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Erläuterungen zu den nicht finanziellen Kennzahlen: ökologische Leistung

Unsere Emissionen im Detail

Wir analysieren den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen in unserer gesamten Wertschöpfungskette. Dadurch sind wir in der Lage, unsere ökologische Leistung zu verbessern und auch unseren Kunden zu nachhaltigeren Abläufen zu verhelfen. Im Folgenden zeigen wir die Maßnahmen und Entwicklungen auf, die unseren Ergebnissen im Jahr 2016 zugrunde liegen. Dies beinhaltet Angaben zu den Bereichen, in denen wir am meisten zugekauften Strom verbrauchen, sowie zu den Auswirkungen, die durch den Einsatz unserer Produkte entstehen.

Unsere Treibhausgasemissionen lagen 2016 bei 682 Kilotonnen CO2e (2015: 704 Kilotonnen CO2e). Dieser Wert beinhaltet alle Treibhausgasemissionen nach Scope 1, 2 und ausgewählte Kategorien von Scope 3 (siehe Abbildung 1). Unsere Netto-Treibhausgasemissionen ergeben sich, indem wir in der entsprechenden Berichtsperiode unsere Treibhausgasemissionen durch Zertifikate für erneuerbare Energien und Emissionsausgleiche reduzieren.

Direkte Emissionen (Scope 1)

Den größten Anteil an unseren direkten Emissionen (Scope 1) hat nach wie vor der Treibstoffverbrauch unseres Fuhrparks. Unsere Strategie zur Reduzierung der Emissionen unserer Firmenwagen haben wir 2016 weiter präzisiert, indem wir die Obergrenze für Emissionen an die Effizienzverbesserungen der Automobilindustrie gekoppelt haben. Darüber hinaus haben wir ein besonderes Augenmerk auf das Pendelverhalten unserer Mitarbeiter gelegt und auf Veränderungen hingewirkt. Unter anderem haben wir die globale Einführung unserer Mitfahrlösung TwoGo by SAP fortgesetzt, die nun an 110 SAP-Standorten weltweit genutzt werden kann. Um die Attraktivität der Lösung zu erhöhen und sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, ist die Nutzung von TwoGo seit 2014 für Privatanwender kostenlos. Im Rahmen unseres Vorhabens, den Anteil der Elektroautos in unserem Fuhrpark bis 2020 auf 20 % zu erhöhen, bieten wir unseren Mitarbeitern auch weiterhin finanzielle Anreize für den Kauf eines Elektrofahrzeugs. Wir suchen außerdem nach weiteren Transportalternativen und haben an unseren Standorten in Deutschland eine Fahrradinitiative ins Leben gerufen. Die Mitarbeiter können dabei wählen, ob sie für die Fahrt zur Arbeit ein Fahrrad oder einen Firmenwagen nutzen möchten. Als weitere Alternative zu einem Firmenwagen bieten wir unseren Mitarbeitern in Deutschland eine BahnCard 100 für Zugreisen mit der Deutschen Bahn AG zu einem vergünstigten Preis an.

Indirekte Emissionen (Scope 2)

Mit dem von uns zugekauften Strom versorgen wir unser gesamtes Unternehmen, von Rechenzentren bis hin zu unseren Gebäuden weltweit. Wenn wir von einer grünen Cloud sprechen, meinen wir eine klimaneutrale Cloud, die wir bei der SAP durch den Zukauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien und Emissionsausgleiche schaffen. Wir haben im vergangenen Jahr zahlreiche Effizienzprojekte zur Verringerung unseres Energieverbrauchs fortgeführt und unter anderem unsere Gebäude modernisiert sowie neue LEED-Zertifizierungen durchgeführt. Mit weiteren Zertifizierungen nach ISO 14001 haben wir außerdem unser Umweltmanagementsystem ausgeweitet.

Wir sind eines der globalen Großunternehmen, die die Initiative RE100 unterstützen. Sie wurde von der Organisation The Climate Group gemeinsam mit dem CDP (vormals Carbon Disclosure Project) ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2020 einhundert der einflussreichsten Unternehmen weltweit zu Mitstreitern zu machen, die zu 100 % auf Strom aus erneuerbaren Energien setzen.

