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Menschenrechte

  • Wir achten, unterstützen und wahren internationale Standards im Hinblick auf die Menschenrechte.
  • Unser globales Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte beschreibt, welche Standards wir in den drei Schwerpunktbereichen Mitarbeiter, Partner- und Lieferantennetz sowie Lösungen einhalten.
  • Die Umsetzung dieser Standards stellen wir durch gezielte Schulungen, Audits und Beschwerdeverfahren sicher.


Hohe Standards im Hinblick auf Mitarbeiter, Partner, Lieferanten und Lösungen

Im Jahr 2000 unterzeichnete die SAP den Global Compact der Vereinten Nationen. Denn wir glauben an die unternehmerische Verantwortung, die Menschenrechte in allen Unternehmensbereichen zu achten. Die Wahrung hoher ethischer Standards hilft uns, unser geschäftliches Ansehen zu schützen, die Vielfalt in unserem Unternehmen zu fördern sowie Spitzenkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen und an uns zu binden. Wir können so faire und ethische Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter schaffen und vergrößern damit unser Innovationspotenzial.

Unserem Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte kommen wir bei allen unseren geschäftlichen Handlungen nach, indem wir die Grundprinzipien der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und die Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit respektieren und unterstützen. Zur Umsetzung dieses Bekenntnisses haben wir Maßnahmen ergriffen, die sich am Rahmenwerk für Unternehmenstätigkeit und Menschenrechte der Vereinten Nationen („Protect, Respect and Remedy“ – Schützen, Achten, Rechtsschutz gewähren) orientieren.

In unserem Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte haben wir die Wahrung der oben genannten internationalen Standards sowie unsere Maßnahmen festgehalten, mit denen wir diese Standards umsetzen. Dieses Bekenntnis, dem auch unser Vorstand zugestimmt hat, ist eine Ergänzung zu den Geschäftsgrundsätzen der SAP. Es gilt für alle Abläufe und Tochtergesellschaften der SAP weltweit und wird regelmäßig überprüft. Im Rahmen dieser Überprüfung haben wir unser Bekenntnis 2015 aktualisiert. Es enthält nun konkrete Leitlinien für das Verhalten unserer Mitarbeiter und beschreibt auch ihre Verantwortung in Bezug auf die Einhaltung der festgeschriebenen Standards. Es verweist außerdem auf weitere Richtlinien wie die Globalen SAP-Richtlinien für Arbeitssicherheit und Gesundheit und die SAP-Datenschutzrichtlinien.

Dieses Bekenntnis ist das Ergebnis einer Untersuchung zu den Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit im Hinblick auf Menschenrechte. Dabei haben wir gemeinsam mit Stakeholdern ermittelt, welche Menschenrechtsaspekte für die SAP besonders relevant sind. So sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass für uns als Softwareanbieter Aspekte wie Kinderarbeit, Vereinigungsfreiheit und Zwangsarbeit eher geringe Relevanz haben. Wir stellen keine Produkte her, die in Fabriken von Zulieferern oder in unserem Auftrag von Vertragspartnern gefertigt werden. Zudem beschäftigten wir hoch spezialisierte und qualifizierte Mitarbeiter, die von uns ein leistungsgerechtes Gehalt und angemessene Arbeitgeberleistungen erwarten. Dennoch machen wir Menschenrechte und Arbeitsstandards in unserer Lieferkette mit unserem globalen Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte und dem SAP-Verhaltenskodex für Lieferanten geltend. Wir sind zudem überzeugt, dass unsere Mitarbeiter gute Rahmenbedingungen haben, um ihre Meinung frei zu äußern – weshalb der Aspekt der Vereinigungsfreiheit für uns weniger relevant ist. In unserer letzten Mitarbeiterbefragung 2015 bekräftigten beispielsweise 76 % der Mitarbeiter, dass die Arbeitsbedingungen bei der SAP von gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägt sind. Zugleich haben wir jedoch komplexe, sich ständig verändernde Risiken und Chancen im Bereich der Menschenrechte identifiziert, die für die gesamte Softwarebranche relevant sind und von Barrierefreiheit über Sicherheit bis hin zum Datenschutz reichen.

