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Nachwuchstalente in einer Büroumgebung

Was ist ein Talentmanagement-System (TMS)?

Ein Talentmanagement-System (TMS) ist eine integrierte Softwareplattform, die den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus von der Gewinnung bis zur Nachfolgeplanung unterstützt.

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Überblick über Talentmanagement-Systeme

Ein Talentmanagement-System (TMS) ist eine integrierte Softwareplattform, die zentrale Prozesse im Talentmanagement unterstützt, so etwa das Recruiting, Onboarding von Mitarbeitenden, Leistungsmanagement, die Weiterbildung und berufliche Entwicklung, das Vergütungsmanagement und die Nachfolgeplanung. Diese Prozesse und die unterstützenden technischen Funktionen werden in der Regel über Softwaremodule bereitgestellt. So können Unternehmen zunächst nur die benötigten Funktionen aktivieren und im Zuge des Unternehmenswachstums weitere ergänzen.

Vor allem aber können Unternehmen mit einem TMS die Personalplanung auf ihre Unternehmensstrategie abstimmen. Dadurch können proaktive Maßnahmen ergriffen werden, um die richtigen Talente zu gewinnen, die die aktuellen und zukünftigen Unternehmensziele unterstützen.

Definition des Talentmanagements: Unterstützung des gesamten Mitarbeiterlebenszyklus – von der ersten Gewinnung qualifizierter Kandidaten bis hin zur Nachfolgeplanung

Wie funktionieren Talentmanagement-Systeme?

Ein TMS integriert sämtliche HR-Module, die für die Gewinnung, Einstellung und Entwicklung von Mitarbeitenden erforderlich sind. Die einzelnen Module wie die Personalgewinnung oder das Leistungsmanagement werden häufig als Talentmanagement-Systeme bezeichnet. Aber diesen eigenständigen Modulen fehlen die vielschichtigen Funktionen eines wirklich integrierten Systems, das den gesamten Talentlebenszyklus und seine Prozesse unterstützt – von der ersten Gewinnung von Kandidaten bis hin zur Nachfolgeplanung.

Talentmanagement-Systeme werden in der Regel in der Cloud ausgeführt. Eine Cloud-Plattform bietet eine Reihe von Vorteilen, darunter größere Datenspeicherkapazitäten, eine robustere Sicherheit und eine einfachere Integration ergänzender Anwendungen wie Personalabrechnung, Weiterbildungsprogramme, Karriereplanung und andere Systeme sowie die sichere Speicherung von Mitarbeiterdaten (z. B. persönliche Informationen, Demografie und Vergütung).

Moderne Talentmanagement-Systeme arbeiten heute mithilfe von KI noch effizienter. Durch die Echtzeitanalyse von Kompetenzen, Leistungsdaten, Lernaktivitäten und Karrieresignalen hilft KI dabei, die Zusammenhänge über den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus hinweg zu erkennen. Dies erleichtert die Personalisierung von Erlebnissen, liefert rechtzeitige Empfehlungen und unterstützt fundiertere Entscheidungen – so erhalten Mitarbeiter relevante Orientierungshilfen, Führungskräfte gewinnen klarere Erkenntnisse und Unternehmen können schneller auf sich ändernden Talentbedarf reagieren.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Talentprozesse, die von einem TMS unterstützt werden:

  1. Personalplanung: Sicherstellen, dass die Talentstrategien mit den Geschäftsanforderungen übereinstimmen. Zusammenarbeit mit Führungsteams, um die unternehmerischen Zielsetzungen zu verinnerlichen und sicherzustellen, dass die Talentstrategie diese Ergebnisse unterstützt.
  2. Recruiting von Kandidat:innen: Talente weltweit finden, Kandidaten während des gesamten Rekrutierungsprozesses begleiten und die Effizienz eines umfassenden Bewerbermanagement- und Tracking-Systems nutzen.
  3. Onboarding von Mitarbeitenden: Optimierung des Engagements neuer Mitarbeiter durch ein dediziertes Onboarding-Portal. Schnelle Einarbeitung durch papierlose Prozesse und automatisierte Arbeitsabläufe für den Eintritt, das Ausscheiden und den internen Stellenwechsel von Mitarbeitenden.
  4. Mitarbeiter-Performance-Management: Unterstützung der Mitarbeitenden bei der Verwaltung ihrer Ziele. Nutzung geführter Maßnahmenplanung für ein kontinuierliches Leistungsmanagement.
  5. Planung und Gestaltung von Vergütungsmodellen: Belohnung und Anerkennung von Leistungsträgern.
  6. Mitarbeitende durch Lernprogramme entwickeln und binden: Bereitstellung moderner und ansprechender Lernerfahrungen. Planung von Lerneinheiten und Durchführung von Compliance-Schulungen. Entwicklung proaktiver Nachfolgepläne und aktive Förderung von Führungskräften.

Die Entwicklung von Talentmanagement-Systemen

In den 1980er- und frühen 1990er-Jahren konzentrierte sich das Talentmanagement vorwiegend auf die Entwicklung interner Talente, wodurch ein Überangebot an Positionen im mittleren Management entstand. Durch den Wirtschaftsabschwung wurden ganze Unternehmen umstrukturiert. Die Gewinnung externer Talente gewann an Bedeutung. Ende der 1990er-Jahre stellten die Unternehmen jedoch fest, dass sie in etwa gleich viele erfahrene Mitarbeitende einstellten wie verloren. Als Konsequenz rückten die Bindung und Förderung der vorhandenen Belegschaft in den Fokus.

