Alles, was Unternehmen über die EUDR wissen müssen
Die EUDR verpflichtet Unternehmen, nachzuweisen, dass wichtige Rohstoffe und damit verbundene Produkte nicht aus Abholzung stammen.
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Was ist die EUDR?
Die Entwaldungsverordnung der Europäischen Union (European Union Deforestation Regulation, EUDR) ist eine wegweisende Richtlinie, die darauf abzielt, Waren, die mit Entwaldung in Verbindung stehen, aus der EU zu verbannen. Die Verordnung richtet sich an Unternehmen, die sieben Rohstoffe und ausgewählte Derivate auf dem EU-Markt in Verkehr bringen, und verpflichtet sie, nachzuweisen, dass ihre Produkte nicht zur Abholzung beitragen. Mit der EUDR halten neue Anforderungen an unternehmensweite Lieferkettenpraktiken Einzug. Zudem definiert sie Standards, die auf die Förderung von Nachhaltigkeit und nachhaltigen Lieferketten abzielen.
Die EUDR trägt zur Umsetzung des European Green Deal bei – einer Initiative der Politik zur Förderung einer wettbewerbsfähigeren Wirtschaft, die den Folgen des Klimawandels standhalten kann. Die Richtlinie trägt der Tatsache Rechnung, dass rohstoffabhängige Branchen zunehmend vom Problem der Entwaldung betroffen sind und mit einer Verschlechterung der Bodenqualität, Störungen des Wasserkreislaufs und einem Verlust der biologischen Vielfalt zu kämpfen haben. Der Verlust der durch Wälder regulierten Niederschlagsmuster verschärft auch extreme Dürren und Überschwemmungen. Dies hat geringere Erträge, die Destabilisierung von Ökosystemen und die Gefährdung der langfristige Funktionsfähigkeit globaler Wertschöpfungsketten zur Folge.
Durch die Durchsetzung strenger Sorgfaltspflichten für Unternehmen kann die EUDR dazu beitragen, die Resilienz globaler Lieferketten langfristig zu stärken. Unternehmen, die frühzeitig handeln, können die EUDR-Compliance in einen Wettbewerbsvorteil ummünzen – indem sie Umwelt- und Regulierungsrisiken reduzieren und gleichzeitig hochwertige Märkte für abholzungsfreie, nachhaltig gewonnene Produkte anvisieren.
Welche Branchen sind von der EUDR betroffen?
Die Abholzung von Wäldern – häufig Folge der Rodung von Flächen für die Landwirtschaft – bedroht die globalen Ökosysteme und die Klimastabilität. Um eine maximale Wirkung zu erzielen, nimmt die EUDR landwirtschaftliche Rohstoffe und daraus hergestellte Produkte ins Visier, die am stärksten mit der weltweiten Entwaldung in Verbindung stehen. Dazu gehören:
- Rinder (und aus ihnen gewonnene Produkte wie Rindfleisch und Leder)
- Kakao (und zugehörige Produkte wie Schokolade und Kakaobutter)
- Kaffee
- Palmöl (einschließlich Derivate, die in Kraftfahrzeugen, Kosmetika und im Bergbau verwendet werden)
- Gummi (und zugehörige Produkte wie Reifen und Schläuche)
- Soja (einschließlich Derivate, die in Lebensmitteln und Tierfutter auf Sojabasis verwendet werden)
- Holz (einschließlich Bauholz, Zellstoff, Papier und Möbel)
Die EUDR gilt nur für bestimmte in Anhang I aufgeführte Erzeugnisse, die durch spezifische Produktcodes (KN-Codes) gekennzeichnet sind. Erzeugnisse, die nicht auf dieser Liste stehen – wie Kosmetika mit Palmöl oder Kakaobutter – sind derzeit nicht erfasst. Die Europäische Kommission prüft derzeit andere Erzeugnisse, die im Zusammenhang mit Entwaldung stehen, wie beispielsweise Mais und Biokraftstoffe. Daher kann die Liste künftig noch erweitert werden.
Wichtig ist, dass die EUDR für alle gelisteten Rohstoffe und Produkte gilt, die in der EU in Verkehr gebracht oder aus der EU exportiert werden, unabhängig davon, wo sie hergestellt wurden. Die einzige Ausnahme gilt für Waren, die vollständig aus recycelten Abfällen hergestellt wurden, wie beispielsweise recyceltes Holz oder Papier.
Was sind die Compliance-Anforderungen der EUDR?
