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Finanzielle Leistung: Rückblick und Analyse

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+ 7%

Cloud- und Softwareerlöse (IFRS)

+ 20%

Betriebsergebnis (IFRS)

+ 31%

New Cloud Bookings

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der SAP

Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

2016 zeigten wir Erfolge auf drei Ebenen: starke Softwareerlöse, ein schnelles Wachstum in der Cloud und eine Steigerung des Betriebsergebnisses. Wir verzeichneten ein deutliches Wachstum in unserem Cloud- und Software-Geschäft und konnten den Mittelwert des im Oktober angehobenen Gesamtjahreszieles erreichen. Unser schnell wachsendes Cloud-Geschäft und das solide Wachstum bei den Supporterlösen führten weiterhin dazu, dass der Anteil an besser planbaren Umsätzen am Gesamtgeschäft gestiegen ist.

Zu unserem starken Cloud-Wachstum hat unser gesamtes breites Cloud-Portfolio beigetragen. Vor allem aufgrund unserer starken Umsatzzahlen haben wir ein Betriebsergebnis erzielt, mit dem wir im Mittelwert unseres angehobenen Gesamtjahreszieles lagen.

Wir machten bedeutende Fortschritte bei der Umgestaltung unseres Unternehmens, indem wir Investitionen von Aktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, in strategische Wachstumsbereiche verlagert haben, um die gewaltigen Wachstumschancen am Markt nutzen zu können. Wir haben unseren Zielmarkt vergrößert, herausragende Unternehmen übernommen und mit SAP S/4HANA eine neue ERP-Generation entwickelt. Durch unseren starken Auftragsbestand in der Cloud (Cloud-Backlog), die hohe Rate der Vertragsverlängerungen für Softwaresupport und unsere gut gefüllte Auftragspipeline sind wir bestens aufgestellt, um 2017 ein weiteres Jahr des Wachstums zu erreichen, und konnten daher unsere Ziele für 2020 zuversichtlich anheben.

Einfluss der Bilanzpolitik auf die wirtschaftliche Lage

Ausführliche Informationen zu unseren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden Sie unterTextziffer (3) im Anhang zum Konzernabschluss.

Außerbilanzielle Finanzinstrumente wie Sale-and-Lease-Back-Transaktionen, Asset Backed Securities oder Haftungsverhältnisse gegenüber strukturierten Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind, sind nicht vorhanden.

Darstellung der Geschäftsent­wicklung im Vergleich zum Ausblick für 2016 (Non-IFRS)

Im Jahr 2016 basierten unsere operativen Ertragsziele sowie unser veröffentlichter Ausblick auf Non-IFRS-Kennzahlen. Daher greifen wir im folgenden Abschnitt zur Erläuterung der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu unserem Ausblick ausschließlich auf Non-IFRS-Kennzahlen, die aus IFRS-Kennzahlen abgeleitet sind, zurück. Die Erläuterungen im darauffolgenden Abschnitt zur Ertragslage nach IFRS beschränken sich dagegen auf Zahlen, die gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) dargestellt und daher nicht explizit als solche gekennzeichnet sind.

Ausblick 2016 (Non-IFRS)

Anfang 2016 war unsere Erwartungshaltung, dass unsere Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 2,95 Mrd. € und 3,05 Mrd. € liegen werden (2015: 2,3 Mrd. €). Wir erwarteten, dass die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) im Gesamtjahr 2016 in einer Spanne zwischen 6 % und 8 % zunehmen würden (2015: 17,23 Mrd. €). Außerdem prognostizierten wir, dass unser Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) für das Gesamtjahr 2016 in einer Spanne von 6,4 Mrd. € bis 6,7 Mrd. € liegen würde (2015: 6,35 Mrd. €). Wir erwarteten eine effektive Steuerquote (IFRS) von 22,5 % bis 23,5 % (2015: 23,4 %) und eine effektive Steuerquote (Non-IFRS) von 24,5 % bis 25,5 % (2015: 26,1 %).

Im Juli 2016 haben wir unseren Ausblick für die effektive Steuerquote (IFRS) auf 27,0 % bis 28,0 % und für die effektive Steuerquote (Non-IFRS) auf 28,0 % bis 29,0 % angepasst. Die Erhöhung gegenüber dem bisherigen Ausblick war im Wesentlichen auf Steuereffekte aus Währungskursveränderungen in Venezuela sowie darauf zurückzuführen, dass mit einer Umsetzung der eigentlich geplanten Konsolidierung der Rechte am geistigen Eigentum der SAP-Konzerntochter hybris AG bei der SAP SE in Deutschland zu dieser Zeit nicht mehr gerechnet werden konnte.

Im Oktober erhöhten wir im Zuge der starken Wachstumsdynamik in unserem Cloud-Geschäft unsere Prognose für Cloud-Subskriptionen und -Support (Non-IFRS, währunsbereinigt) für das Geschäftsjahr 2016 auf eine Spanne von 3,00 Mrd. € bis 3,05 Mrd. €. Das obere Ende dieser Spanne entspricht währungsbereinigt einer Wachstumsrate von 33 %. Dank unseres weiterhin kontinuierlich wachsenden Softwarelizenz-Geschäfts konnten wir ebenfalls die Wachstumsprognose für die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) für das Gesamtjahr 2016 auf eine Spanne zwischen 6,5 % und 8,5 % anheben. Auch die Prognose für das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) haben wir aufgrund der stärker erwarteten Umsätze auf eine Spanne von 6,5 Mrd. € bis 6,7 Mrd. € erhöht.

Tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Ausblick (Non-IFRS)

Sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Ergebnisseite konnten wir die im Oktober erhöhten Prognosen erreichen oder gar übertreffen.

 

Vergleich Ausblick und Ergebnis 2016

    Ausblick für 2016
(wie berichtet im Integrierten Bericht 2015)
  Angepasster Ausblick
für 2016
  Ergebnisse
für 2016
Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse
(Non-IFRS, währungsbereinigt)
  2,95 Mrd.€
bis 3,05 Mrd.€
  3,00 Mrd.€
bis 3,05 Mrd. €
  3,01 Mrd. €
Cloud- und Softwareerlöse
(Non-IFRS, währungsbereinigt)
  +6,0% bis +8,0%   +6,5% bis +8,5%   +8%
Betriebsergebnis
(Non-IFRS, währungsbereinigt)
  €6,40 Mrd.€
bis 6,70 Mrd.€
  6,50 Mrd. €
bis 6,70 Mrd. €
  6,61 Mrd. €
Effektive Steuerquote (IFRS)   22,5% bis 23,5%   27,0% bis 28,0%   25,3%
Effektive Steuerquote (Non-IFRS)   24,5% bis 25,5%   28,0% bis 29,0%   26,8%

Trotz der teilweise während des gesamten Jahres 2016 anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit speziell in Lateinamerika, gepaart mit der Ungewissheit hinsichtlich möglicher Konsequenzen aus der Brexit-Entscheidung sowie den Präsidentschaftswahlen in den USA zeigten unsere Neu- und Bestandskunden weiterhin eine hohe Bereitschaft, in unsere Lösungen zu investieren.

Die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support (Non-IFRS) stiegen ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse von 2,3 Mrd. € im Jahr 2015 auf 3,01 Mrd. € im Jahr 2016. Dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg von 31 %. Damit erreichten wir die im Oktober erhöhte vorausgesagte Spanne von 3,0 Mrd. € bis 3,05 Mrd. €.

Unsere New Cloud Bookings, die der Haupt-Indikator für den Vertriebserfolg im Cloud-Geschäft sind und die zukünftigen Cloud-Subskriptionserlöse sicherstellen, erhöhten sich im Geschäftsjahr 2016 um 31 % auf 1,15 Mrd. € (2015: 874 Mio. €). Neben dem starken Wachstum der New Cloud Bookings stieg der Cloud-Backlog (entspricht dem Volumen der noch nicht in Rechnung gestellten Verträge) um 47 % auf 5,4 Mrd. € (2015: 3,7 Mrd. €); dieser spiegelt die bereits heute bekannten und sicheren Erlöse aus Cloud-Subskriptionen wider, die für 2017 und die folgenden Jahre starkes Cloud-Wachstum generieren werden.

Neben dem Cloud-Geschäft zeigte unser traditionelles On-Premise-Geschäft 2016 ein beeindruckend starkes Wachstum. Die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS) erhöhten sich auf 18,43 Mrd. € (2015: 17,23 Mrd. €). Das Wachstum ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse betrug 8 % und lag damit deutlich über dem Mittelpunkt der im Oktober erhöhten Prognose für 2016.

Der Gesamtumsatz (Non-IFRS) stieg 2016 um 6 % auf 22,07 Mrd. € (2015: 20,81 Mrd. €). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurse entspricht dies einem Anstieg um 7 %.

Die operativen Aufwendungen (Non-IFRS) erhöhten sich im Geschäftsjahr 2016 um 7 % auf 15,43 Mrd. € (2015: 14,46 Mrd. €). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurse entspricht dies einem Anstieg um 8 %.

