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Mitarbeiter und gesellschaftliches Engagement

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84.183

SAP-Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte)

78%

Betrieblicher Gesundheitskultur­-Index

85%

Mitarbeiter­engagement-Index

Mitarbeiter gezielt fördern, um Kunden zu unterstützen

Unsere Mitarbeiter tragen entscheidend zum Erfolg unserer Kunden in der digitalen Wirtschaft bei. Sie helfen unseren Kunden, ihre Abläufe zu vereinfachen und Innovationen voranzubringen. Zugleich schaffen sie die Voraussetzungen dafür, dass sich die SAP als „innovativstes Cloud-Unternehmen powered by SAP HANA“ etablieren kann.

Wir möchten ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich unsere Mitarbeiter ihren Fähigkeiten entsprechend einbringen und weiterentwickeln können und die nötige Unterstützung erhalten, um ihr kreatives Potenzial zu entfalten und Innovationen zu entwickeln. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir auf diese Weise die Abläufe der weltweiten Wirtschaft verbessern können. Aus diesem Grund hat bei uns die Förderung unserer Mitarbeiter in sämtlichen Phasen ihrer beruflichen Entwicklung einen hohen Stellenwert.

Eine maßgeschneiderte Personalstrategie für unsere Mitarbeiter

Auch bei der Umsetzung unserer Personalstrategie setzen wir auf Cloud-Technologien, um unsere Abläufe zu vereinfachen. So können wir die Art und Weise verändern, wie wir Mitarbeiter gewinnen, weiterentwickeln und an uns binden. Zugleich können wir eine Unternehmenskultur schaffen, die der Komplexität, dem hohen Tempo und den globalen Anforderungen der digitalen Arbeitswelt Rechnung trägt. Eine solche Kultur fördert Innovation und Wandel und sorgt für Zufriedenheit bei den Mitarbeitern. Mit unseren drei Leitprinzipien Kundenzufriedenheit, Vereinfachung und Standardisierung arbeitet unser Personalbereich weiter daran, unseren Mitarbeitern einfache und nahtlose Arbeitsabläufe zu ermöglichen.

Die Meinung unserer Mitarbeiter ist uns wichtig

Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung des Jahres 2016 sind außerordentlich positiv. Die Mitarbeiterzufriedenheit stieg nahezu in allen Aspekten und Themenbereichen der Befragung. Dies gilt insbesondere für eine unserer wichtigsten Kennzahlen, den Mitarbeiterengagement-Index (Employee Engagement Index, EEI). 2016 konnten wir einen deutlichen Anstieg des EEI um drei Prozentpunkte auf 85 % verzeichnen.

* Der EEI für 2015 wurde aufgrund eines geänderten Fragenkatalogs rückwirkend von 81 % auf 82 % angepasst. Im weiteren Verlauf wird die neue Berechnungsmethode verwendet.

Ein hohes Mitarbeiterengagement wird auch in Zukunft zu unseren strategischen Unternehmenszielen gehören. Für 2017 bis 2020 streben wir einen Mitarbeiterengagement-Index zwischen 84 % und 86 % an.

Eine Veränderung unseres Mitarbeiterengagement-Index um einen Prozentpunkt würde unser Betriebsergebnis mit 45 Mio. € bis 55 Mio. € beeinflussen. Weitere Informationen zu unserer Berechnungsmethode finden Sie im AbschnittVerknüpfung von finanziellen und nicht finanziellen Indikatoren in der Online-Version unseres Integrierten Berichts.

Aus den Ergebnissen unserer Mitarbeiterbefragung 2015 hatten wir zwei Schwerpunktbereiche für das Jahr 2016 abgeleitet: einfachere Abläufe und Serviceangebote sowie mehr Innovation. 2016 haben wir deshalb die unternehmensweite Initiative „Run Simple at SAP“ ins Leben gerufen, mit der wir unsere Geschäftsprozesse optimieren möchten. Begleitet wird diese Initiative von zahlreichen Maßnahmen zur Förderung von Innovationen. Unsere Mitarbeiterbefragung im Oktober und November 2016 hat ergeben, dass wir bei der Vereinfachung unserer Abläufe und der Förderung von Innovationen leichte Verbesserungen erzielen konnten. Einfachere Abläufe und mehr Innovation werden auch 2017 unsere Schwerpunktbereiche für das gesamte Unternehmen sein.

