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Serverraum in einem Rechenzentrum

Was ist ein Data Warehouse?

Ein Data Warehouse (DW) ist ein digitales Speichersystem, das große Datenmengen aus vielen verschiedenen Quellen zusammenführt und harmonisiert.

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Data Warehouse – Überblick

Ein Data Warehouse (DW) ist ein zentraler Speicherort, der große Mengen an aktuellen und historischen Daten aus unterschiedlichen Quellen sammelt, integriert und speichert. Es unterstützt Business Intelligence (BI), Reporting und fortschrittliche Analysen, indem es eine einzige, konsistente Datenbasis bereitstellt. Durch die Konsolidierung und Standardisierung von Daten können Unternehmen verlässliche Erkenntnisse gewinnen, Anforderungen an die Rechtmäßigkeit erfüllen und fundierte, datengestützte Entscheidungen treffen.

Daten fließen typischerweise aus operativen Systemen (wie ERP und CRM), internen Datenbanken und externen Quellen wie Partnerplattformen, IoT-Geräten, Wetter-Feeds und sozialen Medien in ein Data Warehouse. Mit der zunehmenden Reife des Cloud Computings hat sich die Datenspeicherung von herkömmlichen On-Premises-Umgebungen hin zu flexiblen Multi-Cloud- und Hybrid-Cloud-Architekturen verlagert.

Moderne Data Warehouses sind darauf ausgelegt, sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten wie Videos, Bilder und Sensorströme zu verwalten. Viele integrieren Analysen und In-Memory-Verarbeitung, um schnellere Abfragen, Echtzeit-Datenzugriff wie auch effizientere Workflows für Reporting und BI zu ermöglichen. Ohne ein Data Warehouse fällt es Unternehmen schwer, heterogene Datenquellen zu kombinieren, Daten angemessen für Analysen aufzubereiten und die Transparenz über alle Datensätze hinweg zu wahren.

Vorteile eines Data Warehouse

Ein gut konzipiertes Data Warehouse bildet das Rückgrat für erfolgreiche Business Intelligence, Reporting und Analysen. Durch die Konsolidierung von Daten in einer einzigen, konsistenten Datenbasis beschleunigt es die Gewinnung von Erkenntnissen für eine bessere und fundiertere Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen. Die Hauptvorteile:

Welche Datentypen lassen sich in einem Data Warehouse ablegen?

Zu Beginn ihrer Entwicklung in den späten 1980er-Jahren waren Data Warehouses für die Aufbewahrung strukturierter Daten konzipiert – also für klar geordnete Informationen wie Angaben zu Auftraggebern, Verzeichnisse von Produkten und Aufzeichnungen zu Geschäftsvorfällen. Mit dem Anwachsen der geschäftlichen Anforderungen entstand bei Unternehmen zudem der Wunsch, unstrukturierte Daten zu nutzen. Hierzu zählen Dokumente, Bilder, Videos, E-Mails und Beiträge aus sozialen Medien sowie Sensordaten von Maschinen und IoT-Geräten.

Heutige Data Warehouses sind in der Lage, strukturierte und unstrukturierte Daten gleichermaßen zu verarbeiten und zu vereinen. Dies bietet Unternehmen eine lückenlose, integrierte Gesamtsicht und ermöglicht fundiertere Erkenntnisse.

Zentrale Konzepte und Vergleiche

In der Welt der Datenspeicherung gibt es viel zu entdecken. Hier sind einige der wichtigsten Konzepte aufgeführt. Weitere Definitionen und häufig gestellte Fragen finden sich in unserem Glossar.

Data Warehouse vs. Datenbank

Sowohl Datenbanken als auch Data Warehouses dienen der Datenspeicherung, verfolgen aber unterschiedliche Ziele. Eine Datenbank verwaltet aktuelle Informationen für einen speziellen Fachbereich. Im Gegensatz dazu führt ein Data Warehouse aktuelle und historische Daten aus dem gesamten Unternehmen zusammen, um als Basis für Berichte und Analysen zu dienen. Es nutzt zwar Datenbanktechnologie, erweitert diese jedoch um Funktionen für die Integration, Modellierung und langfristige Datenverwaltung.

