Was ist die Kreislaufwirtschaft und warum ist sie für Ihr Unternehmen wichtig?
Als Kreislaufwirtschaft wird ein industrielles System bezeichnet, das von der Konzeption und Ausgestaltung her auf Wiederverwendung oder Regeneration ausgerichtet ist.
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Kreislaufwirtschaft im Überblick
Das Weltwirtschaftsforum definiert Kreislaufwirtschaft als „ein industrielles System, das von der Konzeption und Ausgestaltung her auf Wiederverwendung oder Regeneration ausgerichtet ist.“ Im Gegensatz zur linearen oder Wegwerfwirtschaft, bei der Produkte hergestellt und entsorgt werden, wodurch Müll entsteht und Ressourcen verbraucht werden, führt ein Kreislaufmodell alles wieder in den Produktionszyklus zurück. Hergestellte Waren und Nebenprodukte werden unter Verwendung erneuerbarer Energien wiederverwendet, recycelt oder umfunktioniert. Diese Prinzipien der Kreislaufwirtschaft entkoppeln den Gewinn von Abfall und Überkonsum und schaffen einen globalen Markt, der sowohl den Menschen als auch dem Planeten zugutekommt.
Weltweit stellen immer mehr Länder und Unternehmen auf Kreislaufwirtschaft um, weil deren Vorteile angesichts des Klimawandels zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der gängige Kreislauf, der mit Umweltverschmutzung, Naturkatastrophen, Versorgungsengpässen und globalen Konflikte einhergeht, destabilisiert häufig die konventionelle Produktion und den Handel. Eine globale Kreislaufwirtschaft eröffnet hingegen einen potenziellen neuen Weg in die Zukunft. Durch die Vermeidung von Abfall im System können Branchen effizienter und resilienter wachsen und gleichzeitig ihre Umweltbelastung reduzieren.
Grundsätze der Kreislaufwirtschaft
Dieses Modell, das auch als Zirkularität bezeichnet wird, basiert auf drei Prinzipien:
- Verschwendung und Umweltverschmutzung von vornherein vermeiden
- Produkte und Materialien im Kreislauf halten, statt sie zu entsorgen
- Natürliche Systeme regenerieren
Laut der Ellen MacArthur Foundation würde sich die Umsetzung dieser drei Prinzipien mit langfristigen Vorteilen und einem widerstandsfähigen System bezahlt machen, von dem letztlich Unternehmen, Menschen und die Umwelt profitieren.
Wie funktioniert die Kreislaufwirtschaft? Von welchen Faktoren hängt der Erfolg ab?
Der Erfolg des Kreislaufwirtschaftsmodells hängt von bestimmten zentralen Elementen ab. Erstens sollten Produkte auf Langlebigkeit ausgelegt sein. Das schließt das Design und die verwendeten Werkstoffe, aber auch die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien und erneuerbarer, wiederverwendbarer und ungiftiger Ressourcen ein. Voraussetzung für den Erfolg ist die Änderung der gewohnten Denkmuster. Abfall ist eine Ressource; er muss zur Wiederverwendung und zum Recycling zurückgewonnen werden, was wiederum die richtige Infrastruktur voraussetzt. Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen und Möglichkeiten finden, um durch die Interaktion zwischen Produkten und Services einen höheren Mehrwert zu schaffen. Und nicht zuletzt erfordert das neue Modell digitale Technologien, mit denen relevante Daten über den gesamten Prozess hinweg verfolgt, überwacht und analysiert werden können.
Kreislaufwirtschaft versus lineare Wirtschaft
Die Kreislaufwirtschaft und die lineare Wirtschaft verfolgen unterschiedliche Produktionsansätze.
Lineares Wirtschaftsmodell:
- Die Materialien bewegen sich in einer geraden Linie von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung bis zur Deponie.
- Es geht darum, so viele Produkte wie möglich herzustellen, zu verkaufen und zu konsumieren. Nur so ist das System profitabel.
- Ineffiziente Prozesse führen zu übermäßiger Umweltverschmutzung und zur Übernutzung natürlicher Ressourcen.