Mitte des Jahres haben wir außerdem eine Befragung zum Thema Strategie durchgeführt. Wir wollten wissen, wie gut unsere Mitarbeiter unsere Strategie, unsere Unternehmenskultur und unsere Führungsprinzipien kennen und diese unterstützen. Uns interessierte außerdem, wie gut wir in der Lage sind, Innovationen voranzubringen. Dabei zeigte sich, dass zwar der Innovationsgedanke fest in unserer Unternehmenskultur verankert ist, viele der internen Instrumente zur Förderung von Innovation jedoch nur unzureichend bekannt sind.

Im Rahmen unserer Mitarbeiterbefragung ermitteln wir auch unseren betrieblichen Gesundheitskulturindex (Business Health Culture Index, BHCI). Der BHCI gibt uns Aufschluss darüber, wie sich das Arbeitsklima bei der SAP auf das Wohlergehen unserer Mitarbeiter sowie auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben auswirkt.

Die positive Entwicklung dieses Index hat sich fortgesetzt: Er ist von 75 % im Jahr 2015 auf 78 % im Jahr 2016 gestiegen. Dieses erfreuliche Ergebnis zeigt, dass eine gesundheitsfördernde Arbeitskultur positive Auswirkungen auf die Mitarbeiter hat.

*Der BHCI-Wert für 2014 wurde aufgrund eines geänderten Fragenkatalogs rückwirkend angepasst. Im weiteren Verlauf wird die neue Berechnungsmethode verwendet.

Geeignete Mitarbeiter gewinnen

Wir haben 2016 zum einen die Zahl der Neueinstellungen insgesamt erhöht und uns zum anderen auch weiter gezielt um die Gewinnung junger Talente mit bis zu zwei Jahren Berufserfahrung bemüht. 2016 fiel rund ein Drittel aller neuen Mitarbeiter in diese Kategorie.

Zur erfolgreichen Umsetzung unserer Einstellungsziele für 2016 hat auch die ungebrochene Attraktivität der SAP als Arbeitgeber beigetragen. Die SAP erhielt weltweit zahlreiche Auszeichnungen in den Bereichen Vielfalt, Inklusion, Attraktivität für Arbeitnehmer und Mitarbeiterzufriedenheit. Eine ausführliche Liste der Auszeichnungen im Jahr 2016 finden Sie im Abschnitt Auszeichnungen in der Online-Version unseres Integrierten Berichts.

Ausgewählte Arbeitgeberauszeichnungen der SAP im Jahr 2016

Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen

Ein wichtiger Aspekt bei der Gewinnung junger Talente ist die Kooperation mit Bildungseinrichtungen. Wir arbeiten eng mit mehr als 3.100 Hochschulen zusammen und organisieren auf internationaler Ebene Treffen für Studierende und Infotage. Im Rahmen des SAP-University-Alliances-Programms führen wir außerdem Programmierwettbewerbe wie die SAP InnoJams sowie zahlreiche weitere Aktivitäten und Veranstaltungen durch.

Darüber hinaus bieten wir ein duales Studienprogramm an, in dem Studierende bereits während ihres Studiums für uns arbeiten und dadurch wertvolle Erfahrungen sammeln können. Zum Jahresende 2016 waren über 1.000 Studierende in diesem Programm eingeschrieben. Im Jahr 2016 hat die SAP insgesamt 82 % der Absolventen des dualen Studienprogramms übernommen.

Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen

Allein in Deutschland stammen unsere Mitarbeiter aus rund 80 verschiedenen Ländern. Unser Ziel ist es, Talente unterschiedlichster Herkunft für unser Unternehmen zu gewinnen. Im Rahmen unseres Programms „Engaging for Refugees“ arbeiten wir mit verschiedenen Initiativen zusammen, die durch Ausbildungs- und Einstellungsprogramme die kulturelle Integration von Flüchtlingen fördern. Unter anderem haben wir uns der Initiative „Wir zusammen“ angeschlossen, die über eine zentrale Internet-Plattform das Engagement von Unternehmen zur Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt bündelt. Im Jahr 2016 haben wir 100 Praktikantenstellen und 14 Ausbildungsplätze in Deutschland mit Flüchtlingen besetzt. Auch 2017 möchten wir bis zu 100 weitere Stellen für Praktikanten und 10 Ausbildungsplätze für Flüchtlinge anbieten.