Die HR-Prozesse waren zwar integriert, aber ohne ein zentralisiertes Modell waren die einzelnen Bereiche isoliert und die Informationen oft veraltet. Personalverantwortliche und Recruiter mussten sich durch papierbasierte und zeitaufwändige Arbeitsabläufe kämpfen und hatten wenig Zeit für strategische Aufgaben.

Es wurden umfassende Talentmanagement-Systeme entwickelt, um alle HR-Talentmodule zentral auf einer Plattform zu integrieren. Workflows wurden automatisiert und digitalisiert, wodurch die Effizienz im gesamten Unternehmen gesteigert werden konnte.

KI und Talentmanagement

Mittlerweile wandelt KI das Talentmanagement von einer Reihe isolierter Prozesse hin zu einer vernetzten, kompetenzbasierten Erfahrung. Moderne Systeme nutzen KI, um die Fähigkeiten der Belegschaft kontinuierlich zu erfassen, Lücken zu identifizieren und Personen mit passenden Wachstumschancen zusammenzuführen – sei es in Form von Weiterbildung, Projekten, Rollen oder Karrierewegen. Anstatt auf statische Daten oder punktuelle Leistungsbeurteilungen zu vertrauen, können Unternehmen KI-gestützte Erkenntnisse nutzen, um Personalentscheidungen besser mit den unternehmerischen Prioritäten abzustimmen und den Mitarbeitenden gleichzeitig relevantere, personalisierte Erfahrungen zu bieten.

Dank dieser Fortschritte sind Talentmanagement-Systeme zu unverzichtbaren Werkzeugen für Unternehmen aller Branchen geworden. Sie unterstützen Betriebe dabei, vielfältige und sich stetig wandelnde Herausforderungen der Arbeitswelt zu bewältigen, wie etwa:

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Vorteile von Talentmanagement-Lösungen

Aus Unternehmenssicht bietet ein Talentmanagement-System eine Reihe von Vorteilen, darunter:

Spezifische Vorteile für die verschiedenen Nutzergruppen umfassen:

Funktionen eines Talentmanagement-Systems

Ein TMS ermöglicht es einem Unternehmen, eine durchgängige Talentstrategie umzusetzen, die auf die Unternehmensziele abgestimmt ist. Hier einige Beispiele:

Eine Talentmanagement-Lösung sorgt zudem für betriebliche Effizienz, indem sie ein zentrales Modell für Planung, Datenaustausch und Interaktionen bietet. Digitale Arbeitsabläufe ersetzen manuelle Prozesse und erhöhen so die Effizienz im Hintergrund, wodurch sich das Personalwesen auf wertschöpfendere Aufgaben konzentrieren kann.

Beim Einsatz eines TMS für die entsprechenden Maßnahmen werden personenbezogene und vertrauliche Daten erzeugt, die das System in einer sicheren Datenbank speichert. Leistungsstarke Analyse- und Berichtsfunktionen unterstützen die strategische Planung, damit das Unternehmen seine kurz- und langfristigen Talentziele erreicht.

Mit einem Talentmanagement-System kann das Unternehmen Ergebnisse im Talentbereich und deren Gesamtwert für den Betrieb problemlos planen, messen und kommunizieren.

Häufig gestellte Fragen zu Talentmanagement-Systemen

Wer nutzt ein Talentmanagement-System?
Fast alle Personen innerhalb eines Unternehmens nutzen ein Talentmanagement-System, einschließlich Personalreferenten, Kandidaten, Personalverantwortliche, Vorgesetzte und Mitarbeitende.
Welche unternehmerischen Herausforderungen löst ein Talentmanagement-System?

Ein Talentmanagement-System löst dauerhafte unternehmerische Herausforderungen wie etwa:

  • Manuelle, zeitaufwendige Arbeitsabläufe in den Bereichen Recruiting, Onboarding, Performance, Lernen, Vergütung und Nachfolgeplanung
  • Mangelnde Durchgängigkeit zwischen Systemen aufgrund isolierter Datenspeicher
  • Unzureichende Einbindung von Führungskräften
  • Hohe Fluktuationsraten bei den Mitarbeitenden
  • Mangel an qualifizierten Kandidaten für offene Stellen
  • Durchgängige Überwachung der Übereinstimmung mit unternehmensinternen Vorgaben und gesetzlichen Arbeitsrechten
Was ist vor der Einführung eines Talentmanagement-Systems zu beachten?
Ein Talentmanagement-System muss agil sein, um sich schnellen Änderungen der allgemeinen Unternehmensstrategie anpassen zu können. Legen Sie vorab fest, wie sich das System in andere Anwendungen und in die umfassendere HR-Infrastruktur integrieren lässt. Berücksichtigen Sie schließlich die Nutzererfahrung aller Beteiligten und stellen Sie sicher, dass das TMS die Anforderungen dieser Zielgruppen erfüllt.
Wie wird ein Talentmanagement-System bereitgestellt?
Heutzutage werden die meisten Talentmanagement-Systeme in der Cloud bereitgestellt. Dieses Bereitstellungsmodell ist besser skalierbar und bietet mehr Sicherheit, Speicherkapazität und weitere Funktionen. Zudem unterstützt es ein SaaS-basiertes Geschäftsmodell (Software-as-a-Service) und erleichtert somit den Zugang für kleine und mittlere Unternehmen mit moderateren Betriebsumfängen.