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Rückblick und Analyse



Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der SAP


Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

2015 verzeichneten wir ein sehr starkes Wachstum in unserem Cloud-Geschäft. Auch im Lizenzgeschäft waren wir mit einem Wachstum von 10 % sehr erfolgreich. Aufgrund unserer starken Umsatzzahlen haben wir das höchste Betriebsergebnis (Non-IFRS) in der Geschichte der SAP erzielt.

Das außergewöhnlich starke Cloud-Wachstum wird entscheidend von einem umfangreichen Cloud-Portfolio, dem weltweit größten Cloud-Geschäftsnetzwerk (SAP Ariba, Concur, SAP Fieldglass) und der SAP HANA Enterprise Cloud bestimmt.  

Wir machten bedeutende Fortschritte bei der Umgestaltung unseres Unternehmens, indem wir Investitionen von Aktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, in strategische Wachstumsbereiche verlagert haben, um die gewaltigen Wachstumschancen am Markt nutzen zu können. Unsere umfassende Cloud-Vision und die starke Nachfrage nach SAP S/4HANA stimmen uns sehr zuversichtlich, dass wir im Jahr 2016 und darüber hinaus erfolgreich sein werden. Aus diesem Grund haben wir unsere Ziele für 2017 angehoben. Bei den Cloud- und Softwareerlösen und beim Betriebsergebnis haben wir unsere Ziele übertroffen und sind weiterhin zuversichtlich, dass die SAP auch in Zukunft profitables Wachstum erzielen wird.

Einfluss der Bilanzpolitik auf die wirtschaftliche Lage

Ausführliche Informationen zu unseren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden Sie unter Textziffer (3)  im Anhang zum Konzernabschluss.

Außerbilanzielle Finanzinstrumente wie Sale-and-Lease-Back-Transaktionen, Asset Backed Securities oder Haftungsverhältnisse gegenüber strukturierten Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind, sind nicht vorhanden.

Darstellung der Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2015 (Non-IFRS)


Im Jahr 2015 basierten unsere interne Steuerung und unsere operativen Ertragsziele sowie unser veröffentlichter Ausblick auf Non-IFRS-Kennzahlen. Daher greifen wir im folgenden Abschnitt zur Erläuterung der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu unserem Ausblick ausschließlich auf Non-IFRS-Kennzahlen, die aus IFRS-Kennzahlen abgeleitet sind, zurück und kennzeichnen sie als solche. Die Erläuterungen im darauffolgenden Abschnitt zur Ertragslage nach IFRS beschränken sich dagegen auf Zahlen, die gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) dargestellt und daher nicht explizit als solche gekennzeichnet sind.

Infolge des Erwerbs von Concur Technologies im Dezember 2014 sind die Ergebnisse von Concur im Jahr 2014 nur im Monat Dezember enthalten. Bedingt durch den Erwerb von Fieldglass im Mai 2014 sind die Ergebnisse von Fieldglass im Jahr 2014 nur für die Monate Mai bis Dezember enthalten.

Ausblick 2015 (Non-IFRS)

Anfang 2015 sagten wir voraus, dass im Zuge der starken Wachstumsdynamik im Cloud-Geschäft die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 1,95 Mrd. € und 2,05 Mrd. € liegen würden (2014: 1,10 Mrd. €). Das obere Ende dieser Spanne entspricht währungsbereinigt einer Wachstumsrate von 86 %, zu der die akquirierten Unternehmen Concur und Fieldglass voraussichtlich rund 50 Prozentpunkte beitragen sollten. Die SAP erwartete, dass die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) im Gesamtjahr 2015 in einer Spanne zwischen 8 % und 10 % zunehmen würden (2014: 14,33 Mrd. €). Außerdem prognostizierten wir, dass unser Betriebsergebnis (Non-IFRS) für das Gesamtjahr 2015 ohne Berücksichtigung der Wechselkurse in einer Spanne von 5,6 Mrd. € und 5,9 Mrd. € liegen würde (2014: 5,64 Mrd. €). Wir erwarteten eine effektive Steuerquote (IFRS) von 25,0 % bis 26,0 % (2014: 24,7 %) und eine effektive Steuerquote (Non-IFRS) von 26,5 % bis 27,5 % (2014: 26,1 %).

Tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Ausblick (Non-IFRS)

Sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Ergebnisseite konnten wir die Anfang des Jahres kommunizierte Prognose erreichen oder gar übertreffen.

Soll-Ist-Vergleich für 2015

 

 

Prognosen für 2015

 

Ergebnisse für 2015

Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse

(Non-IFRS, währungsbereinigt)

 

1,95 Mrd.€

bis 2,05 Mrd. €

 

2,00 Mrd. €

Cloud- und Softwareerlöse

(Non-IFRS, währungsbereinigt)

 

+8 %

bis +10 %

 

+12 %

Betriebsergebnis

(Non-IFRS, währungsbereinigt)

 

5,6 Mrd. €

bis 5,9 Mrd. €

 

5,90 Mrd. €

Effektive Steuerquote (IFRS)

 

25,0 %

bis 26,0 %

 

23,4 %

Effektive Steuerquote (Non-IFRS)

 

26,5 %

bis 27,5 %

 

26,1 %

Trotz der teilweise anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit während des gesamten Jahres 2015 zeigten unsere Neu- und Bestandskunden weiterhin eine hohe Bereitschaft, in unsere Lösungen zu investieren.

Die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support (Non-IFRS) stiegen ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse von 1,1 Mrd. € im Jahr 2014 auf 2,0 Mrd. € im Jahr 2015. Dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg von 82 %. Darin sind Effekte von akquirierten Unternehmen enthalten, die in den Vorjahreszahlen wegen ihres unterjährigen Erwerbs nicht oder nur teilweise enthalten sind. Neben den positiven Akquisitionseffekten profitierte der Cloud-Bereich von starkem organischen Wachstum (währungsbereinigt 32 %), das die langfristigen Wachstumserwartungen im Jahr 2015 übertraf.

Beginnend mit dem ersten Quartal 2015 verwendet die SAP eine neue Kennzahl im Bereich Cloud, die wir „New Cloud Bookings“ nennen. Diese Kennzahl ist eine Auftragskennzahl, die sich wie folgt bestimmt:

Die Kennzahl beinhaltet alle Auftragseingänge einer bestimmten Periode, die die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Der Umsatz aus den Aufträgen wird voraussichtlich als Cloud-Subskriptions- und ‑Supporterlöse klassifiziert.
  • Der Umsatz resultiert aus Verträgen mit neuen Kunden sowie aus zusätzlichen Verkäufen an bereits existierende Kunden. Folglich sind Verlängerungen von bereits bestehenden Verträgen nicht enthalten.
  • Der Auftragseingang ist vertraglich bindend (das heißt nutzungsabhängige Entgelte und ähnliche Vergütungsmodelle sind nicht enthalten). Da die Netzwerktransaktionsgebühren von SAP Ariba und SAP Fieldglass vertraglich nicht bindend und nutzungsabhängig sind, werden sie folglich in der Kennzahl „New Cloud Bookings“ nicht berücksichtigt.
  • Beträge werden auf Jahresbasis umgerechnet. Das heißt, bei Verträgen mit einer Laufzeit von über einem Jahr enthält die Kennzahl die durchschnittlichen jährlichen Auftragszahlen.

Entsprechend ist die Kennzahl New Cloud Bookings ein Indikator für den Vertriebserfolg im Cloud-Geschäft innerhalb einer bestimmten Periode sowie für die zukünftigen Cloud-Subskriptionserlöse. Im Geschäftsjahr 2015 erhöhten sich die New Cloud Bookings um 100 % auf 874 Mio. € (2014: 436 Mio. €). Concur trug 2015 169 Mio. € zu den New Cloud Bookings bei. Neben dem starken Wachstum der New Cloud Bookings stieg die Summe aus Cloud-Backlog (entspricht dem Volumen der noch nicht in Rechnung gestellten Verträge) und abgegrenzten Cloud-Erlösen, die zusammen die bereits heute bekannten und sicheren zukünftigen Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und ‑Support widerspiegeln, um 53 % auf eine Höhe von 4,6 Mrd. € (2014: 3,0 Mrd. €). Dieses bereits heute gesicherte Erlösvolumen wird auch für 2016 und die folgenden Jahre starkes Cloud-Wachstum generieren.

Neben dem Cloud-Geschäft zeigte unser On-Premise-Kerngeschäft 2015 ein außerordentlich starkes Wachstum. Die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS) erhöhten sich auf 17,2 Mrd. € (2014: 14,3 Mrd. €). Das Wachstum ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse betrug 12 % und lag damit weit oberhalb der Prognose für 2015.

Der Gesamtumsatz (Non-IFRS) stieg 2015 um 18 % auf 20,8 Mrd. € (2014: 17,6 Mrd. €). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurse entspricht dies einem Anstieg um 10 %.

Die operativen Aufwendungen (Non-IFRS) erhöhten sich im Geschäftsjahr 2015 um 21 % auf 14,5 Mrd. € (2014: 11,9 Mrd. €). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurse entspricht dies einem Anstieg um 12 %.

Unsere Kostenbasis war 2015 durch unsere Transformation hin zu einem schnell wachsenden Cloud-Geschäft beeinflusst, die einen signifikant höheren Anteil an besser vorhersehbaren Cloud-Subskriptionserlösen zur Folge hatte. Die Bruttomargen der unterschiedlichen Cloud-Angebote zeigten im Laufe des Jahres eine positive Entwicklung. Unsere Bruttomarge (Non-IFRS) im Netzwerkbereich lag für das Gesamtjahr 2015 bei ungefähr 75 % und damit schon fast bei unserem langfristigen Ziel von 80 %. Dieses hervorragende Ergebnis beruht auf einer generellen Verbesserung der Profitabilität und ist unter anderem auch durch akquisitionsbedingte Effekte aus der Concur-Akquisition beeinflusst. Das Wachstum unseres Private-Cloud-Angebots fiel 2015 deutlich positiver aus als ursprünglich erwartet. Gleichzeitig konnten wir auch die Profitabilität unseres Private-Cloud-Angebots weiter verbessern, die für das Gesamtjahr 2015 zwar immer noch negativ ist, jedoch gute Fortschritte im Laufe des Jahres erkennen ließ, sodass der Break-even im Laufe des kommenden Jahres erwartet wird. Die Profitabilität unseres Public-Cloud-Angebots lag für das Gesamtjahr 2015 bei ungefähr 70 % im Vergleich zum langfristigen Ziel von 80 %. Insgesamt konnten wir damit trotz inkrementeller Investitionen in die Cloud-Infrastruktur eine Verbesserung der Cloud-Profitabilität von 64.3 % im Jahr 2014 auf 65,6 % im Jahr 2015 erreichen. Diese Investitionen waren erforderlich, um die gestiegene Nachfrage, die an den Cloud Bookings und dem deutlich angestiegenen Cloud-Backlog zu erkennen ist, in den zukünftigen Perioden erfolgreich bedienen zu können.

