Was ist KI-gestützte Datenanalyse?
Bei der KI-gestützten Datenanalyse wird künstliche Intelligenz eingesetzt, um Daten aufzubereiten, zu analysieren und zu interpretieren.
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Warum KI nicht nur Daten, sondern auch Kontext braucht
Organisationen haben mit der KI-gestützten Datenanalyse meist keine Schwierigkeiten, weil ihnen die Daten fehlen, sondern weil diesen Daten der Kontext fehlt.
In den vergangenen zehn Jahren haben Unternehmen massiv in Analyseplattformen, Cloud-Data-Warehouses und Selfservice-Reporting-Tools investiert. Dadurch wurde der Zugriff auf Daten im gesamten Unternehmen deutlich ausgeweitet. Heute verspricht künstliche Intelligenz, den Einsatz von Analysen zu transformieren, weil sie Ergebnisse vorhersagt, die Erkenntnisgewinnung automatisiert und schnellere, proaktivere Entscheidungen unterstützt.
Dennoch bleiben viele Initiativen rund um KI-Analysen hinter den Erwartungen zurück. Häufig liefern KI-Systeme Ergebnisse, die zwar überzeugend wirken, sich aber nicht vollständig nachvollziehen lassen. Kennzahlen weichen zwischen verschiedenen Dashboards voneinander ab, und das Vertrauen in die Daten sinkt – in einer Zeit, in der Analysen für die Planung und operative Steuerung immer wichtiger werden.
Das Problem liegt selten in den Algorithmen selbst. Vielmehr ist es die Komplexität, die durch fragmentierte Datenlandschaften, isolierte Tools und fehlenden geschäftlichen Kontext entsteht. Werden Daten über verschiedene Plattformen und Clouds hinweg kopiert und transformiert, gehen die ursprünglichen Definitionen und Beziehungen verloren. KI kann zwar auf diese Daten zugreifen, kennt jedoch nicht automatisch alle Abläufe im Unternehmen. Dadurch liefert sie unzuverlässigere Erkenntnisse oder kann nicht autonom und abgestimmt auf die tatsächlichen Abläufe agieren.
Datenanalysen mit KI sind nur dann zuverlässig und skalierbar, wenn sie auf kontrollierten, geschäftsspezifischen Daten basieren. Werden in den Analyseumgebungen gemeinsame Definitionen, Qualitätsmerkmale, Datenherkunft und der Kontext bewahrt, kann KI mehr als isolierte Erkenntnisse liefern und echte Entscheidungen unterstützen. In der Praxis spiegelt sich diese Herausforderung häufig in Analyseumgebungen wider, die sich über unterschiedliche Plattformen und Clouds erstrecken: Zwar sind Daten verfügbar, es fehlt jedoch ein einheitliches Verständnis. Moderne Daten-Cloud-Ansätze schließen genau diese Lücke, indem sie Daten in einen gemeinsamen geschäftlichen Kontext bringen.
KI-gestützte Datenanalyse im Überblick
Datenanalysen mit KI stehen für den Wandel von statischer Berichterstattung hin zu adaptiven, intelligenten Analysen. Statt sich ausschließlich auf vordefinierte Abfragen und Dashboards mit historischen Informationen zu verlassen, nutzen sie Technologien, die aus Veränderungen bei Daten lernen und Benutzer durch den gesamten Analyseprozesses begleiten. Dadurch sind die Analysen dynamischer, zugänglicher und besser auf den spezifischen Prozess zur Entscheidungsfindung abgestimmt.
Im Kern geht es bei der KI-gestützten Datenanalyse um den Einsatz fortschrittlicher Technologien – darunter maschinelles Lernen, statistische Modellierung und die Verarbeitung natürlicher Sprache –, um die Aufbereitung, Analyse und Umwandlung von Daten in verwertbare Erkenntnisse zu automatisieren und zu optimieren. Diese Technologien basieren zunehmend auf modernen Daten-Cloud-Ansätzen, die Daten unternehmensweit zentralisieren und verwalten, sodass sie für Analysen und KI verwendet werden können, ohne kontinuierlich dupliziert oder neu strukturiert werden zu müssen.
Im Unterschied zu herkömmlichen Analyseansätzen, die auf festen Modellen und manueller Auswertung basieren, passen sich KI-gestützte Datenanalysen kontinuierlich an neue Muster an und unterstützen Benutzer entlang des gesamten Analysezyklus von der Datenaufbereitung und dem Erkennen relevanter Zusammenhänge bis hin zur Interpretation und Umsetzung von Erkenntnissen.