Unternehmen, die mit EUDR-regulierten Rohstoffen handeln, müssen strenge Compliance-Standards erfüllen, um Zugang zum EU-Markt zu erhalten. Die Produkte müssen folgende Anforderungen erfüllen:
- Entwaldungsfrei (auf Flächen hergestellt, die nicht nach dem 31. Dezember 2020 gerodet wurden)
- Vollständig rückverfolgbar entlang der gesamten Lieferkette
- Hergestellt gemäß den Landnutzungs-, Umwelt- und Arbeitsgesetzen des Herkunftslandes
- Belegt durch eine Due-Diligence-Erklärung (DDS) zur Bestätigung der Compliance
Unternehmen müssen für jede Lieferung oder Charge eine DDS einreichen, bevor das Produkt auf den EU-Markt gelangt oder aus der EU exportiert wird. Wenn Produkte aus mehreren Quellen stammen, muss jede Quelle einzeln auf Compliance überprüft werden, um sicherzustellen, dass keine konformen und nicht konformen Materialien vermischt werden.
Welche Vorgaben gelten laut EUDR für die DDS?
Die Due-Diligence-Erklärung bescheinigt offiziell, dass die regulierte Ware oder das regulierte Produkt den EUDR-Vorschriften entspricht, und liefert entsprechende Nachweise. Unternehmen müssen diese Erklärung auf der EU-Meldeplattform TRACES hinterlegen, bevor sie regulierte Waren in der EU in Verkehr bringen oder ins Ausland exportieren. Eine vollständige DDS muss die folgenden drei wichtigen Schritte umfassen:
1. Lieferantendaten erfassen
Um eine transparente Rückverfolgung zu gewährleisten, müssen Unternehmen die folgenden Informationen mindestens fünf Jahre lang sammeln, überprüfen und aufbewahren:
- Produktbeschreibung
- Produktmenge
- Produktionsland
- Geolokalisierungsdaten der Grundstücke, auf denen die Rohstoffe erzeugt wurden
- Datum oder Zeitraum der Produktion
- Angaben zur Identität von Lieferanten und Empfängern, einschließlich Namen, Adressen und Kontaktdaten
- Nachweis, dass die Landnutzung den Vorschriften und Gesetzen des Herkunftslandes zur Entwaldung entspricht
2. Risiken bewerten
Anhand der gesammelten Daten müssen Unternehmen das Entwaldungsrisiko der regulierten Materialien und Produkte bestimmen. Sie müssen nachweisen, dass ihre Waren den Vorschriften genügen, bevor sie auf dem EU-Markt verkauft oder gehandelt werden dürfen. Risikobewertungen sollten die folgenden Kriterien berücksichtigen:
- Die Komplexität der Lieferketten
- Die potenziellen Auswirkungen auf indigene Gruppen
- Das Risikoniveau des Herkunftslandes, einschließlich Faktoren wie Entwaldungsraten, staatliche Korruption oder Gewohnheitsrechte in Bezug auf Land
- Vorhandensein von Zertifizierungssystemen
3. Risiken mindern
Wenn die Entwaldungsrisiken einer Ware oder eines Produkts nicht vernachlässigbar sind, müssen Unternehmen diese Risiken mindern, bevor die Ware weiterhin auf dem EU-Markt vertrieben werden darf. Diese Maßnahmen zur Risikominderung müssen auch in der DDS dokumentiert werden.
Welche Unternehmen sind von der EUDR betroffen?
Die EUDR gilt für alle wichtigen Akteure entlang der Lieferkette. Unternehmen, die gesetzlich zur Einhaltung verpflichtet sind, werden wie folgt klassifiziert:
Wirtschaftsteilnehmer
Unternehmen gelten als Wirtschaftsteilnehmer, wenn sie regulierte Güter oder Produkte erstmals in der EU in Verkehr bringen oder aus der EU ausführen. Dazu gehören landwirtschaftliche Erzeuger, Importeure/Exporteure und in der EU ansässige Hersteller, die neu importierte Materialien verwenden.
Unabhängig von ihrer Größe oder ihrem Umsatz müssen alle Wirtschaftsteilnehmer die EUDR-Vorschriften vollständig einhalten. Dazu gehören auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die denselben Sorgfalts- und Berichtspflichten unterliegen wie größere Unternehmen. KMU müssen außerdem den nachgelagerten Akteuren in der Lieferkette die DDS-Referenznummern aller vorherigen Wirtschaftsteilnehmer mitteilen.