Während Datenbanken den reibungslosen täglichen Betrieb sicherstellen, indem sie Geschäftsvorfälle schnell verarbeiten und Datensätze laufend aktualisieren, sind Data Warehouses auf die Auswertung spezialisiert. Sie helfen Teams dabei, Trends aufzuspüren, Leistungen gegenüberzustellen und strategische Weichenstellungen vorzunehmen.

Data Warehouse vs. Data Lake

Sowohl Data Warehouses als auch Data Lakes speichern große Datenmengen, verfolgen jedoch unterschiedliche Zwecke. Ein Data Warehouse bewahrt strukturierte, aufbereitete Daten für Berichte und Analysen auf, während ein Data Lake rohe, unverarbeitete Daten speichert, die zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden können. Häufig arbeiten beide Systeme Hand in Hand: Rohdaten liegen im Data Lake und werden bei Bedarf für die Analyse umgewandelt und in das Data Warehouse überführt.

Einen Data Lake nutzen Sie für die flexible und kostengünstige Speicherung von Rohdaten. Ein Data Warehouse nutzen Sie für schnelle und verlässliche Analysen strukturierter Daten. Die meisten Unternehmen profitieren von beidem; der Lake erfasst alles und das Warehouse wandelt es in Erkenntnisse um.

Data Warehouse vs. Data Mart

Ein Data Mart ist ein spezialisierter Teilbereich eines Data Warehouse, der genau auf die Bedürfnisse einer bestimmten Abteilung – wie Vertrieb, Marketing oder Finanzen – zugeschnitten ist. Während der Vertriebs-Data-Mart beispielsweise Informationen zu potenziellen Neukunden, Pipeline-Aktivitäten und Vertragsabschlüssen bündelt, liefert die Variante für das Finanzwesen gezielt Daten zu Budgets, Prognosen und Umsatzkennzahlen.

Manchmal werden Data Marts auch als eigenständige Lösungen für den operativen Betrieb genutzt. Das Data Warehouse ist das zentrale Datenlager für das gesamte Unternehmen, während ein Data Mart nur die Informationen bereitstellt, die für eine bestimmte Nutzergruppe wirklich wichtig sind. Das macht den Datenzugriff einfacher, beschleunigt Auswertungen und gibt den Fachabteilungen mehr Eigenständigkeit, was ihre Daten betrifft. Oft finden sich daher viele verschiedene Data Marts unter dem Dach eines großen Data Warehouse.

Zentrale Komponenten eines Data Warehouse

Ein modernes Data Warehouse umfasst vier Schlüsselkomponenten: eine zentrale Datenbank, Werkzeuge zur Datenintegration und Datenaufnahme, Metadaten wie auch Zugriffswerkzeuge. Zusammen ermöglichen sie schnelle und zuverlässige Analysen in großem Umfang.

  1. Zentrale Datenbank: Das Herzstück des Warehouse-Speichers – klassischerweise eine relationale Datenbank, zunehmend jedoch ein In-Memory- oder Cloud-native-System für eine höhere Leistung.
  2. Datenintegration und Datenaufnahme: Daten werden über Batch-Methoden wie ETL und ELT und über Echtzeitoptionen wie Change-Data-Capture-Replikation und Streaming-Pipelines aus Quellsystemen importiert. Diese Prozesse übernehmen zudem die Transformation, Qualitätsprüfungen und die Anreicherung der Daten.
  3. Metadaten: Informationen, die Daten beschreiben – deren Herkunft, Struktur, Bedeutung und Verwendung – sowohl im geschäftlichen als auch im technischen Kontext.
  4. Zugriffswerkzeuge: Tools, mit denen Anwender Warehouse-Daten abfragen, analysieren und mit ihnen interagieren können, einschließlich Reporting-Werkzeugen, Dashboards, Analyseplattformen und Werkzeugen zur Entwicklung von Anwendungen.

Data-Warehouse-Architektur

Historisch gesehen waren Data Warehouses in Schichten organisiert, die dem Datenfluss durch das System entsprachen. Ein typisches Data Warehouse umfasst drei Schichten. Moderne Plattformen vereinfachen die Architektur, um schnellere Datenbewegungen und Analysen zu unterstützen.