Unsere Kostenbasis war 2016 weiterhin durch unsere Transformation hin zu einem schnell wachsenden Cloud-Geschäft beeinflusst. In unserem Ausblick erwarteten wir, dass die Bruttomarge aus Cloud-Subskriptionen und -Support mindestens gleich hoch sein wird wie im Jahr 2015 oder sich leicht verbessern wird. Sie betrug für das Gesamtjahr 2016 64,4 %, was einem Rückgang von 1,2 Prozentpunkten (währungsbereinigt) entspricht, und lag somit unter unseren Erwartungen. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Veränderung der Umsatzzusammensetzung zurückzuführen. Der Anteil des Infrastructure-as-a-Service-Cloud-Angebots (IaaS), das eine niedrigere Bruttomarge hat als die anderen Cloudmodelle, wuchs überdurchschnittlich stark und reduzierte damit die Gesamtmarge. Die Bruttomargen aus Cloud-Subskriptionen und -Support der unterschiedlichen Cloud-Angebote zeigten im Laufe des Jahres eine unterschiedliche Entwicklung:Unsere Cloud-Subskriptions-Bruttomarge (Non-IFRS) im Netzwerkbereich stieg um 1 % (währungsbereinigt) und lag für das Gesamtjahr 2016 bei ungefähr 76 % und damit schon fast bei unserem langfristigen Ziel von 80 %. Dieses hervorragende Ergebnis beruht auf der weiterhin positiven Bruttomargenentwicklung in den Bereichen Concur und SAP Ariba. Die Entwicklung der Cloud-Subskriptions-Bruttomarge (Non-IFRS) unseres Infrastructure-as-a-Service-Cloud-Angebots (IaaS) fiel 2016 deutlich positiver aus als 2015. Währungsbereinigt verbesserte sich dieser Bereich auf Ganzjahresniveau um über 104 Prozentpunkte und erreichte eine Cloud-Subskriptions-Bruttomarge (Non-IFRS) von –5 %. In den letzten beiden Quartalen wurde bereits jeweils der Break-Even-Punkt erreicht, sodass wir uns innerhalb unserer Erwartungen bewegen.Die Profitabilität unseres Software-as-a-Service/Platform-as-a-Service-Cloud-Angebots (SaaS/PaaS) lag für das Gesamtjahr 2016 bei ungefähr 62 % im Vergleich zum langfristigen Ziel von 80 %. Belastet durch die inkrementellen Investitionen in die Cloud-Infrastruktur verschlechterte sich die Cloud-Profitabilität währungsbereinigt um 8 Prozentpunkte, hauptsächlich aufgrund außerordentlicher Investitionen in den Ausbau unserer Rechenzentren und IT-Infrastruktur sowie in die Harmonisierung unserer verschiedenen Software-as-a-Service/Platform-as-a-Service-Cloud-Angebote auf einer Plattform.

Effizienzsteigerungen sowohl im Cloud-Geschäft als auch im traditionellen On-Premise-Geschäft trugen zum absoluten Wachstum des Betriebsergebnisses bei. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) stieg im Geschäftsjahr 2016 ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse um 4 % auf 6,61 Mrd. €. Wir waren damit in der Lage, das starke Ergebnis des Jahres 2015 nochmals zu übertreffen, trotz unserer kontinuierlichen Investitionen in unsere Transformation im Laufe des Jahres 2016. Die positive Entwicklung des Betriebsergebnisses wurde durch die Effekte des 2015 durchgeführten globalen Transformationsprogramms beeinflusst, sowie durch bedachte Einstellungen von gut ausgebildeten jungen Talenten in unseren schnell wachsenden Bereichen und Standorten, wodurch wir die Anzahl der Mitarbeiter 2016 um 7.197 Vollzeitbeschäftigte erhöhen konnten. Mit diesen zusätzlichen Ressourcen investierten wir weiterhin in unsere Innovations- und Wachstumsmärkte. Als Resultat dieser Effekte lag das währungsbereinigte Betriebsergebnis (Non-IFRS) bei 6,61 Mrd. € und damit genau in der Mitte der Spanne des im Oktober aktualisierten und erhöhten Ausblicks von 6,5 Mrd. € bis 6,7 Mrd. €.

Wir erzielten eine effektive Steuerquote (IFRS) von 25,3 % und eine effektive Steuerquote (Non-IFRS) von 26,8 %. Damit lagen wir unter der angepassten Prognose von 27,0 % bis 28,0 % (IFRS) und 28,0 % bis 29,0 % (Non-IFRS). Dies resultierte im Wesentlichen aus Steuern für Vorjahre und der regionalen Verteilung des Konzernergebnisses.

Entwicklung der Ertragslage (IFRS)

Im folgenden Abschnitt über die Ertragslage nach IFRS werden unsere Ergebnisse ausschließlich auf der Basis von IFRS-Kennzahlen analysiert, die daher nicht explizit als solche gekennzeichnet sind.

Wir gliedern unsere Geschäftstätigkeit nach den folgenden drei Regionen: der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika), der Region Amerika (Nord- und Lateinamerika) sowie der Region APJ (Asien-Pazifik-Japan). Die Umsatzaufteilung erfolgt nach dem Sitz des Kunden. Weitere Informationen zu unseren Umsätzen in den einzelnen Regionen finden Sie unterTextziffer (28) im Anhang zum Konzernabschluss.

Umsatzentwicklung

Umsatzerlöse

Unsere Umsatzerlöse stiegen von 20.793 Mio. € im Jahr 2015 auf 22.062 Mio. € im Jahr 2016, was einem Zuwachs um 1.269 Mio. € oder 6 % entspricht.

Dieser Anstieg beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 7 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 %. Das Erlöswachstum resultiert hauptsächlich aus einem Anstieg der Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support um 707 Mio. €. Zusätzlich sind die Software-Supporterlöse um 478 Mio. € gestiegen. Dieser Zuwachs resultiert aus den kontinuierlich hohen Softwareerlösen, die wir 2016 um 25 Mio. € steigern konnten. Die Cloud- und Softwareerlöse beliefen sich 2016 auf 18.424 Mio. €, das einem Anstieg von 7 % entspricht. Der Anteil der Cloud- und Softwareerlöse an den Umsatzerlösen belief sich 2016 auf 84 % gegenüber 83 % im Jahr 2015. Die Serviceerlöse stiegen von 3.579 Mio. € im Jahr 2015 um 2 % auf 3.638 Mio. € im Jahr 2016, was einem Anteil an unseren Umsatzerlösen von 16 % entspricht.

Nähere Informationen zur Aufteilung der Umsatzerlöse auf einzelne Regionen und Branchen finden Sie in den Abschnitten Umsatzerlöse nach Regionen sowie Umsatzerlöse nach Branchen.

Cloud- und Softwareerlöse

Die Softwareerlöse resultieren aus den Lizenzgebühren, die wir aus dem Verkauf oder der Lizenzierung von Software an Kunden erzielen. Die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support beziehen sich auf Verträge, die es dem Kunden gestatten, auf bestimmte von der SAP gehostete Softwarelösungen während der Vertragslaufzeit zuzugreifen. Supporterlöse verkörpern den Umsatz, den wir durch technischen Kundensupport und nicht spezifizierte Softwareupgrades, -updates und -erweiterungen generieren.

Die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support stiegen von 2.286 Mio. € im Jahr 2015 auf 2.993 Mio. € im Jahr 2016.

Bei den Softwareerlösen konnten wir trotz eines schwierigen makroökonomischen und politischen Umfelds in Kombination mit einem zunehmenden Umstieg der Branche in die Cloud einen Anstieg um 25 Mio. € verzeichnen. Dieser Anstieg von 4.835 Mio. € im Jahr 2015 auf 4.860 Mio. € im Jahr 2016 entspricht einem Mengen- und Preiswachstum von 1 % und einem Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 %.

2016 hat sich unser Kundenstamm weiter vergrößert. Gemessen an der Anzahl der abgeschlossenen Verträge sind im Jahr 2016 16 % unserer Auftragseingänge für Software auf Verträge mit Neukunden zurückzuführen (2015: 13 %). Der gesamte Auftragseingangswert für Software war gegenüber dem Vorjahr stabil. Die Gesamtzahl der abgeschlossenen Verträge für neue Software blieb auf gleichem Niveau mit 57.291 (2015: 57.439), der durchschnittliche Auftragswert blieb dementsprechend unverändert zum Vorjahr. Im Jahr 2016 resultierten 29 % (2015: 27 %) des Software-Auftragseingangswertes aus Verträgen, deren Volumen 5 Mio. € überstieg, sowie 38 % (2015: 40 %) aus Verträgen, deren Volumen unter 1 Mio. € lag.

Unser stabiler Kundenstamm und der anhaltende Verkauf von Software im gesamten Geschäftsjahr 2016 und im Vorjahr sowie das anhaltende Interesse an unseren Supportangeboten hatten einen Anstieg der Supporterlöse von 10.093 Mio. € im Jahr 2015 auf 10.571 Mio. € im Jahr 2016 zur Folge. Der größte Teil der Supporterlöse entfällt auf das Serviceangebot SAP Enterprise Support. Der Anstieg der Supporterlöse um 478 Mio. € oder 5 % beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 6 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 %. Das Wachstum lässt sich vor allem auf SAP Product Support for Large Enterprises und SAP Enterprise Support zurückführen. Die Akzeptanzrate für SAP Enterprise Support im Neukundengeschäft erreichte 2016 100 % (2015: 99 %).