Unser Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte beschreibt deshalb, welche Standards wir in den drei Schwerpunktbereichen Mitarbeiter, Partner- und Lieferantennetz sowie Lösungen einhalten.

Umsetzung unserer Standards durch Audits und Beschwerdeverfahren

Unsere Nachhaltigkeitsorganisation trägt die Verantwortung dafür, dass wir unser Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte auch im Geschäftsalltag umsetzen. Das Team erarbeitet gemeinsam mit Kollegen aus dem Personalwesen, dem Einkauf und der Produktentwicklung ein umfassendes Konzept, das die Umsetzung dieser Standards sicherstellt. Um zu ermitteln, ob unsere Maßnahmen in Bezug auf die Achtung der Menschenrechte ausreichend sind, berücksichtigen wir auch externe Vergleiche, Leistungsbewertungen, Audit-Ergebnisse und die Rückmeldungen unserer Stakeholder. 2012 haben wir außerdem ein global ausgerichtetes Programm eingeführt, mit dem wir kontrollieren, dass unsere Standards konzernweit befolgt werden. Wir überprüfen seitdem regelmäßig, ob diese Richtlinien intern eingehalten werden. 2015 haben wir beispielsweise in den SAP Labs China und an unseren AGS-Standorten in Schanghai und Peking die Einhaltung von Arbeitsstandards überprüft. Hierbei wurden keine wesentlichen Verstöße festgestellt. Es wurden jedoch einzelne Bereiche ermittelt, in denen Verbesserungspotenzial besteht. Hierzu gehören die Einrichtung einer Mitarbeitervertretung, die Verbesserung der Raumluftqualität in den Gebäuden und die verstärkte Inanspruchnahme von Team-Building-Maßnahmen.

Achtung der Rechte unserer Mitarbeiter und Anlaufstellen bei Verstößen

Die für uns wichtigsten Menschenrechte und Arbeitsstandards beziehen sich auf unsere Mitarbeiter, was sich in einem detaillierten Rahmenwerk widerspiegelt. So verfügen wir bereits seit vielen Jahren über Richtlinien, die uns jegliche Form der Diskriminierung im Umgang mit unseren Mitarbeitern untersagen. Dementsprechend sind wir bestrebt, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem unsere Mitarbeiter keinen Belästigungen und Diskriminierungen ausgesetzt sind. Mitarbeiter, die sich diskriminiert oder belästigt fühlen, sind angehalten, dies ihrem Vorgesetzten, der Personalabteilung oder einem Compliance Office zu melden. Des Weiteren müssen in den USA Berichte über Vorfälle von Belästigung oder Diskriminierung grundsätzlich an das Legal Compliance and Integrity Office weitergeleitet werden. Das Legal Compliance and Integrity Office leitet daraufhin umgehend eine gründliche und objektive Untersuchung des Vorfalls ein und ergreift die erforderlichen Maßnahmen, wenn diskriminierendes, belästigendes oder in sonstiger Weise unzulässiges Verhalten festgestellt wird.

Wir haben eine unabhängige und neutrale Ombudsperson ernannt, an die sich unsere weltweiten Mitarbeiter bei Problemen und Streitigkeiten wenden können. Als Sprachrohr für die Mitarbeiter kommt ihr eine entscheidende Rolle zu. Zu den Aufgaben der SAP-Ombudsperson zählen die Untersuchung von Mitarbeiterbeschwerden und das Schlichten bei Konfliktfällen. Alle Mitarbeiter können sich im vertraulichen Rahmen an unsere Ombudsperson wenden. Sie unterstützt außerdem den Vorstand bei der Untersuchung personalbezogener Beschwerden und der Suche nach Möglichkeiten zur Vermeidung potenzieller Probleme.

Darüber hinaus stehen den Mitarbeitern noch weitere Wege offen, Probleme in Bezug auf ihr Arbeitsumfeld zu melden. Unter anderem können sie sich an Kollegen wenden, die als interne Mediatoren geschult wurden. Unser Legal Compliance and Integrity Office ist für die Einhaltung unserer Richtlinien zur Korruptionsbekämpfung und zum Kartellrecht sowie für andere Fragestellungen im Zusammenhang mit unserem Geschäftsverhalten verantwortlich. Um die Einhaltung hoher Standards zu gewährleisten, bieten wir neben diesen Beschwerdeverfahren auch Schulungen für unsere Mitarbeiter an. Diese umfassen das gesamte Spektrum der Menschenrechtsaspekte, die für unser Unternehmen besonders relevant sind: Sicherheit, Datenschutz und Antidiskriminierung.