Händler
Händler sind Unternehmen, die regulierte Waren oder Produkte verarbeiten oder vertreiben, die bereits auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht wurden. Beispiele für Händler sind beispielsweise in der EU ansässige Distributoren, Großhändler und Einzelhändler.
Für Händler variieren die Pflichten je nach ihrer Größe. Große Händler müssen:
- Für jede Transaktion eine vollständige DDS einreichen
- Lieferanten und Käufer verfolgen und dokumentieren
- Sicherstellen, dass vorgelagerte Wirtschaftsteilnehmer die EUDR-Vorschriften einhalten
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind nicht verpflichtet, eine DDS einzureichen, müssen jedoch:
- Aufzeichnungen über Lieferanten und Käufer führen
- Dokumentationen mindestens fünf Jahre lang aufbewahren
- Informationen an Behörden auf Anfrage herausgeben
Um als KMU-Händler im Sinne der EU-Entwaldungsverordnung zu gelten, müssen Unternehmen mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:
- Weniger als 250 Beschäftigte
- Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro
- Eine Bilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro
Kleinbauern und Landwirte, die regulierte Materialien außerhalb der EU produzieren, unterliegen nicht direkt den EUDR-Verpflichtungen. Allerdings wird von ihnen erwartet, dass sie sich an gesetzliche und nachhaltige Landnutzungsvorgaben halten. Sie müssen auch den Wirtschaftsteilnehmern und Händlern Informationen zur Verfügung stellen, um sie bei der Erfüllung ihrer Compliance-Verpflichtungen zu unterstützen. Ihre Beiträge tragen dazu bei, dass ihre Produkte entwaldungsfrei und aus legalen Quellen stammen.
Ab wann gilt die EUDR für Unternehmen?
Um den Branchen Zeit für die Anpassung zu geben, ist die Umsetzung der EUDR je nach Unternehmensgröße gestaffelt. Wirtschaftsteilnehmer und Händler auf KMU-Stufe erhalten eine zusätzliche Frist von sechs Monaten, um die Vorschriften zu erfüllen. Dies sind die Fristen, innerhalb derer Unternehmen die Vorschriften erfüllen müssen:
- 30. Dezember 2025: Für große und mittlere Unternehmen, die die EU-KMU-Schwelle überschreiten
- 30. Juni 2026: Für Unternehmen unterhalb der EU-KMU-Schwelle
Warum ist die Einhaltung der EUDR wichtig?
Alle Unternehmen, die in den Geltungsbereich der EUDR fallen, müssen die Vorschriften einhalten, um ihre Geschäftstätigkeit innerhalb der Europäischen Union fortsetzen zu können. Die Nichteinhaltung kann schwerwiegende rechtliche und finanzielle Folgen haben. Unternehmen, die die EUDR-Compliance strategisch angehen, können jedoch langfristige wirtschaftliche Vorteile erzielen und ihre operative Resilienz stärken.
Sanktionen bei Nichteinhaltung der EUDR
Die EU-Mitgliedstaaten können ihre eigenen Rahmenbedingungen für rechtliche Sanktionen festlegen. Diese müssen jedoch mindestens Folgendes vorsehen:
- Geldbußen
Unternehmen werden mit Geldbußen belegt, die proportional zum Umweltschaden und zum Wert der betreffenden Waren und Produkte sind und mindestens 4 % des gesamten Jahresumsatzes des Wirtschaftsteilnehmers oder Händlers in der EU im vorangegangenen Geschäftsjahr betragen. Bei Großunternehmen kann sich dies auf Millionen Euro belaufen. - Beschlagnahme von Waren und Gewinnen
Die Behörden können nicht konforme Materialien oder die aus ihrem Verkauf erzielten Einnahmen beschlagnahmen. - Ausschluss aus dem öffentlichen Sektor
Unternehmen, die gegen die Vorschriften verstoßen, können für bis zu zwölf Monate von öffentlichen Aufträgen und Fördermöglichkeiten, einschließlich Zuschüssen und Ausschreibungen, ausgeschlossen werden. - Marktzugangsverbote
Bei schweren oder wiederholten Verstößen kann es Unternehmen vorübergehend untersagt werden, Produkte in der EU in Verkehr zu bringen oder aus der EU auszuführen.