Kreislaufwirtschaftsmodell:
- Sowohl Produkte als auch Abfallstoffe werden gesammelt, um wiederverwendet oder recycelt zu werden.
- Neue Produkte verfügen über umweltfreundliche Designmerkmale, die auf Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit ausgerichtet sind.
- Für die Herstellung werden erneuerbare Energien statt endlicher Ressourcen genutzt.
- Neue Geschäftsmodelle zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen wie Abonnements und Miete bieten einen Gegenentwurf zum Besitzen von Produkten.
Für eine erfolgreiche Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft müssen Unternehmen Lebenszyklusbewertungen durchführen, um die Umweltauswirkungen ihrer Produkte und Prozesse zu evaluieren.
Warum ist die Kreislaufwirtschaft wichtig?
Von der Kreislaufwirtschaft profitiert der gesamte Planet. Jeder Mensch, jedes Unternehmen, jede Pflanze und jedes sonstige Lebewesen profitiert von einem Wirtschaftssystem, das weniger Abfall und Umweltverschmutzung verursacht, Produkte und Materialien länger nutzbar macht und natürliche Ökosysteme schützt.
Kreislaufwirtschaft hat ein enormes Potenzial für Unternehmen, Gesellschaft und Umwelt. Auch mit einem nachhaltigen Lebensstil, wie er mit der Kreislaufwirtschaft einhergeht, ließen sich unsere heutigen Bedürfnisse decken, ohne die Chance künftiger Generationen zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu schmälern.
Die Vorteile für die Umwelt sind immens: Unternehmen, die Kreislaufwirtschaftsmodelle einsetzen, können ihre Nutzung von Land, Boden, Wasser und Rohstoffen nachhaltig gestalten und gleichzeitig den Ausstoß von CO2-Emissionen und giftigen Schadstoffen reduzieren. Eine Kreislaufwirtschaft schützt natürliche Lebensräume und die Artenvielfalt und trägt dazu bei, das massenhafte Aussterben von Arten zu verhindern, die unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden.
Die Vorteile für die Gesellschaft sind groß: In erster Linie verringert eine Kreislaufwirtschaft die durch Abfall und Umweltverschmutzung verursachten Gesundheitsrisiken. Gleichzeitig ermöglicht ein verbessertes Design Herstellern und Verbrauchern eine bessere Wiederverwendung und ein besseres Recycling. Die Wiederverwertung wertvoller Ressourcen in der Wirtschaft fördert den Markt für Sekundärprodukte und ‑materialien in allen Teilen der Welt. Dies schafft neue Arbeitsplätze und erfüllt gleichzeitig die Nachfrage der Verbraucher nach besseren, langlebigeren Produkten. Im Rahmen von Produkt-als-Service-Geschäftsmodellen entstehen zusätzliche Geschäftschancen für die Wiederaufarbeitung, Wartung und Reparatur von Produkten.
Die Kreislaufwirtschaft ist lukrativ: Die Befolgung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft macht Unternehmen resilienter und bereitet sie besser auf unerwartete Veränderungen vor. Unternehmen werden weniger abhängig von den schwankenden Rohstoffpreisen, was sie vor geopolitischen Krisen schützt und Lieferketten sichert, die bereits durch klimawandelbedingte Ereignisse wie Naturkatastrophen bedroht sind. In zirkulären Geschäftsmodellen wie Vermietung oder Leasing können Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg mehr Gewinn generieren als bei einmaligen Verkäufen. Unternehmen wiederum erhalten Einblicke in die Nutzungsmuster und das Verhalten ihrer Kunden. Nachhaltigkeit als Aushängeschild zieht nicht nur ESG-orientierte Investoren an, sondern fördert auch die Kundenbindung und schafft emotionale Bindungen, die den Kundenwert über den gesamten Lebenszyklus hinweg erhöhen.
