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Abfall und Wasser

  • Wir arbeiten weiterhin daran, weltweit unseren elektronischen Abfall zu reduzieren.
  • Wir investieren in Technologien für die Kompostierung und Wiederverwertung organischer und anderer Abfälle.
  • Grauwassernutzung und wasserlose Sanitärinstallationen ermöglichen uns einen effizienteren Umgang mit Wasserressourcen.

Globale Strategie für die Wiederverwertung von elektronischem Abfall

Durch Maßnahmen zur Wiederverwertung unserer Abfälle und einen sparsameren Wasserverbrauch leisten wir einen Beitrag zum Umweltschutz. Zugleich steigern wir unsere Unternehmensleistung, indem wir weniger Abfälle entsorgen müssen, unsere Betriebskosten senken und unsere Mitarbeiter zum Mitmachen motivieren.

Grundsätzlich möchten wir alle Arten von Abfall – von Essensresten in der Kantine bis zu Papierabfällen – reduzieren. Der größte Teil unserer Abfälle entsteht durch die IT-Geräte, PCs, Peripheriegeräte und mobilen Endgeräte, die bei der Entwicklung unserer Software zum Einsatz kommen. Unsere Maßnahmen zur Verringerung des Abfallaufkommens werden durch ein Programm für einen nachhaltigen Einkauf ergänzt, das den Mitarbeitern die Bestellung nachhaltig gefertigter IT-Geräte ermöglicht. Obwohl unser Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist, konnten wir 2015 die Anzahl der Laptops oder PCs pro Benutzer auf 1,09 verringern (entspricht rund 90.000 Geräten im gesamten Unternehmen). 2011 belief sich diese Zahl noch auf 1,18 Geräte pro Benutzer. Um eine hohe Qualität unserer Software sicherzustellen, muss diese auf verschiedenen Geräten und unterschiedlichen Plattformen getestet werden. Aus diesem Grund ist die Anzahl der Laptops oder PCs pro Benutzer höher als 1.

Wir haben auch 2015 die Zusammenarbeit mit unserem globalen Entsorgungspartner für elektronische Abfälle fortgeführt, der als eines der weltweit nachhaltigsten Unternehmen gilt. Unser Partner befolgt die Umweltmanagementnorm ISO 14001 und stellt damit sicher, dass die Entsorgungsprozesse für unsere elektronischen Abfälle an unseren Standorten einheitlich geregelt sind. Wir fördern darüber hinaus die interne Wiederverwendung von IT-Geräten, indem wir in einigen Ländern (in Deutschland und den USA) wenig gebrauchte Geräte über einen Online-Shop anbieten. Alle übrigen Gebrauchtgeräte werden abhängig vom Zustand des Geräts weiterverkauft oder umweltverträglich wiederverwertet (so führen wir in Deutschland 99 % unserer gebrauchten Elektronikgeräte der Wiederverwertung zu).

Kompostierung und Wiederverwertung organischer und anderer Abfälle an unseren weltweiten Standorten


Neben den elektronischen Abfällen haben wir nach unseren Schätzungen 2015 in unseren weltweiten Büros und Kantinen sowie mit unseren Produktverpackungen etwa 18 Kilotonnen Abfall erzeugt (2014: 12 Kilotonnen).

Für diese Abfälle verfügen wir über groß angelegte Recyclingprogramme. So werden die Essensreste in unserer Firmenzentrale in Walldorf einer externen Fermentationsanlage zugeführt, um daraus wieder Energie zu gewinnen. In den SAP Labs am Standort Bangalore wurde eine Anlage in Betrieb genommen, die organische Abfälle aus den Cafés und Kantinen in geruchsfreien, homogenisierten Kompost umwandelt. In unserer Niederlassung in Palo Alto verfügen wir über ein extern zertifiziertes Null-Abfall-Managementsystem, das uns in den vergangenen drei Jahren eine nahezu 100-prozentige Verwertung der erzeugten Abfälle und damit erhebliche Einsparungen ermöglicht hat. An unserem Standort im kalifornischen Dublin konnten wir mit einem entsprechenden System bis zum Jahresende 2015 bereits 95 % unserer Abfälle vermeiden; im kanadischen Vancouver beläuft sich die Quote nunmehr auf knapp 81 %. Auch in unserer nordamerikanischen Zentrale in Newtown Square, Pennsylvania, führen wir derzeit ein Null-Abfall-Managementsystem ein. Aufgrund der erfolgreichen Ergebnisse unseres Null-Abfall-Konzepts werden wir im Rahmen unseres ISO-14001-Programms entsprechende Systeme nach und nach an allen weltweiten Standorten einführen. Zunächst ist dabei eine flächendeckende Einführung in unseren nordamerikanischen Niederlassungen geplant.