Langfristige Vorteile der EUDR-Compliance
- Lukrativer Marktzugang
Die EU ist einer der größten Verbrauchermärkte der Welt und bietet Unternehmen ein erhebliches Wachstumspotenzial. Die Einhaltung der Vorschriften gewährleistet einen reibungslosen Handel und verringert das Risiko kostspieliger Lieferverzögerungen oder Zurückweisungen an der Grenze. - Stärkere Verbindungen in der Lieferkette
Maßnahmen gegen Abholzung können die Transparenz und Kommunikation mit Lieferanten verbessern. Dies trägt zum Aufbau resilienter, vertrauensvoller Partnerschaften bei und gewährleistet zuverlässigere und nachhaltigere Lieferketten, insbesondere in instabilen oder risikoreichen Regionen. - Wettbewerbsvorteile
Wer frühzeitig für Compliance sorgt, kann bevorzugten Zugang zu Ausschreibungen erhalten und nachhaltig orientierte Verbraucher ansprechen. - Verbesserte ESG-Investitionsmöglichkeiten
Viele Investoren und Finanzinstitute fordern belastbare ESG-Referenzen, einschließlich Schutzmaßnahmen gegen Entwaldung. Unternehmen, die die Einhaltung der EUDR nachweisen, signalisieren eine starke Ausrichtung an globalen Nachhaltigkeitsstandards, was Finanzierungen, Investitionen oder öffentliche Mittel anziehen kann, die auf die Förderung von Umwelt- und Klimaschutzzielen ausgerichtet sind.
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Sechs Schritte zur Gewährleistung der EUDR-Compliance
Für viele Unternehmen sind die neuen EUDR-Vorschriften Anlass, ihre Praktiken in der Lieferkette gründlich zu überdenken. Unternehmen sollten die folgenden Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass sie die Vorschriften einhalten und gleichzeitig ihre Ressourcen effizient nutzen:
- Bestimmung der EUDR-Anwendbarkeit
Unternehmen sollten überprüfen, ob ihre Waren in den Anwendungsbereich der EUDR fallen. Sie müssen auch ihre Compliance-Verantwortlichkeiten auf der Grundlage ihrer Geschäftstätigkeit bewerten – unabhängig davon, ob sie als Wirtschaftsteilnehmer oder Händler entlang der Lieferkette gelten. - Ermittlung von Informationslücken
Untersuchen Sie die aktuellen Datenerfassungs- und Datenmanagementprozesse, um fehlende Informationen über Lieferanten und Käufer entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu identifizieren. Unternehmen benötigen starke Datenökosysteme, um die Anforderungen der EUDR-Sorgfaltspflicht hinsichtlich Daten und Risikobewertung zu erfüllen. - Aufbau einer Due-Diligence-Infrastruktur
Technologische Lösungen und klare Protokolle sind unerlässlich, um die genauen und verifizierten Informationen zu kanalisieren, die zur Einhaltung der EUDR erforderlich sind. Passen Sie bestehende Überwachungs- und Datenmanagementsysteme an, um diese strengeren Transparenzstandards zu erfüllen. - Minderung von Compliance-Risiken
Identifizieren und beheben Sie Schwachstellen in der Lieferkette. Eine wirksame Risikominderung kann Vor-Ort-Audits und Außenkontrollen, Satellitendaten, Bewertungen durch Dritte oder die Umstellung auf alternative, verifizierte Lieferanten umfassen. - Einbindung von Stakeholdern
Die Überwachung der Compliance und das Risikomanagement erfordern eine proaktive Zusammenarbeit zwischen den Stakeholdern entlang der gesamten Lieferkette. Stellen Sie sicher, dass vorgelagerte Partner die EUDR-Anforderungen verstehen und unterstützen und dass Verhaltenskodizes und vertragliche Verpflichtungen für Lieferanten umgesetzt werden. - Speichern von Informationen
Die EUDR schreibt Unternehmen vor, dass sie Due-Diligence-Informationen mindestens fünf Jahre lang aufbewahren müssen. Die Behörden können diese Informationen jederzeit während dieses Zeitraums anfordern. Stellen Sie sicher, dass Datenspeichersysteme die für Due-Diligence-Prüfungen relevanten Daten zuverlässig schützen.
Wichtige Tools zur Unterstützung der EUDR-Compliance
Die EUDR-DDS erhöht die Transparenz der Lieferkette. Technologielösungen werden unerlässlich, um diese Klarheit zu gewährleisten, indem sie Informationen von oft weit verstreuten Stakeholdern konsolidieren. Erwägen Sie den Einsatz dieser Tools, um rechtliche Risiken zu minimieren und eine ethische Beschaffung sowie Überprüfbarkeit sicherzustellen.