KI, maschinelles Lernen und generative KI in der Analytik
Obwohl diese Begriffe häufig synonym verwendet werden, erfüllen sie in Analyseumgebungen unterschiedliche, sich ergänzende Aufgaben. Ein klares Verständnis der Unterschiede der drei Konzepte hilft dabei, zu verdeutlichen, wie intelligente Technologien entlang des gesamten Analyseprozesses eingesetzt werden:
- Künstliche Intelligenz (KI) ist der Oberbegriff für Systeme, die darauf ausgelegt sind, Aufgaben auszuführen, die traditionell menschliche Intelligenz erfordern, wie etwa logisches Schlussfolgern, Mustererkennung oder Interpretation.
- Maschinelles Lernen (ML) ist ein Teilbereich der KI, bei dem statistische Algorithmen mit Daten trainiert werden, um Vorhersagen zu treffen, Anomalien zu erkennen oder Muster zu klassifizieren, ohne auf vordefinierte Regeln angewiesen zu sein.
- Generative KI erzeugt neue Inhalte wie Zusammenfassungen, Erklärungen oder analytische Abfragen auf Grundlage von Mustern, die aus bestehenden Daten erlernt wurden.
In der Praxis wird maschinelles Lernen in der Analytik häufig für Prognosen, Segmentierung und das Erkennen von Auffälligkeiten eingesetzt. Generative KI hingegen erweitert die Interaktion von Menschen mit Daten, indem sie Analysen dialogorientierter, verständlicher und iterativer gestaltet.
KI-Analyse, Augmented Analytics und Conversational Analytics
Mit der zunehmenden Integration von KI-Funktionen in Analyselösungen haben sich neue Begriffe etabliert, die die User Experience dieser Funktionen beschreiben. Diese Ansätze stehen in enger Beziehung zueinander und überschneiden sich häufig, setzen jedoch jeweils unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb der KI-gestützten Datenanalyse:
- KI-Analyse bezeichnet allgemein den Einsatz intelligenter Technologien entlang des gesamten Analyseprozesses von der Datenaufbereitung über die Gewinnung von Erkenntnissen bis hin zur Entscheidungsunterstützung.
- Der Schwerpunkt von Augmented Analytics liegt auf dem Einsatz von KI, um Erkenntnisse automatisiert zu generieren, wichtige Faktoren zu ermitteln und zu erklären, warum bestimmte Trends oder Veränderungen auftreten.
- Conversational Analytics ermöglicht Benutzern die Interaktion mit Daten in natürlicher Sprache. Fragen können direkt gestellt und beantwortet werden, ohne dass Abfragen formuliert oder Code geschrieben werden muss.
Gemeinsam verfolgen diese Ansätze das Ziel, Konflikte in Analysen zu reduzieren und den Zugang zu Erkenntnissen zu vereinfachen. Dadurch können Organisationen schneller und konsistenter von der Datenanalyse zur fundierten Entscheidungsfindung gelangen.
So verbessert KI den Analyselebenszyklus
KI-gestützte Datenanalysen bieten erheblichen Mehrwert, jedoch nicht, indem sie die bestehenden Analyseprozesse ersetzen, sondern indem sie sie erweitern und optimieren. KI unterstützt die Phasen des Analyseprozesses vor allem dort, wo manueller Aufwand, Verzögerungen oder fehlende Transparenz ein Problem darstellen. Richtig eingesetzt hilft KI Teams dabei, schneller zu fundierten Erkenntnissen zu gelangen und gleichzeitig deren Qualität und Relevanz zu verbessern – insbesondere dann, wenn diese Erkenntnisse auf einer gemeinsamen, kontrollierten Datenbasis basieren.
Wo KI entlang des gesamten Analyselebenszyklus Mehrwert schafft
KI unterstützt nicht nur einzelne Schritte im Analyseprozess, sondern begleitet den gesamten Analyselebenszyklus. In Umgebungen, in denen Daten über eine Daten-Cloud vereinheitlicht werden, kann KI in jeder Phase von der Datenerfassung über die Entscheidungsfindung bis zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen auf gemeinsame Definitionen, Beziehungen und Qualitätssignale zugreifen:
- Erfassung: Sobald Daten in die Analyseumgebung einfließen, unterstützt die KI dabei, strukturierte und unstrukturierte Daten aus verschiedenen internen und externen Quellen zu klassifizieren, anzureichern und zu organisieren, damit sie frühzeitig verwendet werden können.