Effizienzsteigerungen sowohl im Kerngeschäft als auch im Cloud-Geschäft trugen zum absoluten Wachstum des Betriebsergebnisses bei. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) stieg im Geschäftsjahr 2015 ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse um 5 % auf 5,904 Mrd. €. Dieser Anstieg reflektiert den finanziellen Erfolg der durchgeführten Geschäftstransformation in Kombination mit einem starken Umsatzwachstum. Außerdem ist das Betriebsergebnis beeinflusst durch das globale Transformationsprogramm, das die operativen Aufwendungen in Höhe eines dreistelligen Millionen-Euro-Betrags reduzierte. Gleichzeitig stieg jedoch die Anzahl der Mitarbeiter 2015 um mehr als 2.500 Vollzeitbeschäftigte, da wir weiterhin in unsere Innovations- und Wachstumsmärkte investieren. Als Resultat dieser Effekte lag das währungsbereinigte Betriebsergebnis (Non-IFRS) bei 5,904 Mrd. € und damit leicht oberhalb des Ausblicks in Höhe von 5,6 Mrd. € bis 5,9 Mrd. €.

Wir erzielten eine effektive Steuerquote (IFRS) von 23,4 % und eine effektive Steuerquote (Non-IFRS) von 26,1 %. Damit lagen wir unterhalb der Prognose von 25,0 % bis 26,0 % (IFRS) und 26,5 % bis 27,5 % (Non-IFRS). Die Reduzierung der effektiven Steuerquote gegenüber der Prognose resultierte im Wesentlichen aus Steuern für Vorjahre.

Entwicklung der Ertragslage (IFRS)


Im folgenden Abschnitt über die Ertragslage nach IFRS werden unsere Ergebnisse ausschließlich auf der Basis von IFRS-Kennzahlen analysiert, die daher nicht explizit als solche gekennzeichnet sind.

Wir gliedern unsere Geschäftstätigkeit nach den folgenden drei Regionen: der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika), der Region Amerika (Nord- und Lateinamerika) sowie der Region APJ (Asien-Pazifik-Japan). Die Umsatzaufteilung erfolgt nach dem Sitz des Kunden. Weitere Informationen zu unseren Umsätzen in den einzelnen Regionen finden Sie unter Textziffer (28) im Konzernanhang.

Umsatzentwicklung

Umsatzerlöse

Unsere Umsatzerlöse stiegen von 17.560 Mio. € im Jahr 2014 auf 20.793 Mio. € im Jahr 2015, was einem Zuwachs um 3.233 Mio. € oder 18 % entspricht. Dieser Anstieg beinhaltet einen Zuwachs aus Neugeschäft von 10 % und einen Zuwachs aus Währungsveränderungen von 9 %. Das Erlöswachstum resultiert hauptsächlich aus einem Anstieg der Software- Supporterlöse um 1.264 Mio. € und einem Anstieg der Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support um 1.199 Mio. €, jedoch auch aus einem Anstieg der Softwareerlöse um 436 Mio. € und der Serviceerlöse um 334 Mio. €. Die Cloud- und Softwareerlöse beliefen sich 2015 auf 17.214 Mio. €, was einem Anstieg von 20 % entspricht. Der Anteil der Cloud- und Softwareerlöse an den Umsatzerlösen belief sich 2015 auf 83 % gegenüber 82 % im Jahr 2014. Die Serviceerlöse stiegen von 3.245 Mio. € im Jahr 2014 um 10 % auf 3.579 Mio. € im Jahr 2015, was einem Anteil an unseren Umsatzerlösen von 17 % entspricht.

Cloud-Subscriptionen

Nähere Informationen zur Aufteilung der Umsatzerlöse auf einzelne Regionen und Branchen finden Sie in den Abschnitten Umsatzerlöse nach Regionen sowie Umsatzerlöse nach Branchen.

Cloud- und Softwareerlöse

Die Softwareerlöse resultieren aus den Lizenzgebühren, die wir aus dem Verkauf oder der Lizenzierung von Software an Kunden erzielen. Die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support beziehen sich auf Verträge, die es dem Kunden gestatten, auf bestimmte von der SAP gehostete Softwarelösungen während der Vertragslaufzeit zuzugreifen. Supporterlöse verkörpern den Umsatz, den wir durch technischen Kundensupport und nicht spezifizierte Softwareupgrades, -updates und -erweiterungen generieren.

Die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support stiegen von 1.087 Mio. € im Jahr 2014 auf 2.286 Mio. € im Jahr 2015.

Bei den Softwareerlösen konnten wir trotz Belastungen durch ein schwieriges makroökonomisches und politisches Umfeld in Kombination mit einem zunehmenden Umstieg der Branche in die Cloud einen Anstieg der Softwareerlöse um 436 Mio. € verzeichnen. Dieser Anstieg von 4.399 Mio. € im Jahr 2014 auf 4.835 Mio. € im Jahr 2015 entspricht einem Anstieg aus Software-Neugeschäft von 4 % und einem Anstieg aus Währungsveränderungen von 6 %.

Cloud- und Softwareerlöse

2015 hat sich unser Kundenstamm weiter vergrößert. Gemessen an der Anzahl der abgeschlossenen Verträge sind im Jahr 2015 13 % unserer Auftragseingänge für Software auf Verträge mit Neukunden zurückzuführen (2014: 12 %). Der gesamte Auftragseingangswert für Software stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 % an. Die Gesamtzahl der abgeschlossenen Verträge für neue Software wuchs um 6 % auf 57.439 (2014: 54.120), während der durchschnittliche Auftragswert um 9 % anstieg. Im Jahr 2015 resultierten 27 % (2014: 22 %) des Software-Auftragseingangswertes aus Verträgen, deren Volumen 5 Mio. € überstieg, sowie 40 % (2014: 44 %) aus Verträgen, deren Volumen unter 1 Mio. € lag.

Unser stabiler Kundenstamm und der anhaltende Verkauf von Software im gesamten Geschäftsjahr 2015 und im Vorjahr sowie das anhaltende Interesse an unseren Supportangeboten hatten einen Anstieg der Supporterlöse von 8.829 Mio. € im Jahr 2014 auf 10.093 Mio. € im Jahr 2015 zur Folge. Der größte Teil der Supporterlöse entfällt auf das Serviceangebot SAP Enterprise Support. Der Anstieg der Supporterlöse um 1.264 Mio. € oder 14 % beinhaltet ein Wachstum aus Support-Neugeschäft von 7 % und einen Anstieg aus Währungsveränderungen von 8 %. Das Wachstum lässt sich vor allem auf SAP Product Support for Large Enterprises und SAP Enterprise Support zurückführen. Die Akzeptanzrate für SAP Enterprise Support im Neukundengeschäft stieg 2015 leicht auf 99 % (2014: 98 %).

Die Software- und Supporterlöse stiegen von 13.228 Mio. € im Jahr 2014 auf 14.928 Mio. € im Jahr 2015, was einem Zuwachs um 1.700 Mio. € oder 13 % entspricht. Diese Zunahme beinhaltet ein Wachstum aus Neugeschäft von 6 % und einen Anstieg aus Währungsveränderungen von 7 %.

Die Cloud- und Softwareerlöse stiegen von 14.315 Mio. € im Jahr 2014 auf 17.214 Mio. € im Jahr 2015, was einem Wachstum um 20 % entspricht. Das Erlöswachstum setzt sich aus einem Anstieg aus Cloud- und Software-Neugeschäft von 12 % und einem Anstieg aus Währungsveränderungen von 9 % zusammen.

Serviceerlöse

Unsere Serviceerlöse bestehen aus unserem Beratungsgeschäft, unseren Premium-Services-Angeboten, unseren Schulungsangeboten, Nachrichten-Dienstleistungen und Zahlungsverkehr-Dienstleistungen. Die Beratungserlöse werden vorwiegend aus der Implementierung unserer Cloud- und Softwareprodukte erzielt. Unsere Premiumangebote bieten Kunden maßgeschneiderte, hochwertige Support-Dienstleistungen. Nachrichten-Dienstleistungen umfassen die Übermittlung von Textnachrichten von einem Mobilfunkanbieter zu einem anderen. Zahlungsverkehr-Dienstleistungen werden hauptsächlich in Verbindung mit unseren Reisekostenmanagement-Lösungen erbracht.

Die Serviceerlöse stiegen von 3.245 Mio. € im Jahr 2014 auf 3.579 Mio. € im Jahr 2015, was einem Anstieg um 334 Mio. € oder 10 % entspricht. Dieser Zuwachs beinhaltet ein Wachstum aus Service-Neugeschäft von 2 % und einen Anstieg aus Währungsveränderungen von 8 %.

Eine stabile Auftragslage bei Dienstleistungsprojekten führte zu einem Anstieg der Beratungs- und Premium-Services-Erlöse von 2.634 Mio. € im Jahr 2014 auf 2.856 Mio. € im Jahr 2015, was einem Anstieg von 222 Mio. € oder 8 % entspricht. Diese Zunahme beinhaltet ein Wachstum aus Neugeschäft von 0 % und einen Anstieg aus Währungsveränderungen von 8 %. Damit belief sich der Anteil der Beratungs- und Premium-Services-Erlöse an den gesamten Serviceerlösen auf 80 % (2014: 81 %). Der Anteil der Beratungs- und Premium-Services-Erlöse an den Umsatzerlösen betrug 14 % im Jahr 2015 (2014: 15 %).

Die sonstigen Serviceerlöse beliefen sich auf 723 Mio. € im Jahr 2015, was einem Anstieg um 112 Mio. € oder 18 % entspricht (2014: 611 Mio. €). Dies entspricht einem Wachstum aus Neugeschäft von 9 % und einem Anstieg aus Währungsveränderungen von 10 %.

