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Ethisches Geschäfts­verhalten

Hohe Maßstäbe an ethisches Verhalten und Integrität

Vertrauen ist in unserem Geschäftsumfeld absolut entscheidend. Unsere Kunden müssen darauf vertrauen können, dass unsere Geschäftspraktiken höchsten Compliance- und Integritätsstandards gerecht werden. Nur dann werden sie in uns einen zuverlässigen Partner sehen, der sie in allen Bereichen unterstützen kann.

Viel zu häufig beobachten wir, welche Auswirkungen unethisches unternehmerisches Handeln in der Geschäftswelt hat. Korruption und unlauteres Geschäftsgebaren fügen dem Ansehen eines Unternehmens irreparable Schäden zu und werden mit Bußgeldern geahndet. Ein solches Verhalten verstößt gegen internationales Recht und ist auch eine der Ursachen für Armut und nicht wiedergutzumachende Umweltschäden auf der ganzen Welt.

In einem Geschäftsumfeld, das sich permanent wandelt, werden immer wieder neue Betrugs- und Korruptionsmethoden aufgedeckt. Infolgedessen muss auch die SAP ihren Compliance-Ansatz laufend anpassen und um neue Best Practices ergänzen, damit wir aktuellen Herausforderungen begegnen können.

Umfassende und klar verständliche Standards

Wir haben ein Compliance-Management-System entwickelt, mit dem wir die Rahmenbedingungen für ethisches Geschäftsverhalten schaffen. Hierzu gehören umfassende Richtlinien und Verfahren für korrektes Verhalten bei geschäftlichen Aktivitäten.

Das System wird regelmäßig geprüft und deckt sämtliche Aspekte des Compliance-Managements von der Analyse von Compliance-Risiken über die Zielsetzung für Compliance-Programme bis hin zur laufenden Überwachung ab. Das umfassende Regelwerk ist zugleich auch Handlungsgrundlage unserer Compliance-Organisation.

Compliance als fester Bestandteil der Unternehmens­kultur

Um eine Unternehmenskultur zu erreichen, in der Compliance fest verankert ist, mussten wir zunächst ein einheitliches Verständnis von Compliance im gesamten Unternehmen entwickeln. Unsere Standards sind deshalb in unseren Geschäftsgrundsätzen zusammengefasst. Sie enthalten Richtlinien für das Verhalten unserer Mitarbeiter weltweit im geschäftlichen Alltag.

Diese vom Vorstand der SAP genehmigten Geschäftsgrundsätze gelten als Maßstab für den Umgang mit Kunden, Partnern, Wettbewerbern und Lieferanten. Sie werden in die Landessprache der einzelnen Niederlassungen übersetzt und an lokale Anforderungen angepasst.

Unsere Geschäftsgrundsätze umfassen unter anderem folgende Regelungen:

  • Verbot jedweder Form von Bestechung und Korruption einschließlich jeglicher Art von „Schmiergeldern“
  • Höchstgrenzen für den Wert von Geschenken und Unterhaltungsveranstaltungen
  • Verpflichtung zu einer vollständigen, angemessenen und korrekten Rechnungslegung
  • Verhalten bei Interessenkonflikten
  • Verpflichtung zur Geheimhaltung von vertraulichen Informationen
  • Verbot von wettbewerbswidrigem Verhalten
  • Datenschutz

Höchste Ansprüche an unser Verhalten im Geschäftsalltag

Mit verschiedenen Richtlinien schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass unser Geschäftsverhalten höchsten Ansprüchen gerecht wird. Hierzu gehören:

  • Bestimmungen für die Ernennung und Vergütung von externen Vertriebskräften
  • Spenden an wohltätige und politische Organisationen
  • Globale Richtlinien für den Schutz geistigen Eigentums
  • Richtlinien für die konzernweite Bilanzierung und Umsatzrealisierung
  • Funktionstrennung
  • Vorschriften zur Ausfuhrkontrolle und Handelssanktionen
  • Richtlinien für Datenschutz

Darüber hinaus verfügen wir über weitere Richt- und Leitlinien zur Nachhaltigkeit unseres Unternehmens, die in den Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Unternehmensbereiche fallen und unter sap.com abgerufen werden können.

Schulung unserer Mitarbeiter

Unsere Geschäftsgrundsätze können nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie allen Mitarbeitern bekannt sind. Im Rahmen entsprechender Programme erhalten deshalb alle Mitarbeiter Schulungen zu dem Geschäftsverhalten, das wir von ihnen erwarten.