- Aufbereitung: Während der Datenaufbereitung automatisiert KI die Profilerstellung, Bereinigung und Umwandlung der Daten und erkennt Qualitäts- sowie Konsistenzprobleme, bevor diese die Analyse beeinflussen.
- Analyse: In der Analysephase identifiziert die KI Muster, Prognosen und wichtige Faktoren, deren manuelle Erkennung oft schwierig oder zeitaufwendig wäre.
- Visualisierung: Bei der Untersuchung und Weitergabe von Erkenntnissen empfiehlt die KI geeignete Darstellungen, hebt Abweichungen hervor und macht relevante Veränderungen sichtbar, um die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken.
- Entscheidungsfindung und Umsetzung: Im Entscheidungsprozess schlägt die KI Maßnahmen vor, bewertet Kompromisse und simuliert potenzielle Auswirkungen, sodass Erkenntnisse in konkreten Handlungen münden können.
In KI-gestützten Umgebungen werden diese Phasen nicht mehr nur einfach einmal durchlaufen und anschließend vergessen. Erkenntnisse beeinflussen Entscheidungen, Entscheidungen lösen Maßnahmen aus, und diese Maßnahmen erzeugen wiederum neue Daten, die kontinuierlich in den Analyselebenszyklus zurückfließen. Dieser geschlossene Kreislauf erhöht die Geschwindigkeit und Relevanz der Analysen und macht gleichzeitig deutlich, wie wichtig einheitliche Definitionen, Governance und ein gemeinsamer Kontext für den gesamten Prozess sind.
Gängige KI-Funktionen für Analysen
Der Mehrwert von Datenanalysen mit KI entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Funktionen. Jede dieser Funktionen adressiert unterschiedliche Herausforderungen im Analyselebenszyklus – von der Vorhersage möglicher Entwicklungen bis hin zur Erklärung ihrer Bedeutung für das Unternehmen:
- Predictive und Prescriptive Analytics prognostizieren wahrscheinliche Ergebnisse und empfehlen Maßnahmen, um die Ergebnisse zu beeinflussen.
- Bei der Anomalieerkennung werden ungewöhnliches Verhalten oder Abweichungen in großen und dynamischen Datensätzen ermittelt.
- Die automatisierte Datenaufbereitung und ‑bereinigung reduziert den manuellen Aufwand, da Qualitätsprobleme frühzeitig erkannt und gelöst werden.
- Die Analyse in natürlicher Sprache ermöglicht es, Daten in Alltagssprache abzufragen und narrative Erklärungen zu erhalten.
- Die Analyse unstrukturierter Daten leitet Erkenntnisse aus Texten, Dokumenten und Sprache ab, die mit klassischen Analyseverfahren nur schwer auswertbar sind. Technologien wie Vektordatenbanken gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung, weil sie die semantische Suche und kontextsensitive Abfragen unterstützen.
Wenn Sie diese Funktionen kombinieren, können Sie schneller relevante Erkenntnisse gewinnen und den Kreis der Menschen erweitern, die Analysen effektiv nutzen können. In Daten-Cloud-Umgebungen greifen die Funktionen auf gemeinsame, kontrollierte Datenbestände statt auf isolierte Datenauszüge zu. Dadurch lassen sich Inkonsistenzen reduzieren und das Vertrauen in KI-generierte Erkenntnisse stärken.
Vorteile von Datenanalysen mit KI
Sind die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen, ermöglicht die KI-gestützte Datenanalyse den Wandel von statischer Berichterstattung hin zu intelligenter Entscheidungsfindung. Die KI-gestützte Datenanalyse hilft Unternehmen dabei, historische Erkenntnisse in zukunftsorientierte Handlungsempfehlungen zu überführen, während eine Daten-Cloud-Infrastruktur dafür sorgt, dass diese Erkenntnisse konsistent, vertrauenswürdig und skalierbar sind. Daraus ergeben sich unter anderem folgende Vorteile:
Geschwindigkeit und Automatisierung
KI automatisiert aufwendige Aufgaben wie Datenaufbereitung, Mustererkennung und wiederkehrende Analysen. Dadurch verkürzt sich der Weg von der Datenerfassung bis zur Erkenntnisgewinnung. Weniger manueller Aufwand und optimierte Workflows ermöglichen es Analyseteams, schneller Erkenntnisse bereitzustellen und Entscheidungen zu unterstützen, ohne dass es durch operative Engpässe zu Verzögerungen kommt.
