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Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

  • Unser außergewöhnlich starkes Wachstum im Cloud-Geschäft und insgesamt starke Umsatzzahlen führten zum höchsten Non-IFRS-Betriebsergebnis in der Geschichte der SAP.
  • Unsere umfassende Cloud-Vision und die starke Nachfrage nach SAP S/4HANA stimmen uns sehr zuversichtlich für 2016 und darüber hinaus. Aus diesem Grund haben wir unsere Ziele für 2017 angehoben.
  • Wir verfügen über eine stabile Konzernliquidität, obwohl wir in größerem Umfang Schulden zurückgezahlt haben.

Weltwirtschaftliche Lage

2015 entwickelte sich die Weltwirtschaft zögerlich und uneinheitlich. Zu diesem Ergebnis kommt die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem aktuellen Wirtschaftsbericht. Ihrer Ansicht nach verzeichneten die Industrieländer angesichts niedriger Ölpreise, günstiger Finanzierungsbedingungen und einer Aufhellung an den Arbeitsmärkten eine im Verhältnis zu den Vorjahren günstige wirtschaftliche Entwicklung. In den Schwellen- und Entwicklungsländern dagegen blieb das Wirtschaftswachstum laut EZB insgesamt verhältnismäßig schwach. Ursächlich waren restriktive internationale Finanzierungsbedingungen und rückläufige Rohstoffpreise.

Für die Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) meldet die EZB gegenläufige Entwicklungen: Das Bruttoinlandsprodukt der Euroländer wuchs nach ihren Berechnungen 2015 um 1,5 %. Diese Erholung ließ sich demnach vor allem auf die zunehmende Binnennachfrage zurückführen. Auch in den mittel- und osteuropäischen Ländern konnte sich die Konjunktur nach Ansicht der EZB im abgelaufenen Jahr behaupten, wohingegen sich Russland in einer deutlichen Rezession befand.

Auch in der Region Amerika verlief die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder uneinheitlich. Die Konjunktur in den USA konnte sich nach Aussage der EZB im Berichtsjahr festigen und zeigte nur im dritten Quartal eine leichte Schwäche. In Lateinamerika dagegen gerieten laut EZB gleich mehrere Länder in eine Rezession – insbesondere Brasilien. Hier ließ sich der wirtschaftliche Rückgang maßgeblich auf die politische Unsicherheit zurückführen.

In der Region Asien-Pazifik-Japan (APJ) zeigte die japanische Wirtschaft 2015 nach Ansicht der EZB insgesamt nur eine geringe Dynamik. Allerdings verweist die EZB auch auf einen leichten Aufschwung im dritten Quartal sowie auf Anzeichen für einen Anstieg zum Jahresende. China richtete sich 2015 wirtschaftlich neu aus, lockerte seine Geldpolitik und führte im Sommer eine neue Wechselkurspolitik ein, meldet die EZB. Dadurch nahm die politische Unsicherheit zu, und das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich. In Indien dagegen ließen nach Aussage der EZB unternehmensfreundliche Reformen die Investitionen ansteigen und sorgten – nach einem vorübergehenden Rückgang im zweiten Quartal – ab Jahresmitte für einen Anstieg des Wirtschaftswachstums.

Lage des IT-Marktes

Das Wachstum des weltweiten IT-Marktes verlangsamte sich seit dem zweiten Quartal 2015. Das berichtet das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen International Data Corporation (IDC). Es führt diese Entwicklung auf den rückläufigen PC-Markt, die Verdrängung traditioneller Bereiche der IT-Wirtschaft durch Cloud-Angebote und die schwache wirtschaftliche Entwicklung in Ländern wie China, Brasilien und Russland zurück. IDC senkte seine Prognosen zuletzt ab und rechnete zum Jahresende mit einem Wachstum des weltweiten IT-Marktes um 4,9 % im Jahr 2015. Damit lag das Wachstum immer noch über dem der Gesamtwirtschaft.

Allerdings entwickelten sich laut IDC nicht alle Bereiche der IT-Wirtschaft gleichmäßig. Das Institut betont jedoch das kräftige Wachstum der Bereiche Cloud, Mobile und Big Data, sodass Service-Provider zunehmend in die erforderliche Hardware für Server und Speicher investierten. Nach Ansicht von IDC hat sich das rasante Wachstum des Smartphone-Marktes dagegen im abgelaufenen Jahr aufgrund zunehmender Marktsättigung deutlich abgeschwächt und näherte sich der Wachstumsrate des gesamten IT-Marktes an. Auch der Tablet-Markt konnte diesen Rückgang 2015 nicht ausgleichen, meldet IDC.