Emissionen in vorgelagerten Abläufen (Scope 3)

Nur bestimmte Emissionen in vorgelagerten Abläufen werden direkt gemessen und damit auch in unseren Reduktionszielen berücksichtigt. Hierzu gehören beispielsweise Emissionen, die durch Flüge bei Geschäftsreisen, durch unseren Papierverbrauch und durch unseren Energieverbrauch in externen Rechenzentren entstehen. Alle weiteren Emissionen in vorgelagerten Abläufen, die durch die von uns gekauften Waren und Dienstleistungen oder die graue Energie in unseren Gebäuden entstehen, ermitteln wir auf der Grundlage von Hochrechnungen. Diese Emissionen machen rund 15 % unseres gesamten CO2-Ausstoßes aus.

Da wir mit einem weiteren Anstieg der Emissionen rechnen, die in den von uns genutzten externen Rechenzentren entstehen, möchten wir im Rahmen unserer Strategie für eine grüne Cloud diese Emissionen durch den Erwerb von Grünstromzertifikaten kompensieren.

Emissionen in nachgelagerten Abläufen (Scope 3)

Der größte Teil unserer gesamten Emissionen entsteht durch die Nutzung unserer Software. Der CO2-Ausstoß, der durch den Einsatz von SAP-Software in den Systemen und Unternehmen unserer Kunden verursacht wird, beträgt ungefähr das 20-fache unseres netto CO2-Fußbadrucks. Da wir keinen Einfluss auf die IT-Landschaft unserer Kunden haben, die neben SAP-Software in der Regel auch zahlreiche andere Komponenten und Lösungen beinhaltet, müssen wir dieser Verantwortung gemeinsam gerecht werden.

Emissionsausgleiche

2015 haben wir für unsere Investitionen in den Livelihoods Funds hochwertige Emissionsgutschriften erhalten, mit denen wir 21 Kilotonnen CO2 aus unseren Treibhausgasemissionen nach Scope 3 ausgleichen konnten.

Auch 2016 haben wir wieder Emissionsausgleiche für Geschäftsflüge erworben. Neben Maßnahmen, mit denen wir Geschäftsflüge vermeiden möchten, haben wir im zweiten Halbjahr 2015 damit begonnen, die Emissionen bestimmter Geschäftsflüge zu kompensieren. Durch diesen Emissionsausgleich konnten wir 2016 90 Kilotonnen CO2e kompensieren.

Allgemeine Informationen zu den ökologischen nicht finanziellen Kennzahlen

Abgrenzung

Zur Abgrenzung haben wir die beiden folgenden Aspekte berücksichtigt: die SAP als Unternehmen mit allen Konzerngesellschaften, Betriebsabläufen und der Lieferkette sowie die SAP als Lösungsanbieter für unsere Kunden. Diese Abgrenzung wird detailliert im G4-GRI-Index aufgeführt.

Ökologische Kennzahlen

Sämtliche Daten für unsere ökologischen Kennzahlen werden vierteljährlich erhoben und nach einer Prüfung durch unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einmal jährlich in unserem Integrierten Bericht veröffentlicht.

Den Berichtsdaten zum Gesamtenergieverbrauch, zum Energieverbrauch in unseren Rechenzentren und zu erneuerbaren Energien liegen die Daten zugrunde, die für die Berechnung unserer Treibhausgasemissionen erhoben wurden. Für diese Berichtsdaten wurden dieselben Prinzipien angewendet wie für die Berichterstattung zu den Treibhausgasemissionen.

Alle Zahlen basieren auf dem metrischen System. Wenn wir von „Tonnen“ sprechen, meinen wir metrische Tonnen.

Berechnungsgrundlage für die Kennzahlen Treibhausgasemissionen pro Mitarbeiter und Energieverbrauch pro Mitarbeiter ist eine durchschnittliche Mitarbeiterzahl. Diese errechnet sich aus der Summe der Zahl der Vollzeitbeschäftigten zum Ende der einzelnen Quartale geteilt durch vier.