Skalierbarkeit über Datentypen und Datenvolumen hinweg
KI ermöglicht die Analyse wachsender Mengen strukturierter und unstrukturierter Daten – einschließlich Echtzeit- und Streaming-Daten –, ohne dass der manuelle Aufwand proportional zunimmt. Daten-Cloud-Architekturen unterstützen diese Skalierbarkeit, indem sie dafür sorgen, dass Erkenntnisse auf der Basis gemeinsamer, kontrollierter Daten statt isolierter Datenauszügen gewonnen werden. Organisationen können dadurch größere Datenmengen häufiger analysieren, ohne ihre Teams zusätzlich zu belasten.
Unterstützung für Entscheidungsfindung und Echtzeit-Analysen
KI-gestützte Analysen passen sich dynamisch an veränderte Bedingungen an und liefern nahezu in Echtzeit relevante Erkenntnisse sowie konkrete Handlungsempfehlungen, die direkt in Geschäftsprozesse einfließen. Entscheidungen werden dadurch proaktiver und basieren auf kontinuierlich aktualisierten Signalen statt auf statischen Berichten. Genau hier entfalten KI-Analysen ihren größten Mehrwert: Sie übersetzen Erkenntnisse in zeitnahe, geschäftsrelevante und bei Bedarf KI-gestützte Maßnahmen.
Demokratisierter Zugriff auf Erkenntnisse
Analysefunktionen in natürlicher Sprache und Augmented Analytics sorgen dafür, dass die Erkenntnisse auch für nicht-technische Fachkräfte zugänglich sind. Basieren diese Funktionen auf einheitlichen Definitionen und Governance-Strukturen – häufig unterstützt durch eine gemeinsame Daten-Cloud –, optimiert die Demokratisierung die Abstimmung und Konsistenz bei Analysen. Widersprüchliche Antworten gehören dann der Vergangenheit an.
Das Ergebnis ist eine schnellere und konsistentere Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen.
Beispiele für den Einsatz von KI-gestützten Analysen
KI-gestützte Analysen generieren in vielen Bereichen Mehrwert. Besonders wirkungsvoll sind sie, wenn aus den Erkenntnissen direkt konkrete Maßnahmen abgeleitet werden können. Beispiele dafür sind:
Risiko- und Betrugserkennung
Organisationen nutzen KI-Modelle, um verdächtige Muster in hochvolumigen Transaktionen zu erkennen und schneller auf neue Risiken zu reagieren als mit rein regelbasierten Ansätzen.
Prognosen und Bedarfsplanung
KI-gestützte Prognosen berücksichtigen saisonale Schwankungen, externe Faktoren und komplexe Zusammenhänge, um die Genauigkeit bei Planungen und Zuweisungen zu verbessern.
Kunden- und Marktanalysen
KI-Analysen unterstützen bei der Segmentierung, Abwanderungsprognosen und Stimmungsanalysen mit operativen und unstrukturierten Datenquellen.
Optimierung operativer Prozesse
Prescriptive Analytics empfehlen konkrete operative Maßnahmen und helfen Organisationen dabei, schneller und effizienter Erkenntnisse umzusetzen.
Diese Beispiele verdeutlichen das Potenzial von KI-Technologien und zeigen, warum Vertrauen und Governance mit zunehmender Verbreitung immer wichtiger werden.
Herausforderungen und Governance für vertrauenswürdige KI-Analysen
Je stärker KI in Analyseprozesse integriert wird, desto wichtiger werden solide Datengrundlagen. Fortschritte bei der Modellierung und Automatisierung steigern zwar kontinuierlich die Leistungsfähigkeit von KI, ihre tatsächliche Wirksamkeit hängt jedoch davon ab, ob die Daten bereinigt, aktuell und zuverlässig sind. Dadurch gewinnen Governance, Datenqualität und Compliance zunehmend an Bedeutung. Sie bilden die Grundlage dafür, dass die Erkenntnisse zuverlässig, vertrauenswürdig und auf die Geschäftsabläufe abgestimmt sind.
Wenn KI-Analysen unzuverlässige Ergebnisse liefern
Wenn KI-gestützte Analysen unvollständige, irreführende oder widersprüchliche Antworten hervorbringen, sind die Gründe dafür in der Regel offensichtlich. In den meisten Fällen lassen sich diese Herausforderungen auf drei eng miteinander zusammenhängende Faktoren zurückführen: unstrukturierte Daten, fehlender semantischer Kontext und unklare Fragestellungen. In fragmentierten Umgebungen verstärken sich diese Probleme häufig zusätzlich, weil ohne eine gemeinsame Daten-Cloud semantische Zusammenhänge und Datenherkunft nur schwer über verschiedene Anwendungsfälle hinweg erhalten bleiben.
