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Was ist Anwendungsintegration?

Anwendungsintegration verbindet unterschiedliche Softwareanwendungen miteinander, damit diese als einheitliches System zusammenwirken können.

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Was ist Enterprise Application Integration (EAI)?

Durch Enterprise Application Integration (Anwendungsintegration) werden unabhängig voneinander entwickelte Programme zu einem funktionellen Gesamtsystem gebündelt. Diese Integration umfasst häufig die Verknüpfung von Daten und Workflows in Echtzeit über verschiedene Plattformen hinweg – sowohl On-Premises (lokal) als auch in der Cloud. Dieser Ansatz beseitigt die Barrieren, die zur Entstehung von Datensilos führen und den Informationsfluss unterbrechen.

Eine nahtlose Software-Kohäsion ist für moderne Organisationen von entscheidender Bedeutung. Diese haben oft mit isolierten Anwendungen zu kämpfen, die zu Fehlern, Verzögerungen und lückenhaften Erkenntnissen führen. Durch die Integration von Anwendungen können Unternehmen ihre Effizienz, Automatisierung und Agilität steigern.

Wie die Anwendungsintegration funktioniert

Die meisten Plattformen für die Anwendungsintegration unterstützen folgende Kernfunktionen:

Worin besteht der Unterschied zwischen Anwendungsintegration und Datenintegration?

Obwohl beide Ansätze darauf abzielen, Systeme miteinander zu vernetzen, lösen die Anwendungsintegration und die Datenintegration unterschiedliche Problemstellungen innerhalb der IT-Landschaft eines Unternehmens. Die Kenntnis dieser Unterschiede dient Unternehmen als Entscheidungshilfe, um das für ihren Bedarf ideale Verfahren zu wählen.

In Kombination verbessern beide Strategien wechselseitig die Datenqualität und die Anwendungsleistung. Integrierte Anwendungen tragen zur Erzeugung einheitlicher Daten bei, während integrierte Daten diese Anwendungen dabei unterstützen, präzise und synchronisierte Prozesse bereitzustellen.

Die 6 wichtigsten Vorteile der Anwendungsintegration

In der heutigen, schnelllebigen Geschäftswelt verlangsamen isolierte Systeme die Entscheidungsfindung und erhöhen die Kosten. Eine effiziente Integration schließt diese Lücken und schafft ein einheitliches Ökosystem, das echten geschäftlichen Mehrwert generiert.

Zentrale Integrationsansätze

Da Unternehmen immer mehr Anwendungen einführen, war der Bedarf an effizienter Integration noch nie so hoch wie heute. Die Anwendungsintegration lässt sich über verschiedene Ansätze realisieren.

Punkt-zu-Punkt-Anwendungsintegration

Schwerpunkt der Punkt-zu-Punkt-Integration ist der Aufbau direkter und individueller Verbindungen zwischen Anwendungen. Technisch unkompliziert und kosteneffizient eignet sich dieses Modell ideal für schnelle Einzellösungen. Der Punkt-zu-Punkt-Integrationsansatz lässt sich jedoch nur schwer skalieren, da jede neue Anwendung zusätzliche individuelle Verbindungen erfordert. Letztendlich entsteht dadurch eine komplexe, verflochtene Architektur, die schwer zu warten und anfällig für Fehler ist.

Integration von Unternehmensanwendungen

Die Enterprise Application Integration (EAI) ersetzt viele Punkt-zu-Punkt-Verbindungen durch ein Hub-and-Spoke-Modell, bei dem die Anwendungen an einen zentralen Knotenpunkt angebunden werden. Dieses Verfahren lässt sich einfacher skalieren, weil Entwickler neue Anwendungen bedarfsgerecht ergänzen können, ohne das gesamte System zu destabilisieren.

Enterprise Service Bus (ESB) ist die am weitesten verbreitete Form der EAI und wird typischerweise zur Integration von Legacy- und On-Premises-Systemen eingesetzt. Obwohl dieser Ansatz bei traditionellen Umgebungen effektiv ist, gestaltet sich die Implementierung für die Cloud-Integration aufgrund der hohen Infrastrukturanforderungen und des Bedarfs an individuellen Konnektoren als kostspielig und komplex.

Integration Platform as a Service

Integration Platform as a Service (iPaaS) ist ein moderner cloudbasierter Dienst, der Anwendungen, Daten und Prozesse integriert. Dieser Ansatz automatisiert die Integration durch:

iPaaS eignet sich am besten für Unternehmen in hybriden Umgebungen, die cloudbasierte Anwendungen mit On-Premise-Systemen verbinden müssen. Das Cloud-native Design, die Automatisierungsfunktionen und vorgefertigten Konnektoren machen die Integration schneller und kosteneffizienter als herkömmliche Methoden.