Die Software- und Supporterlöse stiegen von 14.928 Mio. € im Jahr 2015 auf 15.431 Mio. € im Jahr 2016, was einem Zuwachs um 503 Mio. € oder 3 % entspricht. Diese Zunahme beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 4 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 %.

Als vorhersagbare Umsatzerlöse bezeichnen wir die Summe aus den Software-Supporterlösen sowie den Erlösen aus Cloud-Subskriptionen und -Support. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die vorhersagbaren Umsatzerlöse von 12.379 Mio. € auf 13.564 Mio. € im Jahr 2016. Dies entspricht einem Zuwachs von 10 %. Der Anteil der vorhersagbaren Umsätze an den gesamten Umsatzerlösen betrug im Jahr 2016 61 % (2015: 60 %).

Die Cloud- und Softwareerlöse stiegen von 17.214 Mio. € im Jahr 2015 auf 18.424 Mio. € im Jahr 2016, was einem Wachstum von 7 % entspricht. Das Erlöswachstum setzt sich aus einem Mengen- und Preiswachstum von 8% und einem Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 % zusammen.

Serviceerlöse

Unsere Serviceerlöse bestehen aus unserem Beratungsgeschäft, unseren Premium-Services-Angeboten, unseren Schulungsangeboten, Nachrichten-Dienstleistungen und Zahlungsverkehr-Dienstleistungen. Die Beratungserlöse werden vorwiegend aus der Implementierung unserer Cloud- und Softwareprodukte erzielt. Unsere Premiumangebote bieten Kunden maßgeschneiderte, hochwertige Support-Dienstleistungen. Nachrichten-Dienstleistungen umfassen die Übermittlung von Textnachrichten von einem Mobilfunkanbieter zu einem anderen. Zahlungsverkehr-Dienstleistungen werden hauptsächlich in Verbindung mit unseren Reisekostenmanagement-Lösungen erbracht.

Die Serviceerlöse stiegen von 3.579 Mio. € im Jahr 2015 auf 3.638 Mio. € im Jahr 2016, was einem Anstieg um 59 Mio. € oder 2 % entspricht. Dieser Zuwachs beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 3 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 %.

Eine stabile Auftragslage bei Dienstleistungsprojekten führte zu einem Anstieg der Beratungs- und Premium-Services-Erlöse von 2.856 Mio. € im Jahr 2015 auf 2.883 Mio. € im Jahr 2016, was einem Anstieg von 26 Mio. € oder 1 % entspricht. Diese Zunahme beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 2 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 %. Damit belief sich der Anteil der Beratungs- und Premium-Services-Erlöse an den gesamten Serviceerlösen auf 79 % (2015: 80 %). Der Anteil der Beratungs- und Premium-Services-Erlöse an den Umsatzerlösen betrug 13 % im Jahr 2016 (2015: 14 %).

Die sonstigen Serviceerlöse beliefen sich auf 756 Mio. € im Jahr 2016, was einem Anstieg um 33 Mio. € oder 5 % entspricht (2015: 723 Mio. €). Dies entspricht einem Mengen- und Preiswachstum von 6 % und einem Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 %.

Umsatzerlöse nach Regionen und Branchen

Umsatzerlöse nach Regionen

Region EMEA

Im Jahr 2016 entfielen mit 9.755 Mio. € (2015: 9.181 Mio. €) 44 % (2015: 44 %) unserer Umsatzerlöse auf die Region EMEA. Dies entspricht einem Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr um 6 %. Die Umsatzerlöse in Deutschland stiegen um 9 % auf 3.034 Mio. € (2015: 2.771 Mio. €). Der auf Deutschland entfallende Anteil an unseren Umsatzerlösen in der Region EMEA betrug 31 % (2015: 30 %). Die restlichen Erlöse der Region EMEA stammten in erster Linie aus Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden und Italien. Die Cloud- und Softwareerlöse der Region EMEA beliefen sich auf 8.193 Mio. € (2015: 7.622 Mio. €). Der Anteil der Cloud- und Softwareerlöse an den Umsatzerlösen betrug 84 % gegenüber 83 % im Jahr 2015.

Die Cloud-Subskriptionserlöse stiegen um 39 % auf 703 Mio. € im Jahr 2016 (2015: 507 Mio. €). Dieser Anstieg beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 41 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 3 %. Die Software- und Supporterlöse stiegen um 5 % auf 7.489 Mio. € im Jahr 2016 (2015: 7.115 Mio. €). Dieser Anstieg beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 7 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 2 %.

Region Amerika

2016 entfielen 40 % (2015: 41 %) unserer Umsatzerlöse auf die Region Amerika. Die Umsatzerlöse in der Region Amerika stiegen um 6 % auf 8.931 Mio. €, die in den USA erzielten Umsatzerlöse erhöhten sich um 6 % auf 7.167 Mio. €. Dieses Wachstum beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 6 % und einen Währungseffekt von 0 %. Der auf die USA entfallende Anteil an den Umsatzerlösen in der Region Amerika betrug 80 % (2015: 80 %). In den übrigen Ländern der Region Amerika stiegen die Umsatzerlöse um 5 % auf 1.763 Mio. €. Dieser Anstieg beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 7 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 2 %. Die Umsatzerlöse in den übrigen Ländern der Region Amerika wurden größtenteils in Mexiko, Brasilien und Kanada generiert. Die Cloud- und Softwareerlöse der Region Amerika beliefen sich auf 7.366 Mio. € (2015: 6.929 Mio. €). Damit beträgt die Summe der Cloud- und Softwareerlöse an den Umsatzerlösen 82 % (2015: 82 %).

Die Cloud-Subskriptionserlöse stiegen um 27 % auf 2.000 Mio. € im Jahr 2016 (2015: 1.579 Mio. €), die Währungseffekte beliefen sich auf 0 %. Die Software- und Supporterlöse blieben mit 5.366 Mio. € im Jahr 2016 nahezu unverändert zum Vorjahr (2015: 5.350 Mio. €).

Region APJ

2016 entfielen 15 % (2015: 15 %) unserer Umsatzerlöse auf die Region APJ. Die Umsatzerlöse in der Region APJ stiegen um 6 % auf 3.377 Mio. €. In Japan stiegen unsere Umsatzerlöse um 24 % auf 825 Mio. €. Der auf Japan entfallende Anteil an den Umsatzerlösen in der Region APJ betrug 24 % (2015: 21 %). Der Umsatzzuwachs in Japan beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 10 %, die Währungseffekte beliefen sich auf 13 %. In den übrigen Ländern der Region APJ nahmen die Umsatzerlöse um 1 % zu. Die Umsatzerlöse in den übrigen Ländern der Region APJ wurden hauptsächlich in Australien, Indien und China erzielt. Die Cloud- und Softwareerlöse der Region APJ beliefen sich auf 2.865 Mio. € (2015: 2.663 Mio. €). Der Anteil der Cloud- und Softwareerlöse an den Umsatzerlösen beträgt 85 % (2015: 84 %).

Die Cloud-Subskriptionserlöse stiegen um 45 % auf 290 Mio. € im Jahr 2016 (2015: 200 Mio. €). Dieser Anstieg beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 43 % und einen Anstieg aus Währungsveränderungen von 1 %. Die Software- und Supporterlöse stiegen um 5 % auf 2.575 Mio. € im Jahr 2016 (2015: 2.463 Mio. €). Dieser Anstieg beinhaltet ein Mengen- und Preiswachstum von 3 % und einen Anstieg aus Währungsveränderungen von 1 %.

Umsatzerlöse nach Branchen

Die Zuteilung unserer Kunden zu einer unserer Branchengruppen erfolgt bei der ersten vertraglichen Vereinbarung. Die Erlöse, die wir anschließend aus Geschäften mit einem bestimmten Kunden erzielen, ordnen wir der betreffenden Gruppe zu.

In den folgenden Sektoren erzielten wir ein überdurchschnittliches Wachstum, gemessen an der Veränderung der Umsatzerlöse im Jahr 2016: Handel und Konsumgüter (5.520 Mio. € mit einem Wachstum von 12 %), Dienstleistungen (3.632 Mio. € mit einem Wachstum von 10 %) und Fertigungsindustrie (3.880 Mio. € mit einem Wachstum von 6 %). Die Ergebnisse der anderen Sektoren waren wie folgt: Finanzdienstleistungen (1.928 Mio. € mit einem Wachstum von 3 %), Energie und natürliche Ressourcen (4.966 Mio. € mit einem Wachstum von 3 %) und Öffentlicher Sektor (2.137 Mio. € mit einem Rückgang von 2 %).

Betriebsergebnis und operative Marge

2016 erzielte die SAP Rekordumsätze und investierte weiterhin in Innovationen und ihr Cloud-Geschäft. Bedingt durch das starke Umsatzwachstum in Verbindung mit geringeren Restrukturierungskosten verbesserte sich unser Betriebsergebnis um 21 % auf 5.135 Mio. € (2015: 4.252 Mio. €).

Die operativen Aufwendungen stiegen 2016 auf 16.928 Mio. € (2015: 16.541 Mio. €), was einer Erhöhung um 387 Mio. € beziehungsweise um 2 % entspricht. Dieser Kostenanstieg ist im Wesentlichen auf fortgeführte Investitionen in den Vertrieb und umsatz- und investitionsbedingt steigende Cloud-Subskriptions- und -Supportkosten zurückzuführen.