Früher wurden Data Warehouses von IT-Teams aufgebaut und verwaltet, aber moderne Plattformen befähigen Fachanwender zunehmend dazu, direkt mit Daten zu arbeiten. Zu den wichtigsten Funktionen, die diesen Wandel vorantreiben, gehören:

Wie funktioniert ein Data Warehouse?

Ein Data Warehouse organisiert Informationen aus dem gesamten Unternehmen, sodass diese problemlos untersucht, verlässlich genutzt und analysiert werden können. Dieser Prozess besteht in der Regel aus vier einfachen Schritten:

  1. Extrahieren: Daten werden aus Quellsystemen wie Anwendungen, Datenbanken und Cloud-Diensten abgerufen. In dieser Phase werden die Daten im Ist-Zustand erfasst.
  2. Transformieren: Die Daten werden bereinigt, standardisiert und aufbereitet, damit sie konsistent und einsatzbereit sind. Dies kann das Entfernen von Fehlern, das Abgleichen von Formaten oder das Anwenden von Geschäftsregeln umfassen.
  3. Laden: Die aufbereiteten Daten werden in einem strukturierten Format im Warehouse gespeichert, das für schnelles Reporting und Analysen optimiert ist.
  4. Analysieren: Sobald die Daten geladen sind, können Teams diese mithilfe von Dashboards, Berichten und erweiterten Analysen untersuchen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

ETL vs. ELT: Worin liegt der Unterschied?

ETL (Extrahieren → Transformieren → Laden): Die Daten werden transformiert, bevor sie in das Warehouse gelangen. Dieser Ansatz ist bei traditionellen Data Warehouses mit begrenzter Rechenleistung üblich.

ELT (Extrahieren → Laden → Transformieren): Rohdaten werden zuerst in das Warehouse geladen und erst innerhalb des Warehouse transformiert. Moderne Cloud-Plattformen bevorzugen diese Methode, da sie umfangreiche Transformationen effizient bewältigen können.

Wie lauten die vier Hauptmerkmale eines Data Warehouse?

Ein Data Warehouse basiert auf einigen Kernprinzipien, die sicherstellen, dass es zuverlässige, konsistente und analysierbare Informationen im gesamten Unternehmen liefert. Die vier Hauptmerkmale lauten:

  1. Themenorientiert: Um Analysen zu unterstützen, ist es nach zentralen Geschäftsthemen strukturiert – wie etwa Kunden oder Verkäufe.
  2. Integriert: Daten aus verschiedenen Systemen wie ERP und CRM werden bereinigt und standardisiert, sodass sie konsistent zusammenpassen.
  3. Zeitbezogen: Es speichert historische Daten über lange Zeiträume hinweg und ermöglicht so Trend- und Leistungsanalysen.
  4. Beständig: Einmal geladene Daten sind stabil – sie sind lesbar, werden aber nicht mehr aktualisiert oder gelöscht; dies stellt eine verlässliche Informationsquelle („Source of Truth“) sicher.

Vorteile von Cloud-Data-Warehouses

Cloud-Data-Warehouses erfreuen sich wachsender Beliebtheit, da sie erhebliche Vorteile gegenüber herkömmlichen On-Premises-Systemen bieten. Dies sind die sieben zentralen Vorteile, wenn das Data Warehouse in die Cloud verlagert wird:

  1. Schnelle Bereitstellung: Speicher, Rechenleistung und neue Umgebungen wie Data Marts oder Sandboxes lassen sich in wenigen Minuten von überall aus aktivieren.
  2. Geringere Gesamtbetriebskosten: Es wird nur für die tatsächlich genutzten Ressourcen bezahlt. Kosten für Hardware, Räumlichkeiten und Wartung entfallen, während die Trennung von Speicher und Rechenleistung die Ausgaben weiter senkt.
  3. Elastizität: Sofortige Skalierung nach oben oder unten, um wechselnde Workloads und große Datenmengen ohne manuellen Aufwand zu bewältigen.
  4. Sicherheit und Disaster Recovery: Cloud-Plattformen bieten häufig stärkere Sicherheitskontrollen, Verschlüsselung und automatische Backups zum Schutz vor Datenverlust.
  5. Echtzeit-Performance: In-Memory- und Cloud-native Engines liefern hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten für Erkenntnisse in Echtzeit.
  6. Zugriff auf neue Technologien: Funktionen wie maschinelles Lernen, automatisierte Erkenntnisse und Advanced Analytics lassen sich mühelos integrieren.
  7. Stärkung der Fachbereiche: Teams erhalten eine einheitliche Datensicht sowie intuitive Werkzeuge zur Analyse von Informationen und zur Anbindung neuer Quellen ohne massiven IT-Aufwand.