Umsatzerlöse nach Regionen und Branchen

Umsatzerlöse nach Regionen

Umsatzerlöse nach Regionen
Region EMEA

Im Jahr 2015 entfielen mit 9.181 Mio. € (2014: 8.383 Mio. €) 44 % (2014: 48 %) unserer Umsatzerlöse auf die Region EMEA. Dies entspricht einem Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr um 10 %. Die Umsatzerlöse in Deutschland stiegen um 8 % auf 2.771 Mio. € (2014: 2.570 Mio. €). Der auf Deutschland entfallende Anteil an unseren Umsatzerlösen in der Region EMEA betrug 30 % (2014: 31 %). Die restlichen Erlöse der Region EMEA stammten in erster Linie aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Russland, der Schweiz und Großbritannien. Die Cloud- und Softwareerlöse der Region EMEA beliefen sich auf 7.622 Mio. € (2014: 6.819 Mio. €). Der Anteil der Cloud- und Softwareerlöse an den Umsatzerlösen belief sich auf 83 % gegenüber 81 % im Jahr 2014. Die Cloud- Subskriptionserlöse stiegen um 83 % auf 507 Mio. € im Jahr 2015 (2014: 277 Mio. €). Dieser Anstieg beinhaltet einen Zuwachs aus Cloud-Neugeschäft von 69 % und einen Zuwachs aus Währungsveränderungen von 14 %. Die Software- und Supporterlöse stiegen um 9 % auf 7.115 Mio. € im Jahr 2015 (2014: 6.542 Mio. €). Dieser Anstieg beinhaltet einen Zuwachs aus Neugeschäft von 8 % und einen Zuwachs aus Währungsveränderungen von 1 %.

Region Amerika

2015 entfielen 41 % (2014: 37 %) unserer Umsatzerlöse auf die Region Amerika. Die Umsatzerlöse in der Region Amerika stiegen um 30 % auf 8.428 Mio. €; die in den USA erzielten Umsatzerlöse erhöhten sich um 38 % auf 6.750 Mio. €. Dieses Wachstum beinhaltet eine Zunahme aus Neugeschäft von 16 % und einen Zuwachs aus Währungsveränderungen von 22 %. Der auf die USA entfallende Anteil an den Umsatzerlösen in der Region Amerika betrug 80 % (2014: 75 %). In den übrigen Ländern der Region Amerika stiegen die Umsatzerlöse um 5 % auf 1.678 Mio. €. Dieser Anstieg beinhaltet einen Zuwachs aus Neugeschäft von 3 % und einen Zuwachs aus Währungsveränderungen von 2 %. Diese Erlöse wurden hauptsächlich in Brasilien, Kanada und Mexiko generiert. Die Cloud- und Softwareerlöse der Region Amerika beliefen sich auf 6.929 Mio. € (2014: 5.276 Mio. €). Damit beträgt die Summe der Cloud- und Softwareerlöse an den Umsatzerlösen 82 % (2014: 81 %). Die Cloud-Subskriptionserlöse stiegen um 123 % auf 1.579 Mio. € im Jahr 2015 (2014: 709 Mio. €), die Währungseffekte beliefen sich auf 34 %, das Wachstum aus Cloud-Neugeschäft belief sich auf 89 %. Die Software- und Supporterlöse stiegen um 17 % auf 5.350 Mio. € im Jahr 2015 (2014: 4.566 Mio. €). Dieser Anstieg beinhaltet einen Zuwachs aus Neugeschäft von 2 %, die Währungseffekte beliefen sich auf 15 %.

Region APJ

2015 entfielen 15 % (2014: 15 %) unserer Umsatzerlöse auf die Region APJ, wobei hier der größte Umsatzzuwachs in Indien erzielt wurde. Die Umsatzerlöse in der Region APJ stiegen um 18 % auf 3.185 Mio. €. In Japan stiegen unsere Umsatzerlöse um 11 % auf 667 Mio. €. Der auf Japan entfallende Anteil an den Umsatzerlösen in der Region APJ betrug 21 % (2014: 22 %). Der Umsatzzuwachs in Japan beinhaltet einen Zuwachs aus Neugeschäft von 6 %, die Währungseffekte beliefen sich auf 5 %. In den übrigen Ländern der Region APJ nahmen die Umsatzerlöse um 21 % zu. Die Umsatzerlöse in den übrigen Ländern der Region APJ wurden hauptsächlich in Australien, China und Indien erzielt. Die Cloud- und Softwareerlöse der Region APJ beliefen sich auf 2.663 Mio. € (2014: 2.221 Mio. €). Der Anteil der Cloud- und Softwareerlöse an den Umsatzerlösen beträgt 84 % (2014: 83 %). Die Cloud-Subskriptionserlöse stiegen um 98 % auf 200 Mio. € im Jahr 2015 (2014: 101 Mio. €). Dieser Anstieg beinhaltet einen Zuwachs aus Neugeschäft von 82 % und einen Anstieg aus Währungsveränderungen von 17 %. Die Software- und Supporterlöse stiegen um 16 % auf 2.463 Mio. € im Jahr 2015 (2014: 2.120 Mio. €). Dieser Anstieg beinhaltet einen Zuwachs aus Neugeschäft von 8 % und einen Anstieg aus Währungsveränderungen von 8 %.

Umsatzerlöse nach Branchen

Die Zuteilung unserer Kunden zu einer unserer Branchengruppen erfolgt bei der ersten vertraglichen Vereinbarung. Die Erlöse, die wir anschließend aus Geschäften mit einem bestimmten Kunden erzielen, ordnen wir der betreffenden Gruppe zu.

Umsatzerlöse nach Branchen

In den folgenden Sektoren erzielten wir ein überdurchschnittliches Wachstum, gemessen an der Veränderung der Umsatzerlöse im Jahr 2014: Öffentlicher Sektor (2.174 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 22 %), Handel und Konsumgüter (4.934 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 22 %) und Fertigungsindustrie (3.672 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 20 %). Die Ergebnisse der anderen Sektoren waren wie folgt: Dienstleistungen (3.298 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 17 %), Energie und natürliche Ressourcen (4.834 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 16 %) und Finanzdienstleistungen (1.881 Mio. € bei einer Wachstumsrate der Umsatzerlöse von 11 %).

Betriebsergebnis und operative Marge

2015 erzielte die SAP Rekordumsätze und investierte weiterhin in Innovationen und ihr Cloud-Geschäft. Bedingt durch das starke Umsatzwachstum stiegen auch die Aufwendungen für Mitarbeitervergütungen, während sich der steigende Aktienkurs gleichzeitig in höheren Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme niederschlug. Daher sank unser Betriebsergebnis leicht um 2 % auf 4.252 Mio. € (2014: 4.331 Mio. €).

Die operativen Aufwendungen stiegen 2015 auf 16.541 Mio. € (2014: 13.230 Mio. €), was einer Erhöhung um 3.311 Mio. € beziehungsweise um 25 % entspricht. Dieser Kostenanstieg ist im Wesentlichen auf die Akquisition von Concur im Dezember 2014, umsatz- und investitionsbedingt steigende Cloud-Subskriptions- und -Supportkosten, fortgeführte Investitionen in den Vertrieb sowie auf höhere Restrukturierungskosten zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis wurde durch akquisitionsbedingte Aufwendungen in Höhe von 738 Mio. € (2014: 562 Mio. €), Restrukturierungskosten in Höhe von 621 Mio. € (2014: 126 Mio. €) sowie 724 Mio. € Kosten für anteilsbasierte Vergütungen (2014: 290 Mio. €) stärker belastet als im Vorjahr. Durch die erzielten Rekordumsätze und den im Jahr 2015 steigenden Aktienkurs stiegen neben den Bonuszahlungen an die Mitarbeiter auch die Kosten für anteilsbasierte Vergütungen. Ferner wurde das Betriebsergebnis im Gesamtjahr 2015 durch fortgeführte Investitionen in die Cloud-Infrastruktur, die weltweiten Vertriebsaktivitäten sowie in Forschung und Entwicklung beeinflusst. Die Zahl der Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte) stieg im Gesamtjahresvergleich um 2.579.

 

Betriebsergebnis
Operative Marge
 
 

Die angeführten kurzfristig negativen Auswirkungen auf das Betriebsergebnis stellen überwiegend Investitionen in die Zukunft dar und konnten durch das Umsatzwachstum teilweise kompensiert werden.

Aufgrund der angeführten Effekte auf das Betriebsergebnis fiel die operative Marge im Jahr 2015 um 4,2 Prozentpunkte auf 20,5 % (2014: 24,7 %).

Die einzelnen Komponenten der Umsatzkosten entwickelten sich wie folgt:

Cloud- und Softwarekosten

Die Cloud- und Softwarekosten umfassen hauptsächlich Aufwendungen für Kundensupport, Kosten für die Entwicklung individueller Kundenlösungen, die den spezifischen geschäftlichen Anforderungen der Kunden Rechnung tragen, Kosten für die Bereitstellung und den Betrieb von Cloud-Anwendungen, Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie an Dritte gezahlte Lizenzgebühren und Provisionen für Datenbanken und andere komplementäre Produkte externer Anbieter, die wir an unsere Kunden weiterlizenzieren.

Die Cloud- und Softwarekosten stiegen 2015 um 30 % auf 3.313 Mio. € (2014: 2.557 Mio. €).

Wesentliche Kostenfaktoren waren der durch die anhaltend hohe Kundennachfrage notwendige Ausbau des Cloud-Geschäfts und der damit verbundene Anstieg der Kosten für die Bereitstellung und den Betrieb unserer Cloud-Anwendungen um weitere 539 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr, ein umsatzbedingter Anstieg von 164 Mio. € der Lizenzgebühren, die wir an Dritte bezahlen, sowie die Erhöhung der Ausgaben für kundenspezifische Entwicklungsprojekte um 74 Mio. €. Diese Investitionen trugen positiv zur Entwicklung der entsprechenden Umsätze bei. Unsere Marge für Cloud-Subskriptionen und -Support fiel um 0,4 Prozentpunkte auf 55,3 % (2014: 55,8 %). Dieser Margenrückgang ist vor allem auf erhöhte Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Ausbau unserer Cloud-Infrastruktur zurückzuführen. Diese stellen eine Investition in unser stark wachsendes zukünftiges Cloud-Geschäft dar und wurden teilweise bereits durch einen starken Anstieg der Cloud-Subskriptions- und Supporterlöse kompensiert.

