Was ist Big Data?
Der Begriff „Big Data“ bezeichnet große, komplexe Datensätze, die von herkömmlichen Systemen nicht verarbeitet werden können. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über ihre Grundlagen und ihre Bedeutung.
default
{}
default
{}
primary
default
{}
secondary
Definition von Big Data
Von Big Data spricht man, wenn Unternehmen mit Informationen arbeiten müssen, die aus vielen Quellen, in vielen Formaten und in einem Tempo eingehen, für das herkömmliche Datensysteme nicht ausgelegt sind. Diese Datensätze vereinen häufig strukturierte, semistrukturierte und unstrukturierte Daten aus vielen unterschiedlichen Quellen, die in hoher Geschwindigkeit und in großem Umfang eingehen.
Unternehmen nutzen Big Data, um ihre Entscheidungsfindung zu verbessern, Muster und Trends zu erkennen, Prozesse zu automatisieren, Risiken zu steuern und relevantere Produkte, Services und Customer Experiences zu schaffen. Was Daten zu „Big Data“ macht, ist nicht nur ihre schiere Menge, sondern auch ihre Vielfalt, die Geschwindigkeit, mit der sie eintreffen, und die Schwierigkeit, sie zuverlässig zu verwalten.
Bei Big Data handelt es sich nicht einfach um eine große Datei oder Datenbank. „Big Data“ ist auch nicht gleichbedeutend mit Analysen, künstlicher Intelligenz oder Cloud-Speicherung. Vielmehr bezeichnet der Begriff die Kombination aus Datenmerkmalen und architektonischen Erfordernissen, die eine verteilte Speicherung, skalierbare Verarbeitung und moderne Datenmanagementverfahren voraussetzen.
Heute werden durch Unternehmenssysteme, digitale Interaktionen, vernetzte Geräte, Sensoren und Anwendungen kontinuierlich Big Data generiert. Um Sinn in diese Daten zu bringen, bedarf es moderner Datenarchitekturen, Speicherlösungen in großem Maßstab in der Cloud, einer verteilten Verarbeitung und modernster Analysetechniken.
Warum Big Data wichtig ist
Big Data ist wichtig, weil es Unternehmen die Möglichkeit gibt, von einer bloßen Rückschau zu Erkenntnisgewinn – und zunehmend auch Weitsicht – zu gelangen. Wenn sich Daten schnell und in großem Umfang analysieren lassen, können Unternehmen nahezu in Echtzeit auf Änderungen bei Bedingungen, Kundenverhalten und operativen Risiken reagieren.
In der Praxis ermöglicht Big Data schnellere und fundiertere Entscheidungen im gesamten Unternehmen. Führungskräfte können neben historischen Trends auch Echtzeitsignale analysieren, anstatt sich auf Berichte mit bereits wieder veraltetem Inhalt oder unvollständige Momentaufnahmen zu stützen. Besonders wichtig ist das dort, wo sich die Bedingungen rasch ändern, wie beispielsweise bei Lieferketten, auf den Finanzmärkten und bei Prozessen mit Kundenkontakt.
Zudem spielt Big Data eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung von Unternehmen auf Automatisierung und komplexe Analytik. Ohne Zugriff auf große, vielfältige und verlässliche Datensätze stagnieren Bemühungen, maschinelles Lernen oder Vorhersagemodelle anzuwenden, oder münden in Ergebnissen mit begrenzter Aussagekraft.
Unternehmen profitieren wie folgt von Big Data:
- schnellere und fundiertere Entscheidungen auf Basis aktueller und historischer Daten
- Erkennung von Mustern und Anomalien, die in kleineren Datensätzen nicht sichtbar sind
- höhere Effizienz von Abläufen, Lieferketten und im Finanzwesen
- personalisierte Customer und Employee Experience
- einfachere Automatisierung, Prognosen und Szenarioplanung
Ohne die Fähigkeit, Big Data zu analysieren, bleiben wertvolle Informationen fragmentiert oder ungenutzt oder kommen schlicht zu spät.
Arten von Big Data
Abbildung 1: Big Data umfasst strukturierte, unstrukturierte und halbstrukturierte Daten, die sich jeweils in ihrem Format, im Organisationsgrad und den Analyseanforderungen unterscheiden.
Big Data werden in der Regel anhand ihrer Struktur kategorisiert. Die meisten modernen Datensätze enthalten eine Mischung aus allen drei Arten.