Die erzielten Rekordumsätze und deutlich geringere Restrukturierungskosten wirkten sich positiv auf das Betriebsergebnis aus. Fortgeführte Investitionen in die Cloud-Infrastruktur, die weltweiten Vertriebsaktivitäten sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung beeinflussten im Gesamtjahr 2016 unser Betriebsergebnis. Ferner stiegen durch das höhere Ergebnis und den im Jahr 2016 gestiegenen Aktienkurs neben den Bonuszahlungen an die Mitarbeiter auch die Kosten für anteilsbasierte Vergütungen. Die Zahl der Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte) stieg im Gesamtjahresvergleich um 7.197.

Die gestiegenen operativen Aufwendungen stellen überwiegend Investitionen in die Zukunft dar und konnten durch das Umsatzwachstum kompensiert werden.

Aufgrund der angeführten Effekte auf das Betriebsergebnis stieg die operative Marge im Jahr 2016 um 2,8 Prozentpunkte auf 23,3 % (2015: 20,5 %).

Die einzelnen Komponenten der Umsatzkosten entwickelten sich wie folgt:

Cloud- und Softwarekosten

Die Cloud- und Softwarekosten umfassen hauptsächlich Aufwendungen für Kundensupport, Kosten für die Entwicklung individueller Kundenlösungen, die den spezifischen geschäftlichen Anforderungen der Kunden Rechnung tragen, Kosten für die Bereitstellung und den Betrieb von Cloud-Anwendungen, Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie an Dritte gezahlte Lizenzgebühren und Provisionen für Datenbanken und andere komplementäre Produkte externer Anbieter, die wir an unsere Kunden weiterlizenzieren.

Die Cloud- und Softwarekosten stiegen 2016 um 5 % auf 3.495 Mio. € (2015: 3.313 Mio. €).

Wesentliche Kostenfaktoren waren der durch die anhaltend hohe Kundennachfrage notwendige Ausbau des Cloud-Geschäfts und der damit verbundene Anstieg der Kosten für die Bereitstellung und den Betrieb unserer Cloud-Anwendungen um weitere 291 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Diese Investitionen trugen positiv zur Entwicklung der entsprechenden Umsätze bei. Unsere Marge für Cloud-Subskriptionen und -Support stieg um 0,8 Prozentpunkte auf 56,1 % (2015: 55,3 %). Dieser Margenanstieg ist vor allem auf stark wachsende Umsätze zurückzuführen. Die Investitionen in unser Cloud-Geschäft wurden durch den deutlichen Anstieg der Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse kompensiert.

Bei leicht ansteigenden Softwarelizenz- und Supportumsätzen konnten die Software- und Supportkosten gleichzeitig durch Einsparungen beim Kundensupport, bei individuellen Kundenlösungen und bei den Lizenzgebühren um insgesamt 109 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden.

Die Bruttomarge des Cloud- und Softwaregeschäfts, also das Verhältnis des Cloud- und Softwareergebnisses zu den Cloud- und Softwareerlösen, stieg im Jahr 2016 auf 81,0 % (2015: 80,8 %). Diese Veränderung beruht vor allem auf der verbesserten Softwarelizenz- und -supportmarge. Diese stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 85,9 % (2015: 84,7 %).

Servicekosten

Die Servicekosten setzen sich in erster Linie aus Personalaufwendungen für Beratungs-, Premium-Services- und Schulungspersonal sowie aus Aufwendungen für zugekaufte Beratungs- und Schulungsdienstleistungen zusammen.

Ab dem zweiten Quartal 2016 nahm SAP in der Gewinn- und Verlustrechnung eine Änderung bei der Klassifizierung bestimmter Vertriebs- und Marketingkosten vor, die im Zusammenhang mit unseren Serviceangeboten anfallen. Weitere Informationen finden Sie unter Textziffer (3b) im Anhang zum Konzernabschluss.

Wir konnten unsere Serviceerlöse im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 2 % auf 3.638 Mio. € steigern (2015: 3.579 Mio. €). Dennoch wird unser Servicegeschäft weiterhin stark durch die Umstellung vom traditionellen Softwaregeschäft mit Lizenz- und Beratungserlösen hin zu Cloud-Lösungen und Erlösen auf Subskriptionsbasis beeinflusst. Außerdem investieren wir weiter in unsere SAP-ONE-Service-Organisation und in Co-Innovationsprojekte mit unseren Kunden. Dadurch stiegen auch die Servicekosten um 5 % auf 3.089 Mio. € gegenüber 2.932 Mio. € im Jahr 2015. Die Bruttomarge des Servicegeschäfts, also das Verhältnis des Ergebnisses aus den Services zu den Serviceerlösen, sank auf 15,1 % (2015: 18,1 %).

Forschung und Entwicklung

Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) umfassen vorwiegend Personalaufwendungen für unsere F&E-Mitarbeiter, Kosten für unabhängige Dienstleister, die wir zur Unterstützung unserer F&E-Aktivitäten beauftragt haben, und Abschreibungen für im Rahmen unserer F&E-Aktivitäten genutzte Computerhardware und -software.

Durch zunehmende Personalaufwendungen aufgrund einer zum Jahresende um 12 % gestiegenen Mitarbeiterzahl im F&E- Bereich erhöhten sich die F&E-Kosten im Jahr 2016 um 7 % auf 3.044 Mio. € gegenüber 2.845 Mio. € im Jahr 2015. Damit wuchs die F&E-Quote, also der Anteil der F&E-Kosten an den Umsatzerlösen, im Gesamtjahr 2016 auf 13,8 % (2015: 13,7 %). Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Produkte, Forschung und Entwicklung und Services.

Vertriebs- und Marketingkosten

Die Vertriebs- und Marketingkosten bestehen hauptsächlich aus Personalaufwendungen und den Kosten des Direktvertriebs sowie der Vermarktung unserer Produkte und Dienstleistungen.

Die Vertriebs- und Marketingkosten stiegen von 5.782 Mio. € im Jahr 2015 um 8 % auf 6.265 Mio. € im Jahr 2016. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf erhöhte Personalkosten durch den Ausbau der weltweiten Vertriebsmannschaft und durch gestiegene Bonuszahlungen aufgrund des starken Umsatzwachstums zurückzuführen. Das Verhältnis der Vertriebs- und Marketingkosten zu den Umsatzerlösen stieg mit 28,4 % im Jahr 2016 im Vorjahresvergleich (2015: 27,8 %) um 0,6 Prozentpunkte.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten in erster Linie Personalaufwendungen zur Unterstützung unserer Finanz- und Verwaltungsfunktionen.

Unsere allgemeinen Verwaltungskosten sanken von 1.048 Mio. € im Jahr 2015 auf 1.005 Mio. € im Jahr 2016, was einem Rückgang von 4 % entspricht. Diese rückläufige Kostenentwicklung ist hauptsächlich auf ein konsequentes Kostenmanagement zurückzuführen. Dadurch sank das Verhältnis der allgemeinen Verwaltungskosten zu den Umsatzerlösen im Jahr 2016 auf 4,6 % (2015: 5,0 %).

Segment­informa­tionen

Im Geschäftsjahr 2016 hatte die SAP zwei Berichtssegmente: „Anwendungen, Technologie & Services“ und „SAP-Geschäftsnetzwerke“.

Weitere Informationen zu unserer Segmentberichterstattung finden Sie unter Textziffer (28) im Anhang zum Konzernabschluss und im Abschnitt Steuerungssystem.

 

Segment Anwendungen, Technologie & Services

Mio. €, falls nicht anders bezeichnet
(Non-IFRS)
  2016   2015   ∆ in %   ∆ in % (währungs-
bereinigt)
Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse   1.353   932   45   47
Cloud-Subskriptions- und -Supportmarge (in %)   51   52   −2 Pp   −1 Pp
Segmenterlöse   19.920   18.963   5   6
Bruttomarge (in %)   74   74   −0 Pp   −0 Pp
Segmentergebnis   8.031   7.723   4   4
Segmentmarge (in %)   40   41   −0 Pp   −1 Pp

Die Erlöse im Segment Anwendungen, Technologie & Services stiegen im Jahr 2016 vor allem durch den Anstieg der Softwaresupporterlöse, die um 5 % (währungsbereinigt 6 %) auf 10.464 Mio. € gewachsen sind. Durch die kontinuierlich steigende Nachfrage nach unseren Angeboten in den Bereichen Personalmanagement, Customer Engagement and Commerce (Kundenbindung und Online-Handel) und SAP HANA Enterprise Cloud konnte der Cloud-Subskriptions- und -Supportumsatz im Segment Anwendungen, Technologie & Services um 45 % (währungsbereinigt 47 %) auf 1.353 Mio. € ansteigen.

Zusammen mit dem Anstieg der Softwaresupporterlöse erhöhte sich der Umsatzanteil besser vorhersehbarer Umsatzströme im Segment von 58 % im Jahr 2015 auf 59 % im Jahr 2016, währungsbereinigt um 2 Prozentpunkte. Die Softwarelizenzen, die den Umsatzerlösen im Produktsegment zuzurechnen sind, konnten währungsbereinigt um 1 % auf 4.814 Mio. € (2015: 4.770 Mio. €) erhöht werden.