2016 haben wir verbindliche Online-Schulungen für alle Mitarbeiter weltweit eingeführt. Insgesamt wurden mehr als 79.200 Mitarbeiter (93 % aller SAP-Mitarbeiter) geschult. Die unten stehende Tabelle gibt einen Überblick über unsere Schulungsmaßnahmen in den einzelnen Regionen.

Region Anteil der Mitarbeiter, die Schulungen absolvierten Anzahl der Mitarbeiter, die Schulungen absolvierten
Amerika 93 % 22.882
APJ 89 % 20.778
EMEA 96 % 35.578

Unsere Schulungen decken eine Vielzahl von Themen ab, unter anderem Korruptionsbekämpfung, Wettbewerbsrecht, Governance-Prozesse im Zusammenhang mit Entwicklungszusagen an Kunden, geistiges Eigentum und Informationssicherheit.

Wir bieten Online-Schulungen in neun Sprachen an. Unser Legal Compliance & Integrity Office führt außerdem Präsenzschulungen durch. An diesen Schulungen nehmen Mitarbeiter aus dem gesamten Unternehmen teil, von Mitarbeitern mit Kundenkontakt bis hin zu Mitarbeitern in den Bereichen Kommunikation und Marketing. Darüber hinaus erhalten neue Mitarbeiter in den Einführungsveranstaltungen der Personalabteilung auch allgemeine Informationen zur Einhaltung der für sie relevanten Richtlinien.

Kommunikation unserer Standards

Mit einem Newsletter informieren wir unsere Mitarbeiter vierteljährlich über verschiedene Themen rund um die Einhaltung von Vorschriften. Darin beschreiben wir auch aktuelle Fälle, die für Schlagzeilen gesorgt haben, und stellen eine hypothetische Beispielsituation vor, mit der sich die Mitarbeiter auseinandersetzen sollen. Der Newsletter enthält außerdem Links zu relevanten Informationsquellen, beispielsweise zu unserem Tool für Whistleblower-Meldungen, zum Legal Compliance & Integrity Office, zur internen Revision und zu den globalen Richtlinien der SAP.

Unsere jährliche Mitarbeiterbefragung enthält auch Fragen zu den Themen ethisches Geschäftsverhalten und Compliance. Über unser Intranet führen wir regelmäßig Umfragen zu Compliance-Fragen im gesamten Unternehmen durch. Dort können Mitarbeiter auch jederzeit schnell und einfach auf alle globalen Richtlinien und weiteres Informationsmaterial zugreifen.

Unser Legal Compliance & Integrity Office führt laufende Informationskampagnen durch, um unsere Mitarbeiter unternehmensweit für das Thema ethisches Geschäftsverhalten zu sensibilisieren. Darüber hinaus tragen auch regelmäßige E-Mails an die Konzerngesellschaften und die Bereitstellung von Informationen in der Landessprache dazu bei, dass unsere Mitarbeiter ihr Verhalten im Geschäftsalltag an hohen ethischen Standards ausrichten.

Analyse von Compliance-Risiken

Wir wollen Herausforderungen begegnen, bevor sich daraus Probleme entwickeln. Für uns ist deshalb die Analyse von Compliance-Risiken eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass wir unseren hohen Maßstäben an ein ethisches Geschäftsverhalten gerecht werden können.

Wir untersuchen kontinuierlich alle Geschäftsbereiche der SAP im Hinblick auf mögliche Bestechungs- oder Korruptionsrisiken. So haben wir beispielsweise 2016 quantitative Daten zu 154 Konzerngesellschaften in 142 Ländern erfasst. Diese Daten beinhalten Informationen zur Höhe der Umsätze, zur Anzahl der Mitarbeiter, zum prozentualen Geschäftsanteil des öffentlichen Sektors, zur Anzahl der Betrugsvorwürfe und Betrugsfälle, zu relevanten Gesetzesänderungen oder -neuerungen und andere quantitative Informationen. Anhand dieser Informationen und der Einschätzungen unserer Geschäftsführung nehmen wir eine Risikoeinstufung der einzelnen Länder vor.

Unsere umfassenden Risikobewertungen ermöglichen es uns zudem, ein allgemeines Risikoprofil für die einzelnen Konzerngesellschaften zu erstellen. Durch die Analyse der erfassten quantitativen Daten sind wir in der Lage, die Länder zu bestimmen, in denen wir gezielte Maßnahmen zur Risikominderung ergreifen müssen.