Strukturierte Daten
Strukturierte Daten lassen sich einfach durchsuchen. Sie passen gut in eine Zeilen- und Spaltenstruktur und folgen einem vordefinierten Schema. Beispiele sind Finanztransaktionen, Bestandsdatensätze, Kundenkontodaten und Sensorwerte mit festen Formaten.
Strukturierte Daten werden in der Regel in relationalen Datenbanken gespeichert und mittels SQL abgefragt. Selbst bei großen Datenmengen gelten strukturierte Daten nicht per se als Big Data, es sei denn, sie müssen mit hoher Geschwindigkeit verarbeitet oder mit anderen Datentypen verknüpft werden.
Unstrukturierte Daten
Unstrukturierte Daten folgen keinem vordefinierten Format und lassen sich mit herkömmlichen Datenbanken nur schwer speichern und analysieren. Beispiele sind Textdokumente, E-Mails, Bilder, Audio- und Videodateien, Beiträge in sozialen Medien und offene Umfrageantworten.
Unstrukturierte Daten bergen oft wertvolle Kontextinformationen und Erkenntnisse. Doch um diese Erkenntnisse zu gewinnen, bedarf es komplexer Analysetechniken wie die Verarbeitung natürlicher Sprache oder Bildanalyse.
Halbstrukturierte Daten
Halbstrukturierte Daten liegen zwischen strukturierten und unstrukturierten Daten. Sie folgen keinem strengen Schema, enthalten aber Tags oder Metadaten, die eine gewisse Struktur bieten. Beispiele sind etwa JSON- und XML-Dateien, Protokolldateien, E-Mails mit Headern und Zeitstempeln sowie von Anwendungen generierte Ereignisdaten.
Halbstrukturierte Daten sind insbesondere auf modernen digitalen Plattformen weit verbreitet und spielen eine wichtige Rolle in Big-Data-Umgebungen.
Häufige Quellen von Big Data
Abbildung 2: Big Data kommen aus vielen Quellen, darunter Unternehmenssysteme, digitale Interaktionen sowie vernetzte Maschinen und Geräte.
Big Data kommen aus einer Vielzahl digitaler Quellen, die sich in drei Hauptkategorien unterteilen lassen.
Menschen und soziale Interaktionen
Dazu gehören Daten, die von Einzelpersonen über digitale Kanäle generiert werden, z. B. Aktivitäten in sozialen Medien, Online-Bewertungen, Interaktionen auf Websites, Clickstreams und die Nutzung mobiler Apps. Diese Daten spiegeln häufig das Verhalten, die Stimmung und die Präferenzen von Kundinnen und Kunden wider.
Unternehmenssysteme und Transaktionen
Kernanwendungen in Unternehmen generieren täglich große Datenmengen, darunter Verkaufstransaktionen, Finanzdaten, Ereignisse in der Lieferkette und Personaldaten. Transaktionsdaten fließen in der Regel schnell und bestehen häufig aus einer Kombination aus strukturierten Datensätzen und unstrukturierten Elementen wie Notizen oder Anhängen.
Maschinen und vernetzte Geräte
Maschinen und IoT-Geräte generieren über Sensoren und Systemprotokolle kontinuierlich Daten. Beispiele hierfür sind Fertigungsanlagen, Fahrzeuge, Smart Meter, Infrastruktursysteme und Umweltsensoren. Maschinell generierte Daten sind ein wesentlicher Faktor sowohl für das Datenvolumen als auch für die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung.
Entwicklung von Big Data
Das Konzept von Big Data hat sich parallel zu den Fortschritten in der Datenverarbeitung, Speicherung und Vernetzung weiterentwickelt. Frühe digitale Systeme waren darauf ausgelegt, relativ kleine, strukturierte Datensätze zu verarbeiten, die in zentralen Datenbanken gespeichert waren. Mit dem Anstieg des Datenvolumens und der Verbreitung neuer Datenarten stießen diese Systeme an ihre Grenzen.
Im Laufe der Zeit haben sich Datenarchitekturen von zentralisierten Systemen hin zu verteilten Umgebungen entwickelt, die Daten über mehrere Rechner hinweg verarbeiten können. Cloud Computing hat diese Entwicklung weiter beschleunigt, weil es elastische Speicherung und Verarbeitung ohne Einschränkungen durch eine starre Infrastruktur ermöglicht hat.
