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Den Wert von Daten vernetzter Fahrzeuge steigern

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Im Jahr 2020 machten vernetzte Fahrzeuge allein in den USA mehr als 90 % aller verkauften Neuwagen aus. Bis 2025 werden 5G-Fahrzeuge voraussichtlich mehr als ein Viertel des weltweiten Absatzes vernetzter Fahrzeuge ausmachen. Nach einigen Jahren, die von beispiellosen Unterbrechungen in der Lieferkette, Teileengpässen sowie einem schwankenden Handels- und politischen Klima geprägt waren, setzen Automobilhersteller auf Technologien für vernetzte Fahrzeuge, um sich in einem zunehmend hart umkämpften und schnelllebigen Markt zu behaupten und hervorzuheben.

Die vernetzten Fahrzeuge von heute können Datenvolumen von bis zu 25 Gigabyte pro Stunde verarbeiten – und das wird noch weiter zunehmen. Diese Vielfalt und Menge an Daten, die hin- und herfließen, hilft Herstellern, bessere Fahrzeuge und Fahrerlebnisse zu entwickeln, den Energieverbrauch zu senken und die Sicherheit zu erhöhen. Sie ermöglicht außerdem völlig neue Einnahmequellen, beispielsweise On-Demand-Abonnementmodelle und maßgeschneiderte Tools für Flotten und Logistikanbieter, mit denen sie Effizienz und Rentabilität deutlich steigern können.

Doch für viele herkömmliche Automobilhersteller und OEMs ist dies Neuland. Sie erkennen den Wert, der in Datenbeständen zu Fahrern und Fahrzeugen steckt, und verstehen, wie wichtig es ist, maßgeschneiderte Fahrerlebnisse und Funktionen anzubieten. Doch um diese neuen Betriebsprozesse und Geschäftsmodelle effektiv umzusetzen, müssen die Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette im Automobilbereich zusammenarbeiten und neues technologisches Know-how einbinden. Zu dieser Zusammenarbeit gehört auch, unterschiedlichste Mengen an Transaktions- und Nutzungsdaten zentral zu speichern und zu verwalten sowie KI-gestützte Lösungen und Analysen einzusetzen, um die volle Leistungsfähigkeit und das geschäftliche Potenzial all dieser Daten zu erschließen.

Datenquellen vernetzter Autos

Moderne Autos sind mit Hunderten von Sensoren ausgestattet, die die primäre Quelle für Daten aus vernetzten Autos sind. Durch die verbesserte Konnektivität und leistungsfähige Rechenkapazitäten können diese Daten jedoch aus einer Vielzahl anderer Quellen stammen. Dies sind die drei wichtigsten Quellen für Daten aus vernetzten Autos:

Fahrzeugtelematik umfasst Geräte wie GPS, Fahrzeugsensoren und Steuergeräte – also alle Tools, die zum Empfangen und Aufzeichnen von Daten in einem vernetzten Fahrzeug eingesetzt werden.

V2X-Kommunikation steht für „Vehicle-to-Everything“ und bezeichnet die Echtzeitkommunikation zwischen einem Fahrzeug und jeder Entität, die das Fahrzeug beeinflussen oder von ihm beeinflusst werden kann. V2X ist ein Oberbegriff, der sieben verschiedene Vehicle-to-Something-Kommunikationsarten umfasst:

Fahrzeug-Infotainmentsysteme sind darauf ausgelegt, Informationen und Unterhaltung über Touchscreen-Displays und Audio-/Videoschnittstellen bereitzustellen. In Verbindung mit Smartphone-Integrationsdiensten ermöglichen sie Fahrerinnen und Fahrern den freihändigen Zugriff auf Textnachrichten, E-Mails und Musikbibliotheken. Sie unterstützen häufig auch Streaming-Videodienste, um Fahrgäste auf den Rücksitzen zu unterhalten.

Fahrzeugdaten nutzen: leichter gesagt als getan

Für Hersteller vernetzter Fahrzeuge steht viel auf dem Spiel. Es gibt keinen Markt für intelligente Technologien, die nur meistens funktionieren. Auch werden die Kunden nicht bereit sein, für Dienste zu zahlen, die keinen unmittelbaren Nutzen und keine robusten Sicherheitsprotokolle aufweisen. Zu den Herausforderungen, die die heutigen Fahrzeughersteller bewältigen wollen, zählen:

Die Datenquelle, der geografische Standort des Fahrzeugs, verfügbare Infrastrukturen und Leistungsanforderungen haben alle erhebliche Auswirkungen auf die Art der Abonnements, die realistisch angeboten werden können. Während beispielsweise alle Fahrer vernetzter Fahrzeuge unabhängig von ihrem Standort einen nahtlosen Service erwarten, könnte es bei Unterbrechungen von Infotainment-Diensten für Verbraucher eine gewisse Toleranz geben, wohingegen Einsatzfahrzeuge oder Unfallopfer bzw. Personen mit Pannen gegenüber Schwankungen der Konnektivität praktisch keinerlei Toleranz haben. Aus Sicht der Hersteller und Kunden sollten die für Nutzer anfallenden Kosten von Abonnementdiensten vorhersehbar bleiben. Um diese Herausforderung zu bewältigen, müssen Anbieter von Fahrzeugnetzwerkdiensten ihre Funktionen und Einschränkungen klar definieren, damit Nutzer wissen, was sie erwarten können.