Die Bruttomarge des Cloud- und Softwaregeschäfts, also das Verhältnis des Cloud- und Softwareergebnisses zu den Cloud- und Softwareerlösen, fiel im Jahr 2015 auf 80,8 % (2014: 82,1 %). Diese Veränderung beruht vor allem auf der veränderten Umsatzverteilung mit einem zunehmenden Anteil der Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse. Dagegen hat sich sowohl die Cloud-Subskriptions- und -Supportmarge als auch die Softwarelizenz- und -Supportmarge nur geringfügig verändert.

 

Servicekosten

Die Servicekosten setzen sich in erster Linie aus Personalaufwendungen für Beratungs-, Premium-Services- und Schulungspersonal sowie aus Aufwendungen für zugekaufte Beratungs- und Schulungsdienstleistungen zusammen. Diese Position beinhaltet außerdem Vertriebs- und Marketingkosten im Zusammenhang mit unseren Services, die aus Vertriebs- und Marketingaktivitäten resultieren, welche nicht klar von der Erbringung der Services abgegrenzt werden können.

Wir konnten unsere Serviceerlöse im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 10 % auf 3.579 Mio. € steigern (2014: 3.245 Mio. €). Dennoch wird unser Servicegeschäft weiterhin stark durch die Umstellung vom traditionellen Softwaregeschäft mit Lizenz- und Beratungserlösen hin zu Cloud-Lösungen und Erlösen auf Subskriptionsbasis beeinflusst. Außerdem investieren wir in unsere SAP-ONE-Service-Organisation. Dadurch stiegen auch die Servicekosten um 22 % auf 3.313 Mio. € gegenüber 2.716 Mio. € im Jahr 2014. Die Bruttomarge des Servicegeschäfts, also das Verhältnis des Ergebnisses aus den Services zu den Serviceerlösen, sank auf 7,4 % (2014: 16,3 %).

Forschung und Entwicklung

Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) umfassen vorwiegend Personalaufwendungen für unsere F&E-Mitarbeiter, Kosten für unabhängige Dienstleister, die wir zur Unterstützung unserer F&E-Aktivitäten beauftragt haben, und Abschreibungen für im Rahmen unserer F&E-Aktivitäten genutzte Computerhardware und ‑software.

Durch zunehmende Personalaufwendungen aufgrund einer zum Jahresende um 11 % gestiegenen Mitarbeiterzahl und im Vergleich zum Vorjahr umsatzabhängig gestiegener Vergütungsaufwendungen erhöhten sich die F&E-Kosten im Jahr 2015 um 22 % auf 2.845 Mio. € gegenüber 2.331 Mio. € im Jahr 2014. Damit wuchs die F&E-Quote, also der Anteil der F&E-Kosten an den Umsatzerlösen, im Gesamtjahr 2015 auf 13,7 % (2014: 13,3 %). Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Produkte, Forschung und Entwicklung und Services.

Vertriebs- und Marketingkosten

Die Vertriebs- und Marketingkosten bestehen hauptsächlich aus Personalaufwendungen und den Kosten des Direktvertriebs sowie der Vermarktung unserer Produkte und Dienstleistungen.

Die Vertriebs- und Marketingkosten stiegen von 4.304 Mio. € im Jahr 2014 um 25 % auf 5.401 Mio. € im Jahr 2015. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf erhöhte Personalkosten durch den Ausbau der weltweiten Vertriebsmannschaft und durch gestiegene Bonuszahlungen aufgrund des starken Umsatzwachstums zurückzuführen. Das Verhältnis der Vertriebs- und Marketingkosten zu den Umsatzerlösen stieg mit 26,0 % im Jahr 2015 im Vorjahresvergleich (2014: 24,5 %) um 1,5 Prozentpunkte.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten in erster Linie Personalaufwendungen zur Unterstützung unserer Finanz- und Verwaltungsfunktionen.

Unsere allgemeinen Verwaltungskosten wuchsen von 892 Mio. € im Jahr 2014 auf 1.048 Mio. € im Jahr 2015, was einer Zunahme von 17 % entspricht. Diese im Verhältnis zum Umsatzwachstum leicht unterproportionale Kostenentwicklung ist hauptsächlich auf ein konsequentes Kostenmanagement zurückzuführen. Dadurch sank das Verhältnis der allgemeinen Verwaltungskosten zu den Umsatzerlösen im Jahr 2015 leicht auf 5,0 % (2014: 5,1 %).

Segmentinformationen (Non-IFRS)

Im Geschäftsjahr 2015 hatte die SAP zwei Geschäftssegmente: „Anwendungen, Technologie & Services“ und „SAP-Geschäftsnetzwerke“. Auf Basis dieser beiden Segmente der SAP beurteilt unser Vorstand, der für die Bewertung der Ertragslage des Unternehmens und die Allokation der Ressourcen verantwortlich ist, regelmäßig die Geschäftstätigkeit.

Die Zahlen zu den Umsatzerlösen und den Ergebnissen der einzelnen Geschäftssegmente folgen unserem internen Berichtswesen und unterscheiden sich daher von den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS ausgewiesenen Umsatz- und Ergebniszahlen. Weitere Informationen zu unserer Segmentberichterstattung, den finanziellen Steuerungsgrößen sowie eine Überleitung von der internen Berichterstattung auf die externe Berichterstattung nach IFRS finden Sie unter Textziffer (28) im Anhang zum Konzernabschluss und im Kapitel Steuerungssystem.

Die gezeigten Finanzdaten für 2015 zeigen vollständig die Umsätze und Aufwendungen von Concur und Fieldglass, während die Vorjahresvergleichszahlen nur die Finanzdaten ab Akquisitionszeitpunkt beinhalten. Fieldglass wurde am 2. Mai 2014 und Concur am 4. Dezember 2014 erworben.

Segment Anwendungen, Technologie & Services

Anwendungen, Technologie & Services

Mio. €, falls nicht anders bezeichnet
(Non-IFRS)
  2015   2014   ∆ in %   ∆ in %
(währungsbereinigt)
Segmenterlöse   19.126   16.871   13   6
Bruttomarge (in %)   72   73   -1 Pp   -1 Pp
Cloud-Subskriptions und -Supportmarge (in %)   53   55   -2 Pp   -5 Pp
Segmentergebnis   7.918   7.099   12   4
Segmentmarge (in %)   41   42   -1 Pp   -1 Pp

Die Erlöse im Segment Anwendungen, Technologie & Services nahmen im Jahr 2015 um 13 % (währungsbereinigt 6 %) auf 19.126 Mio. € (2014: 16.871 Mio. €) zu. Grund für diesen Zuwachs waren vor allem der starke Anstieg der Softwaresupporterlöse, die um 14 % (währungsbereinigt 7 %) auf 10.061 Mio. € gewachsen sind, sowie ein Anstieg um 10 % (währungsbereinigt 5 %) auf 4.836 Mio. € bei den Softwarelizenzen. Durch die kontinuierlich ansteigende Nachfrage nach unseren Angeboten in den Bereichen Personalmanagement, Customer Engagement and Commerce (Kundenbindung und Online-Handel) und SAP HANA Enterprise Cloud konnte der Cloud-Subskriptionsumsatz im Segment Anwendungen, Technologie & Services um 64 % (währungsbereinigt 45 %) auf 961 Mio. € ansteigen.

Zusammen mit dem Anstieg der Softwaresupporterlöse erhöhte sich der Umsatzanteil besser vorhersehbarer Umsatzströme im Segment von 56 % im Jahr 2014 auf 58 % im Jahr 2015 um 2 Prozentpunkte. Die Softwareerlöse, die den Umsatzerlösen im Produktsegment zuzurechnen sind, konnten um 10 % (währungsbereinigt 5 %) auf 4.835 Mio. € (2014: 4.381 Mio. €) erhöht werden.

Die umsatzbezogenen Kosten sind im gleichen Zeitraum um 17 % (währungsbereinigt 9 %) auf 5.343 Mio. € (2014: 4.564 Mio. €) angestiegen. Dieser Kostenanstieg steht in erster Linie im Zusammenhang mit dem Ausbau unserer Cloud-Infrastruktur sowie mit Kosten für die Bereitstellung und den Betrieb der Cloud-Anwendungen. Dazu gehören vermehrte Investitionen sowie damit verbundene gestiegene Personalaufwendungen, um den Ausbau der SAP-HANA-Enterprise-Cloud-Angebote zu unterstützen. Die Cloud-Subskriptions- und -Supportmarge im Segment ist entsprechend um 2,2 Prozentpunkte auf 52,9 % (währungsbereinigt 50,4 %) gesunken. Das daraus resultierende Bruttoergebnis des Segments wuchs 2015 um 12 % (währungsbereinigt 5 %) auf 13.784 Mio. € (2014: 12.307 Mio. €), während die Bruttomarge von 72,9 % auf 72,1 % (währungsbereinigt 72,1 %) gesunken ist. Das Segmentergebnis stieg um 12 % (währungsbereinigt 4 %) auf 7.918 Mio. € (2014: 7.099 Mio. €), was einer Segmentmarge von 41,4 % (währungsbereinigt 41,3 %) entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen währungsbereinigten Margenrückgang von 0,7 Prozentpunkten.

Segment SAP-Geschäftsnetzwerke

SAP–Geschäftsnetzwerke

Mio. €, falls nicht anders bezeichnet
(Non-IFRS)
  2015   2014   ∆ in %   ∆ in %
(währungsbereinigt)
Segmenterlöse   1.614   644   150   116
Bruttomarge (in %)   67   66   1 Pp   0 Pp
Cloud-Subskriptions und -Supportmarge (in %)   75   75   0 Pp   -1 Pp
Segmentergebnis   312   105   199   139
Segmentmarge (in %)   19   16   3 Pp   2 Pp

Das Segment SAP-Geschäftsnetzwerke als Zusammenlegung der SAP-Netzwerklösungen erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Segmentumsatz von 1.614 Mio. € (2014: 644 Mio. €), was einem Anstieg von 150 % (währungsbereinigt 116 %) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zu den Erlösen trugen die 2014 getätigten Akquisitionen Fieldglass und Concur mit 909 Mio. € (2014: 107 Mio. €) bei. Nach SAP-internen Analysen werden über dieses Netzwerk jährliche Handelsumsätze von über 740 Mrd. US$ gehandelt.