2016 haben wir außerdem in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) erstmals die Refugee Code Week durchgeführt, bei der wir jungen Flüchtlingen Programmierkenntnisse vermitteln, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Über 10.000 Flüchtlinge und junge Menschen aus Ägypten, Jordanien, dem Libanon und der Türkei haben bei diesen Workshops grundlegende Kenntnisse in den Bereichen Programmierung und Webentwicklung sowie im Umgang mit der Anwendung SAP Business One erworben. Besonders talentierte Teilnehmer werden an den SAP-Partner ReBootKAMP (RBK.org) weitervermittelt, bei dem sie eine 16-wöchige Intensivschulung durchlaufen und bei der Suche nach einem Arbeitsplatz unterstützt werden.

Mitarbeiter weiterentwickeln

Wir glauben daran, dass jeder Mitarbeiter ein Talent ist, und investieren deshalb in die berufliche Weiterentwicklung aller Mitarbeiter. Wir werden auch in Zukunft spezielle Angebote entwickeln, mit denen wir junge Talente, Experten und Mitarbeiter mit großem Entwicklungspotenzial gezielt fördern. Um unsere Mitarbeiter bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen, haben wir außerdem persönliche und virtuelle Karriereberatungsgespräche eingeführt.

Darüber hinaus haben wir 2016 SAP Talk mit 8.100 Mitarbeitern pilotiert. Dabei handelt es sich um ein neues, modernes Konzept für Leistungsplanung und -beurteilung, bei dem Vorgesetzte mit ihren Mitarbeitern in einem kontinuierlichen Dialog über ihre berufliche Entwicklung stehen. SAP Talk soll im Laufe des Jahres 2017 für alle SAP-Mitarbeiter eingeführt werden.

Unsere Mitarbeiterbindung lag 2016 bei 93,7 % (2015: 91,8 %). Mitarbeiterbindung definieren wir als Verhältnis der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl abzüglich der von Mitarbeitern ausgehenden Austritte (Fluktuation) zur durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl, umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte. Alle unsere Aktivitäten zur Förderung eines hohen Mitarbeiterengagements belegen, dass wir eine hohe Mitarbeiterbindung anstreben.

Motivierte Mitarbeiter durch eine effektive und inspirierende Führung

Die Ergebnisse unserer Mitarbeiterbefragung zeigen, dass unsere Maßnahmen zur Weiterentwicklung unserer Führungskräfte greifen. Der Erfolg unserer Führungskräfte hängt wesentlich davon ab, dass sie unsere Führungsprinzipien umsetzen und ein Vertrauensverhältnis zu ihren Mitarbeitern aufbauen. Zum Jahresende 2016 hatten 57,6 % der SAP-Mitarbeiter in Führungspositionen unser Programm zur Weiterentwicklung von Führungskräften absolviert. Die Teilnehmer dieses Programms erzielten in der Mitarbeiterbefragung bessere Ergebnisse in den Kategorien „Mitarbeiterengagement“ und „Vertrauen in die Führungskräfte“. Unser Leadership Trust Index belief sich im Jahr 2016 auf 57 % (2015: 52 %). Wir haben uns vorgenommen, dieses hohe Niveau auch 2017 zu halten.

Unsere Führungsprinzipien sind:
  • Einfachheit anstreben
  • Talente besonders fördern
  • Kundenerfolg sicherstellen

Vielfältige Möglichkeiten für eine kontinuierliche Weiterbildung

Wir unterstützen Mitarbeiter auf allen Unternehmensebenen und in allen Funktionen bei der Umsetzung ihrer langfristigen Karriereziele. Unserer Weiterbildungsstrategie liegt die Überzeugung zugrunde, dass die Mitarbeiter nicht nur durch formelle Schulungen, sondern vor allem auch durch den Austausch mit Kollegen lernen. Wir bieten deshalb verschiedenste Coaching-, Mentoring- und Jobrotations-Programme sowie Möglichkeiten zur Weiterbildung am Arbeitsplatz unter Anleitung von Kollegen an. Damit möchten wir gezielt das kontinuierliche Lernen fördern und vor allem auch informelle Lernerfahrungen unterstützen.

