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Was ist Datenarchitektur?

Datenarchitektur (engl.: Data Architecture) ist der Bauplan für den Umgang mit Daten – sie beschreibt die übergeordnete Struktur von Daten und datenbezogenen Ressourcen und bildet damit das Fundament für den Umgang mit Daten im gesamten Unternehmen. Dazu gehören Modelle, Regeln und Standards. Eine durchdachte Datenarchitektur ermöglicht es Unternehmen, die Erfassung, Bewegung, Speicherung, Sicherheit und Verfügbarkeit von Daten über die gesamte IT-Infrastruktur hinweg effizient zu steuern und zu überwachen.

Überblick über Datenarchitektur

Datenarchitektur ist das verbindende Element zwischen Rohdaten und den Bedürfnissen Ihres Unternehmens. Stellen Sie sich eine chaotische Vorratskammer vor: Wenn Lebensmittel in Dosen und Tüten dort ohne System hineingestopft werden, wird es zur Herausforderung, genau das zu finden, was Sie fürs Abendessen benötigen. Genauso verhält es sich in datengetriebenen Unternehmen – unübersichtliche, doppelte oder voneinander isolierte Daten erschweren es, geschäftliche Anforderungen schnell und zielgerichtet zu erfüllen.

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Was ist Datenarchitektur?

Wie funktioniert Datenarchitektur?

Datenarchitektur schafft eine einheitliche Datenumgebung, die reibungslose Abläufe im gesamten Unternehmen ermöglicht. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz für ein effektives Datenmanagement und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Zu den bewährten Methoden zählen:

Diese Bausteine ermöglichen ein wirkungsvolles Datenmanagement, das strategische Entscheidungen unterstützt und die operative Effizienz steigert.

Eine leistungsfähige Datenarchitektur passt sich flexibel den individuellen Anforderungen Ihres Unternehmens an. Gerade in Zeiten, in denen durch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge (IoT) immer mehr Datenquellen entstehen, sorgt eine durchdachte Architektur dafür, dass Daten sinnvoll genutzt, strukturiert und jederzeit abrufbar bleiben.

Richtig umgesetzt, profitieren Unternehmen von einer Datenarchitektur durch:

Arten von Datenarchitekturen und ihre zentralen Bausteine

Datenarchitektur bietet einen umfassenden Überblick darüber, wie verschiedene Datenmanagement-Systeme miteinander verzahnt sind. Im Zentrum stehen dabei spezialisierte Speicherlösungen wie Data Lakes und Data Warehouses, ergänzt durch weitere Datenmodelle. Sie bilden das Rückgrat für leistungsstarke Analysen und unterschiedliche Architekturen wie Data Fabrics oder Data Mesh.

Arten von Datenmodellen

Datenmodelle gibt es in drei klar unterscheidbaren Varianten:

  1. Konzeptionelle Datenmodelle

Konzeptionelle Datenmodelle, auch als Domänenmodelle bekannt, liefern Ihnen den perfekten Überblick: Sie zeigen, welche Daten Ihr System enthält, wie diese strukturiert sind und welche grundlegenden Regeln für die Daten gelten.

  1. Logische Datenmodelle

Logische Datenmodelle gehen einen Schritt weiter ins Detail als konzeptionelle Datenmodelle. Sie zeigen nicht nur die einzelnen Datenelemente, sondern auch, wie diese miteinander verknüpft sind und wie sie verschiedene Geschäftsbereiche unterstützen.

  1. Physische Datenmodelle

Physische Datenmodelle sind die detailliertesten Modelle: Sie beschreiben ganz konkret, wie Ihre Datenbanken aufgebaut sind – von Tabellen über Indizes bis hin zu Speicher- und Leistungsspezifikationen. So wissen Sie genau, wie die Daten des Unternehmens sicher gespeichert, schnell abgerufen und optimal geschützt werden.

Datenarchitektur versus Datenmodellierung

Der wichtigste Unterschied zwischen Datenarchitektur und Datenmodellierung liegt im Maßstab. Datenmodellierung ist ein Teilbereich der Datenarchitektur – sie beschreibt die einzelnen Datenobjekte und deren Beziehungen zueinander. Während die Datenarchitektur den strategischen Rahmen vorgibt, liefert die Datenmodellierung die konkreten Werkzeuge, um diesen Rahmen praktisch umzusetzen.

Arten von Datenarchitekturen

  1. Data-Lake-Architektur

Die Data-Lake-Architektur – oder kurz: der Data Lake – ist das Multitalent unter den Datenspeichern. Sie nimmt strukturierte, semi-strukturierte und unstrukturierte Daten in jeder Größenordnung auf und ist damit ein echter Geheimtipp für Data Scientists und Data Engineers. Mit einem Data Lake sammeln Unternehmen Daten blitzschnell und sicher – direkt im Ursprungsformat, egal ob aus der Cloud oder aus lokalen Quellen. So schaffen Sie die perfekte Basis für innovative Machine-Learning-Anwendungen, KI-Lösungen, Machbarkeitsnachweise sowie zuverlässige Backup- und Recovery-Strategien.