Beispiele für die Kreislaufwirtschaft
Auch traditionelle Unternehmen sehen sich der Kreislaufwirtschaft verpflichtet. Der 1835 gegründete Wein- und Spirituosenhersteller González Byass hat die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft genutzt, um jeden Aspekt des Familienunternehmens auf den Prüfstand zu stellen. In den Weinbergen wurden nachhaltige Anbaumethoden wie Kompostierung und Defizitbewässerung eingeführt. Die Weingüter setzen auf wassersparende Verfahren und erneuerbare Energiequellen. Im Verpackungsbereich wurde der Einsatz von Kunststoff und Farbe für Etiketten deutlich reduziert. In der Produktion werden insgesamt 99 % der anfallenden Abfälle verwertet, von der Umwandlung organischer Stoffe in Biomassebrennstoff bis hin zum Recycling von 100 % der Papier-, Glas-, Karton- und Kunststoffabfälle. Zudem führte das Unternehmen datengestützte Lösungen ein, um Nachhaltigkeitskennzahlen in seinen Fertigungs- und Recyclingprozessen zu verfolgen. Mit diesen Instrumenten kann González Byass sowohl Kunden als auch Aufsichtsbehörden in verschiedenen Märkten vollständige Transparenz bieten.
Wo liegen die Ursprünge der Kreislaufwirtschaft?
Genauso wie die Industrialisierung und das Konsumdenken nicht über Nacht entstanden sind, hat sich auch der Wandel hin zur Kreislaufwirtschaft über Jahrzehnte hinweg vollzogen. In den späten 1970er Jahren prägte Walter R. Stahel, einer der Väter der industriellen Nachhaltigkeit, den Begriff „Cradle to Cradle“ (von der Wiege bis zur Wiege), ein Designkonzept, das darauf abzielt, Abfall zu reduzieren, indem es sich auf Produkte konzentriert, die für Mensch und Umwelt verträglich sind. Das durch das Buch Cradle to Cradle: Remaking the Way We Make Things bekannt gewordene Konzept fand durch den Architekten William McDonough, der 2017 beim Weltwirtschaftsforum als „Vater der Kreislaufwirtschaft“ präsentiert wurde, weite Verbreitung.
Durch ihre Stiftung hat Ellen MacArthur ebenfalls maßgeblich zur Entwicklung und Förderung der Kreislaufwirtschaft beigetragen, weil sie Unternehmen, Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger und Institutionen dazu motivierte, auf das Wirtschaftsmodell der Zukunft umzusteigen.
Wie unterstützt die Kreislaufwirtschaft die Nachhaltigkeitsziele?
Umweltverträglichkeit bezieht sich auf den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Es gilt, innovative Wege zu finden, um den heutigen Bedürfnissen gerecht zu werden und gleichzeitig diese Ressourcen für zukünftige Generationen zu erhalten. Dieses empfindliche ökologische Gleichgewicht hängt von der weltweiten Umstellung auf Kreislaufwirtschaft ab, insbesondere angesichts der destabilisierenden Effekte des Klimawandels. Kreislaufwirtschaftsmodelle fördern Nachhaltigkeitsziele grundlegend, weil sie:
Umweltverschmutzung reduzieren und Abfall minimieren
Anstatt Produkte am Ende ihrer Lebensdauer wegzuwerfen, konzentriert sich die Kreislaufwirtschaft darauf, Wege zur Wiederverwendung und zum Recycling zu finden. Das bedeutet, dass weniger Abfall auf Deponien landet und die Luft, den Boden und das Wasser verschmutzt. Die Verringerung der Umweltverschmutzung ist ein entscheidender Faktor für die Stabilisierung der vom Klimawandel betroffenen Ökosysteme.
Natürliche Ressourcen schonen
Die konventionelle lineare Produktion hängt von der kontinuierlichen und übermäßigen Gewinnung von Rohstoffen wie Stahl, Aluminium, Zement, Holz und seltenen Metallen ab, wie sie in der Elektronik verwendet werden. Im Laufe der Zeit führt dieser Prozess zur Erschöpfung der natürlichen Ressourcen, zur Zerstörung von Lebensräumen und zur Verringerung der gesamten Artenvielfalt. In der Kreislaufwirtschaft durchbricht die Wiederverwendung von Nebenprodukten und gebrauchten Materialien diesen destabilisierenden Prozess und ermöglicht es der Umwelt, sich zu erholen und zu regenerieren.