Zusammenarbeit mit Betriebsräten im Hinblick auf die Einhaltung von Arbeitsstandards

Wie wir in unserem Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte darlegen, streben wir weltweit nach konstruktiven Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen, wobei wir nationale Anforderungen berücksichtigen.

Beispielsweise werden unsere Mitarbeiter in Deutschland seit 2006 durch Betriebsräte vertreten. Die Betriebsräte setzen sich aus gewählten Gewerkschaftsmitgliedern und nicht organisierten Mitarbeitern zusammen. Sie haben das Recht, von der SAP-Geschäftsleitung zu Themen gehört zu werden, die das Arbeitsumfeld und die Arbeitsprozesse der Mitarbeiter betreffen. Hierzu zählen Initiativen im Personalwesen, Mitarbeiterentwicklung, Vergütung und Zusatzleistungen, Chancengleichheit, wesentliche Veränderungen von Arbeitsinhalten oder IT-Prozessen, Datenschutz sowie Gesundheits- und Arbeitsschutz.

In den Landesgesellschaften in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden, Slowenien und Spanien gibt es ebenfalls einen Betriebsrat. 2012 wurde außerdem erstmals ein Europäischer Betriebsrat (nun Europäischer Betriebsrat der SAP SE) gewählt, der alle Mitarbeiter aus unseren europäischen Niederlassungen vertritt. Dieser Betriebsrat muss bei wichtigen länderübergreifenden Themen informiert oder in Sonderfällen auch in Entscheidungen miteinbezogen werden.

Kollektivvereinbarungen mit Gewerkschaften werden ausschließlich in Ländern abgeschlossen, in denen diese gesetzlich vorgeschrieben sind. Insgesamt werden ungefähr 50 % unserer Mitarbeiter von Betriebsräten oder unabhängigen Gewerkschaften vertreten oder sind von Kollektivvereinbarungen betroffen.

Die Geschäftsleitung der SAP hat sich zur Zusammenarbeit und zum Dialog mit den Betriebsräten bei Entscheidungen bezüglich der Unternehmensführung verpflichtet. Zwar gibt es bei der SAP keine Mitteilungsfrist in Bezug auf wesentliche betriebliche Veränderungen, doch informieren wir unsere Mitarbeiter zeitnah über solche Veränderungen und halten dabei auch Rücksprache mit den Arbeitnehmervertretern.

Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitsstandards in unserer Lieferkette und unseren Lösungen


Wir erwarten von allen unseren Geschäftspartnern, dass sie die Menschenrechte respektieren und sich nicht der Mitwirkung an Menschrechtsverletzungen schuldig machen. Der SAP-Verhaltenskodex für Lieferanten und der SAP-Verhaltenskodex für Partner sehen vor, dass auch unsere Lieferanten und Partner Menschenrechte achten, Arbeitsstandards einhalten und für eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung sorgen. Gemeinsam mit unseren Lieferanten stellen wir beispielsweise im Rahmen von Überprüfungen vor Ort sicher, dass die Bestimmungen dieser Verhaltenskodizes auch umgesetzt werden.

Als Anbieter von Unternehmenssoftware tragen wir Verantwortung dafür, dass die Menschenrechte während des gesamten Lebenszyklus unserer Produkte und Dienstleistungen geachtet werden – vom Design über die Entwicklung bis hin zur Nutzung. Aus diesem Grund haben wir in den Globalen SAP-Richtlinien für die Produktentwicklung, den SAP-Qualitätsrichtlinien und den zugehörigen SAP-Produktstandards sowie in den SAP-Datenschutzrichtlinien interne Standards für den Schutz personenbezogener Daten und der Privatsphäre festgeschrieben. Darüber hinaus fördern wir auf globaler Ebene die Inklusion, indem wir bei der Entwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen die Empfehlungen der aktuellen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (Web Content Accessibility Guidelines, WCAG) und Section 508 des US-amerikanischen Access Board befolgen.

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