Monetarisierung von Fahrzeugdaten mit neuen Mobilitätsdiensten

Eine Umfrage aus dem Jahr 2020 von McKinsey ergab, dass durchschnittlich bis zu 60 % der Befragten die Automarke wechseln würden, um eine bessere Vernetzung zu erreichen. Ebenso waren 39 % der Verbraucher daran interessiert, nach dem Kauf eines Fahrzeugs zusätzliche digitale Funktionen freizuschalten. Dies entspricht potenziellen weltweiten Umsätzen aus der Monetarisierung von Fahrzeugdaten in Höhe von bis zu 750 Mrd. USD bis 2030. Während sich Automobilhersteller von einigen turbulenten Jahren erholen, prüfen die innovativsten und resilientesten Automobilhersteller und OEMs Möglichkeiten, ihr Angebot an Diensten für den Kunden weiter auszubauen und größere Chancen für neue Umsätze zu nutzen. Hier sind einige der neuen Methoden zur Umsatzgenerierung:

Datenschutz für Fahrzeugdaten und Cybersicherheit im Automobilbereich

In modernen vernetzten Autos stellen das wachsende Volumen personenbezogener Daten und die zunehmende Integration anderer IoT- und Mobilgeräte ein offensichtliches Sicherheitsrisiko dar und machen vernetzte Autos zu einem attraktiven Ziel für Hackerangriffe.

2021 wurde das WP.29: Cybersecurity-Managementsystem für Fahrzeuge in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) entwickelt. Das Dokument erkannte die potenzielle Anfälligkeit vernetzter Fahrzeuge als Ziele für Cyberangriffe. Ziel von WP.29 ist es, Cybersicherheit zu einem integralen Bestandteil des gesamten Ökosystems vernetzter Fahrzeuge zu machen. In Kürze müssen Erstausrüster (OEMs) ein zertifiziertes Cybersicherheits-Managementsystem (CSMS) über den gesamten Lebenszyklus jedes einzelnen vernetzten Fahrzeugs hinweg implementieren.

Derzeit arbeiten viele Cybersicherheitsunternehmen bei der Einführung von CSMS-Protokollen mit Zulieferern und anderen Akteuren der Branche zusammen. Dazu gehört die Absicherung von Entwurfs- und Entwicklungsphasen mit Verschlüsselungstechnologien wie Format-Preserving Encryption (FPE) sowie der Einsatz von Virtual Private Networks (VPNs), um Merkmale der Originaldaten und der Kommunikationsnetzwerke zu verschleiern. Dies sind einige der entscheidenden Schritte, die Hersteller und OEMs unternehmen, um die Sicherheitsanforderungen entlang der gesamten Lieferkette zu erfüllen und dabei weiterhin die Erfassung und Verarbeitung wichtiger Daten zu ermöglichen. Dieses Gleichgewicht ist entscheidend, um das volle Potenzial der Daten vernetzter Fahrzeuge auszuschöpfen.

Automontagelinie

Vernetzte Fahrzeugdaten: Wie geht es jetzt weiter?

Neben der zunehmenden Verbreitung vernetzter Fahrzeugtechnologien berichtet das World Resources Institute, dass der Absatz von Elektro-Pkw seit 2015 ebenfalls jährlich um etwa 50 % gestiegen ist. Wenn sich dieses Wachstumstempo fortsetzt, könnten Elektrofahrzeuge bis 2026 etwa 50 % aller Fahrzeugverkäufe und bis 2028 nahezu 100 % ausmachen. Und obwohl Experten sagen, dass wir von wirklich autonomen Fahrzeugen noch mehrere Jahre entfernt sind, werden fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) rasch ausgefeilter und wettbewerbsfähiger.

Was bedeutet das also für die Automobilindustrie? Einerseits sind in kurzer Zeit sehr viele Veränderungen zu bewältigen und das erfordert eine Zusammenarbeit mit vielen neuen, technologieorientierten OEMs, Entwicklern und Sicherheitspartnern. Andererseits ist dies eine Art Renaissance – sie bringt einer Branche, die sich vor dem digitalen Zeitalter 50 Jahre lang kaum verändert hatte, tatsächlich bahnbrechende Innovationen. Und letztlich sind es Daten, die all diese neue Technologie unterstützen und mit Informationen versorgen. Wie sich Fahrer verhalten, wie Fahrzeuge funktionieren, wohin Menschen fahren und wie sie dorthin gelangen möchten … Daten liefern die Antworten auf all diese Fragen. Und wenn diese Daten in einem agilen, KI-gestützten Hub zusammengeführt werden, um analysiert und verwaltet zu werden, liefern sie der Automobilbranche die aussagekräftigen und umsetzbaren Erkenntnisse, die sie benötigt, um gemeinsam mit ihren Fahrern ins digitale Zeitalter zu starten.

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