Hierzu haben wir hochwertige Schulungen konzipiert, die von allen Mitarbeitern einfach über unser cloudbasiertes Lernmanagement-System (basierend auf SAP SuccessFactors) abgerufen werden können. Im Jahr 2016 haben wir über dieses System 1,3 Millionen Schulungen für 90,7 % unserer Mitarbeiter bereitgestellt. Wir haben außerdem ein neues Programm eingeführt, mit dem wir Mitarbeiter bei den Studiengebühren für externe Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen.

Unsere Online-Kurse zum Selbststudium, die von Sprachkursen über technische Schulungen bis hin zum Erwerb von Soft Skills reichen, stehen allen Mitarbeitern offen. Diese Online-Programme unterstützen die Mitarbeiter dabei, sich im Einklang mit ihren Karrierezielen weiterzuentwickeln. Durch innovative Coaching- und Mentoringprogramme, Hospitationsmöglichkeiten und Moderationsangebote fördern wir außerdem die Möglichkeit, praktisch von Kollegen zu lernen. Alle SAP-Mitarbeiter weltweit hatten 2016 außerdem die Möglichkeit, sich im Rahmen zahlreicher Workshops zum Thema Lernkultur online oder persönlich mit Kollegen und Führungskräften auszutauschen.

Förderung von Innovation, Leistung und Engagement durch ein ansprechendes Arbeitsumfeld

Wir möchten ein Arbeitsumfeld schaffen, das Innovation ermöglicht, für eine hohe Zufriedenheit unserer Mitarbeiter sorgt und sie zu Spitzenleistungen motiviert. Hierzu bieten wir unter anderem folgende Zusatzleistungen und Programme an:

  • SAP-Aktienprogramm: Dieses 2016 eingeführte Mitarbeiterbeteiligungsprogramm setzt sich aus zwei unterschiedlichen Beteiligungsplänen zusammen und ermöglicht so eine bessere Marktorientierung. Im Rahmen des Aktienkaufplans „Own SAP“ bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, Aktien zu Sonderkonditionen zu erwerben und als SAP-Aktionäre Vermögen aufzubauen. Über den Aktienplan „Move SAP“ erhalten ausgewählte Mitarbeiter und Führungskräfte als Anerkennung für ihren Beitrag zum Erfolg unseres Unternehmens Restricted Stock Units. Ausführliche Informationen finden Sie unter Textziffer (27) im Anhang zum Konzernabschluss.
  • Hasso Plattner Founders’ Award: Dieser Award ist die höchste Auszeichnung für Mitarbeiter der SAP, die sich besonders um die Umsetzung unserer Vision und Strategie verdient gemacht haben. 2016 wurde er zum dritten Mal verliehen. Er ging an das Team „SAP Skills for Africa“, das es sich zum Ziel gesetzt hat, den Mangel an IT-Knowhow in Afrika zu reduzieren.
  • Intrapreneurship-Programm: Im Rahmen dieses globalen Programms können Mitarbeiter ihre unternehmerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und innovative Ideen zu profitablen Geschäftsmöglichkeiten weiterentwickeln, um neue Märkte zu erschließen. Im Jahr 2016 haben mehr als 1.500 Mitarbeiter über 830 Beiträge eingereicht.
  • SAP-SuccessFactors-Lösungen: Um Mitarbeitern den Umgang mit Personalthemen und -aktivitäten zu erleichtern, arbeiten wir kontinuierlich daran, die IT-Landschaft für das Personalwesen mit SAP-SuccessFactors-Lösungen weiter zu optimieren und zu vereinfachen. In diesem Zusammenhang haben rund 160 Experten aus dem Personalbereich unsere Vertriebsteams bei Vertragsabschlüssen für HCM-Lösungen (Human Capital Management) von SAP unterstützt. Darüber hinaus haben wir 2016 den Klaus Tschira Human Resources Innovation Award ins Leben gerufen, mit dem wir jedes Jahr Partner und Kunden der SAP auszeichnen möchten, die besonders innovative Lösungen für das Personalwesen entwickeln.
  • People Weeks: Auch 2016 hatten Mitarbeiter über einen Zeitraum von zwei Wochen die Möglichkeit, Ideen auszutauschen und über Kulturen, Geschlechter und Generationen hinweg Gemeinsamkeiten zu entdecken. An der Veranstaltung mit dem Motto „You in the Digital Workplace“ nahmen über 27.000 Mitarbeiter an 124 Standorten in 58 Ländern teil.
  • How We Run: Nach der Einführung unserer Verhaltensgrundsätze „How We Run“ im Jahr 2015 sind diese nun fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur und stoßen auf sehr positive Resonanz bei unseren Mitarbeitern weltweit.