Best Practices für das Data Warehouse

Beim Aufbau eines neuen oder der Erweiterung eines bestehenden Data Warehouse hilft die Einhaltung bewährter Praktiken dabei, Ziele zu erreichen und gleichzeitig Zeit und Kosten zu sparen. Einige Ansätze konzentrieren sich auf geschäftliche Anforderungen, während andere unter allgemeine IT-Leitlinien fallen. Die folgende Liste stellt einen soliden Ausgangspunkt dar, den Sie in der Zusammenarbeit mit Ihren Technologie- und Servicepartnern weiter verfeinern werden.

Best Practices für den Geschäftsbereich

Best Practices für die IT

Zusammenfassung

Moderne Data Warehouses – insbesondere Cloud-basierte Lösungen – spielen eine zentrale Rolle bei der digitalen Transformation, indem sie Daten aus internen und externen Quellen für einen umfassenden Überblick über das gesamte Unternehmen in Echtzeit zusammenführen. Sie bilden die Basis für Dashboards, KPIs, Benachrichtigungen und Berichte im gesamten Unternehmen und unterstützen schnelle, komplexe Analysen, ohne die operativen Systeme zu beeinträchtigen.

Da sie klein anfangen können und sich leicht skalieren lassen, unterstützen sie sowohl Unternehmensteams als auch Geschäftsbereiche dabei, bessere Entscheidungen zu treffen und die Leistung zu steigern.