Die umsatzbezogenen Kosten im Segment sind 2015 um 144 % (währungsbereinigt 114 %) auf 530 Mio. € (2014: 217 Mio. €) angestiegen. Dabei sind Kosten in Höhe von 299 Mio. € auf Concur und Fieldglass zurückzuführen (2014: 28 Mio. €). Die Cloud-Subskriptions- und -Supportmarge im Segment ist um 0,4 Prozentpunkte auf 74,9 % (währungsbereinigt 74,5 %) gesunken. Das Segment SAP-Geschäftsnetzwerke erzielte ein Bruttoergebnis von 1.084 Mio. € (2014: 427 Mio. €), was einem Anstieg von 154 % (währungsbereinigt 117 %) entspricht. Dies führte zu einem Anstieg der Segment-Bruttomarge von 66,3 % auf 67,2 % (währungsbereinigt 66,5 %). Das Segmentergebnis verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 199 % (währungsbereinigt 139 %) auf 312 Mio. € (2014: 105 Mio. €). Die Segmentmarge stieg um 3,1 Prozentpunkte auf 19,4 % (währungsbereinigt 18,0 %).

Finanzergebnis, netto

Das Finanzergebnis, netto, hat sich auf –5 Mio. € (2014: –25 Mio. €) verändert. Die Finanzierungserträge beliefen sich auf 241 Mio. € (2014: 127 Mio. €), während die Finanzierungsaufwendungen 246 Mio. € (2014: 152 Mio. €) betrugen.

Die Finanzierungserträge enthalten vorwiegend Erträge aus Abgängen von Unternehmensbeteiligungen, Zinserträge aus Ausleihungen, Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und kurzfristigen Anlagen) sowie Erträge aus Derivaten.

Die Finanzierungsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten in Höhe von 135 Mio. € (2014: 93 Mio. €) sowie negative Effekte aus Zinsderivaten in Höhe von 72 Mio. € (2014: 28 Mio. €). Der Anstieg der Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr ist vorwiegend auf eine höhere Durchschnittsverschuldung zurückzuführen. Weitere Informationen zu den Finanzierungsinstrumenten finden Sie unter Textziffer (17b) im Anhang zum Konzernabschluss.

Ertragsteuern

Die effektive Steuerquote lag im Jahr 2015 mit 23,4 % unter dem Vorjahreswert von 24,7 %. Die Reduzierung der effektiven Steuerquote gegenüber 2014 resultierte im Wesentlichen aus Änderungen bei den Steuern für Vorjahre. Weitere Informationen zu den Ertragsteuern finden Sie unter Textziffer (10) im Anhang zum Konzernabschluss.

Gewinn nach Steuern und Ergebnis je Aktie

Der Gewinn nach Steuern sank 2015 gegenüber dem Vorjahr auf 3.056 Mio. € (2014: 3.280 Mio. €).

Gewinn nach Steuern

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie sank gegenüber dem Vorjahreswert auf 2,56 € (2014: 2,75 €). Die Anzahl der ausstehenden Aktien stieg 2015 auf 1.197 Millionen (2014: 1.195 Millionen).

 

Ergebnis je Aktie

Dividende

Wir sind der Ansicht, dass unsere Aktionäre angemessen am Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 beteiligt werden sollen. Die Dividendenausschüttungen in den letzten Jahren entsprachen immer mehr als 35 % des jeweiligen Konzerngewinns nach Steuern. Dies wollen wir beibehalten und auch künftig über 35 % des Konzerngewinns nach Steuern ausschütten.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine im Vergleich zum Vorjahr um 5 % höhere Dividende von 1,15 € (2014: 1,10 €) an die Aktionäre zu zahlen. Die auf diesem Vorschlag basierende Ausschüttungsquote, also das Verhältnis zwischen Ausschüttungssumme und Konzernergebnis, beträgt 45 % des Konzernergebnisses (2014: 40 %).

Wird dieser Dividendenvorschlag angenommen, so beträgt die rechnerische Gesamtausschüttung an die Aktionäre unter Berücksichtigung des Bestands an eigenen Aktien zum Jahresende 2015 1.378 Mio. €. Die tatsächliche Gesamtausschüttung kann jedoch von diesem Betrag abweichen, da sich der Bestand an eigenen Aktien bis zum Tag der Hauptversammlung noch ändern kann. Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine Dividendensumme von 1.316 Mio. € aus dem Gewinn des Jahres 2014 ausgeschüttet. Wir haben in den Jahren 2015 und 2014 keine Aktienrückkäufe durchgeführt.

Dividende je Aktie

2011 haben wir anlässlich der Feier unseres 40-jährigen Firmenjubiläums zusätzlich zur regulären Dividende von 0,75 € pro Aktie eine Sonderdividende in Höhe von 0,35 € pro Aktie an unsere Aktionäre ausgeschüttet.

Entwicklung der Finanzlage (IFRS)


Überblick

Globales Finanzmanagement

Wir verfügen über ein zentrales Finanzmanagement für die globale Liquiditätssteuerung sowie für das Zins- und Währungsmanagement. Wichtigstes Ziel des Finanzmanagements ist es, eine Konzernmindestliquidität sicherzustellen, um jederzeit Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Hierzu nehmen die meisten Konzerngesellschaften an einem zentralen Cash Management teil. Die liquiden Mittel werden konzernweit zusammengefasst, überwacht und nach einheitlichen Grundsätzen investiert. Mit einem hohen Bestand an liquiden Mitteln verbessern wir unsere Flexibilität, Sicherheit und Unabhängigkeit. Über weitere verschiedene Kreditlinien können wir im Bedarfsfall zusätzliche Liquiditätspotenziale nutzen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Kreditlinien.

Unsere Kredit-, Liquiditäts-, Zins-, Aktienkurs- sowie Wechselkursrisiken steuern wir auf konzernweiter Basis. Ausgewählte Derivate werden ausschließlich zur Sicherung dieser Risiken eingesetzt, nicht aber für Spekulationszwecke, das heißt, ohne ein entsprechendes zugrunde liegendes Grundgeschäft schließen wir kein Derivat ab. Vorschriften für den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten sowie weitere Regelungen und Prozesse im Bereich des Finanzrisikomanagements haben wir in einer weltweit für alle Konzerngesellschaften gültigen Treasury-Richtlinie zusammengefasst. Weitere Informationen über das Management der einzelnen finanziellen Risiken oder den Umfang dieser Risiken finden Sie unter Textziffer (24) bis (26) im Anhang zum Konzernabschluss.

Liquiditätsmanagement

Unsere primäre Liquiditätsquelle zum Aufbau von Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Wertpapieren und sonstigen Geldanlagen ist unsere laufende Geschäftstätigkeit. In den vergangenen Jahren haben wir unsere Zahlungsmittel primär für unsere Geschäftsaktivitäten und den aus unserem Wachstum resultierenden Investitionsbedarf, für die schnelle Rückzahlung von Finanzschulden, den Erwerb von Unternehmen, die Zahlung von Dividenden und den Rückkauf von SAP-Aktien auf dem freien Markt eingesetzt. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Geldanlagen wurden zum 31. Dezember 2015 vorwiegend in Euro und US-Dollar gehalten. Wir investieren grundsätzlich nur in Finanzanlagen von Emittenten oder Fonds mit einem Mindestrating von „BBB“ und verfolgen eine vorsichtige Anlagepolitik, die durch eine breite Streuung der Anlagen auf unterschiedliche Kontrahenten, Anlagen mit überwiegend kurzfristiger Laufzeit und Standardanlageinstrumente gekennzeichnet ist. Nur in Ausnahmefällen tätigen wir Finanzanlagen bei Emittenten mit Rating unterhalb „BBB“ – derartige Investitionen waren allerdings im Jahr 2015 unwesentlich.

Wir gehen davon aus, dass unser Liquiditätsbestand in Verbindung mit unseren Finanzreserven in Form verschiedener ungenutzter Kreditlinien zur Deckung des operativen Kapitalbedarfs ausreicht und – zusammen mit den erwarteten Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit – Schuldentilgungen und unsere geplanten kurz- und mittelfristigen Investitionen abdeckt. Zum anderen können Finanzierungsmaßnahmen aus einem zusätzlichen Kapitalbedarf resultieren, der nicht durch den Free Cashflow gedeckt werden kann, etwa bei größeren Akquisitionen.

Zur Erweiterung unserer Geschäftstätigkeit haben wir in der Vergangenheit sowohl Unternehmen als auch Produkte und Technologien zugekauft. Abhängig von unserer künftigen Finanzlage und den künftigen Marktbedingungen werden wir möglicherweise zusätzliche Finanzierungsinstrumente zur Finanzierung von Akquisitionen, Aufrechterhaltung unserer finanziellen Flexibilität und Beschränkung des Rückzahlungsrisikos emittieren. Wir beobachten deshalb kontinuierlich die auf den Kapitalmärkten verfügbaren Finanzierungsoptionen und Trends für die Verfügbarkeit von Geldmitteln sowie die Kosten der jeweiligen Finanzierung. Unser konstant starker Free Cashflow der letzten Jahre ermöglichte es uns, zusätzliche Verschuldung innerhalb kurzer Zeiträume zurückzuzahlen. Weitere Informationen über die Finanzverbindlichkeiten finden Sie im Abschnitt Entwicklung des Cashflows und der Liquiditätslage.

Management der Kapitalstruktur

Beim Management der Kapitalstruktur ist das vorrangige Ziel die Erhaltung eines starken Finanzprofils. In diesem Zusammenhang legen wir den Schwerpunkt auf das Eigenkapital, um das Vertrauen von Investoren, Kreditgebern und Kunden zu stärken und eine positive Geschäftsentwicklung sicherzustellen. Wir konzentrieren uns auf eine Kapitalstruktur, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten.

Die SAP SE verfügt über ein langfristiges Rating von „A“ (Standard and Poor’s) und „A2“ von Moody’s, beide mit stabilem Ausblick. Seit der ersten Ratingvergabe im September 2014 haben sich weder Rating noch Ausblick geändert.

Generell wollen wir weiterhin in der Lage sein, durch die Ausschüttung jährlicher Dividenden von insgesamt mehr als 35 % unseres Gewinns nach Steuern Liquidität an unsere Aktionäre zurückzugeben. Derzeit sind keine zukünftigen Aktienrückkäufe geplant.