SAP-Verhaltensgrundsätze „How We Run“

Unser Einsatz für Inklusion, die Gesundheit unserer Mitarbeiter und soziale Innovation

Eine Unternehmenskultur, die Inklusion als Chance begreift und frei von Vorurteilen ist, stärkt unsere Innovationskraft und trägt dazu bei, dass wir besser auf unsere Kunden eingehen können. Sie fördert außerdem das Engagement unserer Mitarbeiter und erhöht unsere Attraktivität als Arbeitgeber.

Gleichstellung von Frauen und Männern

Für ihre weltweiten Bemühungen um Geschlechtervielfalt und die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz erhielt die SAP 2016 als erster internationaler Technologiekonzern die EDGE-Zertifizierung (Economic Dividends for Gender Equality). Mit dieser Auszeichnung sehen wir uns auch in unserem öffentlich kommunizierten Ziel bestärkt, bis zum Jahresende 2017 den Anteil von Frauen in Führungspositionen auf 25 % zu erhöhen. Diesem Ziel sind wir mit einem Anstieg des Anteils weiblicher Führungskräfte von 23,6 % Ende 2015 auf 24,5 % zum Ende des Jahres 2016 ein großes Stück näher gekommen.

Wir haben im vergangenen Jahr zahlreiche Veranstaltungen in China, Deutschland, Kolumbien, Saudi-Arabien, den USA und anderen Ländern durchgeführt und unterstützt, bei denen es um die Gewinnung, Weiterentwicklung und Förderung weiblicher Mitarbeiter ging. Zu den weiteren Initiativen, mit denen wir unsere Mitarbeiterinnen gezielt fördern, zählen die Webinar-Reihe „Women’s Professional Growth“, das Business Women’s Network und die Online-Community Women@SAP. Darüber hinaus bieten wir Führungskräfte-Patenschaften für Frauen an und unterstützen mit unserem renommierten und preisgekrönten Leadership Excellence Acceleration Program (LEAP) talentierte Mitarbeiterinnen, die eine Führungsposition bei der SAP anstreben.

Inklusion im Unternehmen verankern

In enger Zusammenarbeit mit Mitarbeiternetzwerken bestimmter Ethnien wie dem Black Employee Network (BEN) und Latinos@SAP haben wir 2016 in den USA wichtige Initiativen ins Leben gerufen. Ein Beispiel hierfür ist das Programm „Project Propel“, das vorwiegend von ethnischen Minderheiten besuchte US-Bildungseinrichtungen dabei unterstützen soll, zukünftige Fachkräfte für den Technologiesektor heranzubilden. Ziel ist es, Schülern und Studierenden wichtige digitale Kenntnisse zu vermitteln, die im SAP-Umfeld besonders stark nachgefragt werden.

Darüber hinaus beteiligen wir uns an zahlreichen Aktivitäten, mit denen wir ein von Inklusion geprägtes Arbeitsumfeld im gesamten Unternehmen schaffen möchten. Hierzu gehören:

  • Schulungen zu den Themen Vielfalt und Inklusion im Rahmen von „Focus on Insight“: Seit September 2016 bieten wir weltweit Schulungen für unsere Mitarbeiter an, in denen es um die Bedeutung und die Vorteile von Vielfalt im Unternehmen geht.
  • Business Beyond Bias: Im Rahmen dieser im August 2016 ins Leben gerufenen Initiative investieren wir gezielt in Programme und Technologien zur Förderung von Vielfalt. Dadurch möchten wir Vorurteile nicht nur in unserem eigenen Unternehmen, sondern auch in den Unternehmen unserer Kunden und Partner abbauen.
  • White House Tech Inclusion Pledge: Auf dem Global Entrepreneurship Innovation Summit 2016 im Silicon Valley verkündete der frühere Präsident Obama, dass die US-Regierung durch mehr Vielfalt Innovationen im Technologiesektor voranbringen möchte. Auch die SAP unterstützt als eines der größten internationalen Technologieunternehmen diese Selbstverpflichtung.
  • „Autism at Work“-Programm: Derzeit sind 107 Mitarbeiter mit Autismus-Spektrum-Störungen in unserem Unternehmen beschäftigt. Unser Programm „Autism at Work“, das wir 2016 auch in Argentinien eingeführt haben, bieten wir nun in insgesamt neun Ländern an.
  • Globales Mitarbeiternetzwerk Pride@SAP: Dieses Netzwerk zählt mittlerweile über 8.000 Mitglieder und bietet das ganze Jahr über zahlreiche Aktivitäten und Initiativen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle (LGBT) und deren Unterstützer an.

Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens unserer Mitarbeiter

Wir sehen einen klaren Zusammenhang zwischen den Maßnahmen, mit denen wir die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter fördern, und unserem geschäftlichen Erfolg. Wenn es unseren Mitarbeitern gut geht, ihnen Respekt entgegengebracht wird und sie in ihren Belangen unterstützt werden, steigen ihre Produktivität, ihr Engagement und ihre Innovationskraft sowie die Zufriedenheit unserer Kunden.

Indem wir Verantwortung für unsere Mitarbeiter übernehmen, ermöglichen wir es ihnen, ihr volles Potenzial zu entfalten, und können damit auch unsere Unternehmensziele schneller erreichen. Mit umfassenden Leistungen, Programmen und Angeboten fördern wir deshalb die Gesundheit unserer Mitarbeiter. Hierzu zählen unter anderem:

  • EAP (Employee Assistance Program): Im Rahmen dieses Programms können unsere Mitarbeiter kostenlos fachkundige, unvoreingenommene und vertrauliche Beratung in Anspruch nehmen, die rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche zur Verfügung steht und ihnen Hilfestellung in belastenden Situationen bietet.
  • COPE (Corporate Oncology Program for Employees): Dieses Programm wird für Mitarbeiter in Deutschland, Großbritannien, Kanada und den USA angeboten, die an Krebs erkrankt sind. Sie erhalten eine personalisierte molekulargenetische Untersuchung und Auswertung ihrer Tumordaten.
  • Gesundheits-Check: Für unsere Führungskräfte in leitender Funktion bieten wir einen eintägigen Gesundheits-Check an.
  • Programm „Take Charge of Your Health and Well-Being“: Dieses Programm unterstützt Mitarbeiter dabei, besser auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu achten.
  • Health Ambassador Network: Dieses globale Netzwerk setzt sich für das Thema Gesundheit an unseren verschiedenen Standorten ein und erarbeitet Best Practices für das Gesundheitsmanagement.
  • Lokale Angebote: An verschiedenen Standorten können Mitarbeiter lokale Angebote in Anspruch nehmen, beispielsweise Sehtests, Haut-Screenings, Fitnesscenter und Sportgruppen, Achtsamkeits-Seminare und verschiedenste Kurse rund um das Thema Gesundheit.

Gesellschaftliches Engagement

Unsere Vision, die Abläufe der weltweiten Wirtschaft und das Leben von Menschen zu verbessern, ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie wichtig uns das Engagement sowohl für die Menschen in unserem Geschäftsumfeld als auch für die Gesellschaft ist. Während wir unsere Kunden auf ihrem Weg zum digitalen Unternehmen begleiten, möchten wir durch unser gesellschaftliches Engagement jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft die nötigen Kenntnisse vermitteln, damit sie in der digitalen Wirtschaft erfolgreich sein und den Wandel voranbringen können.