Erneuerbare Energien nutzen
Die Gewinnung und Nutzung fossiler Brennstoffe schädigt natürliche Ökosysteme und erhöht gleichzeitig die CO2-Emissionen. Diese Abhängigkeit von endlichen Energiequellen macht Branchen anfällig für Störungen und Engpässe. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft setzt stattdessen auf erneuerbare Energiealternativen, wodurch die Umweltbelastung und die Instabilitätsrisiken des globalen Marktes sinken.
Bedarf an neuen Kunststoffen reduzieren
Kunststoffe haben die moderne Fertigung revolutioniert und sind heute in allen Branchen zu finden. Die Gewinnung fossiler Brennstoffe, aus denen Kunststoffe hergestellt werden, verschärft jedoch den Klimawandel durch den Anstieg der CO2-Emissionen. Zudem sind Kunststoffe nicht biologisch abbaubar und verschmutzen natürliche Lebensräume. Durch das Recycling von Kunststoffen werden diese schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt vermieden.
Wie lässt sich ein Geschäftsmodell auf Basis der Kreislaufwirtschaft umsetzen?
Lassen sich diese schädlichen Trends der Industrialisierung und des Konsums umkehren, ohne dabei den Komfort und die Annehmlichkeiten zu schmälern, auf die sich die Gesellschaft mittlerweile eingestellt hat? Sich von diesem System der massiven Verschwendung und des Überkonsums zu lösen, erfordert die Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Verbrauchern und Unternehmen weltweit. Unternehmen können ihren Beitrag leisten, indem sie die folgenden Grundsätze der Kreislaufwirtschaft befolgen:
Nachhaltige Produkte entwerfen
Entwickeln Sie Produkte, die langlebig, reparierbar, aufrüstbar und recycelbar sind:
- Vermeiden Sie Designs mit Einmalfunktionen und geplanter Obsoleszenz.
- Reduzieren Sie die Verpackung auf ein Minimum und integrieren Sie gleichzeitig Funktionen, die die Designs wiederverwendbar und recycelbar machen.
- Konzentrieren Sie sich auf die Herstellung von Komponenten, die leicht repariert und zerlegt werden können, um ein hochwertiges Recycling zu ermöglichen.
- Ersetzen Sie endliche Rohstoffe, wo immer möglich, durch recycelte oder erneuerbare Alternativen.
Transparenz für Verbraucher schaffen
Sorgen Sie mit vertrauenswürdigen Produktinformationen, die Herstellungsprozesse, Lieferketten und die gesamten Umweltauswirkungen beschreiben, für mündig Verbraucher:
- Verwenden Sie Rückverfolgungstechnologie, um nachhaltige Fertigung und Rohstoffquellen zu verifizieren.
- Veröffentlichen Sie die Zahlen von Audits mit Nachhaltigkeitsdaten vom Wasserverbrauch bis zur CO2-Bilanz.
- Bieten Sie digitale Produktpässe an. Dabei handelt es sich um digitale Datensätze, auf die Kunden zugreifen können, um Informationen zur Nachhaltigkeit der Produkte einzusehen.
Kreislaufwirtschaft und regenerative Produktionsverfahren integrieren
Reduzieren Sie den Bedarf an natürlichen Ressourcen und halten Sie Materialien im Kreislauf, indem Sie jede Phase der Produktherstellung und des Konsums überdenken:
- Priorisieren Sie Fertigungsmethoden, die den Wasser- und Energieverbrauch senken und Nebenprodukte wiederverwenden.
- Integrieren Sie erneuerbare Energien und Abfallmanagement in den Fertigungs- und Transportprozess.
- Beziehen Sie zirkuläre Geschäftsmodelle wie die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und Produkt-als-Service-Modelle ein.
- Entwickeln Sie Programme, die Produkte sammeln und durch Wiederverkauf, Wiederaufbereitung oder Kompostierung wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückführen.