Abbildung 3: Weltweit werden immer mehr und immer schneller Daten erzeugt und bis 2029 wird ein massives Wachstum prognostiziert
Heute geht es bei Big Data weniger um eine einzelne Technologie als vielmehr um ein Ökosystem aus Tools, Architekturen und Verfahren, die darauf ausgelegt sind, Umfang, Geschwindigkeit und Komplexität in hybriden und cloud-nativen Umgebungen zu bewältigen. Laut Statista wird die erzeugte Datenmenge in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich rasant zunehmen. Das weltweit generierte Datenvolumen wird sich dadurch bis 2029 voraussichtlich verdreifachen.
Merkmale von Big Data: Die „3Vs“ und die „5Vs“
Abbildung 4: Big Data wird durch wesentliche Merkmale definiert, die den Umfang, die Geschwindigkeit, die Vielfalt, die Qualität und die geschäftliche Relevanz der Daten beschreiben.
Big Data wird häufig anhand einer Reihe von Kernmerkmalen definiert, die als die „Vs“ bezeichnet werden.
Die zentralen „3Vs“
- Volume (Menge): die Menge der generierten und gespeicherten Daten
- Velocity (Geschwindigkeit): die Geschwindigkeit, mit der die Daten erstellt, verarbeitet und analysiert werden
- Variety (Vielfalt): die Bandbreite der beteiligten Formate und Datentypen
Die erweiterten „5Vs“
- Veracity (Wahrhaftigkeit): die Genauigkeit, Konsistenz und Zuverlässigkeit von Daten
- Value (Wert): die Fähigkeit, Daten in greifbare Unternehmensergebnisse umzuwandeln
Diese Merkmale erklären auch, warum für Big Data spezielle Technologien und Verfahren erforderlich sind.
Vorteile von Big-Data-Analysen
Wenn Analysen von Big Data zielführend gesteuert werden, bieten sie praktische und messbare Vorteile für alle Unternehmensbereiche. Die Auswirkungen zeigen sich am deutlichsten, wenn Unternehmen über eine isolierte Berichterstattung hinausgehen und Analysen konsistent in allen Geschäftsabläufen einsetzen.
Schnellere und fundiertere Entscheidungsfindung
Durch die Analyse von Big Data können Führungskräfte ihre Entscheidungen auf aktuelle, umfassende Informationen stützen, anstatt sich auf unvollständige oder veraltete Berichte zu verlassen. Wenn sie große Mengen von historischen und Echtzeitdaten zusammen analysieren, können Unternehmen Abwägungen treffen, Annahmen überprüfen und schneller auf Veränderungen reagieren.
Steigerung der operativen Effizienz
Die prozessübergreifende Analyse von Daten hilft dabei, Engpässe, Verzögerungen und Quellen von Verschwendung zu identifizieren, die in kleineren Datensätzen nur schwer erkennbar sind. Unternehmen nutzen diese Erkenntnisse, um Workflows zu optimieren, den manuellen Aufwand zu reduzieren und die Ressourcennutzung im Finanzwesen, der Lieferkette und im Betrieb zu verbessern.
Genauere Prognosen und Planungen
Big Data unterstützt Prognosemodelle, die ein breiteres Spektrum von Variablen berücksichtigen, darunter historische Trends, saisonale Muster und Echtzeitsignale. Dies macht sich mit einer zuverlässigeren Bedarfsplanung, Kapazitätsplanung und Finanzprognose bezahlt.
Relevantere Customer und Employee Experiences
Durch die Analyse von Verhaltens- und Interaktionsdaten in großem Umfang können Unternehmen Präferenzen und Erfordernisse besser verstehen. Diese Erkenntnisse unterstützen die Personalisierung in Bereichen wie Marketing, Service und Mitarbeitermotivation – ohne sich auf Annahmen oder kleine Stichproben verlassen zu müssen.
Verbesserte Risikoerkennung und Compliance
Durch die Analyse großer Datenmengen lassen sich Anomalien, Inkonsistenzen und ungewöhnliche Muster leichter erkennen, die auf Betrug, Compliance-Probleme oder operative Risiken hindeuten können. Dies hilft Unternehmen, früher zu reagieren und Risiken zu minimieren.
Der Wert von Big Data ist nicht nur von der Erfassung von Informationen abhängig, sondern auch von der erforderlichen Governance, den Qualitätskontrollen und den Analysefähigkeiten, um diese Informationen konsistent und verantwortungsvoll anzuwenden.
Herausforderungen und Risiken von Big Data
Neben den Vorteilen birgt Big Data jedoch auch große Herausforderungen, die Unternehmen bewältigen müssen.