Unstrukturierte oder inkonsistente Daten führen zu Fehlern und Unsicherheiten, die KI-Modelle nicht zuverlässig kompensieren können. Fehlt der semantische Kontext, versteht das System nicht, wofür die Kennzahlen stehen, wie die Datenobjekte zusammenhängen oder welche Geschäftsregeln angewendet werden müssen. Dadurch verwendet die KI isolierte Signale und keine tatsächlichen Geschäftsergebnisse. Unklare oder mehrdeutige Fragestellungen verschärfen dieses Problem: Begriffe, Kennzahlen oder Absichten sind nicht eindeutig definiert, sodass technisch korrekte Antworten entstehen können, die dennoch nicht den geschäftlichen Anforderungen entsprechen.
Die Lösung dafür sind nicht einfach leistungsfähigere Modelle. Im Fokus sollten die Datenqualität, Bedeutungen und Governance über die gesamte Analyseumgebung hinweg stehen.
Datenqualität, Verzerrungen und Nachvollziehbarkeit
Probleme bei der Datenqualität beeinträchtigen nicht nur die Genauigkeit, sondern können auch Verzerrungen verstärken und die Nachvollziehbarkeit erschweren. Werden KI-Modelle mit unvollständigen, veralteten oder verzerrten Daten trainiert, besteht die Gefahr, dass bestehende Verzerrungen weiter verstärkt werden und gleichzeitig schwieriger zu erkennen sind. Dadurch fällt es Benutzern eventuell schwer nachzuvollziehen, wie bestimmte Erkenntnisse entstanden sind und ob sie diesen Ergebnissen vertrauen können.
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Analysen gewinnen diese Herausforderungen weiter an Bedeutung. Fehlen einheitliche Definitionen, Qualitätskontrollen und Transparenz darüber, wie Erkenntnisse generiert werden, stoßen selbst leistungsfähige KI-Systeme an Grenzen, wenn es darum geht, dass die Benutzer ihnen vertrauen.
Datenschutz, Sicherheit und Compliance
Da KI-Analysen auf immer mehr Datenquellen zugreifen und geschäftskritische Entscheidungen unterstützen, werden Datenschutz und Compliance zu zentralen Voraussetzungen für Vertrauen. Für den Einsatz von Analysesystemen muss sichergestellt werden, dass sensible Daten angemessen geschützt, verantwortungsvoll verwendet und im Einklang mit regulatorischen Anforderungen verarbeitet werden.
Vertrauenswürdige KI-gestützte Analysen basieren daher auf Funktionen wie Zugriffskontrollen, Audit-Trails und Protokollierung, damit Datennutzung und Entscheidungsprozesse transparent und nachvollziehbar bleiben. Eine zentralisierte Governance innerhalb einer Daten-Cloud unterstützt Organisationen dabei, diese Kontrollen konsistent über unterschiedliche Analyse- und KI-Anwendungsfälle hinweg durchzusetzen und Risiken auch bei einer zunehmenden Nutzung zu reduzieren.
Governance-Checkliste für KI-Analysen
Governance wird häufig als Einschränkung für Analyselösungen gesehen. In der Praxis ist sie jedoch die Grundlage dafür, dass KI-Analysen skalierbar bleiben, ohne dass es zu einem Vertrauensverlust kommt. Eine wirksame Governance stellt sicher, dass Bedeutung, Konsistenz und Verantwortlichkeiten erhalten bleiben, wenn Erkenntnisse team‑ und anwendungsübergreifend genutzt werden. Zu den zentralen Elementen zählen:
- eine gemeinsame semantische Ebene, die konsistente Definitionen für Kennzahlen und Dimensionen gewährleistet
- ein strukturiertes Unternehmensglossar, das Bedeutungen, Verantwortlichkeiten und Nutzung klar definiert
- durchgängige Transparenz über die Datenherkunft, um transparent nachzuvollziehen, wie Daten und Erkenntnisse entstehen und transformiert werden
- kontinuierliche Überwachung, um Qualitätsprobleme und Modellabweichungen im Laufe der Zeit zu erkennen
Trotz ihrer zentralen Bedeutung ist Daten-Governance in vielen Analysestrategien noch nicht konsequent verankert. Dadurch ist es schwierig, KI verantwortungsvoll und im großen Maßstab einzusetzen. Fehlen diese Grundlagen, treten bei jedem neuen Anwendungsfall die gleichen Vertrauensprobleme auf, weil ein solides und gemeinsames Verständnis der Geschäftsprozesse fehlt.