Unsere Strategie richten wir dabei auf zwei Schwerpunktbereiche aus: Zum einen möchten wir innovative Sozialunternehmen fördern, die jungen Menschen das Rüstzeug für einen erfolgreichen Berufsstart vermitteln. Zum anderen möchten wir durch Aus- und Weiterbildungsprogramme Fachkräfte für den IT-Sektor heranbilden. Im Jahr 2016 haben wir 22,3 Mio. € an gemeinnützige Organisationen gespendet.

Ehrenamtliche Arbeit und Erfahrungsaustausch

Im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements motivieren wir auch unsere Mitarbeiter, mit ihrem Know-how soziale Hilfsprojekte zu unterstützen. Mit verschiedenen Initiativen, die von tatkräftiger Mithilfe bei Einzelprojekten bis hin zu Coaching- und Mentorenprogrammen für Unternehmen reichen, möchten wir das Leben der Menschen in den Gemeinden verbessern, in denen sie leben und arbeiten.

Alljährlicher Höhepunkt dieser Initiativen ist unser Programm „Month of Service“. 2016 leisteten allein während dieses Freiwilligenmonats mehr als 22.000 Mitarbeiter in 42 Ländern rund 142.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Wenn unsere Mitarbeiter mit ihren besonderen Fähigkeiten Projekte unterstützen, die zum gesellschaftlichen Wandel beitragen, ist dies auch für sie eine sehr bereichernde Erfahrung. Sie sehen, dass sie etwas bewirken können, entwickeln selbst Führungskompetenzen, lernen neue Märkte kennen und erweitern ihr berufliches Netzwerk.

Durchführung weiterer Code Weeks

2016 haben wir unsere erfolgreichen Code Weeks ausgeweitet, mit denen wir Tausenden von jungen Menschen, die sonst vielleicht keine Möglichkeit dazu hätten, Programmierkenntnisse vermitteln.

Bei der zum zweiten Mal veranstalteten Africa Code Week wurden in 30 afrikanischen Ländern und über die Schulungsplattform openSAP viele Tausend Programmier-Workshops durchgeführt. Die Africa Code Week zeigt eindrucksvoll, was öffentlich-private Partnerschaften leisten können: Hunderte von Schulen, Lehrern, Behörden, Gemeindezentren, Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen arbeiten im Rahmen dieser Initiative auf das gemeinsame Ziel hin, afrikanischen Kindern und Jugendlichen eine Perspektive in der digitalen Wirtschaft aufzuzeigen. 2016 haben wir mit diesem Programm 426.000 Kinder und Jugendliche in Afrika unterstützt.

Fortführung unseres Social-Sabbatical-Programms

Unser preisgekröntes Programm SAP Social Sabbatical, das aus vier Varianten besteht, bietet Mitarbeitern auf allen Ebenen des Unternehmens die Möglichkeit, neue Kenntnisse zu erwerben, ihr Wissen zu vertiefen und Erfahrungen zu sammeln. Die Teilnehmer dieses Programms helfen gemeinnützigen Organisationen und Sozialunternehmen in ihrer Region oder in Schwellenländern bei der Bewältigung konkreter geschäftlicher Herausforderungen.

In den zwei- bis sechswöchigen Projekten bringen sie ihr Wissen und ihre Erfahrung in diese Organisationen und Unternehmen ein und können so auch ihre eigenen Führungskompetenzen, ihr Branchenwissen und ihre interkulturelle Kompetenz erweitern. Zugleich unterstützen sie ihre „Kunden“ dabei, ihrem gesellschaftlichen Auftrag besser gerecht zu werden.

Im Rahmen der jüngsten Projekte haben SAP-Mitarbeiter beispielsweise Strategiepläne für Organisationen entwickelt, die Sozialunternehmen unterstützen, und die internen Kompetenzen gemeinnütziger Einrichtungen gestärkt, die Programme in den Bereichen MINT-Förderung und digitale Bildung anbieten. Gemeinsam mit der Dreamoval Foundation in Accra, Ghana, haben wir dabei eine Wachstumsstrategie entwickelt, mit der wir 170.000 Lehrern IT-Kenntnisse vermitteln und so die Schulbildung im ganzen Land verbessern möchten.