Treibhausgasemissionen

Unsere Treibhausgasemissionen oder CO2-Emissionen umfassen die Summe aller für die SAP berechneten und ausgewiesenen Treibhausgasemissionen einschließlich der Kompensation durch erneuerbare Energien und Emissionsgutschriften. Die Treibhausgasemissionen der SAP werden nach dem Corporate Accounting and Reporting Standard (Scope 1 und 2) und dem Corporate Value Chain (Scope 3) Standard des World Resources Institute und des World Business Council for Sustainable Development erhoben. Diese Erhebungsmethode entspricht den Vorgaben der G4-Leitlinien der GRI für die Kennzahlen EN3, EN4, EN15, EN16 und EN17.

Grundprinzipien der Berichterstattung

Die SAP weist ihre Netto-Treibhausgasemissionen nach dem GHG Protocol Scope 2 aus und nutzt einen ortsbasierten Ansatz. Die kürzlich eingeführte marktbasierte Methode ist eine Ergänzung zum GHG Protocol Scope 2 und wird ab 2017 berücksichtigt. Für das Jahr 2016 berechnen wir weiterhin unsere Emissionen ortsbasiert und haben uns gegen eine doppelte Berichterstattung (orts- und marktbasiert) entschieden.

Im Jahr 2016 aktualisierten wir unsere Emissions- sowie Extrapolationsfaktoren für die Kategorien Heizung der Gebäude durch stationäre Verbrennung, Firmenwagen, Firmenjets, Geschäftsflüge, Leihwagen, Bahnreisen, Geschäftsreisen mit privaten Autos, sowie Papierverbrauch, was zu einem negativen Einfluss von 10 % auf unsere brutto CO2-Emissionen führte.

Organisationsgrenzen

Ihre Organisationsgrenzen bestimmt die SAP nach dem im GHG Protocol definierten Konzept der operativen Kontrolle.

Operative Kontrolle über ein Unternehmen liegt dann vor, wenn die SAP mit allen Befugnissen ausgestattet ist, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen und umzusetzen. Die Emissionen aller Unternehmen, die der operativen Kontrolle der SAP unterliegen, sowie aller eigenen und gemieteten Einrichtungen, externen Rechenzentren und Fahrzeuge, in denen die SAP ansässig ist beziehungsweise die von der SAP betrieben werden, sind in den Berichtsdaten zu den Treibhausgasemissionen enthalten. Die Angaben beruhen auf Messungen oder, wenn keine Messdaten vorliegen, auf Schätzungen und Hochrechnungen.

Ein Teil der von SAP gemieteten Einrichtungen unterliegt Verträgen, in denen alle Dienstleistungen und Kosten abgedeckt sind, oder wird von mehreren Mietern genutzt. In diesen Fällen werden die Energiekosten direkt vom Eigentümer/Verwalter des Gebäudes entrichtet, sodass der SAP keine Informationen zum tatsächlichen Energieverbrauch vorliegen. Die SAP schließt diese Einrichtungen in ihre Definition der operativen Kontrolle mit ein. Die Angaben zum Energieverbrauch dieser Einrichtungen beruhen auf Schätzungen.

Um der steigenden Nachfrage nach den Cloud-Angeboten der SAP gerecht werden zu können, nutzen wir auch Rechenleistung in lokalen Rechenzentren, die von Drittanbietern betrieben werden. Die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen berechnen wir anhand von Schätzwerten, denen die von uns genutzte Rechenleistung zugrunde liegt.

Da die meisten Tochtergesellschaften zu 100 % Eigentum der SAP sind, beläuft sich der Unterschied zwischen dem Konzept der operativen Kontrolle und dem Konzept des anteilsmäßigen Besitzes auf lediglich 0,6 % des Umsatzes der SAP. Werden auch die Investitionen in verbundene Unternehmen berücksichtigt, fällt diese Differenz noch geringer aus und beläuft sich auf etwa 0,5 %.

Erhebungsmethode

Wir geben sämtliche Treibhausgasemmissionen in CO2-Äquivalenten (CO2e) an und berücksichtigen auch die Auswirkungen von CH4-, N2O und HFKW-Emissionen bei unseren Emissionen nach Scope 1 und 2. SF6- und PFKW-Emissionen sind für uns nicht relevant, da diese hauptsächlich durch chemische Prozesse verursacht werden.