Erste Schritte für KI-gestützte Analysen
Der Übergang von ersten Experimenten hin zu einer umfassenden Skalierung setzt klare Ziele und Prioritäten voraus. Die folgenden Maßnahmen unterstützen Sie bei den ersten Schritten:
- Einen Anwendungsfall mit messbarem Mehrwert wählen
Starten Sie mit einem klar definierten Problem, das direkt mit den Geschäftsergebnissen verknüpft ist, wie z. B. der Verbesserung der Prognosegenauigkeit oder der schnelleren Ermittlung von Anomalien. Der Fokus auf einen konkreten Anwendungsfall hilft Teams dabei, Stakeholder einzubinden, Erfolgskriterien festzulegen und frühzeitig Vertrauen in KI-gestützte Analysen aufzubauen. - Daten für die KI-Nutzung aufbereiten
KI-fähige Daten erfüllen zentrale Anforderungen an Datenqualität, Zugriffskontrollen und einheitliche Definitionen, um eine sichere Nutzung in Analysen und KI-Lösungen sicherzustellen. Viele Organisationen skalieren ihre Initiativen, indem sie kontrollierte Datensätze als wiederverwendbare Datenprodukte behandeln und Vertrauen direkt in die Nutzung und Bereitstellung der Daten verankern. Ein Daten-Cloud-Ansatz unterstützt dieses Modell, indem er kontrollierte Datenbestände zentralisiert und gleichzeitig den Geschäftskontext bewahrt. So lassen sich Analyse- und KI-Initiativen skalieren, ohne bei jedem neuen Anwendungsfall Vertrauen neu aufbauen zu müssen. - BI-Lösungen entwickeln, kaufen oder erweitern
Organisationen müssen entscheiden, ob sie KI-Funktionen selbst entwickeln, neue Lösungen kaufen oder bestehende BI-Plattformen erweitern möchten. Wichtig ist dabei, wie gut die jeweilige Option Governance-Anforderungen unterstützt, sich in bestehende Datenlandschaften integriert und langfristig die Skalierbarkeit von vertrauenswürdigen Erkenntnisse im gesamten Unternehmen ermöglicht.
Auf dem Weg zu vertrauenswürdigen, skalierbaren KI-Analysen
KI-gestützte Datenanalysen können die Entscheidungsfindung in Unternehmen grundlegend verändern – nicht nur, weil so der Analyseprozess beschleunigt wird, sondern auch, weil intelligente Funktionen direkt in tägliche Arbeitsabläufe integriert werden und die Rolle von Business Analytics als Treiber des Wandels stärken. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, reichen jedoch fortschrittliche Modelle und neue Analysefunktionen allein nicht aus. Ohne vertrauenswürdige Daten, ein gemeinsames Verständnis und konsistente Governance-Strukturen kann KI Unsicherheiten verstärken, statt sie zu reduzieren. Im großen Maßstab sind KI-gestützte Datenanalysen nicht deshalb erfolgreich, weil sie schneller sind, sondern weil sie auf vertrauenswürdigen Daten, einer gemeinsamen Semantik und Governance basieren, die reale Geschäftsabläufe widerspiegeln.
Da KI zunehmend in alltäglichen Analyseprozessen eingesetzt wird, hängt der Erfolg weniger davon ab, ob man weitere Lösungen nutzt, sondern vielmehr davon, den geschäftlichen Kontext der Daten über Systeme und Teams hinweg zu erhalten. Daten-Cloud-Architekturen spielen dabei eine immer wichtigere Rolle, weil sie eine gemeinsame Grundlage für die Weiterentwicklung von Daten, Kontext und Governance schaffen, wenn KI-Analysen skaliert werden.
Organisationen, die KI-gestützte Analysen verantwortungsvoll skalieren, konzentrieren sich auf die zentralen Voraussetzungen dafür. Durch den Fokus auf Daten-Governance, eine gemeinsame Semantik und Transparenz stellen sie sicher, dass Erkenntnisse schnell verfügbar, nachvollziehbar und auf die Geschäftsprozesse abgestimmt sind. Dadurch liefert KI nicht mehr isolierte Antworten, sondern unterstützt Entscheidungen, denen Führungskräfte vertrauen können.
FAQs
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