- Überwachung der Geolokalisierung
Geolokalisierungstools erfassen und überprüfen den Standort und die Aktivitäten in Rohstoffproduktionsgebieten. Dadurch kann sichergestellt werden, dass Waren bis zu konkreten Parzellen zurückverfolgt werden können, um ihre entwaldungsfreie Herkunft nachzuweisen. Eine Geolokalisierungskartierung kann die genauen GPS-Koordinaten identifizieren. Mittlerweile können Satellitenüberwachung und Geodatenanalyse veränderte Landnutzungsmuster erkennen und so auf Entwaldungsrisiken hinweisen. - Tracking-Software
Tracking-Plattformen ermöglichen es den Beteiligten, Rohstoffe und Produkte über komplexe, mehrstufige Lieferketten hinweg zu verfolgen. Diese Lösungen nutzen die Tokenisierungstechnologie, um einen digitalen Zwilling eines Materials zu erstellen, der dessen Nachhaltigkeitsmerkmale einschließlich EUDR-bezogener Datensätze und DDS-Referenznummern erfasst. Dadurch können Systeme die Herkunft des Materials nachverfolgen und eine transparente Produktkette über verschiedene Transaktionen hinweg dokumentieren. Individuelle Kennzeichnungen sind besonders wertvoll, wenn Materialien aus verschiedenen Quellen vermischt werden. Unabhängig von der Art der Mischung können die Stakeholder die EUDR-Daten jedes Materials über jede Transaktion hinweg identifizieren und abrufen. - Cloud-Datenmanagement
Die Due-Diligence-Berichterstattung nach EUDR erfordert die Konsolidierung verschiedener Informationen, einschließlich der Integration von Details aus internen ERP-Systemen und von externen Stakeholdern. Ein umfassendes Cloud-Datenmanagement hilft dabei, Umweltdaten in einer einzigen, verifizierten zentralen Datenquelle zu harmonisieren. Automatisierungsfunktionen können diesen Prozess weiter rationalisieren und manuelle Arbeit sowie Fehler reduzieren. Diese einheitliche Datenlandschaft unterstützt das gesamte Netzwerk dabei, sichere, genaue und rückverfolgbare Informationen zu gewährleisten. - Tools für Risikobewertung und Analyse
Risikobewertungsplattformen können Benutzern dabei helfen, Daten aus mehreren Quellen zu analysieren, um ihre Einhaltung von Umweltschutzvorschriften zu optimieren. Dies erweist sich insbesondere bei der Steuerung von Strategien zur Risikominderung für risikobehaftete Lieferanten oder Regionen als wertvoll. Diese Tools können Informationen aus Satellitenbildern und öffentlichen Datenbanken zu Landrechten, Korruption und Rechtsdurchsetzung integrieren und auswerten. Fortgeschrittenere Lösungen verfügen über KI-Funktionen für verbesserte Risikobewertungen. - Tools für Berichterstattung und Audits
Unternehmen können ihre EUDR-DDS-Einreichungsprozesse mit Echtzeit-Lösungen für die On-Demand-Berichterstattung vereinfachen. Diese Systeme können DDS-Berichte, die den EUDR-Standards entsprechen, automatisch erstellen, verwalten und einreichen – und sogar Informationen anpassen, wenn Behörden Anforderungen ändern oder erweitern. Die Dokumentation kann gespeichert, strukturiert und für Analyse- und Auditzwecke abgerufen werden. - Due-Diligence-Management
Für jede Transaktion mit regulierten Rohstoffen oder Produkten ist eine DDS erforderlich. Tools für das Deklarationsmanagement können diesen Prozess optimieren, indem sie DDS-Datensätze für ausgehende und eingehende Waren verfolgen. Die Benutzer können diese Belege dann sammeln, verwalten und an Kunden und Behörden übermitteln. Eine klare Due-Diligence-Dokumentation hilft auch dabei, Prüfpfade für die Verifizierung bereitzuhalten. - Mobile Anwendungen
Praktische mobile Anwendungen erleichtern die Datenerfassung vor Ort und die Kommunikation mit Landwirten, Lieferanten und Außendienstbeschäftigten. Dies ersetzt langsame papierbasierte Systeme durch cloudbasierte Echtzeitüberwachung und Warnmeldungen, wodurch Fehler reduziert und Validierungsprozesse beschleunigt werden. Mit Zeitstempel und Geotag versehene Dokumentationen dienen auch als aussagekräftige Nachweise bei Audits. Darüber hinaus kann die mobile Konnektivität leicht zugängliche Multimedia-Schulungen bereitstellen, um Lieferanten dabei zu helfen, ihre EUDR-Pflichten zu verstehen.
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August 2025