovationen wie die branchenspezifische Cloud und das Geschäftsnetzwerk bilden. 

Die SAP kombiniert modernste Technologie mit umfangreichem, globalem Know-how in 25 Branchen und ist daher in der einzigartigen Position, Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung ihrer zentralen Prozesse in der Cloud zu bieten und sie im digitalen Zeitalter auf dem Weg zum intelligenten Unternehmen zu begleiten.

Außerdem plant die SAP, die Modernisierung ihres Cloudbetriebs zu beschleunigen und eine harmonisierte Infrastruktur für die Bereitstellung von Cloudlösungen früher als geplant zu erreichen. Die SAP wird dadurch die Effizienz und Stabilität des SAP-Cloudbetriebs erheblich steigern.

Darüber hinaus wird die SAP die Investitionen in Forschung und Entwicklung erhöhen, um die Neuausrichtung ihrer Kunden in der Cloud voranzutreiben und eine führende Position in neuen Kategorien wie der branchenspezifischen Cloud einzunehmen.

Die Auswirkungen dieser neuen Strategiemaßnahmen sind zusammen mit den makroökonomischen Faktoren in den aktualisierten mittelfristigen Zielsetzungen der SAP berücksichtigt.

Finanzielle Ergebnisse – Drittes Quartal 2020

Im dritten Quartal stieg der Current Cloud Backlog im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf 6,60 Mrd. € (beziehungsweise währungsbereinigt um 16 %) trotz anhaltender Effekte der Corona-Krise auf das SAP-Cloudgeschäft. Die Clouderlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 11 % auf 1,98 Mrd. € (IFRS) beziehungsweise um 10 % auf 1,98 Mrd. € (Non-IFRS) und um 14 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Anhaltend geringere Transaktionsumsätze, vor allem im Concur-Geschäft, hatten einen negativen Effekt von 6 Prozentpunkten auf das Cloudwachstum. Die Clouderlöse aus den SaaS/PaaS-Angeboten der SAP, die nicht zu Intelligent Spend gehören, und aus dem IaaS-Angebot der SAP wuchsen jeweils um 26 % und um 24 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die Softwarelizenzerlöse sanken um 23 % im Vergleich zum Vorjahr auf 0,71 Mrd. € (IFRS und Non-IFRS) und um 19 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die Cloud- und Softwareerlöse sanken um 2 % im Vergleich zum Vorjahr auf 5,54 Mrd. € (IFRS und Non-IFRS) und stiegen um 2 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die Umsatzerlöse verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 4 % auf 6,54 Mrd. € (IFRS und Non-IFRS) und stagnierten (Non-IFRS, währungsbereinigt). 

Der Anteil der besser planbaren Umsätze an den gesamten Umsatzerlösen stieg im dritten Quartal deutlich um rund 5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf rund 74 %.

Das Betriebsergebnis (IFRS) und die operative Marge (IFRS) verringerten sich im dritten Quartal vor allem aufgrund höherer Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme als im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 12 % auf 1,47 Mrd. € (IFRS) beziehungsweise um 1 % auf 2,07 Mrd. € (Non-IFRS) und erhöhte sich um 4 % (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die operative Marge verringerte sich um 2,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 22,5 % (IFRS) beziehungsweise erhöhte sich um 1,0 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 31,7 % (Non-IFRS) und um 1,3 Prozentpunkte auf 31,9 % (Non-IFRS, währungsbereinigt) trotz eines starken Vorjahresquartals. 

Das Ergebnis je Aktie stieg gegenüber dem Vorjahr um 26 % auf 1,32 € (IFRS) beziehungsweise um 31 % auf 1,70 € (Non-IFRS) aufgrund eines starken Beitrags von Sapphire Ventures.

Der operative Cashflow betrug in den ersten neun Monaten 5,09 Mrd. €. Dies entspricht einem Anstieg von 54 % im Jahres-vergleich. Der operative Cashflow profitierte von geringeren Zahlungen für Restrukturierungsmaßnahmen und geringeren Einkommensteuerzahlungen. Der Free Cashflow betrug in den ersten neun Monaten 4,17 Mrd. €. Dies entspricht einem Anstieg von 79 % im Jahresvergleich. Zudem profitierte der Free Cashflow von geringeren Investitionsausgaben als im Vorjahr. Zum Ende des dritten Quartals belief sich die Nettoverschuldung auf –6,89 Mrd. €.