Kapitalstruktur

    2015   2014   ∆ in %
Mio. €   In % der Summe von
Eigenkapital und Schulden
  Mio. €   In % der Summe von
Eigenkapital und Schulden
Eigenkapital   23.295   56   19.534   51   19
Kurzfristige Schulden   7.867   19   8.574   22   -8
Langfristige Schulden   10.228   25   10.457   27   -2
Schulden   18.095   44   19.031   49   -5
Summe Eigenkapital und Schulden   41.390   100   38.565   100   7

Im Jahr 2015 haben wir Bankdarlehen in Höhe von 1.270 Mio. € zurückgezahlt, die wir zur Finanzierung des Erwerbs von Concur aufgenommen hatten. Darüber hinaus haben wir einen weiteren Teil dieses Darlehens durch die Emission einer Euroanleihe über drei Tranchen von 1,75 Mrd. € mit Laufzeiten von zwei bis zehn Jahren refinanziert. Ferner haben wir eine Euroanleihe in Höhe von 550 Mio. € sowie eine US-Privatplatzierung in Höhe von 300 Mio. US$ jeweils bei Fälligkeit zurückgezahlt. Damit sank der Anteil der Finanzschulden an der Summe von Eigenkapital und Schulden zum Jahresende 2015 um 7 Prozentpunkte auf 22 % (31. Dezember 2014: 29 %).

Die Finanzschulden beinhalten kurzfristige und langfristige Bankdarlehen, Anleihen und Privatplatzierungen. Weitere Informationen zu unseren Finanzschulden finden Sie unter Textziffer (17).

Im Hinblick auf die Finanzierungstätigkeiten im Jahr 2016 beabsichtigen wir, eine Tranche einer US-Privatplatzierung in Höhe von 600 Mio. US$ bei Fälligkeit sowie einen weiteren beträchtlichen Teil unserer ausstehenden Bankdarlehen zurückzuzahlen.

Unsere Schulden bestanden zum 31. Dezember 2015 zum größeren Teil aus finanziellen Verbindlichkeiten (9.522 Mio. €), darunter langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 8.681 Mio. €. Die finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 setzten sich vorwiegend aus Finanzschulden zusammen, die Beträge in Euro (6.994 Mio. €) und US-Dollar (2.202 Mio. €) enthielten. Zum 31. Dezember 2015 waren unsere Finanzschulden zu etwa 64 % variabel verzinslich, die teilweise durch Zinsswaps von festverzinslichen in variabel verzinsliche Finanzschulden umgewandelt worden waren. Darüber hinaus umfassten unsere Schulden zum 31. Dezember 2015 auch nicht finanzielle Verbindlichkeiten, die primär auf mitarbeiterbezogene Verpflichtungen entfallen.

Weitere Informationen zu unseren finanziellen und nicht finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie unter Textziffer (18) im Anhang zum Konzernabschluss.

Entwicklung des Cashflows und der Liquiditätslage


Die Konzernliquidität zum 31. Dezember 2015 setzte sich vorwiegend aus Beträgen in Euro und US-Dollar zusammen. Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Geldanlagen sind in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten der Bilanz enthalten, Finanzschulden in den finanziellen Verbindlichkeiten.

Konzernliquidität des SAP-Konzerns

Mio. €   2015   2014  
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   3.411   3.328   83
Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Geldanlagen   148   95   53
Konzernliquidität   3.559   3.423   136
Kurzfristige Finanzschulden   -567   -2.157   1.590
Nettoliquidität ersten Grades   2.992   1.266   1.726
Langfristige Finanzschulden   -8.607   -8.936   329
Nettoliquidität zweiten Grades   -5.615   -7.670   2.055

Die Konzernliquidität umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (zum Beispiel Bankeinlagen, Geldmarktfonds oder Festgelder mit einer ursprünglichen Fälligkeit von maximal drei Monaten) sowie kurzfristige Anlagen (zum Beispiel Anlagen mit einer Ursprungslaufzeit von mehr als drei Monaten und einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten), wie in unserem IFRS-Konzernabschluss angegeben.

Konzernliquidität

Als Nettoliquidität bezeichnen wir die Konzernliquidität abzüglich Finanzschulden (wie oben definiert).

Der Anstieg der Konzernliquidität gegenüber 2014 ist hauptsächlich auf Mittelzuflüsse aus unserem operativen Geschäft und Finanzierungstätigkeiten durch die Ausgabe von Bonds zurückzuführen. Kompensiert wurden diese durch Mittelabflüsse für Dividendenzahlungen sowie die Rückzahlung von Fremdkapital.

Weitere Informationen zum Effekt der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristigen Anlagen und finanziellen Verbindlichkeiten auf unsere Gewinn- und Verlustrechnung finden Sie in der Analyse unseres Finanzergebnisses, netto, im Abschnitt Entwicklung der Ertragslage (IFRS).

Analyse der Konzernkapitalflussrechnung

Mio. €   2015   2014   ∆ in %
Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit   3.638   3.499   4
Cashflows aus Investitionstätigkeiten   -334   -7.240   -95
Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten   -3.356   4.298   <-100

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich 2015 um 4 % auf 3.638 Mio. € (2014: 3.499 Mio. €). Die Zahlungen in Zusammenhang mit den Restrukturierungen in Höhe von 204 Mio. € an die Mitarbeiter sowie 272 Mio. € an die Rückdeckungsversicherung für Arbeitszeitkontenforderungen kompensierten teilweise den Wegfall des Einmaleffekts aus Rechtsstreitigkeiten im Jahr 2014. Die Außenstandsdauer der Forderungen (Days Sales Outstanding, DSO) – definiert als durchschnittliche Anzahl der Tage von der Rechnungsstellung bis zum Eingang der Kundenzahlung – stieg im Jahr 2015 mit 71 Tagen um sechs Tage gegenüber 2014 (65 Tage) an.

Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich im Jahr 2015 auf 334 Mio. € und lagen damit deutlich unter dem Vorjahreswert (7.240 Mio. €). Die Mittelabflüsse aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen blieben konstant. Im Jahr 2014 resultierten die Mittelabflüsse vor allem aus den Unternehmenszusammenschlüssen mit Concur und Fieldglass. Weitere Informationen zu laufenden und geplanten Sachinvestitionen finden Sie in den Abschnitten Entwicklung der Vermögenslage sowie Investitionsziele.

Im Jahr 2015 kam es zu Mittelabflüssen aus der Finanzierungstätigkeit von 3.356 Mio. € gegenüber Mittelzuflüssen im Jahr 2014 von 4.298 Mio. €. Die Mittelabflüsse im Jahr 2015 waren im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Bankdarlehen von 1.270 Mio. €, Euroanleihen von 550 Mio. € und Privatplatzierungen von 300 Mio. US$ zurückzuführen. Wir haben einen weiteren Teil des Bankdarlehens durch die Emission einer Euroanleihe über drei Tranchen von 1.750 Mio. € refinanziert. Die Mittelzuflüsse im Jahr 2014 resultierten aus der Begebung einer Euroanleihe in Höhe von 2.750 Mio. € und der Inanspruchnahme zweier Darlehenstranchen in Höhe von 1.270 Mio. € beziehungsweise 3.000 Mio. €. Gegenläufig kam es im Jahr 2014 zu Mittelabflüssen im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Fremdkapitalaufnahmen in Höhe von 1.086 Mio. € und aus der Rückzahlung von Wandelschuldverschreibungen im Zusammenhang mit der Akquisition von Concur in Höhe von 1.160 Mio. US$.

Die im Jahr 2015 geleistete Dividendenzahlung in Höhe von 1.316 Mio. € ist gegenüber dem Vorjahr (1.194 Mio. €) gestiegen, was auf die Erhöhung der Dividende von 1,00 € auf 1,10 € je Aktie gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen ist.

Kreditlinien

Über verschiedene Kreditlinien stehen uns im Bedarfsfall weitere Kapitalquellen zur Verfügung.

Wir verfügen über eine revolvierende Kreditlinie über 2,0 Mrd. €, die im November 2020 ausläuft. Die Kreditlinie kann für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt werden. Eine mögliche Inanspruchnahme ist auch zukünftig nicht an finanzielle Auflagen gebunden. Die Zinssätze im Fall der Nutzung belaufen sich auf Euro Interbank Offered Rate (EURIBOR) oder London Interbank Offered Rate (LIBOR) für die jeweilige Währung zuzüglich einer Marge von 0,3 % bis 0,525 %. Die Bereitstellungsgebühr beträgt 0,079 % pro Jahr auf den nicht in Anspruch genommenen Betrag. Wir haben die Kreditlinie bisher nicht genutzt und beabsichtigen dies zurzeit auch nicht.

Daneben verfügte die SAP SE zum 31. Dezember 2015 über weitere Kreditlinien in Höhe von insgesamt 471 Mio. €. Mehrere unserer ausländischen Tochterunternehmen verfügen über Kreditlinien, die es ihnen ermöglichen, Kredite zum aktuellen Marktzinssatz aufzunehmen. Zum 31. Dezember 2015 standen über diese Vereinbarungen 49 Mio. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2015 war die Inanspruchnahme dieser Kreditlinien durch unsere ausländischen Tochterunternehmen unwesentlich.

Entwicklung der Vermögenslage (IFRS)


Bilanzstruktur

Unsere Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf 41.390 Mio. € erhöht.

 

Konzernbilanzstruktur

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind 2015 von 8.999 Mio. € um 8 % auf 9.739 Mio. € gestiegen. Dies ist überwiegend durch eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen auf 5.275 Mio. € (2014: 4.342 Mio. €) bedingt und resultiert im Wesentlichen aus einem guten Geschäftsverlauf im letzten Quartal 2015.

Die langfristigen Vermögenswerte sind mit 31.651 Mio. € im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr (29.566 Mio. €) um 7 % gestiegen. Diese Veränderung resultierte im Wesentlichen aus wechselkursbedingten Umrechnungen.

 

Investitionen

Die kurzfristigen Schulden sind mit 7.867 Mio. € im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr (8.574 Mio. €) um 8 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung eines kurzfristigen Bankdarlehens zurückzuführen, das wir für die Finanzierung des Erwerbs von Concur aufgenommen hatten.

Die langfristigen Schulden haben sich 2015 um 229 Mio. € auf 10.228 Mio. € leicht vermindert (2014: 10.457 Mio. €).

Ausführliche Informationen zu den 2015 durchgeführten Finanzierungsaktionen finden Sie im Abschnitt Entwicklung der Finanzlage (IFRS).