Die umsatzbezogenen Kosten sind im gleichen Zeitraum um 7 % (währungsbereinigt 8 %) auf 5.279 Mio. € (2015: 4.954 Mio. €) angestiegen. Dieser Kostenanstieg steht in erster Linie im Zusammenhang mit dem Ausbau unserer Cloud-Infrastruktur sowie mit Kosten für die Bereitstellung und den Betrieb der Cloud-Anwendungen. Dazu gehören vermehrte Investitionen sowie damit verbundene gestiegene Personalaufwendungen, um den Ausbau der Cloud-Angebote zu unterstützen.

 

Segment SAP-Geschäftsnetzwerke

Mio. €, falls nicht anders bezeichnet
(Non-IFRS)
  2016   2015   ∆ in %   ∆ in % (währungs-
bereinigt)
Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse   1.595   1.337   19   19
Cloud-Subskriptions- und -Supportmarge (in %)   76   75   1 Pp   1 Pp
Segmenterlöse   1.925   1.616   19   19
Bruttomarge (in %)   67   68   −1 Pp   −1 Pp
Segmentergebnis   338   317   7   0
Segmentmarge (in %)   18   20   −2 Pp   −3 Pp

Die umsatzbezogenen Kosten im Segment sind 2016 um 21 % (währungsbereinigt 22 %) auf 631 Mio. € (2015: 520 Mio. €) angestiegen. Das Segment SAP-Geschäftsnetzwerke erzielte ein Bruttoergebnis von 1.295 Mio. € im Jahr 2016 (2015: 1.095 Mio. €), was einem Anstieg von 18 % (währungsbereinigt 17 %) entspricht.

Finanzergebnis, netto

Das Finanzergebnis, netto, hat sich auf –38 Mio. € (2015: –5 Mio. €) verändert. Die Finanzierungserträge beliefen sich auf 230 Mio. € (2015: 241 Mio. €), während die Finanzierungsaufwendungen 268 Mio. € (2015: 246 Mio. €) betrugen.

Die Finanzierungserträge enthalten vorwiegend Erträge aus Abgängen von Unternehmensbeteiligungen in Höhe von 164 Mio. € (2015: 176 Mio. €), Zinserträge aus Ausleihungen, Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und kurzfristigen Anlagen) in Höhe von 40 Mio. € (2015: 41 Mio. €) sowie Erträge aus Derivaten in Höhe von 29 Mio. € (2015: 30 Mio. €).

Die Finanzierungsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten in Höhe von 108 Mio. € (2015: 135 Mio. €) sowie negative Effekte aus Derivaten in Höhe von 114 Mio. € (2015: 72 Mio. €). Der Rückgang der Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr ist vorwiegend auf eine niedrigere Durchschnittsverschuldung zurückzuführen. Weitere Informationen zu den Finanzierungsinstrumenten finden Sie unter Textziffer (17b) im Anhang zum Konzernabschluss.

Ertragsteuern

Die effektive Steuerquote lag im Jahr 2016 mit 25,3 % über dem Vorjahreswert von 23,4 %. Die Erhöhung der effektiven Steuerquote gegenüber 2016 resultierte im Wesentlichen aus Änderungen bei den Steuern für Vorjahre und der Erhöhung des Gewinns vor Steuern. Weitere Informationen zu den Ertragsteuern finden Sie unter Textziffer (10) im Anhang zum Konzernabschluss.

Gewinn nach Steuern und Ergebnis je Aktie

Der Gewinn nach Steuern stieg 2016 gegenüber dem Vorjahr auf 3.634 Mio. € (2015: 3.056 Mio. €).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg gegenüber dem Vorjahreswert auf 3,04 € (2015: 2,56 €). Die Anzahl der ausstehenden Aktien stieg 2016 auf 1.198 Millionen (2015: 1.197 Millionen).

Dividende

Wir sind der Ansicht, dass unsere Aktionäre angemessen am Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 beteiligt werden sollen. Die Dividendenausschüttungen in den letzten Jahren entsprachen immer mehr als 35 % des jeweiligen Konzerngewinns nach Steuern. Dies wollen wir beibehalten und auch künftig über 35 % des Konzerngewinns nach Steuern ausschütten.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine im Vergleich zum Vorjahr um 9 % höhere Dividende von 1,25 € (2015: 1,15 €) an die Aktionäre zu zahlen. Die auf diesem Vorschlag basierende Ausschüttungsquote, also das Verhältnis zwischen Ausschüttungssumme und Konzernergebnis, beträgt 41 % des Konzernergebnisses (2015: 45 %).

Wird dieser Dividendenvorschlag angenommen, so beträgt die rechnerische Gesamtausschüttung an die Aktionäre unter Berücksichtigung des Bestands an eigenen Aktien zum Jahresende 2016 1.498 Mio. €. Die tatsächliche Gesamtausschüttung kann jedoch von diesem Betrag abweichen, da sich der Bestand an eigenen Aktien bis zum Tag der Hauptversammlung noch ändern kann. Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine Dividendensumme von 1.378 Mio. € aus dem Gewinn nach Steuern des Jahres 2015 ausgeschüttet. Wir haben in den Jahren 2016 und 2015 keine Aktienrückkäufe durchgeführt.

Entwicklung der Finanzlage (IFRS)

Überblick

Globales Finanzmanagement

Wir verfügen über ein zentrales Finanzmanagement für die globale Liquiditätssteuerung sowie für das Zins- und Währungsmanagement. Wichtigstes Ziel des Finanzmanagements ist es, eine Konzernmindestliquidität sicherzustellen, um jederzeit Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Hierzu nehmen die meisten Konzerngesellschaften an einem zentralen Cash Management teil. Die liquiden Mittel werden konzernweit zusammengefasst, überwacht und nach einheitlichen Grundsätzen investiert. Mit einem hohen Bestand an liquiden Mitteln verbessern wir unsere Flexibilität, Sicherheit und Unabhängigkeit. Über weitere verschiedene Kreditlinien können wir im Bedarfsfall zusätzliche Liquiditätspotenziale nutzen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Kreditlinien.

Unsere Kredit-, Liquiditäts-, Zins-, Aktienkurs- sowie Wechselkursrisiken steuern wir auf konzernweiter Basis. Ausgewählte Derivate werden ausschließlich zur Sicherung dieser Risiken eingesetzt, nicht aber für Spekulationszwecke, das heißt ohne entsprechend zugrunde liegende Grundgeschäfte schließen wir kein Derivat ab. Vorschriften für den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten sowie weitere Regelungen und Prozesse im Bereich des Finanzrisikomanagements haben wir in einer weltweit für alle Konzerngesellschaften gültigen Treasury-Richtlinie zusammengefasst. Weitere Informationen über das Management der einzelnen finanziellen Risiken oder den Umfang dieser Risiken finden Sie unter Textziffer (24) bis (26) im Anhang zum Konzernabschluss.

Liquiditätsmanagement

Unsere primäre Liquiditätsquelle zum Aufbau von Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Wertpapieren und sonstigen Geldanlagen ist unsere laufende Geschäftstätigkeit. In den vergangenen Jahren haben wir unsere Zahlungsmittel primär für unsere Geschäftsaktivitäten und den aus unserem Wachstum resultierenden Investitionsbedarf, für die schnelle Rückzahlung von Finanzschulden, den Erwerb von Unternehmen, die Zahlung von Dividenden und den Rückkauf von SAP-Aktien auf dem freien Markt eingesetzt. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Geldanlagen wurden zum 31. Dezember 2016 vorwiegend in Euro und US-Dollar gehalten. Wir investieren grundsätzlich nur in Finanzanlagen von Emittenten oder Fonds mit einem Mindestrating von „BBB“ und verfolgen eine vorsichtige Anlagepolitik, die durch eine breite Streuung der Anlagen auf unterschiedliche Kontrahenten, Anlagen mit überwiegend kurzfristiger Laufzeit und Standardanlageinstrumente gekennzeichnet ist. Finanzanlagen bei Emittenten mit Rating unterhalb „BBB“ waren im Jahr 2016 unwesentlich.

Wir gehen davon aus, dass unser Liquiditätsbestand in Verbindung mit unseren Finanzreserven in Form verschiedener ungenutzter Kreditlinien zur Deckung des operativen Kapitalbedarfs ausreicht und – zusammen mit den erwarteten Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit – Schuldentilgungen und unsere geplanten kurz- und mittelfristigen Investitionen abdeckt. Zum anderen können Finanzierungsmaßnahmen aus einem zusätzlichen Kapitalbedarf resultieren, der nicht durch den Free Cashflow gedeckt werden kann, etwa bei größeren Akquisitionen.