Das Schaubild unten zeigt die unterschiedlichen Parameter, die für unsere Umweltbilanz relevant sind:

Direkte Emissionen nach Scope 1

  • Stationäre Verbrennung in Gebäuden: Berücksichtigung von CH4- und N2O-Emissionen; bei Hochrechnungen für Gebäude, für die keine Messdaten zur Verfügung stehen, werden anstelle des tatsächlichen Durchschnittsverbrauchs feste Werte (in kWh/m2) angegeben (60 % Abdeckung durch Messdaten). Bei Standorten, von denen keine spezifischen Informationen bezüglich des Heizwerts des verbrauchten Erdgases vorhanden sind, wird davon ausgegangen, dass bei den Angaben des Erdgasverbrauchs ein niedriger Heizwert zugrunde liegt.
  • Kühlmittel in Gebäuden: Die Darstellung von Daten zu den eingesetzten Kühlmitteln dient der Vervollständigung der Umweltbilanz der SAP. Da keine Messdaten zu den HFKW-Emissionen vorliegen, beruhen diese vollständig auf Schätzungen. Die Schätzung erfolgt basierend auf der Anzahl der Servereinheiten pro Rechenzentrum und der Größe der Büroflächen mit Klimaanlagen. Angaben zu Kühlmitteln basieren auf der Annahme, dass es sich ausschließlich um HFKW-134a handelt.
  • Mobile Verbrennung in Firmenwagen: Berücksichtigung von CH4- und N2O-Emissionen; 2016 haben 31 Länder Daten zum tatsächlichen Kraftstoffverbrauch bereitgestellt (90 % Abdeckung durch Messdaten). Die Emissionen für die übrigen Länder werden basierend auf festen Werten (Verbrauch in Liter/Fahrzeug) der Anzahl der erfassten Firmenwagen hochgerechnet. Die für die Hochrechnung verwendeten festen Werte basieren auf den Emissionsdaten für das Jahr 2015.
  • Kühlmittel in Firmenwagen: Die Angaben zu den durch Kühlmittel verursachten Emissionen basieren auf einer groben Schätzung der HFKW-Emissionen pro Fahrzeug und wurden auf der Grundlage der erfassten Firmenwagen hochgerechnet (keine Messdaten verfügbar).
  • Mobile Verbrennung in firmeneigenen Flugzeugen: Berücksichtigung von CH4- und N2O-Emissionen (100 % Abdeckung durch Daten)

Indirekte Emissionen nach Scope 2

  • Stromverbrauch in Bürogebäuden: aktualisierte CO2-Umrechnungsfaktoren und Berücksichtigung von CH4- und N2O-Emissionen auf der Grundlage der Emissionsintensität der Stromerzeugung in den einzelnen Ländern; bei Hochrechnungen für Gebäude, für die keine Messdaten zur Verfügung stehen (70 % Abdeckung durch Messdaten), werden anstelle des tatsächlichen Durchschnittsverbrauchs feste Werte (in kWh/m2) angegeben. Die festen Werte basieren auf den Emissionsdaten für das Jahr 2009.
  • Stromverbrauch in Rechenzentren: aktualisierte CO2-Umrechnungsfaktoren und Berücksichtigung der CH4- und N2O-Emissionen auf der Grundlage der Emissionsintensität der Stromerzeugung in den einzelnen Ländern; der Stromverbrauch in den internen Rechenzentren wurde ausgehend von der Anzahl der Servereinheiten hochgerechnet (80 % Abdeckung durch Messdaten). Die festen Werte basieren auf den Emissionsdaten für das Jahr 2015.
  • Extern beschafftes gekühltes und heißes Wasser sowie Dampf: Berücksichtigung der CH4- und N2O-Emissionen auf der Grundlage der Emissionsintensität der Stromerzeugung global (45 % Abdeckung durch Messdaten).

Indirekte Emissionen nach Scope 3

Die nachfolgend aufgeführten Treibhausgasemissionen nach Scope 3 sind auch in unseren Zielen zur Emissionsverringerung enthalten:

  • Geschäftsflüge: Die durchschnittlichen Emissionsfaktoren für Geschäftsflüge werden für Kurz-, Mittel- und Langstreckenflüge berechnet; die Hochrechnung der CO2-Emissionen erfolgt auf der Grundlage der tatsächlich zurückgelegten Distanz und der Nettokosten (ohne Steuern) (55 % Abdeckung durch Messdaten). Abstrahlungseffekte durch Wolkenbildung sind bei den Emissionsfaktoren für Geschäftsflüge nicht mitberücksichtigt.
  • Mietwagen: Die durchschnittlichen Emissionsfaktoren für Mietwagen werden auf der Grundlage der tatsächlich zurückgelegten Kilometer berechnet. Diese bilden den Ausgangspunkt für eine Hochrechnung auf Basis der Kosten (90 % Abdeckung durch Messdaten).
  • Bahnreisen: Die durchschnittlichen Emissionsfaktoren für Bahnreisen werden auf der Grundlage der tatsächlich zurückgelegten Kilometer berechnet. Diese bilden den Ausgangspunkt für eine Hochrechnung auf Basis der Kosten (30 % Abdeckung durch Messdaten).
  • Geschäftsreisen mit Privatwagen: Die Emissionen werden auf der Grundlage der mit Privatwagen zurückgelegten Kilometer berechnet. Geschäftsreisen mit der Bahn und mit Firmenwagen werden hierbei nicht berücksichtigt (60 % Abdeckung durch Messdaten).
  • Pendelverkehr der Mitarbeiter: An den weltweiten Standorten der SAP wird jährlich eine Pendlerumfrage durchgeführt, die Fragen zur Entfernung zum Arbeitsplatz und zu den genutzten Transportmitteln enthält. Auf der Grundlage der Umfrageergebnisse werden die durch den Pendelverkehr der Mitarbeiter entstehenden Emissionen für das Folgejahr berechnet. 2016 haben mehr als 30.000 Mitarbeiter an dieser Umfrage teilgenommen. Das Pendlerverhalten der übrigen Mitarbeiter sowie die vierteljährliche Aktualisierung der Pendelverkehrszahlen werden basierend auf den in der Pendlerumfrage erhobenen Daten und der Anzahl der Vollzeitbeschäftigten (abzüglich der Mitarbeiter mit einem Firmenwagen) hochgerechnet.
  • Stromverbrauch in externen Rechenzentren: aktualisierte CO2-Umrechnungsfaktoren und Berücksichtigung von CH4- und N2O-Emissionen auf der Grundlage der Emissionsintensität der Stromerzeugung in den einzelnen Ländern; der Stromverbrauch in den externen Rechenzentren wurde ausgehend von der Kapazität der Rechenzentren, einem Auslastungsfaktor und dem Power-Usage-Effectiveness-Faktor hochgerechnet. Da nicht für alle externen Rechenzentren Informationen zum Auslastungs- und Power-Usage-Effectiveness-Faktor verfügbar sind, wird als Schätzwert für die externen Rechenzentren, zu denen keine Daten vorliegen, der Durchschnittswert aller vorhandenen Faktoren verwendet.
  • Paket- und Postversand: Die Berechnung basiert auf der tatsächlichen Anzahl der Pakete und Briefe, die über unser Logistikzentrum in Deutschland versandt wurden. Ausgehend von diesen Angaben werden die weltweiten Emissionen hochgerechnet.
  • Heruntergeladene Daten: Die Emissionen werden auf der Grundlage der von unseren weltweiten Kunden heruntergeladenen Datenmenge berechnet (100 % Abdeckung durch Messdaten).
  • Papierverbrauch: Die Berechnung umfasst die Emissionen, die durch den Verbrauch von Druckpapier entstehen. Berechnungsgrundlage sind Druckerprotokolldaten (100 % Abdeckung durch Messdaten).

Unter den Begriff „Externes Rechenzentrum“ fallen lokale, von externen Partnern betriebene Rechenzentren mit Servereinheiten, auf denen SAP-Software ausgeführt wird. Die in externen Rechenzentren entstehenden Emissionen werden den indirekten Emissionen nach Scope 3 zugeordnet. Emissionen der Rechenzentren, die sich infolge von Übernahmen im Besitz der SAP befinden oder von der SAP verwaltet werden, fallen unter die direkten Emissionen nach Scope 2.

Darüber hinaus erheben und veröffentlichen wir jährlich Daten zu unseren indirekten Emissionen nach Scope 3 in Anlehnung an den Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard des GHG Protocol. Diese Emissionen sind nicht in unseren Reduktionszielen enthalten und werden lediglich zu Informationszwecken dargestellt.