Damit hat sich die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, auf 56 % (Vorjahr: 51 %) verbessert.

 

Eigenkapitalquote

Wichtige laufende Sachinvestitionen und Veräußerungen

Im Jahr 2015 haben wir verschiedene Baumaßnahmen fortgeführt und an verschiedenen Orten mit Baumaßnahmen begonnen. Auch 2016 ist der weitere Ausbau unserer Rechenzentren ein wichtiger Aspekt unserer geplanten Investitionstätigkeit. Mit der Erweiterung unserer Büroflächen wollen wir künftiges Wachstum ermöglichen. Wir planen, alle Projekte aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Zu unseren wichtigsten Projekten gehören die folgenden:

  • In Bangalore, Indien, wollen wir zusätzliche Kapazität für rund 2.500 Mitarbeiter schaffen. Wir schätzen die Gesamtkosten auf rund 50 Mio. €, von denen wir bereits rund 7 Mio. € zum 31. Dezember 2015 bezahlt haben. Wir erwarten, die Bauarbeiten an diesem Gebäude 2017 abzuschließen.
  • In Ra’anana, Israel, haben wir einen Neubau fortgesetzt. Wir schätzen die Gesamtkosten dieses Projekts auf rund 60 Mio. €, von denen wir bereits rund 25 Mio. € zum 31. Dezember 2015 bezahlt haben. Wir erwarten, den Bau dieses Bürogebäudes 2016 abzuschließen.
  • In unserem Forschungszentrum in Potsdam, Deutschland, haben wir die dritte Bauphase begonnen, um zusätzliche Kapazität für rund 150 Mitarbeiter zu realisieren. Mit der Erweiterung möchten wir die Rahmenbedingungen für den Aufbau weiterer Teams schaffen, die in verschiedenen Bereichen an Innovationen für SAP-Produkte forschen. Wir schätzen die Gesamtkosten auf rund 16 Mio. €, von denen wir bereits rund 11 Mio. € zum 31. Dezember 2015 bezahlt haben. Wir erwarten, die Bauarbeiten an diesem Bürogebäude 2016 abzuschließen.
  • In New York City, New York, USA, haben wir die Mietereinbauten in unseren neuen Büroräumen fortgesetzt. In den Räumen sollen die rund 450 Mitarbeiter, die derzeit über verschiedene Büros in New York verteilt sind, zusammengelegt werden. Wir schätzen die Gesamtkosten dieser Mietereinbauten auf rund 34 Mio. €, von denen wir bereits rund 3,5 Mio. € zum 31. Dezember 2015 bezahlt haben. Wir erwarten, die Mietereinbauten 2016 abzuschließen.
  • In Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, haben wir die Zusammenlegung unserer Büros fortgeführt. Dabei wird auch die Bürofläche erweitert, um zusätzliche Kapazität für rund 100 Mitarbeiter zu schaffen. Wir schätzen die Gesamtkosten dieser Mietereinbauten auf rund 11 Mio. €, von denen wir bereits rund 0,9 Mio. € zum 31. Dezember 2015 bezahlt haben. Wir erwarten, die Mietereinbauten 2016 abzuschließen.
  • In Walldorf, Deutschland, haben wir mit dem Neubau eines Bürogebäudes für rund 700 Mitarbeiter begonnen. Wir schätzen die Gesamtkosten auf rund 71 Mio. €, von denen wir bereits rund 0,5 Mio. € zum 31. Dezember 2015 bezahlt haben. Wir erwarten, die Bauarbeiten 2018 abzuschließen.
  • In Walldorf, Deutschland, haben wir zudem mit dem Bau eines neuen Rechenzentrums sowie einer Energiezentrale begonnen. Wir schätzen die Gesamtkosten auf rund 58 Mio. €, von denen wir bereits rund 0,7 Mio. € zum 31. Dezember 2015 bezahlt haben. Wir erwarten, die Bauarbeiten für beide Projekte 2017 abzuschließen.
  • In Prag, Tschechische Republik, haben wir mit Ausbaumaßnahmen und einem Büroumzug begonnen. Wir schätzen die Gesamtkosten auf rund 19 Mio. €. Wir erwarten, die Bauarbeiten 2016 abzuschließen.
  • In Colorado Springs, Colorado, USA, haben wir 2015 mit dem Bau eines neuen Rechenzentrums begonnen. Wir schätzen die Gesamtkosten dieses Projekts auf rund 75 Mio. €. Wir erwarten, die Bauarbeiten 2017 abzuschließen.
  • In San Ramon, Kalifornien, USA, haben wir mit einem Büroumzug begonnen. Wir schätzen die Gesamtkosten des Umzugs auf rund 22 Mio. €. Wir erwarten, den Umzug 2017 abzuschließen.
  • In Schanghai, China, haben wir mit dem Ausbau unseres Bürogebäudes begonnen. Wir schätzen die Gesamtkosten dieses Projekts auf rund 15 Mio. €, von denen wir bereits rund 2 Mio. € zum 31. Dezember 2015 bezahlt haben. Wir erwarten, die Bauarbeiten 2016 abzuschließen.

Weitere Informationen zu geplanten Sachinvestitionen finden Sie im Abschnitt Investitionsziele. Wesentliche Veräußerungen hat es im Berichtsjahr nicht gegeben.

    Nicht bilanzierte Vermögenswerte


    Nicht bilanzierte (immaterielle) Vermögenswerte bilden die Grundlage für unseren gegenwärtigen und zukünftigen Erfolg. In welchem Ausmaß dies der Fall ist, verdeutlicht ein Vergleich zwischen der Marktkapitalisierung der SAP SE (auf Basis aller ausgegebenen Aktien), die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 90,1 Mrd. € (2014: 71,6 Mrd. €) betrug, und dem bilanziellen Buchwert unseres Eigenkapitals in Höhe von 23,3 Mrd. € (2014: 19,5 Mrd. €). Damit beträgt der Marktwert unseres Eigenkapitals fast das Vierfache des Buchwertes. Diese Differenz ist insbesondere durch bestimmte intern generierte immaterielle Vermögenswerte zu erklären, die wir nach geltenden Rechnungslegungsvorschriften nicht oder nicht mit ihren Zeitwerten bilanzieren dürfen. Hierzu gehören beispielsweise unser Kundenkapital (SAP-eigener Kundenstamm und SAP-eigene Kundenbeziehungen), unsere Mitarbeiter und ihr Know-how, unser Partnernetzwerk, unsere selbst entwickelte Software, die Innovationsfähigkeit des Unternehmens, die von der SAP selbst aufgebauten Marken, allen voran die Marke SAP, sowie unsere Unternehmensorganisation.

    Gemessen am Börsenwert, basierend auf der Anzahl ausgegebener Aktien, lag die SAP am 31. Dezember 2015 an zweiter Stelle der wertvollsten Unternehmen in Deutschland.

    Die Marke SAP hat nach einer Studie von Interbrand in der Rangliste der weltweit wertvollsten Marken (Top 100 Best Global Brands) im Jahr 2015 Rang 26 besetzt (2014: Rang 25). Im Vergleich mit anderen deutschen Markenwerten belegten wir damit hinter den Marken Mercedes-Benz und BMW Rang drei; im internationalen Vergleich mit anderen IT-Unternehmen Rang neun. 2015 bewertete Interbrand die Marke SAP mit 18,8 Mrd. US$ gegenüber 2014 um 8 % höher (2014: 17,3 Mrd. US$).

    Einen wesentlichen Anteil der nicht bilanzierten Vermögenswerte stellen unsere aktuellen und in der Vergangenheit erzielten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse dar.

    Unser Kundenkapital hat sich im Jahr 2015 weiterhin positiv entwickelt. Am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betreuten wir rund 300.000 Kunden (2014: 282.000) in den verschiedenen Marktsegmenten. Das US-Magazin Forbes stellte in seinem Bericht zu den wertvollsten Marken heraus, dass 98 % der 100 wertvollsten Marken, 87 % der Forbes-Global-2000-Unternehmen und 100 % der im Dow Jones Sustainability Index am besten bewerteten Unternehmen SAP-Kunden sind. Um einen noch besseren Eindruck davon zu bekommen, wie unsere Kunden uns sehen, haben wir 2012 damit begonnen, unsere Leistung nach dem Net Promoter Score (NPS) zu messen. Diese Kennzahl gibt Aufschluss darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kunde die SAP weiterempfiehlt, und reflektiert damit die Kundentreue. Weitere Informationen zur Entwicklung unseres Kundenstamms sowie zum NPS finden Sie im Kapitel Kunden.

    Mit entsprechenden personalbezogenen Aktivitäten erzielten wir eine Wertsteigerung unseres Mitarbeiterstamms und der SAP-eigenen Software. Nähere Informationen hierzu finden Sie in den Kapiteln Mitarbeiter und gesellschaftliches Engagement sowie Produkte, Forschung und Entwicklung und Services. Mit dem weiteren Ausbau unserer Vertriebs- und Entwicklungspartnerschaften haben wir zudem den Wert unseres Partnernetzwerks erhöht.

    Wirtschaftsbericht der SAP SE


    Die SAP SE mit Sitz in Walldorf, Baden, ist das Mutterunternehmen des 256 Unternehmen umfassenden SAP-Konzerns. Sie übt die Holdingfunktion für den SAP-Konzern aus und beschäftigt die meisten der in Deutschland tätigen Entwicklungs- sowie Service- und Supportmitarbeiter.

    Als Inhaberin der meisten SAP-Softwarerechte erzielt die SAP SE ihre Umsatzerlöse hauptsächlich aus den Lizenzgebühren, die die Tochterunternehmen für den Vertrieb von Nutzungsrechten an SAP-Softwarelösungen an die SAP SE als Rechteinhaberin abführen müssen.

    Die Erstellung des Jahresabschlusses der SAP SE erfolgt nach den Bilanzierungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und dem deutschen Aktiengesetz (AktG). Der vollständige, mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der SAP SE wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, dort veröffentlicht und von diesem an das Unternehmensregister weitergeleitet. Er kann als Sonderdruck bei der SAP SE angefordert werden.

    Entwicklung der Ertragslage

    Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (GKV) aufgestellt. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro (Mio. €).