- Datenschutz und Compliance: Große Datensätze enthalten häufig personenbezogene oder sensible Informationen. Unternehmen müssen die Einwilligung, den Zugriff und die Aufbewahrung im Einklang mit Datenschutzbestimmungen verwalten.
- Sicherheit in großem Maßstab: Verteilte Umgebungen vergrößern die Angriffsfläche für Datenschutzverletzungen. Der Schutz von Daten erfordert einheitliche Sicherheitskontrollen über alle Ebenen hinweg – von der Speicherung über die Verarbeitung bis zum Zugriff.
- Datenqualität und Vertrauen: Wenn das Datenvolumen wächst, können sich Inkonsistenzen und Fehler häufen. Eine schlechte Datenqualität beeinträchtigt Analysen, die Berichterstellung und die nachgelagerte Automatisierung.
- Governance und Verantwortlichkeit: Klare Richtlinien müssen festlegen, wer für Daten verantwortlich ist, wer darauf zugreifen darf und wie sie genutzt werden dürfen.
- Kosten und Komplexität: Ohne sorgfältiges Management können die Speicher- und Verarbeitungskosten schnell steigen, insbesondere in Cloud-Umgebungen.
Big Data im Vergleich zu Datenanalysen, Data Science, KI und maschinellem Lernen
Diese Begriffe sind verwandt, aber nicht gleichbedeutend.
- Big Data bezieht sich sowohl auf die Datensätze selbst als auch auf die Infrastruktur, die für deren Verwaltung erforderlich ist.
- Datenanalysen konzentrieren sich auf das Analysieren von Daten zur Beantwortung bestimmter Fragen.
- Data Science kombiniert Analysen, Statistik und Fachwissen, um Modelle und Erkenntnisse zu entwickeln.
- KI und maschinelles Lernen nutzen Algorithmen, die aus Daten lernen, um Vorhersagen zu treffen oder Entscheidungen zu automatisieren.
Big Data liefert den Rohstoff. Datenanalysen und Data Science interpretieren ihn. Maschinelles Lernen und KI sind auf die umfangreichen, vielfältigen Datensätze angewiesen, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen.
Big-Data-Technologien
Der Begriff „Big-Data-Technologien“ bezeichnet die Systeme und Tools, die es ermöglichen, große und komplexe Datensätze in großem Umfang zu speichern, zu verarbeiten, zu analysieren und zu steuern. Big-Data-Umgebungen bestehen nicht aus einer einzigen Plattform oder einem einzigen Produkt, sondern aus sich ergänzenden Technologieebenen, die jeweils eine bestimmte Rolle spielen – von der Verarbeitung der Rohdaten bis hin zur Bereitstellung nutzbarer Erkenntnisse.
Diese Technologien lassen sich in der Regel in einige Kernkategorien einteilen, darunter Speicherung, Verarbeitung, Analysen und maschinelles Lernen sowie Governance und Integration. Zusammen bilden sie die Grundlage moderner Big-Data-Architekturen, die zunehmend cloudbasiert und modular aufgebaut sind, um sich ändernde Datenmengen und Anwendungsfälle zu unterstützen.
- Speicherung: Data Lakes, Data Warehouses und Cloud-Objektspeichersysteme bieten skalierbare Repositorys für Rohdaten und verarbeitete Daten.
- Verarbeitung: Frameworks für die verteilte Verarbeitung unterstützen sowohl Batch- als auch Streaming-Workloads, sodass Daten bereits beim Eingehen analysiert werden können.
- Analysen und maschinelles Lernen: Analytische Datenbanken und Plattformen für maschinelles Lernen ermöglichen die Erforschung, Modellierung und erweiterte Analyse.
- Governance und Integration: Integration, Metadatenverwaltung und Zugriffskontrollen tragen dazu bei, eine konsistente und verantwortungsvolle Datennutzung sicherzustellen.
Grundlegende Technologien wie Hadoop und Apache Spark werden in einigen Umgebungen weiterhin eingesetzt, häufig als Teil von umfassenderen cloudbasierten Architekturen.
Big-Data-Architektur und -Pipeline (Funktionsweise)
Die Big-Data-Architektur beschreibt, wie Daten von ihrem Entstehungsort zur Analyse und Umsetzung gelangen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Datenumgebungen sind Big-Data-Architekturen dafür ausgelegt, große Mengen vielfältiger Daten zu verarbeiten, die kontinuierlich aus zahlreichen Quellen eingehen.
Abbildung 5: Eine typische Pipeline sammelt Informationen aus mehreren Quellen, speichert sie in großem Umfang und analysiert sie, um Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zu liefern.