Die Ergebnisse im Detail

Drittes Quartal 2020

    IFRS   Non-IFRS1)
Mio. €, falls nicht anders bezeichnet   Q3 2020   Q3 2019   ∆ in %   Q3 2020   Q3 2019   ∆ in %   ∆ in %, währungs-bereinigt
Current Cloud Backlog2)   k. A.   k. A.   k. A.   6.599   5.995   10   16
Clouderlöse   1.984   1.789   11   1.984   1.807   10   14
Softwarelizenz- und -Supporterlöse   3.559   3.839   −7   3.559   3.840   −7   −4
Cloud- und Softwareerlöse   5.544   5.629   −2   5.544   5.647   −2   2
Umsatzerlöse   6.535   6.791   −4   6.535   6.809   −4   0
Anteil besser planbarer Umsätze (in %)   74   69   5Pp   74   69   5Pp    
Betriebsergebnis   1.473   1.679   −12   2.069   2.086   −1   4
Gewinn (Verlust) nach Steuern   1.652   1.259   31   2.098   1.564   34    
Unverw. Ergebnis je Aktie (in €)   1,32   1,04   26   1,70   1,30   31    
Anzahl Mitarbeiter (Vollzeitbeschäftigte, 30. September)   101.450   99.710   2   k. A.   k. A.   k. A.   k. A.

1) Für die Aufschlüsselung der individuellen Anpassungen siehe Tabelle „Non-IFRS-Anpassungen nach Funktionsbereichen“ in dieser Quartalsmitteilung.

2) Da dies eine Auftragseingangskennzahl ist, gibt es hierzu kein IFRS-Äquivalent.

Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten.

Erste neun Monate 2020

    IFRS   Non-IFRS1)
Mio. €, falls nicht anders bezeichnet   Q1–Q3
2020
  Q1–Q3
2019
  ∆ in %   Q1–Q3
2020
  Q1–Q3
2019
  ∆ in %   ∆ in %, währungs-bereinigt
Current Cloud Backlog2)   k. A.   k. A.   k. A.   6.599   5.995   10   16
Clouderlöse   6.039   5.037   20   6.041   5.106   18   19
Softwarelizenz- und -Supporterlöse   10.610   11.130   −5   10.610   11.130   −5   −4
Cloud- und Softwareerlöse   16.649   16.167   3   16.651   16.236   3   4
Umsatzerlöse   19.800   19.513   1   19.801   19.583   1   2
Anteil besser planbarer Umsätze (in %)   74   70   4Pp   74   70   4Pp    
Betriebsergebnis   3.967   2.370   67   5.515   5.368   3   4
Gewinn (Verlust) nach Steuern   3.348   1.733   93   4.507   3.961   14    
Unverw. Ergebnis je Aktie (in €)   2,74   1,43   92   3,71   3,29   13    
Anzahl Mitarbeiter (Vollzeitbeschäftigte, 30. September)   101.450   99.710   2   k. A.   k. A.   k. A.   k. A.

1) Für die Aufschlüsselung der individuellen Anpassungen siehe Tabelle „Non-IFRS-Anpassungen nach Funktionsbereichen“ in dieser Quartalsmitteilung.

2) Da dies eine Auftragseingangskennzahl ist, gibt es hierzu kein IFRS-Äquivalent.

Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten.

 

Segment-Ergebnisse

Segment Performance Drittes Quartal 2020

    Applications, Technology &
Support
  Concur   Qualtrics   Services
Mio. €, falls nicht anders bezeichnet
(Non-IFRS)
  zu aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
  zu aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
  zu aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
  zu aktuellen
Kursen
  ∆ in %   ∆ in %,
währungs-
bereinigt
Clouderlöse   1.550   15   20   303   −15   −11   129   25   31   0   k.A.   k.A.
Segmenterlöse   5.172   −2   2   357   −14   −10   169   22   28   753   −16   −13
Segmentergebnis   2.249   −4   0   139   −16   −12   15   >100   >100   154   3   4
Cloudbruttomarge (in %)   65,5   2,4 Pp   2,2 Pp   88,3   1,4 Pp   1,3 Pp   90,9   −0,5 Pp   −0,4 Pp   n.a.1)   n.a.1)   n.a.1)
Segmentmarge     (in %)   43,5   −1,2 Pp   −1,2 Pp   39,0   −0,8 Pp   −0,8 Pp   8,6   5,5 Pp   5,1 Pp   20,4   3,6 Pp   3,2 Pp

1) n. a. = nicht aussagekräftig

 

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