    Gewinn- und Verlustrechnung SAP SE nach HGB
    (Kurzfassung)

    Mio. €   2015   2014
    Umsatzerlöse   10.866   8.957
    Sonstige betriebliche Erträge   1.719   722
    Materialaufwand   -4.031   -3.099
    Personalaufwand   -1.764   -1.476
    Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen   -263   -272
    Sonstige betriebliche Aufwendungen   -3.955   -2.697
    Betriebsergebnis   2.573   2.135
    Finanzergebnis   929   921
    Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   3.501   3.056
    Steuern   -837   -749
    Jahresüberschuss   2.664   2.307

    2015 erzielte die SAP SE einen Gesamtumsatz in Höhe von 10.866 Mio. € und damit eine Steigerung von 21 % gegenüber dem Vorjahr (2014: 8.957 Mio. €). Dabei verzeichneten die Produkterlöse einen Zuwachs von 1.125 Mio. € auf 8.051 Mio. € (2014: 6.926 Mio. €). Wie in den Vorjahren resultierten die Produkterlöse in erster Linie aus Lizenzzahlungen von Tochtergesellschaften an die SAP SE. Der Umsatzanstieg ist daher vorrangig auf den Anstieg der Cloud- und Softwareerlöse des SAP-Konzerns zurückzuführen. Die intensivierte Bündelung von konzernweiten Serviceleistungen auf Ebene der SAP SE sowie positive Währungseffekte führten zu einem Anstieg der sonstigen Erlöse um 47 % auf 2.270 Mio. €.

    Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung verzeichnete auch das Betriebsergebnis der SAP SE einen Anstieg um 21 % auf 2.573 Mio. € (2014: 2.135 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 997 Mio. € auf 1.719 Mio. € (2014: 722 Mio. €). Der Anstieg resultiert vorwiegend aus im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Währungskursgewinnen. Der Materialaufwand der SAP SE stieg um 30 % auf 4.031 Mio. € (2014: 3.099 Mio. €). Er besteht aus Leistungen Dritter, die auch konzernintern erbrachte Leistungen von SAP-Tochter­unternehmen umfassen. Der Anstieg ist überwiegend auf erhöhte Aufwendungen für bezogene Leistungen im Rahmen der konzerninternen Liefer- und Leistungsverrechnung zurückzuführen. Der Personalaufwand der SAP SE beinhaltet vornehmlich die Personalkosten für die bei der SAP SE beschäftigten Mitarbeiter in Entwicklung, Service und Support sowie Verwaltung. Er stieg um 20 % auf 1.764 Mio. € (2014: 1.476 Mio. €), hauptsächlich aufgrund gesteigerter Aufwendungen für aktienorientierte Vergütungsprogramme und der höheren Zahl an Mitarbeitern im Berichtsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der SAP SE verzeichneten einen Anstieg um 47 % auf 3.955 Mio. € (2014: 2.697 Mio. €). Ursache hierfür sind in erster Linie im Vergleich zum Vorjahr um 722 Mio. € gestiegene Währungskursverluste, um 385 Mio. € höhere Lizenzkosten sowie ein Anstieg der Restrukturierungskosten um 261 Mio. €. Gegenläufig wirkte vorwiegend ein Rückgang der übrigen Aufwendungen um 256 Mio. €.

    Das Finanzergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8 Mio. € auf 929 Mio. € (2014: 921 Mio. €). Hintergrund hierfür sind im Wesentlichen die um 48 Mio. € gestiegenen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie um 11 Mio. € geringere Abschreibungen auf Finanzanlagen. Dem steht ein um 46 Mio. € gesunkenes Zinsergebnis gegenüber.

    Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der SAP SE, also die Summe aus Betriebs- und Finanzergebnis, stieg um 445 Mio. € auf 3.501 Mio. € (2014: 3.056 Mio. €). Der Steueraufwand verzeichnete einen Anstieg um 12 % auf 837 Mio. € (2014: 749 Mio. €). Nach Abzug der Steuern verbleibt ein im Vergleich zum Vorjahr um 357 Mio. € gestiegener Jahresüberschuss in Höhe von 2.664 Mio. € (2014: 2.307 Mio. €).

    Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

    Das bilanzielle Gesamtvermögen der SAP SE betrug zum Ende des Jahres 2015 30.953 Mio. € (2014: 30.206 Mio. €).

    Bilanz SAP SE nach HGB (Kurzfassung)

    Mio. €   31.12.2015   31.12.2014
    Aktiva        
    Immaterielle Vermögensgegenstände   184   232
    Sachanlagen   999   994
    Finanzanlagen   25.257   24.953
    Anlagevermögen   26.440   26.179
    Vorräte   2   2
    Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   3.872   3.085
    Liquide Mittel   360   691
    Umlaufvermögen   4.233   3.778
    Rechnungsabgrenzungsposten   173   146
    Latente Steuern   106   70
    Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   1   33
    Summe Aktiva   30.953   30.206
             
    Passiva        
    Eigenkapital   14.024   12.494
    Rückstellungen   1.247   1.102
    Verbindlichkeiten   15.679   16.605
    Rechnungsabgrenzungsposten   3   5
    Summe Passiva   30.953   30.206

    Überwiegend aufgrund von Kapitaleinlagen bei Tochtergesellschaften erhöhte sich das Finanzanlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um 304 Mio. € auf 25.257 Mio. € (2014: 24.953 Mio. €). Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 455 Mio. € auf 4.233 Mio. € (2014: 3.778 Mio. €). Die darin enthaltenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 787 Mio. € angestiegen. Gegenläufig wirkte der Rückgang der liquiden Mittel um 331 Mio. €.

    Das Eigenkapital der SAP SE stieg um 12 % auf 14.024 Mio. € (2014: 12.494 Mio. €). Den Abgängen durch die Dividendenzahlung für 2014 in Höhe von 1.316 Mio. € stehen ein Zuwachs durch den Jahresüberschuss in Höhe von 2.664 Mio. € sowie Zugänge durch die Ausgabe von Aktien an Mitarbeiter im Rahmen der aktienorientierten Vergütung in Höhe von 180 Mio. € gegenüber. Die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, stieg gegenüber dem Vorjahr von 41 % auf 45 %.

    Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 145 Mio. € auf 1.247 Mio. € (2014: 1.102 Mio. €). Während die sonstigen Rückstellungen hauptsächlich aufgrund höherer Zuführungen zu den Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern um 170 Mio. € auf 844 Mio. € stiegen, verringerten sich die Steuerrückstellungen um 28 Mio. € auf 398 Mio. € (2014: 426 Mio. €).

    Die Verbindlichkeiten verminderten sich um 926 Mio. € auf 15.679 Mio. € (2014: 16.605 Mio. €). Dieser Rückgang resultiert in erster Linie aus gegenläufigen Effekten: Zugängen in Höhe von 1.750 Mio. € durch die Ausgabe von neuen Anleihen im Berichtsjahr und einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 817 Mio. € in erster Linie aufgrund höherer Kapitalanlagen von Tochterunternehmen im Rahmen des zentral über die SAP SE gesteuerten Finanz- und Liquiditätsmanagements stehen die Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3.020 Mio. € und die planmäßige Rückzahlung einer Anleihe in Höhe 550 Mio. € gegenüber.

    Kapitalflussrechnung der SAP SE nach HGB
    (Kurzfassung)

    Mio. €   2015   2014
    Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit   1.835   1.309
    Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit   447   -7.204
    Mittelabfluss (Vorjahr Mittelzufluss) aus Finanzierungstätigkeit   -3.118   5.175
    Nettoveränderung des Finanzmittelfonds   -836   -720
    Finanzmittelfonds zum 1. Januar   -5.368   -4.648
    Bestand an Zahlungsmitteln mit Laufzeiten unter 3 Monaten   360   691
    Cash-Pool-Verbindlichkeiten   -6.564   -6.059
    Finanzmittelfonds zum 31. Dezember   -6.204   -5.368

    Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit im Jahr 2015 stieg um 526 Mio. € auf 1.835 Mio. € (2014: 1.309 Mio. €). Dies ist in erster Linie auf das im Berichtsjahr gesteigerte Betriebsergebnis zurückzuführen.

    Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit im Jahr 2015 betrug 447 Mio. € im Gegensatz zu einem Mittelabfluss von 7.204 Mio. € im Jahr 2014. Erhaltenen Finanzerträgen in Höhe von 1.160 Mio. € sowie Zuflüssen in Höhe von 76 Mio. € im Rahmen der Veräußerung von Sach- und Finanzanlagevermögen stehen 295 Mio. € Investitionen in das Finanzanlagevermögen, 248 Mio. € Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen sowie 244 Mio. € Einzahlungen in Deckungsvermögen gegenüber. Der Mittelabfluss im Vorjahr ist in erster Linie auf vorgenommene Kapitaleinlagen bei der SAP America, Inc., im Zusammenhang mit den Akquisitionen von Concur und Fieldglass zurückzuführen.

    Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit im Jahr 2015 betrug 3.118 Mio. € im Gegensatz zu einem Mittelzufluss in Höhe von 5.175 Mio. € im Vorjahr. Zuflüssen in Höhe von 1.926 Mio. €, die aus der Ausgabe von neuen Anleihen in Höhe von 1.750 Mio. €, der Darlehensaufnahme von verbundenen Unternehmen in Höhe von 111 Mio. € sowie der Ausgabe eigener Aktien im Rahmen von aktienorientierten Vergütungsprogrammen in Höhe von 65 Mio. € resultierten, stehen Zahlungsmittelabflüsse aus der Dividendenzahlung in Höhe von 1.316 Mio. € (2014: 1.194 Mio. €) und der Rückführung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3.570 Mio. € sowie Zinszahlungen in Höhe von 158 Mio. € (2014: 115 Mio. €) gegenüber.

    Der Finanzmittelfonds betrug zum 31.12.2015 –6.204 Mio. € (2014: –5.368 Mio. €) und verringerte sich damit um 836 Mio. €. Hiervon entfallen 505 Mio. € auf Kapitalanlagen von Tochterunternehmen im Rahmen des zentral über die SAP SE gesteuerten Finanz- und Liquiditätsmanagements. Die verbleibenden 331 Mio. € betreffen den Rückgang an kurzfristigen liquiden Mitteln, die am Ende des Geschäftsjahres 360 Mio. € betrugen (2014: 691 Mio. €).

    Chancen und Risiken

    Die SAP SE unterliegt im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie der SAP-Konzern. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Kapiteln Risikomanagement und Risiken sowie Prognosen und Chancen.

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