Die weltweiten Ausgaben für Unternehmenssoftware stiegen 2015 laut IDC dagegen deutlich um 6,8 %. Dabei nahm der Anteil der Investitionen in Cloud-, Mobile- und Big-Data-Lösungen weiter zu. Das wirkte sich nach Einschätzung des Instituts allerdings wiederum nachteilig auf den Bereich Services aus, der 2015 nur um 2,8 % wuchs.

Die IT-Ausgaben in der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) stiegen 2015 laut IDC um 1,5 %, in Westeuropa dank der gesamtwirtschaftlichen Erholung sogar um 5 %. In Deutschland wuchs der IT-Markt 2015 sogar noch stärker um über 6 %. In Russland wirkten sich dagegen der niedrige Ölpreis, die Abwertung des Rubels und die Wirtschaftssanktionen deutlich negativ aus, meldet das Institut. Es rechnet dort für 2015 mit einem Rückgang des IT-Marktes um 15 %.

In der Region Amerika wuchs der IT-Markt laut IDC 2015 um 4,6 %. Dabei erwies sich der US-amerikanische Markt nach Einschätzung von IDC als weitgehend stabil. Sein gesamtes Wachstum war mit 3 % etwas geringer als im Vorjahr, jedoch lag das maßgeblich am schwächer werdenden Markt für Smartphones und Tablets. Der Bereich Software dagegen zeigte nach Aussage von IDC in den USA mit 7 % ein starkes Wachstum. In Brasilien stiegen die IT-Ausgaben 2015 um 11 %, jedoch relativierte die hohe Inflation diesen Anstieg. Der mexikanische IT-Markt kam nach Ansicht des Instituts auf ein Wachstum von fast 13 %.

Für die Region Asien-Pazifik-Japan (APJ) berechnet IDC ein Wachstum des IT-Marktes um knapp 6 % im Gesamtjahr 2015. Dabei entwickelten sich einzelne Länder allerdings sehr unterschiedlich: In Japan blieben die IT-Ausgaben konstant im Vergleich zum Vorjahr. In China sank das IT-Wachstum auf 8 % (2014: 12 %). Sehr wachstumsstark zeigte sich dagegen Indien, wo die IT-Ausgaben im Berichtsjahr laut IDC um 11 % stiegen.

Auswirkungen auf die SAP

Im Gesamtjahr 2015 wuchsen die Weltwirtschaft und die IT-Branche in einem volatilen Marktumfeld erneut verhältnismäßig langsam. Das stellte auch die SAP vor besondere Herausforderungen. Aber unsere hervorragenden Ergebnisse für 2015 sind ein Beleg dafür, dass unsere Strategie, die Kunden auf ihrem Weg zum digitalen Unternehmen durch Innovationen für das Kerngeschäft, die Cloud und für Geschäftsnetzwerke zu unterstützen, die richtige ist. Wir haben unser Geschäft erneut deutlich ausgebaut und sind beim Umsatz im Gesamtjahr 2015 in allen Regionen deutlich stärker als die Gesamt- und IT-Wirtschaft gewachsen.

Unsere Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS) sind im Geschäftsjahr 2015 währungsbereinigt um 12 % gewachsen. Maßgeblich dazu beigetragen haben sowohl unser Kerngeschäft als auch unser Cloud-Geschäft. In unserem Kerngeschäft sind die Erlöse aus Software und Support (Non-IFRS) währungsbereinigt um 6 % gestiegen. Dies war durch den währungsbereinigten Anstieg der Softwareerlöse (Non-IFRS) in Höhe von 4 % im Jahresvergleich getrieben, während unsere stabilen Supporterlöse (Non-IFRS) währungsbereinigt um 7 % gestiegen sind. Sie bilden in unserem Kerngeschäft ein robustes Geschäftsmodell, da Wartungsverträge in der Regel so lange Bestand haben, wie der Kunde die Software nutzt. In unserem Cloud-Geschäft sind wir erneut stark gewachsen. Die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support (Non-IFRS) sind im Gesamtjahr währungsbereinigt um 82 % gestiegen.

Nähere Informationen über die Aufteilung der Umsatzerlöse auf einzelne Regionen finden Sie im Abschnitt Umsatzerlöse nach Regionen.

Wir haben auch 2015 bewiesen, dass wir konsequent unsere Innovations- und Wachstumsstrategie fortsetzen und in der Lage sind, global wie kaum ein anderes Unternehmen in der IT-Branche zu wachsen.

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