Emissionen aus vorgelagerten Prozessen:

Da die Emissionen in vorgelagerten Abläufen mit operativen Aufwendungen im Zusammenhang stehen, haben wir für 2016 unsere Zahlen für die vorgelagerten Prozesse hochgerechnet, indem wir die vier Hauptemissionsfaktoren aus den vorgelagerten Prozessen von 2015 und den Zuwachs an operativen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr multipliziert haben.

Emissionen aus nachgelagerten Prozessen:

  • Nutzung verkaufter Produkte: Die für die Nutzung der von uns verkauften Produkte benötigte Energie wird mithilfe einer IT Infrastruktur Simulation berechnet. Dieser Energiebedarf wird ausgehend von der Anzahl der bei Kunden installierten Produktivsysteme und der Effizienz beim Energieverbrauch (Power Usage Effectiveness) auf globaler Ebene hochgerechnet. Für die Power Usage Effectiveness legen wir den Faktor 1,9 zugrunde. Dies repräsentiert einen gängig verwendeten weltweiten Durchschnittsfaktor. Die Berechnung der Emissionen basiert auf den globalen Emissionsfaktoren für die Stromerzeugung. Aufgrund der speziellen Eigenschaften von Softwareprodukten wurde eine Erfassung der Emissionen pro Jahr gewählt. Dies ist eine Abweichung von den minimalen Grenzen, die im Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard des GHG Protocol angegeben sind. Das GHG Protocol sieht hier die Erfassung und Veröffentlichung von „direkten Emissionen der Nutzungsphase von verkauften Produkten während ihrer voraussichtlichen Lebensdauer“ vor. Unsere Berechnungen beinhalten die Hauptprodukte der SAP, darunter On-Premise-Software. Cloud-Anwendungen sind nicht berücksichtigt worden, da sie einen Teil unserer Scope 2 Emissionen darstellen. Mobile Lösungen (z.B. SAP Apps die auf Kundengeräten laufen) sind ebenfalls nicht berücksichtigt. Bei einem wesentlichen Technologiewandel werden die Berechnungsparameter angepasst.

Nicht berücksichtigt: Nicht berücksichtigt sind vorgelagerte Transport- und Auslieferungsprozesse (aufgrund der Komplexität und geringfügigen Relevanz der Daten), gemietete Sachanlagen in vorgelagerten Prozessen (nicht zutreffend), die Verarbeitung verkaufter Produkte (nicht zutreffend), die Entsorgung verkaufter Produkte (nicht zutreffend), gemietete Sachanlagen in nachgelagerten Prozessen (nicht zutreffend), Konzessionen (nicht zutreffend) und Investitionen (nicht zutreffend).

Externe Reduzierung

  • Strom aus erneuerbaren Energien: Bei der Darstellung unserer Netto-Treibhausgasemissionen ist der Zukauf von Strom aus erneuerbaren Energiequellen bereits von den Emissionen nach Scope 2 abgezogen; die CO2-, CH4- und N2O-Umrechnung basiert auf der Emissionsintensität der Stromerzeugung in den einzelnen Ländern. Erneuerbare Energien werden nur dann berücksichtigt, wenn ein offizielles Zertifikat oder eine schriftliche Bestätigung des Versorgungsunternehmens vorliegt (100 % Abdeckung durch Daten).
  • CO2-Zertifikate: Wenn Offsets gekauft werden, wird die Höhe der Emissionsausgleiche separat dargestellt. Die SAP stellt sicher, dass die durch diese Offsets erzielten Emissionsverringerungen glaubwürdig sind und vier wesentliche Kriterien erfüllen:
    • Realitätsnahe Berechnung: Die ausgewiesenen Emissionsverringerungen beruhen auf einer tatsächlichen, bereits erfolgten Reduzierung von Treibhausgasemissionen.
    • Zusätzlichkeit: Die Emissionsverringerungen im Rahmen eines Kompensationsprojekts entstehen zusätzlich zu den gesetzlichen vorgeschriebenen oder bereits geplanten Maßnahmen und wären ohne den Verkaufserlös aus den Emissionszertifikaten nicht zustande gekommen.
    • Dauerhaftigkeit: Es muss eine dauerhafte Emissionsminderung erfolgen beziehungsweise sichergestellt werden, dass Projekte, die zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr fortgeführt werden können, durch entsprechende Maßnahmen ausgeglichen werden.
    • Überprüfbarkeit: Die Emissionsverringerungen entstehen durch Projekte, deren Erfolge jederzeit genau quantifiziert, überwacht und verifiziert werden können.