FAQs

Was ist ein Data Lake?
Ein Data Lake ist ein Ort, an dem alle Arten von Big Data (riesige Datenmengen) gespeichert werden, ganz gleich ob es sich um strukturierte Daten aus Geschäftsanwendungen oder unstrukturierte Daten aus mobilen Apps, sozialen Medien oder von IoT-Geräten (Internet der Dinge) handelt. Da Daten in ihrem natürlichen Format gespeichert werden – strukturiert, unstrukturiert, semistrukturiert oder binär –, können Konvertierungen, Normalisierungen oder andere Verarbeitungsschritte erforderlich sein, um Analysen über verschiedene Datentypen hinweg zu ermöglichen. Die meisten Data Lakes sind Cloud-basiert, da sie riesige Datenmengen speichern, Hochgeschwindigkeitsverbindungen zu verteilten Quellen benötigen und eine hohe Skalierbarkeit erfordern. Durch die Fähigkeit, gewaltige Mengen an Rohdaten zu speichern, bilden sie eine flexible und kostengünstige Ergänzung zum Data Warehouse.
Was bedeuten ETL und ELT?
ETL steht für „Extrahieren, Transformieren und Laden“. Der Begriff beschreibt den Prozess, bei dem Daten aus einem Quellsystem entnommen, bereinigt und in ein nutzbares Format gebracht werden, bevor sie in ein Data Warehouse oder einen anderen Datenspeicher geladen werden. Viele moderne Systeme nutzen zudem ELT („Extrahieren, Laden und Transformieren“), wobei die Daten zuerst geladen und erst im Anschluss transformiert werden. Beide Ansätze helfen dabei, Rohdaten in analysierbare Informationen zu verwandeln – unabhängig davon, ob diese aus transaktionalen Systemen oder komplexeren, unstrukturierten Quellen stammen.
Was ist ein Data Mart?
Ein Data Mart ist ein spezialisierter Ausschnitt eines Data Warehouse, der für einen bestimmten Geschäftsbereich oder ein Team, wie etwa das Finanzwesen oder das Marketing, konzipiert ist. Er ermöglicht dieser Gruppe schnellen Zugriff auf die für ihre Arbeit relevantesten Daten und erlaubt es ihr, einen eigenen, kuratierten Datensatz innerhalb des größeren Warehouse zu verwalten. So kann ein Finanz-Data-Mart beispielsweise Budgets, Prognosen und Umsatzdaten enthalten, die speziell auf die Reporting-Anforderungen des Finanzteams zugeschnitten sind.
Was ist Datenmodellierung?
Datenmodellierung ist der Prozess der Definition, wie Daten organisiert und verknüpft werden, damit sie effektiv gespeichert und genutzt werden können. Ein Datenmodell beschreibt, was die Daten darstellen und wie verschiedene Elemente zueinander in Beziehung stehen, wodurch ein Bauplan für eine konsistente Struktur über Systeme hinweg entsteht. Beispielsweise könnte ein Vertriebsdatenmodell aufzeigen, wie Kunden, Bestellungen und Produkte miteinander verknüpft sind, um das Berichtswesen und Analysen zu unterstützen.
Was ist ein Enterprise Data Warehouse (EDW)?
Ein Enterprise Data Warehouse (EDW) ist ein zentralisiertes System, das sämtliche aktuellen und historischen Daten eines Unternehmens an einem Ort speichert. Es dient als einheitliche, konsistente Informationsquelle für Analysen, Berichte und unternehmensweite KPIs. Viele EDWs werden in der Cloud betrieben, um den Zugriff, die Skalierbarkeit und die Verwaltung zu erleichtern.
Welche drei Arten von Data Warehouses gibt es?
  1. Enterprise Data Warehouse: Ein EDW ist ein zentrales, unternehmensweites Data Warehouse, das alle aktuellen und historischen Daten an einem Ort bündelt. Es bietet eine einheitliche, konsistente Datenbasis („Single Source of Truth“) für Analysen, das Berichtswesen und KPIs im gesamten Unternehmen. Die meisten modernen EDWs sind Cloud-basiert; dies vereinfacht die Skalierbarkeit und den Zugriff.
  2. Operational Data Store: Ein ODS ist ein Datenspeicher für Fast-Echtzeit-Daten, der für das operative Reporting und alltägliche Aktivitäten genutzt wird. Er ist zwischen den transaktionalen Systemen und dem EDW angesiedelt und führt Daten aus mehreren Quellen in einer aktuelleren, wenn auch nicht vollständig historisierten Form zusammen. Ein ODS ist dann sinnvoll, wenn Daten für schnelle operative Entscheidungen häufig aktualisiert werden müssen.
  3. Data Mart: Ein Data Mart ist ein kleinerer, themenspezifischer Ausschnitt eines Data Warehouse, der für ein bestimmtes Team oder einen Geschäftsbereich wie Finanzen, Vertrieb oder Marketing konzipiert ist. Er ermöglicht schnellen Zugriff auf die Daten, die für diese Gruppe am wichtigsten sind, ohne das gesamte Warehouse offenlegen zu müssen.
Wie lauten die vier Komponenten eines Data Warehouse?
  1. Zentrale Datenbank: Die primäre Speicherschicht, in der strukturierte, bereinigte und integrierte Daten abgelegt werden. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine relationale, spaltenorientierte oder Cloud-native Datenbank, die für Analysen optimiert ist.
  2. Datenintegrations- und Datenaufnahme-Tools: Werkzeuge und Prozesse – wie ETL, ELT, Batch-Loads und Echtzeit-Replikation –, die Daten aus Quellsystemen in das Warehouse übertragen und für die Nutzung aufbereiten.
  3. Metadaten: Informationen, die die Daten beschreiben: deren Herkunft, Struktur, Bedeutung und die vorgesehene Verwendung. Durch Metadaten werden Daten für die Anwender nachvollziehbar und verlässlich.
  4. Zugriffstools: Dies sind die Anwendungen und Schnittstellen, mit denen Anwender Daten abfragen, visualisieren, untersuchen und analysieren können, wie etwa Reporting-Tools, Dashboards, Analyseplattformen und SQL-Abfragewerkzeuge.
Ist SQL ein Data Warehouse?
Nein. SQL ist eine Sprache zur Abfrage und Verwaltung von Daten, während ein Data Warehouse ein System darstellt, das große Datenmengen für Analysen speichert, organisiert und verarbeitet. SQL ist lediglich eines der wichtigsten Werkzeuge, um mit den Daten innerhalb eines Data Warehouse zu arbeiten.