Zur Erweiterung unserer Geschäftstätigkeit haben wir in der Vergangenheit sowohl Unternehmen als auch Produkte und Technologien zugekauft. Abhängig von unserer künftigen Finanzlage und den künftigen Marktbedingungen werden wir möglicherweise zusätzliche Finanzierungsinstrumente zur Finanzierung von Akquisitionen, Aufrechterhaltung unserer finanziellen Flexibilität und Beschränkung des Rückzahlungsrisikos emittieren. Wir beobachten deshalb kontinuierlich die auf den Kapitalmärkten verfügbaren Finanzierungsoptionen und Trends für die Verfügbarkeit von Geldmitteln sowie die Kosten der jeweiligen Finanzierung. Unser konstant starker Free Cashflow der letzten Jahre ermöglichte es uns, zusätzliche Verschuldung innerhalb kurzer Zeiträume zurückzuzahlen. Weitere Informationen über die Finanzschulden finden Sie im Abschnitt Entwicklung des Cashflows und der Liquiditätslage.

Management der Kapitalstruktur

Beim Management der Kapitalstruktur ist das vorrangige Ziel die Erhaltung eines starken Finanzprofils. In diesem Zusammenhang legen wir den Schwerpunkt auf das Eigenkapital, um das Vertrauen von Investoren, Kreditgebern und Kunden zu stärken und eine positive Geschäftsentwicklung sicherzustellen. Wir konzentrieren uns auf eine Kapitalstruktur, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten.

Weitere Informationen über die Kapitalstruktur und deren Analyse finden Sie im Abschnitt Bilanzstruktur und unterTextziffer (21) im Anhang zum Konzernabschluss.

Die SAP SE verfügt über ein langfristiges Rating von „A2“ von Moody’s mit stabilem Ausblick und „A“ (Standard & Poor’s) mit positivem Ausblick. Standards & Poor’s hat am 12. August 2016 den Ausblick von stabil auf positiv angehoben.

Generell wollen wir weiterhin in der Lage sein, durch die Ausschüttung jährlicher Dividenden von insgesamt mehr als 35 % unseres Gewinns nach Steuern sowie zukünftige Aktienrückkäufe Liquidität an unsere Aktionäre zurückzugeben. Im Fall ausbleibender großer Akquisitionen wird unser starker operativer Cashflow in den nächsten sechs bis zwölf Monaten dazu führen, dass wir überschüssige Liquidität generieren. Auf Basis des sich ergebenden Akquisitionsvolumens und der tatsächlichen Liquiditätsentwicklung würden wir einen potenziellen Aktienrückkauf in der zweiten Jahreshälfte 2017 in Betracht ziehen.

Kreditlinien

Über verschiedene Kreditlinien stehen uns im Bedarfsfall weitere Kapitalquellen zur Verfügung.

Wir verfügen über eine zugesagte revolvierende Kreditlinie über 2,0 Mrd. €, die im November 2020 ausläuft. Die Kreditlinie kann für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt werden. Eine mögliche zukünftige Inanspruchnahme ist nicht an finanzielle Auflagen gebunden. Wir haben die Kreditlinie bisher nicht genutzt und beabsichtigen dies zurzeit auch nicht.

Daneben verfügte die SAP SE zum 31. Dezember 2016 über weitere Kreditlinien in Höhe von insgesamt 474 Mio. €. Mehrere unserer ausländischen Tochterunternehmen verfügen über Kreditlinien, die es ihnen ermöglichen, Kredite zum aktuellen Marktzinssatz aufzunehmen. Zum 31. Dezember 2016 standen über diese Vereinbarungen 25 Mio. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2016 war die Inanspruchnahme dieser Kreditlinien durch unsere ausländischen Tochterunternehmen unwesentlich.

Finanzschulden

Die Finanzschulden zum 31. Dezember 2016 enthielten Beträge in Euro (6.150 Mio. €) und US-Dollar (1.660 Mio. €). Zum 31. Dezember 2016 waren unsere Finanzschulden zu etwa 58 % variabel verzinslich, die teilweise durch Zinsswaps von festverzinslichen in variabel verzinsliche Finanzschulden umgewandelt worden waren.

Im August 2016 begaben wir eine Euroanleihe über 400 Mio. € mit einer Laufzeit von zwei Jahren und einer variablen Verzinsung (3-Monats-EURIBOR zuzüglich 0,30 %).

Im Hinblick auf die Finanzierungstätigkeiten im Jahr 2017 beabsichtigen wir zwei Tranchen der Euroanleihen über 1.000 Mio. € und zwei Tranchen der US-Privatplatzierungen in Höhe von 442,5 Mio. US$ bei Fälligkeit zurückzuzahlen.

Weitere Informationen zu unseren Finanzschulden finden Sie unter Textziffer (17) im Anhang zum Konzernabschluss.

Entwicklung des Cashflows und der Liquiditätslage

Konzernliquidität

Mio. €   2016   2015  
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   3.702   3.411   291
Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Geldanlagen   971   148   823
Konzernliquidität   4.673   3.559   1.114
Kurzfristige Finanzschulden   −1.435   −567   −868
Nettoliquidität ersten Grades   3.238   2.992   246
Langfristige Finanzschulden   −6.390   −8.607   2.217
Nettoliquidität zweiten Grades   −3.153   −5.615   2.462

Die Konzernliquidität umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (zum Beispiel Bankeinlagen, Geldmarktfonds oder Festgelder mit einer ursprünglichen Fälligkeit von maximal drei Monaten) sowie kurzfristige Anlagen (zum Beispiel Anlagen mit einer Ursprungslaufzeit von mehr als drei Monaten und einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten der Bilanz enthalten sind), wie in unserem IFRS-Konzernabschluss angegeben. Als Nettoliquidität bezeichnen wir die Konzernliquidität abzüglich Finanzschulden (wie oben definiert).

Die Konzernliquidität zum 31. Dezember 2016 setzt sich vorwiegend aus Beträgen in Euro und US-Dollar zusammen.

Der Anstieg der Konzernliquidität gegenüber 2015 ist hauptsächlich auf Mittelzuflüsse aus unserem operativen Geschäft zurückzuführen. Kompensiert wurden diese durch Mittelabflüsse für Dividendenzahlungen sowie die Rückzahlung von Fremdkapital.

Weitere Informationen zum Effekt der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristigen Anlagen und finanziellen Verbindlichkeiten auf unsere Gewinn- und Verlustrechnung finden Sie in der Analyse unseres Finanzergebnisses, netto, im Abschnitt Entwicklung der Ertragslage (IFRS).

Analyse der Konzern­kapital­fluss­rechnung

 

Analyse der Konzern­kapital­fluss­rechnung

Mio. €   2016   2015   ∆ in %
Cashflows aus betrieblichen Tätigkeiten   4.628   3.638   27
Cashflows aus Investitionstätigkeiten   −1.799   −334   >100
Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten   −2.705   −3.356   −19

Der Mittelzufluss aus betrieblichen Tätigkeiten erhöhte sich 2016 um 990 Mio. € auf 4.628 Mio. € (2015: 3.638 Mio. €). Dies ist insbesondere auf unser Umsatzwachstum, die höhere Profitabilität und geringere Zahlungen an die Mitarbeiter im Zusammenhang mit den Restrukturierungen von 161 Mio. € (2015: 476 Mio. €) zurückzuführen.

Die Außenstandsdauer der Forderungen (Days Sales Outstanding, DSO) – definiert als durchschnittliche Anzahl der Tage von der Rechnungsstellung bis zum Eingang der Kundenzahlung – stieg im Jahr 2016 mit 74 Tagen um drei Tage gegenüber 2015 (71 Tage) an.

Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich im Jahr 2016 auf 1.799 Mio. € gegenüber 334 Mio. € im Vorjahr, da die Einzahlungen aus der Veräußerung von Eigenkapital- und Schuldinstrumenten anderer Unternehmen von 1.880 Mio. € im Jahr 2015 auf 793 Mio. € im Jahr 2016 zurückgingen. Die Mittelabflüsse aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stieg um 365 Mio. € auf 1.001 Mio. € im Jahr 2016. Weitere Informationen zu laufenden und geplanten Sachinvestitionen finden Sie in den Abschnitten Entwicklung der Vermögenslage sowie Investitionsziele.

Im Jahr 2016 kam es zu Mittelabflüssen aus der Finanzierungstätigkeit von 2.705 Mio. € gegenüber 3.356 Mio. € im Vorjahr. Die Mittelabflüsse im Jahr 2016 waren auf die Rückzahlung eines Bankdarlehens von 1.250 Mio. € zurückzuführen, das zur Finanzierung des Erwerbs von Concur aufgenommen worden war. Die Rückzahlung haben wir zum Teil durch die Begebung einer Euroanleihe von 400 Mio. € refinanziert. Wir haben weiterhin US-Privatplatzierungen von 600 Mio. US$ zurückgezahlt. Die Mittelabflüsse im Jahr 2015 waren im Wesentlichen auf die Rückzahlung eines Bankdarlehens im Zusammenhang mit der Akquisition von Concur von 1.270 Mio. €, Euroanleihen von 550 Mio. € und Privatplatzierungen von 300 Mio. US$ zurückzuführen. Wir haben einen weiteren Teil des Bankdarlehens durch die Emission einer Euroanleihe über drei Tranchen von 1.750 Mio. € refinanziert.

Die im Jahr 2016 geleistete Dividendenzahlung in Höhe von 1.378 Mio. € ist gegenüber dem Vorjahr (1.316 Mio. €) gestiegen, was auf die Erhöhung der Dividende von 1,10 € auf 1,15 € je Aktie gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen ist.