Die Offsets müssen mindestens den Anforderungen des Verified Carbon Standard (VCS) für freiwillige Kompensationsprojekte entsprechen. 2016 haben wir für unsere strategischen Investitionen in den Livelihoods Funds Emissionsgutschriften erhalten, mit denen wir 21 Kilotonnen CO2 aus unseren gesamten Netto-Treibhausgasemissionen ausgleichen konnten.

CO2-Emissionsfaktoren

Für die Berechnung der oben genannten Emissionen wurden Emissionsfaktoren aus verschiedenen Quellen herangezogen, unter anderem IEA, WRI, US EPA, UK DEFRA, DEHSt, Environment Canada, GHG Protocol und eigene Messdaten.

Sofern relevant, sind in unseren CO2-Emissionsfaktoren alle CO2-Äquivalente (CO2e) sämtlicher Treibhausgase berücksichtigt. Die Faktoren für das Treibhauspotenzial (GWP-Faktoren) basieren auf dem fünften Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC).

Vergleichbarkeit

Als Grenzwert für wesentliche Änderungen hat die SAP 5 % (strukturelle oder organisatorische Änderungen) beziehungsweise 1 % (Änderungen an den Erhebungsmethoden) der gesamten Emissionsmenge des laufenden Jahres definiert. Wenn sich aufgrund von strukturellen oder organisatorischen Änderungen das Gesamtinventar um mindestens 5 % vergrößert oder verringert, werden auch die Emissionsdaten der vergangenen Jahre angepasst. Strukturelle oder organisatorische Änderungen, die einen Anstieg beziehungsweise eine Verringerung des Gesamtinventars um weniger als 5 % zur Folge haben, sind keine wesentlichen Änderungen und bewirken somit auch keine Anpassung früherer Daten.

Darüber hinaus berechnen wir jährlich die Kosten, die wir dank unserer Maßnahmen zur Emissionsverringerung vermeiden konnten, und vergleichen diese mit den hochgerechneten Kosten, die ohne diese Maßnahmen entstanden wären. Der Berechnung der Kosten, die wir durch die Reduzierung unserer Emissionen vermeiden konnten, legen wir seit 2015 einen gleitenden Dreijahresdurchschnitt zugrunde. Dies ermöglicht einen besseren Vergleich der Kosten über einen längeren Zeitraum. Wir werden diese Berechnungsmethode auch in Zukunft beibehalten.

Korrektur von Fehlern

Wird im Inventar des Basisjahres ein wesentlicher Fehler festgestellt, so wird dieser Fehler korrigiert. Wird ein wesentlicher Fehler festgestellt, der nicht das Basisjahr betrifft, jedoch Auswirkungen auf die Emissionen des aktuellen oder vergangenen Jahres hat, so wird dieser Fehler korrigiert. Ein Fehler ist wesentlich, wenn er die Brutto-Treibhausgasemissionen um mehr als 1 % beeinflusst. Eine Anpassung historischer Daten war 2016 nicht erforderlich.

Erneuerbare Energien

Wir verstehen unter „Erneuerbare Energie“ jeglichen Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie oder Erdwärme gewonnen wird. Der Anteil der bei der SAP genutzten erneuerbaren Energien errechnet sich aus der Summe der gezielt zugekauften erneuerbaren Energie, der von unseren Solaranlagen erzeugten Energie und der über Grünstromzertifikate erworbenen erneuerbaren Energie. Für den Erwerb von Grünstromzertifikaten haben wir einen Qualitätsstandard mit strengen Kriterien entwickelt. Damit möchten wir zum einen den Wandel im Energiemarkt unterstützen und zum anderen Risiken entgegenwirken, die sich aus dem Erwerb von minderwertigen Zertifikaten ergeben. Für die von uns gekaufte erneuerbare Energie gelten folgende Richtlinien:

  • Art der erneuerbaren Energie: Wir berücksichtigen Strom aus erneuerbaren Quellen wie Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft, Biogas und Erdwärme.
  • Alter der Anlage: Die Kraftwerke, in denen der von uns zugekaufte Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, dürfen nicht älter als zehn Jahre sein. Im Falle einer älteren Anlage, die modernisiert wurde, bezieht sich dieses Höchstalter ausschließlich auf die Strommenge, die infolge der Effizienzsteigerung zusätzlich erzeugt werden kann. Darüber hinaus erwirbt die SAP keine Grünstromzertifikate staatlich geförderter Kraftwerke.
  • Jahr der Erzeugung: Der Strom aus erneuerbaren Energien muss im Jahr oder Vorjahr des Berichtszeitraums erzeugt worden sein.
  • Berechnung: Bei der Berechnung der auf der Basis von Grünstromzertifikaten erzielten Emissionsminderung wendet die SAP die Emissionsfaktoren für die Emissionsintensität der Stromerzeugung in den einzelnen Ländern an. Da Grünstromzertifikate separat von dem physisch in unsere Einrichtungen übertragenen Strom ausgewiesen werden, können mit dem Erwerb dieser Zertifikate die Emissionen eines beliebigen Standorts auf globaler Ebene kompensiert werden.

Die von uns genutzte Energie, die nicht unter diese Kategorien fällt, stammt aus herkömmlichen Energiequellen. Unter „Herkömmliche Energie“ verstehen wir jegliche Energie, die über das Stromnetz bezogen wird. Über das Stromnetz wird ein landesspezifischer Energiemix bereitgestellt, der alle verfügbaren Energiequellen beinhaltet (fossile Energieträger, Atomkraft und erneuerbare Energiequellen). Energie, die aus erneuerbaren Quellen erzeugt und über das lokale Stromnetz bereitgestellt wird, fällt unter die Kategorie „Herkömmliche Energie“ und wird bei der Berechnung des Anteils der bei der SAP genutzten erneuerbaren Energie nicht berücksichtigt.

Energieverbrauch in Rechenzentren

Der Energieverbrauch in Rechenzentren umfasst die gesamte Strommenge, die wir für die Bereitstellung interner und externer Rechenleistung in den SAP-Rechenzentren und den von uns genutzten Rechenzentren von Drittanbietern benötigen. Unter den Begriff „Rechenzentrum“ fallen sämtliche globalen, regionalen oder lokalen Rechenzentren (Einrichtungen mit einer beliebigen Anzahl von Servereinheiten), die Teil der globalen IT-Infrastruktur-Strategie der SAP sind. Auch 2016 analysierten und berichteten wir über unseren Energieverbrauch in unseren internen und externen Rechenzentren und stellten diesen unseren Non-IFRS-Umsatzzahlen gegenüber.

Der Energieverbrauch in Rechenzentren nach Umsatz wird berechnet, indem der Stromverbrauch aller internen und externen Rechenzentren, der zur Berechnung unserer Treibhausgasemissionen ermittelt wird, durch den Gesamtumsatz geteilt wird.

Wir arbeiten weiterhin an der Verbesserung unserer Datenqualität in Bezug auf den Energieverbrauch in unseren externen Rechenzentren.

Gesamter Energieverbrauch

Der Energieverbrauch besteht aus der Summe der gesamten Energie, die durch die Geschäftstätigkeit der SAP verbraucht wird, einschließlich Energie aus erneuerbaren Energiequellen. Er setzt sich zusammen aus dem Energieverbrauch durch die stationäre Verbrennung in Gebäuden, die mobile Verbrennung in Firmenwagen, die mobile Verbrennung in firmeneigenen Flugzeugen, den Stromverbrauch in Bürogebäuden, den Stromverbrauch in Rechenzentren und extern beschafftes gekühltes und heißes Wasser sowie Dampf.

Wasser

Der Wasserverbrauch umfasst das gesamte in unseren Gebäuden verbrauchte Süßwasser. Die Daten basieren auf Schätzungen für die einzelnen Standorte und wurden größtenteils hochgerechnet. Es standen Schätzdaten für 60 % der gesamten Einrichtungen der SAP zur Verfügung. Die übrigen Daten wurden nach Quadratmetern hochgerechnet.

Abfall

Der Begriff „Abfall“ umfasst sämtliche nicht wiederverwertbaren Abfälle, die in unseren Bürogebäuden und Rechenzentren entstehen. Die Daten wurden für etwa 50 % der Gesamtfäche geliefert (geschätzt).

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