2016 haben wir außerdem unser Social-Sabbatical-Programm auf gemeinsame Projekte mit SAP-Kunden ausgeweitet. Im Juli entwarf und implementierte ein Team, dem Freiwillige von SAP und GlaxoSmithKline plc angehörten, eine integrierte Datenbank für die gemeinnützige Organisation Partners in Health aus Kigali in Ruanda. Auch 2017 möchten wir die Zusammenarbeit mit unseren Kunden bei solchen Projekten fortführen.

Im Rahmen des Social-Sabbatical-Programms leisteten im Jahr 2016 213 SAP-Mitarbeiter 58.808 Stunden Freiwilligenarbeit für 71 Organisationen in 15 Ländern.

KickApp Cup: Neue Perspektiven für benachteiligte Jugendliche

Um junge Menschen für IT zu begeistern, müssen wir ihnen auf Augenhöhe begegnen. Wir haben deshalb ein kreatives Konzept entwickelt, bei dem wir die Fußballbegeisterung von Jugendlichen nutzen, um sie in die Welt der Programmierung einzuführen.

An unserem ersten KickApp Cup haben 200 junge Führungspersönlichkeiten aus benachteiligtem Umfeld teilgenommen, die von insgesamt 180 SAP-Entwicklern und Coaches unterstützt wurden. Ihr gemeinsames Ziel: die Entwicklung eines Prototyps für eine App, mit der gemeinnützige Organisationen beispielsweise Teilnehmerzahlen analysieren oder die Auswirkungen ihrer sozialen Projekte messen können.

An SAP-Labs-Standorten weltweit, unter anderem in Brasilien, Deutschland, Indien, Israel, Ungarn und den USA, wurden regionale Wettbewerbe ausgetragen. Die Teams hatten viel Spaß beim gemeinsamen Programmieren und Fußballspielen und kämpften dabei um den Einzug ins Finale, bei dem sie in Lyon und Heidelberg ihre Prototypen präsentieren konnten.

Der KickApp Cup wurde in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation streetfootballworld veranstaltet, die mithilfe von Fußball den gesellschaftlichen Wandel voranbringen möchte. Die besten Ideen aus den einzelnen Teams wurden in einer App gebündelt, die beim 16. streetfootballworld Festival anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Paris vorgestellt wurde.

Internationale Anerkennung für unsere preisgekrönten Programme

Für unser innovatives gesellschaftliches Engagement haben wir 2016 zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Ausführliche Informationen finden Sie im Abschnitt Auszeichnungen in der Online-Version unseres Integrierten Berichts.

Entwicklung von Mitarbeiterzahl und Personalaufwand

Zum 31. Dezember 2016 beschäftigten wir, umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte, 84.183 Mitarbeiter weltweit (31. Dezember 2015: 76.986). Dies entspricht einem Anstieg der Mitarbeiterzahl um 7.197 Vollzeitbeschäftigte gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im SAP-Konzern im Geschäftsjahr 2016 lag bei 80.609 (2015: 75.180).

Wir definieren die in Vollzeitbeschäftigte ausgedrückte Mitarbeiterzahl als die Zahl der unbefristet beschäftigten Mitarbeiter unter Berücksichtigung ihres Beschäftigungsgrades. Bei der SAP beschäftigte Studenten sowie Mitarbeiter, die zwar bei uns beschäftigt, aber aus verschiedenen Gründen (z. B. Elternzeit) beurlaubt oder freigestellt sind, sowie Aushilfskräfte mit befristeten Verträgen unter sechs Monaten sind in den genannten Zahlen nicht enthalten. Die Anzahl der Aushilfskräfte ist nicht wesentlich.

Der Personalaufwand je Mitarbeiter fiel im Geschäftsjahr 2016 auf rund 127 Tsd. € (2015: rund 135 Tsd. €). Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus einem deutlichen Rückgang der mitarbeiterbezogenen Restrukturierungskosten im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr. Der Personalaufwand je Mitarbeiter definiert sich als Quotient aus Gesamt-Personalaufwand und durchschnittlicher Anzahl der Mitarbeiter. Ausführliche Informationen zur Mitarbeitervergütung sowie eine detaillierte Übersicht über die Anzahl der SAP-Mitarbeiter finden Sie unter Textziffer (7) im Anhang zum Konzernabschluss.
 

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