Entwicklung der Vermögenslage (IFRS)

Bilanzstruktur

Unsere Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf 44.277 Mio. € erhöht.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind 2016 von 9.739 Mio. € um 19 % auf 11.564 Mio. € gestiegen. Einerseits ist dies überwiegend durch eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen auf 5.924 Mio. € (2015: 5.274 Mio. €) bedingt und resultiert im Wesentlichen aus einem guten Geschäftsverlauf im letzten Quartal 2016. Andererseits ist der Anstieg auf zusätzliche Investitionen in finanzielle Vermögenswerte (2016: 1.124 Mio. €; 2015: 351 Mio. €) zurückzuführen.

Die langfristigen Vermögenswerte sind mit 32.713 Mio. € im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr (31.651 Mio. €) um 3 % gestiegen. Diese Veränderung resultierte im Wesentlichen aus wechselkursbedingten Umrechnungen.

Die kurzfristigen Schulden sind mit 9.674 Mio. € im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr (7.867 Mio. €) um 23 % gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die Umgliederung von langfristigen in kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten zurückzuführen, um das geänderte Fälligkeitsprofil abzubilden.

Die langfristigen Schulden haben sich 2016 um 2.023 Mio. € auf 8.205 Mio. € vermindert (2015: 10.228 Mio. €), was (neben der zuvor angesprochenen Umgliederung der finanziellen Verbindlichkeiten) im Wesentlichen auf die Rückzahlung eines bestehenden Bankdarlehens zurückzuführen ist.

Ausführliche Informationen zu den 2016 durchgeführten Finanzierungsaktionen finden Sie im Abschnitt Entwicklung der Finanzlage (IFRS).

Damit hat sich die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, auf 60 % (Vorjahr: 56 %) verbessert.

Wichtige laufende Sachinvestitionen und Veräußerungen

Im Jahr 2016 haben wir verschiedene Baumaßnahmen fortgeführt und an verschiedenen Orten mit Baumaßnahmen begonnen. Auch 2017 ist der weitere Ausbau unserer Rechenzentren ein wichtiger Aspekt unserer geplanten Investitionstätigkeit. Mit der Erweiterung unserer Büroflächen wollen wir künftiges Wachstum ermöglichen. Wir planen, alle Projekte aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Zu unseren wichtigsten Projekten gehören die folgenden:

 

Bauprojekte

Mio. €
Land   Stadt   Kurzbeschreibung   Geschätzte Gesamtkosten   Angefallene Kosten bis 31.12.2016   Geschätzte
Fertigstellung
Deutschland   Walldorf   Neues Bürogebäude für circa 700 Mitarbeiter   71   8   Oktober 2018
Deutschland   Walldorf   Neues Rechenzentrum   65   9   März 2018
Indien   Bangalore   Neues Bürogebäude für circa 2.500 Mitarbeiter   60   23   Juli 2017
Israel   Ra'anana   Neues Bürogebäude für circa 800 Mitarbeiter   63   48   April 2017
USA   New York City   Mietereinbauten in Büroräumen sowie Zusammenlegung von Büros für circa 450 Mitarbeiter   52   33   März 2017
USA   Colorado Springs, CO   Neues Rechenzentrum   122   21   Januar 2018

Weitere Informationen zu geplanten Sachinvestitionen finden Sie im Abschnitt Investitionsziele. Wesentliche Veräußerungen hat es im Berichtsjahr nicht gegeben.

Nicht bilanzierte Vermögenswerte

Nicht bilanzierte (immaterielle) Vermögenswerte bilden die Grundlage für unseren gegenwärtigen und zukünftigen Erfolg. In welchem Ausmaß dies der Fall ist, verdeutlicht ein Vergleich zwischen der Marktkapitalisierung der SAP SE (auf Basis aller ausgegebenen Aktien), die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 101,7 Mrd. € (2015: 90,1 Mrd. €) betrug, und dem bilanziellen Buchwert unseres Eigenkapitals in Höhe von 26,4 Mrd. € (2015: 23,3 Mrd. €). Damit beträgt der Marktwert unseres Eigenkapitals fast das Vierfache des Buchwertes. Diese Differenz ist insbesondere durch bestimmte intern generierte immaterielle Vermögenswerte zu erklären, die wir nach geltenden Rechnungslegungsvorschriften nicht oder nicht mit ihren Zeitwerten bilanzieren dürfen. Hierzu gehören beispielsweise unser Kundenkapital (SAP-eigener Kundenstamm und SAP-eigene Kundenbeziehungen), unsere Mitarbeiter und ihr Know-how, unser Partnernetzwerk, unsere selbst entwickelte Software, die Innovationsfähigkeit des Unternehmens, die von der SAP selbst aufgebauten Marken, allen voran die Marke SAP; sowie unsere Unternehmensorganisation.

Gemessen am Börsenwert, basierend auf der Anzahl ausgegebener Aktien, war die SAP am 31. Dezember 2016 das wertvollste Unternehmen in Deutschland.

Die Marke SAP hat nach einer Studie von Interbrand in der Rangliste der weltweit wertvollsten Marken (Top 100 Best Global Brands) im Jahr 2016 Rang 22 besetzt (2015: Rang 26). In nur einem Jahr verbesserten wir uns von Platz 26 auf Platz 22 der Rangliste. Im Vergleich mit anderen deutschen Markenwerten belegten wir damit hinter den Marken Mercedes-Benz und BMW Rang drei und im internationalen Vergleich mit anderen IT-Unternehmen Rang neun. Der Wert der Marke SAP wuchs schneller als die Marken der großen Wettbewerber. 2016 bewertete Interbrand die Marke SAP mit 21,3 Mrd. US$ gegenüber 2015 um 13 % höher (2015: 18,8 Mrd. US$).

Einen wesentlichen Anteil der nicht bilanzierten Vermögenswerte stellen unsere aktuellen und in der Vergangenheit erzielten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse dar.

Unser Kundenkapital hat sich im Jahr 2016 weiterhin positiv entwickelt. Am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betreuten wir mehr als 345.000 Kunden (2015: 300.000) in den verschiedenen Marktsegmenten. Das US-Magazin Forbes stellte in seinem Bericht zu den wertvollsten Marken heraus, dass 98 % der 100 wertvollsten Marken, 87 % der Forbes-Global-2000-Unternehmen und 100 % der im Dow Jones Sustainability Index am besten bewerteten Unternehmen SAP-Kunden sind. Um einen noch besseren Eindruck davon zu bekommen, wie unsere Kunden uns sehen, haben wir 2012 damit begonnen, unsere Leistung nach dem Kunden-Net-Promoter-Score (NPS) zu messen. Diese Kennzahl gibt Aufschluss darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kunde die SAP weiterempfiehlt, und reflektiert damit die Kundentreue. Weitere Informationen zur Entwicklung unseres Kundenstamms sowie zum Kunden-NPS finden Sie im Abschnitt Kunden.

Mit entsprechenden personalbezogenen Aktivitäten erzielten wir eine Wertsteigerung unseres Mitarbeiterstamms und der SAP-eigenen Software. Nähere Informationen hierzu finden Sie in den Abschnitten Mitarbeiter und gesellschaftliches Engagement sowie Produkte, Forschung und Entwicklung und Services.

Wirtschaftsbericht der SAP SE

Die SAP SE mit Sitz in Walldorf, Baden, ist das Mutterunternehmen des 246 Unternehmen umfassenden SAP-Konzerns. Sie übt die Holdingfunktion für den SAP-Konzern aus und beschäftigt die meisten der in Deutschland tätigen Entwicklungs- sowie Service- und Supportmitarbeiter.

Als Inhaberin der meisten SAP-Softwarerechte erzielt die SAP SE ihre Umsatzerlöse hauptsächlich aus den Lizenzgebühren, die die Tochterunternehmen für den Vertrieb von Nutzungsrechten an SAP-Softwarelösungen an die SAP SE als Rechteinhaberin abführen müssen, und trägt den überwiegenden Teil der konzernweiten Forschungs- und Entwicklungskosten.

Die Erstellung des Jahresabschlusses der SAP SE erfolgt nach den Bilanzierungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes BilRUG (HGB n.F.) und dem deutschen Aktiengesetz (AktG). Der vollständige, mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der SAP SE wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, dort veröffentlicht und von diesem an das Unternehmensregister weitergeleitet. Er kann als Sonderdruck bei der SAP SE angefordert werden.

Die erstmalige Anwendung der Regelungen des HGB n.F. führte zu Ausweisänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Aufgrund der Aufhebung der Begrenzung der Umsatzerlöse auf für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit typische Erzeugnisse, Waren und Dienstleistungen werden bislang unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Erträge unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Zur verbesserten Darstellung der Ertragslage werden Aufwendungen für Lizenzen/Provisionen nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Aufgrund des überwiegend der Umsatzerzielung dienenden Charakters dieser Aufwendungen, erfolgt ein gesonderter Ausweis unter dem Materialaufwand.

Rückerstattungsansprüche von Tochterunternehmen aus Lizenzabrechnungsgebühren der Jahre 2012 bis 2015 in Höhe von 153 Mio. € minderten im aktuellen Geschäftsjahr sowohl die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen als auch die Umsatzerlöse. Die darauf entfallenden Steuern in Höhe von 37 Mio. € haben die Steuerrückstellungen sowie den Steueraufwand gemindert.