Neben diesen Recyclingprogrammen ist es uns ein Anliegen, weitestgehend nachhaltige Materialien zu verwenden. Beispielsweise stellen wir unseren Kunden Software zum Download bereit. Wenn Kunden jedoch die Lieferung von Software auf physischen Datenträgern wünschen, verwenden wir für die Verpackung der Datenträger Hüllen aus Papier und Pappe anstelle von Kunststoff. Seit Ende 2015 verwenden unsere Mitarbeiter an allen Standorten in der Region EMEA Recyclingpapier. Wir möchten die Verfügbarkeit und Verwendung von Recyclingpapier auch auf unsere weltweiten Standorte ausweiten. Durch eine global angelegte Initiative, bei der unsere Drucker neben anderen Optimierungen mit einer neuen Standardeinstellung für doppelseitiges Drucken in Schwarzweiß versehen wurden, konnten wir außerdem unseren Papierverbrauch von 2009 bis 2015 um fast 25 % verringern.

Bereits 2014 hatten wir mit der Einführung eines neuen Systems für das sichere Drucken (Pull-Printing) über unsere Geräte in Druckerräumen begonnen, bei dem die Mitarbeiter ihre Druckaufträge im Druckerraum mit ihrem Mitarbeiterausweis aktivieren. Durch diesen zusätzlichen Schritt wollen wir zugleich das Bewusstsein der Mitarbeiter für den Papierverbrauch schärfen. Bis Jahresende 2015 war die Einführung dieses sicheren Druckverfahrens an unseren weltweiten Standorten abgeschlossen, sodass es nun von mehr als 56.000 Mitarbeitern genutzt wird. Damit konnten wir seit dem dritten Quartal 2014 unseren Papierverbrauch um 13,7 Millionen Seiten verringern. Über ein spezielles Druck-Dashboard können sich außerdem alle SAP-Mitarbeiter über unsere Fortschritte bei der Verringerung des Papierverbrauchs auf globaler, regionaler und nationaler Ebene informieren. 

Für das Jahr 2016 haben wir ein Pilotprojekt zur Einführung einer mobilen Anwendung geplant, mit der sich unsere Mitarbeiter ihre persönliche CO2-Bilanz anzeigen lassen können. Diese App soll Aufschluss über wichtige Kennzahlen für den CO2-Ausstoß geben, beispielsweise über die Anzahl der gedruckten Seiten oder den jährlichen Kraftstoffverbrauch eines Firmenwagens. Damit möchten wir das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für diese Thematik weiter schärfen und sie motivieren, durch nachhaltigeres Verhalten im Arbeitsalltag einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Grauwassernutzung, wasserlose Sanitärinstallationen und andere Effizienzmaßnahmen


Während unser Geschäftsbetrieb keinen intensiven Wasserverbrauch erfordert, bemühen wir uns dennoch, Wasser möglichst effizient zu nutzen. Nach unseren Schätzungen haben wir 2015 weltweit rund 1.060.000 m3 (2014: 972.000 m3) Wasser verbraucht. Im Rahmen unserer Maßnahmen zur Verringerung des Wasserverbrauchs wird beispielsweise in Walldorf und an anderen Standorten Regen- und Abwasser (Grauwasser) für die Bewässerung und für die Toilettenspülung weiterverwendet. In einigen unserer Niederlassungen in Brasilien, Indien, Israel, Kanada, der Schweiz, Singapur und den USA verfügen wir über wasserlose Sanitärinstallationen und haben Durchflussbegrenzer und wassersparende Toilettenspülungen installiert. In den SAP Labs in São Leopoldo konnten wir durch eine verbesserte Abwasseraufbereitung den Trinkwasserverbrauch gegenüber dem Vorjahr um 37 % verringern. Einige wenige unserer Büros liegen in Regionen, in denen extreme Wasserknappheit herrscht. In Ra’anana in Israel oder im indischen Bangalore begegnen wir diesem Problem mit einem speziellen Wassermanagement, das von nachhaltiger Wasserbewirtschaftung und der Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser bis hin zu Aufklärungskampagnen für Mitarbeiter reicht.

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