  1. Data-Warehouse-Architektur

Die Data-Warehouse-Architektur – auch einfach Data Warehouse – ist das Herzstück: Hier laufen sämtliche Informationen aus den unterschiedlichsten Geschäftsbereichen zusammen und werden in einem zentralen, leistungsstarken Speicher gebündelt. Sie dient vor allem als verlässliche Grundlage für datenbasierte Entscheidungen und effiziente Geschäftsprozesse.

  1. Data-Mart-Architektur

Die Data-Mart-Architektur – oder einfach Data Marts – sind die kompakten, spezialisierten Ableger des Data Warehouse. Sie konzentrieren sich auf ausgewählte, für bestimmte Teams, Nutzer oder Abteilungen im Unternehmen besonders relevante Datenausschnitte – zum Beispiel für den Vertrieb. Diese maßgeschneiderten Datenpools ermöglichen es einzelnen Teams oder Nutzern, gezielt die benötigten Insights zu gewinnen – deutlich schneller als ein Data Warehouse. Data Marts gehen hier deutlich mehr ins Detail als Data Lakes oder klassische Data Warehouses.

  1. Data-Fabric-Architektur

Ein Data Fabric ist das Zusammenspiel aus innovativen Softwarelösungen und einer Datenarchitektur, die Daten aus unterschiedlichsten Systemen und Anwendungen verbindet, zentralisiert, verwaltet und steuert. Ein Data Fabric hilft Unternehmen dabei, wertvolle Einblicke in ihre Daten zu gewinnen und diese gezielt zu nutzen, um Datensilos abzubauen und die Datenpflege effizienter zu gestalten. Die Data-Fabric-Architektur vereint Daten aus vielfältigen Quellen – darunter Data-Lake- und Data-Warehouse-Architekturen wie auch andere Anwendungen – und bietet so einen umfassenden Überblick über die Datennutzung innerhalb einer Organisation. Ihr großer Vorteil: Unternehmen erhalten jederzeit und überall Zugriff auf ihre Daten, ohne diese ständig extrahieren oder neu aufbauen zu müssen – und das, ohne den Geschäftskontext oder die zugrundeliegende Logik zu verlieren. Anders als klassische Datenspeichersysteme orchestriert ein Data Fabric sämtliche Daten innerhalb komplexer Architekturen. Es macht sie für Analysen, maschinelles Lernen und KI-Anwendungen nutzbar, indem es Daten sichert, bereinigt, anreichert und vereinheitlicht.

  1. Data-Mesh-Architektur

Die Data-Mesh-Architektur, auch als Data Mesh bezeichnet, organisiert Daten nach Domänen an einem dezentralen Ort. Indem Daten gezielt nach Fachgebieten wie Marketing, Vertrieb oder Personalwesen kategorisiert werden, erhalten die jeweiligen Datenverantwortlichen mehr Eigenständigkeit: Sie können datenbasierte Entscheidungen direkt vor Ort treffen und wertvolle Erkenntnisse für ihre Geschäftsentscheidungen gewinnen. Die Data-Mesh-Architektur bezieht Daten aus unterschiedlichen dezentralen Quellen – etwa aus Data-Lake- oder Data-Warehouse-Architekturen – und verknüpft sie miteinander. So entsteht ein Geflecht (Data Fabric), das detaillierte Datenanalysen ermöglicht und die Geschäftsagilität steigert.

Bestandteile einer Datenarchitektur

Genau wie eine gut organisierte Küche besteht auch die Datenarchitektur aus mehreren, klar definierten Bestandteilen. Dabei geht es nicht nur um die „physischen Behältnisse“, sondern auch um strukturierte Abläufe und das konsequente Denken, die nötig sind, um alles übersichtlich und effizient zu halten. Jeder Bestandteil der Datenarchitektur erfüllt eine eigene Aufgabe und bringt individuelle Vorteile mit sich – so läuft alles wie am Schnürchen. Zu den wichtigsten Komponenten der Datenarchitektur zählen:

Prinzipien der Datenarchitektur

Die Prinzipien der Datenarchitektur definieren die zentralen Leitlinien und Best Practices für einen effizienten Umgang mit Daten im gesamten Unternehmen. Sie bilden die Grundlage für eine robuste, skalierbare und zukunftsfähige Datenlandschaft – und unterstützen so aktuelle wie künftige Geschäftsanforderungen.

Welche Vorteile bietet eine moderne Datenarchitektur?

Mit einer klug implementierten Datenarchitektur sichern sich Unternehmen zahlreiche Vorzüge:

Welche sind die gängigsten Datenarchitektur-Frameworks?

Datenarchitektur-Frameworks bilden das Fundament der IT-Infrastruktur und sind entscheidend für eine erfolgreiche, datengetriebene Geschäftsstrategie. Verschiedene Frameworks haben sich als Leitfäden für die Umsetzung von Datenarchitektur in Unternehmen etabliert. Zu den bekanntesten zählen:

Die Zukunft der Datenarchitektur

Datenarchitektur ist der Schlüssel, um neue Technologien und Trends erfolgreich zu nutzen – und Unternehmen so einen echten Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Sie öffnet Türen zu innovativen Lösungen und macht moderne Technologien erst richtig nutzbar. Zu den Trends, die die Datenarchitektur künftig prägen, zählen:

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