Entwicklung der Ertragslage

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (GKV) aufgestellt. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro (Mio. €).

Die nachfolgende Gewinn- und Verlustrechnung zeigt die Überleitung der im Jahresabschluss 2015 ausgewiesenen Vorjahreswerte auf die übergeleiteten Vorjahreswerte unter Berücksichtigung der angesprochenen Ausweisänderungen. Bei den Ausführungen zur Entwicklung der Ertragslage gehen wir auf die Veränderung im Hinblick auf die übergeleiteten Vorjahreswerte ein.

 

Gewinn- und Verlustrechnung SAP SE nach HGB (Kurzfassung)

Mio. €   2016   2015
übergeleitet
  Überleitung   2015
Umsatzerlöse   12.578   10.876   10   10.866
Sonstige betriebliche Erträge   1.218   1.709   −10   1.719
Materialaufwand   −7.337   −5.263   −1.232   −4.031
Personalaufwand   −1.838   −1.763   0   −1.763
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen   −263   −263   0   −263
Sonstige betriebliche Aufwendungen   −2.143   −2.723   1.232   −3.955
Betriebsergebnis   2.215   2.573   0   2.573
Finanzergebnis   1.155   929   0   929
Ergebnis vor Steuern   3.370   3.502   0   3.502
Steuern vom Einkommen und Ertrag   −760   −824   0   −824
Ergebnis nach Steuern   2.610   2.678   0   2.678
Sonstige Steuern   −16   −14   0   −14
Jahresüberschuss   2.595   2.664   0   2.664

2016 erzielte die SAP SE einen Gesamtumsatz in Höhe von 12.805 Mio. € und damit eine Steigerung von 18 % gegenüber dem Vorjahr (2015: 10.876 Mio. €). Dabei verzeichneten die Produkterlöse einen Zuwachs von 29 % auf 10.384 Mio. € (2015: 8.051 Mio. €). Wie in den Vorjahren resultierten die Produkterlöse in erster Linie aus Lizenzzahlungen von Tochtergesellschaften an die SAP SE.

Der im Vergleich zum Anstieg der Cloud- und Softwareerlöse des SAP-Konzerns überproportionale Umsatzanstieg auf Ebene der SAP SE ist überwiegend auf Lizenzzahlungen aus Verwertungs- und Nutzungsrechten von bislang von verbundenen Unternehmen gehaltenen geistigen Eigentumsrechten (Intellectual-Property-Rechten, IP-Rechten) zurückzuführen. Im Dezember 2015 wurden Lizenzverträge abgeschlossen, die der SAP SE ab Januar 2016 weltweite Verwertungs- und Nutzungsrechte an diesen IP-Rechten einräumen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die IP-Rechte der in vergangenen Jahren akquirierten Gruppen Sybase, Success Factors, Ariba, Fieldglass und Concur.

Im Rahmen dieser Lizenzverträge wurde der SAP SE auch das Recht zur Weiterentwicklung der bestehenden Technologie eingeräumt. Dadurch verringerte sich der Anteil von IP-bezogenen Serviceleistungen der SAP SE, welche bislang an die bisherigen Rechteverwerter weiterverrechnet wurden, was zu einem Rückgang der sonstigen Erlöse um 15 % auf 1.927 Mio. € (2015: 2.280 Mio. €) führte.

Das Betriebsergebnis der SAP SE sank um 5 % auf 2.442 Mio. € (2015: 2.573 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 491 Mio. € auf 1.218 Mio. € (2015: 1.709 Mio. €), vorwiegend aufgrund im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Währungskursgewinnen. Der Materialaufwand der SAP SE verzeichnete einen Anstieg um 39 % auf 7.337 Mio. € (2015: 5.263 Mio €). Hauptsächlich aufgrund der im Zusammenhang mit den eingeräumten IP-Rechten anfallenden Lizenzgebühren stiegen die Aufwendungen für Lizenzen/Provisionen um 947 Mio. € auf 2.179 Mio. € (2015: 1.232 Mio. €), und die damit verbundenen IP-bezogenen Forschungs- und Entwicklungskosten führten zu einem Anstieg der bezogenen Leistungen um 1.130 Mio. € auf 5.137 Mio. € (2015: 4.007 Mio. €).

Der Personalaufwand der SAP SE beinhaltet vornehmlich die Personalkosten für die bei der SAP SE beschäftigten Mitarbeiter in Entwicklung, Service und Support sowie Verwaltung. Er stieg um 4 % auf 1.838 Mio. € (2015: 1.763 Mio €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der SAP SE verzeichneten einen Rückgang um 21 % auf 2.143 Mio. € (2015: 2.723 Mio €). Ursache hierfür sind in erster Linie im Vergleich zum Vorjahr um 402 Mio. € geringere Währungskursverluste sowie ein Rückgang von Restrukturierungskosten um 247 Mio. €. Gegenläufig wirkte vorwiegend ein Anstieg der Kosten für Instandhaltung/Wartung um 39 Mio. €.

Das Finanzergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 226 Mio. € auf 1.155 Mio. € (2015: 929 Mio. €). Hintergrund hierfür sind im Wesentlichen um 230 Mio. € gestiegene Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie ein um 5 Mio. € verbessertes Zinsergebnis. Demgegenüber stehen um 7 Mio. € höhere Abschreibungen auf Finanzanlagen.

Das Ergebnis vor Steuern der SAP SE sank um 132 Mio. € auf 3.370 Mio. € (2015: 3.502 Mio. €). Der Steueraufwand verzeichnete einen Rückgang um 8 % auf 760 Mio. € (2015: 824 Mio. €). Nach Abzug der Steuern verbleibt ein im Vergleich zum Vorjahr um 69 Mio. € geringerer Jahresüberschuss in Höhe von 2.595 Mio. € (2015: 2.664 Mio. €).

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Das bilanzielle Gesamtvermögen der SAP SE betrug zum Ende des Jahres 2016 32.933 Mio. € (2015: 30.953 Mio. €).

 

Bilanz SAP SE nach HGB (Kurzfassung)

Mio. €   31.12.2016   31.12.2015
Aktiva        
Immaterielle Vermögensgegenstände   147   184
Sachanlagen   1.111   998
Finanzanlagen   25.338   25.257
Anlagevermögen   26.596   26.439
Vorräte   2   2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   4.864   3.872
Wertpapiere   150   0
Liquide Mittel   970   360
Umlaufvermögen   5.986   4.234
Rechnungsabgrenzungsposten   205   173
Latente Steuern   144   106
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   2   1
Summe Aktiva   32.706   30.953
         
Passiva    
Eigenkapital   15.463   14.024
Rückstellungen   1.393   1.247
Verbindlichkeiten   16.069   15.679
Rechnungsabgrenzungsposten   8   3
Summe Passiva   32.706   30.953

Im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in die IT-Infrastruktur verzeichnete das Sachanlagevermögen einen Anstieg um 113 Mio. € auf 1.111 Mio. € (2015: 998 Mio. €). Kapitaleinlagen bei und Ausleihungen an Tochtergesellschaften führten zu einem Anstieg des Finanzanlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr um 81 Mio. € auf 25.338 Mio. € (2015: 25.257 Mio. €).

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 992 Mio. € resultiert vor allem aus höheren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund des gestiegenen Lizenzvolumens sowie aus höheren Steuerforderungen.

Die liquiden Mittel und Wertpapiere stiegen zusammengenommen um 760 Mio. € auf 1.120 Mio. € im Vergleich zu 360 Mio. € zum 31.12.2015.

Das Eigenkapital der SAP SE stieg um 10 % auf 15.463 Mio. € (2015: 14.024 Mio. €). Den Abgängen durch die Dividendenzahlung für 2015 in Höhe von 1.378 Mio. € stehen ein Zuwachs durch den Jahresüberschuss in Höhe von 2.767 Mio. € sowie Zugänge durch die Ausgabe von Aktien an Mitarbeiter im Rahmen der aktienorientierten Vergütung in Höhe von 50 Mio. € gegenüber. Die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, stieg gegenüber dem Vorjahr von 45 % auf 47 %.

Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 146 Mio. € auf 1.393 Mio. € (2015: 1.247 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen verzeichneten hauptsächlich aufgrund höherer Zuführungen zu den Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und drohenden Verlusten aus Devisentermingeschäften einen Anstieg um 110 Mio. € auf 953 Mio. € (2015: 843 Mio. €). Die Steuerrückstellungen stiegen um 38 Mio. € auf 436 Mio. € (2015: 398 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 390 Mio. € auf 16.069 Mio. € (2015: 15.679 Mio. €). Dieser Anstieg resultiert in erster Linie aus gegenläufigen Effekten: Zugängen in Höhe von 400 Mio. € durch die Ausgabe einer neuen Anleihe im Berichtsjahr und einen Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.130 Mio. € (in erster Linie aufgrund höherer Kapitalanlagen von Tochterunternehmen im Rahmen des zentral über die SAP SE gesteuerten Finanz- und Liquiditätsmanagements) steht die vorzeitige Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.250 Mio. € gegenüber.

Chancen und Risiken

Die SAP SE unterliegt im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie der SAP-Konzern. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Abschnitten Risikomanagement und Risiken sowie Prognosen und Chancen.

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