- Bieten Sie Reparatur- und Recyclingservices für Kunden an, um einen nachhaltigeren Konsum zu fördern.
Wie kann Technologie die Kreislaufwirtschaft vorantreiben?
Bei zirkulären Geschäftsmodellen wird alles wiederverwertet, sie sind jedoch stark auf neue Technologien angewiesen, um den Weg zu nachhaltiger Rentabilität zu ebnen.
Unternehmen, die sich in einer digitalen Transformation befinden, müssen jeden Aspekt ihres Geschäfts überdenken: Zukunftsvision, Strategie, Wertschöpfungskette, Betriebsabläufe, Preismodelle, Vertriebskanäle und Kundeninteraktion. Dies bietet eine einzigartige Gelegenheit, Daten und digitale Technologien effizienter für zirkuläre Innovationen zu nutzen.
Wie Deloitte in seinem Bericht „Recipe for Circular Economy Transformation“ feststellt, gehören zu den Schlüsselelementen für die Transformation zur Kreislaufwirtschaft das Internet der Dinge (IoT), künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning und vorausschauende Analysen. Diese Elemente helfen Unternehmen dabei, ihren Ressourcenverbrauch und ihr Abfallaufkommen, ihre Materialflüsse und Ineffizienzen besser zu verstehen und zu erkennen, wie sie ihren Kunden einen Mehrwert bieten können. Diese Technologien können sie auch dabei unterstützen, potenzielle Hotspots der Kreislaufwirtschaft zu identifizieren und ihre Geschäftsstrategie an Gewinn- und Preismodellen auszurichten.
Blockchain, Augmented Reality und intelligente Mobilität helfen Unternehmen dabei, ihre Abläufe daraufhin zu prüfen, ob sich Ressourcen optimieren, Silos aufbrechen und Daten, Geräte und Partner besser miteinander verbinden lassen. Big-Data-Analysen, Social-Media-Apps und E-Commerce-Plattformen ermöglichen Personalisierung und schaffen ein besseres Kundenerlebnis. Auch Cloud-Services, soziale Plattformen, Datenvisualisierung und virtuelle Realität (VR) fördern die Kundenbindung und kontinuierliche Feedback-Schleifen und ermöglichen so ein besseres Design während des gesamten Zyklus.
Wie kann KI die Kreislaufwirtschaft beschleunigen?
Den Produktionskreislauf zu schließen bedeutet, jeden Schritt des Prozesses zu berücksichtigen – von der Prototypenentwicklung bis zum Recycling von Produkten nach Ende ihrer Lebensdauer. Eine neue Generation von KI-Technologie kann Unternehmen dabei helfen, stärker auf Kreislaufwirtschaftsmodelle zu setzen, indem sie ganzheitliche Lösungen für jede Phase bereitstellt. Aktuelle innovative KI-Anwendungen können:
- Zirkuläres Produktdesign unterstützen: Mithilfe von Musteranalysen helfen KI-basierte Algorithmen Forschungsteams dabei, neue recycelbare Grundstoffe zu entdecken und neue Wege zur Wiederverwertung von Produkten nach Ende ihrer Lebensdauer und Nebenprodukten der Produktion zu finden. KI-gestützte Produktentwicklung kann Herstellern auch dabei helfen, Produkt- und Verpackungsdesigns zu entwickeln, bei denen Demontierbarkeit und Recyclingfähigkeit im Vordergrund stehen.
- Zirkuläre Geschäftsmodelle stärken: KI-Technologie kann neuen zirkulären Geschäftsmodellen helfen, sich gegen konventionellere lineare Produktionsmodelle durchzusetzen. Beispielsweise hilft KI-basierte Automatisierung Unternehmen, die sich mit der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen und Produkt-als-Service-Modellen befassen, bei der Optimierung der Bestandsführung und Transaktionsdaten ihrer Plattformen, von Auto- und Fahrrad-Sharing-Apps bis hin zum Wiederverkauf im Einzelhandel. Die Verbraucheranalyse hilft Unternehmen auch dabei, gezielte Marketingkampagnen zu entwickeln, um neue Kunden zu gewinnen.