Moderne Big-Data-Architekturen sind in der Regel als flexible Pipelines und nicht als starre Systeme aufgebaut. Dadurch können Unternehmen Daten je nach Anwendungsfall auf vielfältige Weise aufnehmen, verarbeiten und analysieren, sei es bei der Echtzeitüberwachung, historischen Analyse oder maschinellem Lernen.
Eine typische Big-Data-Pipeline umfasst die folgenden Phasen:
- Speicherung: Daten werden aus Unternehmensanwendungen, Geräten, Sensoren und externen Quellen erfasst. Rohdaten und verarbeitete Daten werden in skalierbaren Repositorys wie Data Lakes oder Cloud-Speichern gespeichert. Wenn Daten in ihrer ursprünglichen Detailtiefe beibehalten werden, können sie für verschiedene Analysezwecke wiederverwendet werden.
- Verarbeitung: Die Daten werden bereinigt, transformiert und angereichert, damit sie konsistent analysiert werden können.
- Analyse: Mithilfe von analytischen Abfragen, Dashboards und Modellen für maschinelles Lernen werden Muster, Trends und Anomalien aufgedeckt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden den Nutzerinnen und Nutzern dann über Berichte, Visualisierungen, Anwendungen oder automatisierte Workflows bereitgestellt, die nachgelagerte Maßnahmen auslösen.
Durch die Trennung dieser Phasen bieten Big-Data-Architekturen Unternehmen die Flexibilität, einzelne Komponenten zu skalieren, sich an neue Datenquellen anzupassen und sowohl operative als auch analytische Workloads zu unterstützen.
Anwendungsfälle und Beispiele für Big Data
Big Data unterstützt eine Vielzahl von Anwendungsfällen in verschiedenen Branchen. Die konkreten Anwendungsfälle variieren zwar, aber die meisten lassen sich anhand der Art und Weise, wie Unternehmen Daten in großem Umfang nutzen, einigen häufigen Kategorien zuordnen.
Intelligente Entscheidungsunterstützung
Unternehmen nutzen Big Data, um ihre strategischen und operativen Entscheidungsprozesse zu verbessern, indem sie historische Daten mit Echtzeitsignalen kombinieren. Dies unterstützt Aktivitäten wie Finanzprognosen, Szenarioanalysen und Leistungsmanagement.
Automatisierung und Optimierung
Big-Data-Analysen helfen dabei, Routineentscheidungen zu automatisieren und Prozesse zu optimieren. Beispiele hierfür sind die Anpassung von Lagerbeständen, die Optimierung von Logistikrouten und das Auslösen von Wartungsmaßnahmen auf der Grundlage von Gerätedaten.
Risikoerkennung und Resilienz
Die Analyse großer Datensätze macht es einfacher, Anomalien zu erkennen, die auf Betrug, Compliance-Probleme oder operative Risiken hindeuten können. Dies unterstützt zudem die Resilienzplanung, indem es Organisationen dabei hilft, Störungen vorherzusehen und darauf zu reagieren.
Personalisierung und Verbesserung des Nutzererlebnisses
Verhaltens- und Interaktionsdaten in großem Maßstab ermöglichen eine relevantere Customer und Employee Experience. Unternehmen nutzen diese Erkenntnisse, um Empfehlungen, Mitteilungen und Services individuell anzupassen.
Branchenspezifische Beispiele
Während die zugrunde liegenden Muster ähnlich sind, unterscheiden sich die Anwendungsfälle für Big Data je nach Branche häufig. Die folgenden Beispiele veranschaulichen, wie Unternehmen in verschiedenen Branchen Big Data einsetzen, um ihre häufigsten operativen und strategischen Herausforderungen zu bewältigen.
- Finanzwesen: Betrugserkennung, Prognosen und Risikoanalyse
- Gesundheitswesen: klinische Forschung, Unterstützung bei der Diagnostik und Ablaufoptimierung
- Fertigung: vorausschauende Wartung und Qualitätsüberwachung
- Einzelhandel: Bedarfsprognose und Sortimentsplanung
- Logistik: Routenoptimierung und Transparenz in der Lieferkette
- Energie- und Versorgungsbetriebe: Verbrauchsprognosen und Infrastrukturüberwachung
FAQs
SAP-PRODUKT
Aufbau einer einheitlichen Datenbasis
Integrieren, steuern und nutzen Sie Daten unternehmensweit, um Analysen und KI-gestützte Funktionen zu unterstützen.