Unser Legal Compliance & Integrity Office ermittelt in enger Abstimmung mit unserer Organisation Global Governance, Risk and Compliance Bereiche, in denen eine Risikobewertung erforderlich ist, und ergreift entsprechende Maßnahmen für festgestellte Risiken. Risiken im Hinblick auf Compliance sehen wir uns primär in den Bereichen Korruption, Kartellrecht, Exportkontrollen und geistiges Eigentum ausgesetzt. Weitere Informationen finden Sie in unserem Risikobericht.

Durchsetzung unserer Richtlinien

Wir möchten erreichen, dass unsere Compliance-Richtlinien lückenlos eingehalten und bei Verstößen schnell entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Zu diesem Zweck haben wir ein weltweites Netzwerk von Compliance-Experten geschaffen, die in den einzelnen Ländern das Thema Compliance vertreten.

Die Erstellung der Geschäftsgrundsätze und der damit zusammenhängenden Richtlinien sowie des Programms zur Korruptionsbekämpfung fallen in den Zuständigkeitsbereich des Legal Compliance & Integrity Office. Es setzt sich zusammen aus Global Compliance Officers in unserer Firmenzentrale und in unseren wichtigsten Märkten, vor allem dort, wo lokale Anforderungen hinsichtlich Sprache erfüllt werden müssen. Darüber hinaus untersuchen Compliance Officers in den einzelnen Konzerngesellschaften Vorfälle und leiten diese bei Bedarf zur Klärung an die Global Compliance Officers weiter.

Der Chief Global Compliance Officer berichtet regelmäßig an den Finanzvorstand und an den Gesamtvorstand sowie mindestens einmal jährlich an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Schwerwiegende Bestechungs- und Korruptionsfälle werden dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats umgehend gemeldet.

Mitarbeiter aller Unternehmensebenen sind verpflichtet, sich bei Interessenkonflikten an das Legal Compliance & Integrity Office zu wenden. Das Legal Compliance & Integrity Office geht diesen Hinweisen nach und formuliert gegebenenfalls Verhaltensregeln für den konkreten Fall oder ergreift Maßnahmen zur Lösung des Konflikts.

Prozesse für die Meldung von Vorfällen und Gegenmaßnahmen

Ist ein Mitarbeiter der Ansicht, dass gegen die Geschäftsgrundsätze der SAP verstoßen wurde, oder benötigt er Rat zu einer bestimmten Situation, stehen ihm verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • unsere Governance-Hotline unter der Telefonnummer +49 6227 7-40022
  • eine E-Mail an das Legal Compliance & Integrity Office unter der Adresse global-compliance-office@sap.com
  • Kontaktaufnahme mit den Local Compliance Officers (telefonisch oder per E-Mail)
  • unser Online-Tool für anonyme Whistleblower-Meldungen

Informationen zur Meldung von Compliance-Verstößen stehen den Mitarbeitern in unserem Intranet zur Verfügung. Neue Mitarbeiter werden im Rahmen ihrer Einarbeitung über diese Möglichkeiten informiert. Externe Stakeholder, die keinen Zugriff auf das Intranet der SAP haben, finden auf unserer Webseite Informationen zu unserer Hotline und E-Mailadresse. Auch im SAP-Verhaltenskodex für Partner und im SAP-Verhaltenskodex für Lieferanten werden die Wege beschrieben, über die solche Vorfälle gemeldet werden können. Die meisten dieser Systeme zur Meldung von Vorfällen stehen rund um die Uhr zur Verfügung, und im Falle einer Untersuchung werden Meldungen so vertraulich wie möglich behandelt.

Alle Meldungen werden untersucht, und bei Bedarf werden geeignete Maßnahmen ergriffen. Diese können bis zur Kündigung eines Mitarbeiters reichen.

Aktive Korruptions­bekämpfung

Im Kampf gegen Korruption und die damit verbundenen negativen Auswirkungen arbeitet die SAP aktiv mit anderen Unternehmen und Organisationen zusammen. Die SAP ist Mitglied von Transparency International Deutschland e.V., einer gemeinnützigen und politisch unabhängigen Organisation, die sich der Bekämpfung von Korruption in Politik und Wirtschaft verschrieben hat.

Wir engagieren uns außerdem in der Initiative Alliance for Integrity (AfIn), in der sich verschiedene Interessengruppen aus der Wirtschaft für mehr Integrität und ein gesetzeskonformes Geschäftsverhalten einsetzen. Die Initiative wurde von einer Reihe von internationalen Konzernen, Wirtschaftsverbänden, dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Deutschen Global Compact Netzwerk und der gemeinnützigen Entwicklungsorganisation sequa ins Leben gerufen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Kollektivmaßnahmen zur Korruptionsbekämpfung direkt in den Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen umzusetzen.

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