- Produktionsabfälle reduzieren: Die massenhafte Überproduktion in allen Branchen gefährdet die globale Kreislaufwirtschaft. Eine KI-gestützte Produktion kann diese Ressourcenverschwendung durch prädiktive Analysen reduzieren. Diese Algorithmen helfen dabei, genauere Bedarfsprognosen zu erstellen und so das Risiko von Überbeständen, die in den Abfall wandern, zu reduzieren.
- Lieferketten optimieren: KI-basiertes Supply Chain Management stärkt diesen Kreislauf noch, indem es die Verteilung sowohl von Rohstoffen als auch von Fertigprodukten optimiert. Dazu gehören die Verwaltung von Transportwegen, Lieferfristen und Lagerbedingungen, die Equipmentwartung und Qualitätskontrollen. Die Feinabstimmung dieser Prozesse mit KI hilft Unternehmen, Produktverluste und CO2-Emissionen zu reduzieren.
- Recycling weiterentwickeln: Viele der heutigen recycelbaren Produkte gehen aufgrund ineffizienter Sammelsysteme verloren. Integrierte KI-Technologie kann diesen Ablauf vom Müllcontainer bis zur Aufbereitungsanlage vereinfachen. Mithilfe von Mustererkennung zur Identifizierung von Wertstoffen in gemischten Recycling- und Abfallströmen können KI-Robotersysteme die Sortiergenauigkeit erheblich verbessern, die Rückgewinnungsausbeute steigern und gleichzeitig Verluste durch Verunreinigungen reduzieren.
Wichtige Partnerschaften in der Kreislaufwirtschaft
Als treibende Kräfte des ökologischen Wandels sind institutionelle Partner entstanden, der Ziel es ist, die globale Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Ihre Umweltforschung und ihr Netzwerk internationaler Partnerschaften bringen branchenübergreifend sinnvolle Nachhaltigkeitslösungen auf den Weg. Die folgenden Organisationen sind hier Vorreiter und bieten Unternehmen wertvolle Ressourcen für die Einführung von Modellen der Kreislaufwirtschaft.
Ellen MacArthur Foundation
Die Ellen MacArthur Foundation wurde 2010 gegründet und ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Beschleunigung des weltweiten Umstiegs auf die Kreislaufwirtschaft einsetzt. Die Organisation konzentriert sich auf die Förderung der Kreislaufwirtschaft durch innovative Forschung, öffentliche Sensibilisierungsprogramme und gemeinsame Partnerschaften mit internationalen politischen Entscheidungsträgern, Führungskräften aus der Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen. Darüber hinaus hat sie wichtige globale Initiativen wie das Plastics Pact Network, Fashion ReModel und die Big Food Redesign Challenge ins Leben gerufen.
Eunomia
Eunomia ist eine 2001 gegründete Umweltberatungsagentur, die Unternehmen beim Umstieg auf nachhaltigere Praktiken unterstützt. Mit einem globalen Expertenteam bietet sie strategische Beratung zu Abfallwirtschaft, Recycling und Lösungen für die Kreislaufwirtschaft und unterstützt Kunden aus dem öffentlichen und privaten Sektor dabei, die Umweltbelastung zu reduzieren und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu verbessern.
Earth Action
Durch die Kombination von fundierten Analysen, Beratung und öffentlicher Interessenvertretung unterstützt Earth Action Unternehmen, Regulierungsbehörden und gemeinnützige Organisationen weltweit bei der Entwicklung praktischer Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft. Ihre wissenschaftliche Forschung und datengestützte Methoden bilden die Grundlage für moderne Innovationen in den Bereichen Plastikreduzierung, CO2-Bilanzmanagement, ökologisches Design und Klimastrategien für Unternehmen. Die Gruppe steht auch an der Spitze von Umweltinitiativen wie dem Plastic Overshoot Day, Swiss Climate Action und dem Plastic Footprint Network.
FAQs
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