Beispiele für Anwendungsintegrationen

Heutzutage nutzen Organisationen aller Größen und Branchen die Anwendungsintegration, um Prozesse und den Datenaustausch miteinander zu verknüpfen – mit dem Ergebnis einer höheren Effizienz und besseren Zusammenarbeit. Diese Unternehmen zeigen, wie dieser Ansatz Innovationen und Wachstum vorantreiben kann.

Hightech

Endress+Hauser hat eine cloudbasierte B2B-Integrationsplattform eingeführt, um Systeme ohne Ausfallzeiten auf dem neuesten Stand zu halten. Dieser Schritt führte zu schnelleren Projektabschlüssen, reduzierten Kosten und 50 Mio. € digitalen Nettoumsätzen.

Einzelhandel

Das britische Luxuskaufhaus Harrods hat seine Integrationsumgebung vereinfacht, indem es Partnersysteme über Cloud- und On-Premise-Landschaften hinweg miteinander verknüpfte. Standardisierte Verbindungen halfen dem Handelshaus dabei, über 8 Millionen Transaktionen pro Monat zu bewältigen und gleichzeitig Ausfallzeiten zu minimieren.

Fertigung

Um seine Expansionsziele zu erreichen, nutzte der globale Snack-Konzern Mondelez Anwendungsintegrationen, um sein komplexes Ökosystem aus Lösungen zu vereinheitlichen. Die optimierte IT-Landschaft unterstützte die weltweite Zusammenarbeit der Teams, stärkte die Sicherheit und ermöglichte Analysen für die Planung und Prognose.

Bauwirtschaft

Um seine ERP-Systeme zu modernisieren, hat Samsung C&T eine Integrationslösung für hohe Volumina eingeführt, um täglich über 100.000 Transaktionen über mehrere Systeme hinweg verwalten zu können. Dieser Ansatz verbesserte die Leistung und Konnektivität in einer globalen Umgebung.

Gesundheitswesen

Siemens Healthineers führte eine flexible Integrationslösung ein, um verschiedenartige Systeme im Gesundheitswesen miteinander zu verknüpfen. Dies reduzierte die Komplexität, verbesserte die Agilität und gewährleistete die Einhaltung gesetzlicher und interner Vorgaben in einer stark regulierten Branche.

Die Entwicklung der Anwendungsintegration

In den 1980er-Jahren begannen Unternehmen damit, Anwendungen zu integrieren, als sie Technologien einführten, um On-Premises-Systeme miteinander zu verknüpfen. Frühe ERP-Plattformen waren üblicherweise mit Systemen für das Rechnungswesen, das Personalwesen, den Vertrieb und die Fertigung sowie mit weiteren Backend-Systemen verknüpft. Diese Integrationen erfolgten auf Datenebene unter Verwendung von Datenintegrationstools anstelle von Verknüpfungen auf Anwendungsebene.

In den 1990er-Jahren ließ der Aufstieg cloudbasierter Software-as-a-Service-Anwendungen (SaaS) Bedarf an neuen Integrationsmethoden entstehen. Unternehmen benötigten Lösungen, die eine reibungslose Kommunikation zwischen Cloud-Anwendungen und bestehenden On-Premise-Systemen ermöglichten. Technologien für die Integration von Anwendungen entwickelten sich schnell weiter, um diese neue hybride Landschaft zu unterstützen. Anfang der 2000er-Jahre konnten Unternehmen mithilfe von APIs Daten problemlos über das Internet austauschen – und damit organisatorische Silos aufbrechen und tiefere Erkenntnisse gewinnen.

Heute setzen viele Unternehmen auf iPaaS, um ihren gesamten Integrationsbedarf zu decken. Diese cloudbasierten Plattformen bieten vorgefertigte Konnektoren, API-Integrationstools und weitere Funktionen, die Unternehmen beim Aufbau und der Verwaltung von Integrationsflüssen über alle Anwendungen hinweg unterstützen. iPaaS-Lösungen vereinfachen die Prozessautomatisierung und begünstigen eine schnellere Digitalisierung wie auch den unternehmensweiten Datenaustausch.

Automatisierung und ereignisgesteuerte Trigger haben die Integration weiter vorangetrieben, indem sie den manuellen Aufwand reduzierten und die Reaktionsfähigkeit in Echtzeit steigerten. Ereignisgesteuerte Architekturen versetzen Systeme in die Lage, sofort auf Änderungen zu reagieren, wodurch die Synchronität der Daten über alle Anwendungen hinweg gewahrt bleibt. Diese Innovationen tragen dazu bei, dass Unternehmen effizienter arbeiten und bessere Erlebnisse bieten, indem sie Prozesse und Daten auf dynamische, automatisierte Weise miteinander verknüpfen.

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Lebenszyklus und Architektur der Anwendungsintegration

Eine erfolgreiche Anbindung von Anwendungen erfordert einen klaren Fahrplan und eine disziplinierte Umsetzung. Befolgen Sie diese wesentlichen Schritte, um sicherzustellen, dass Systeme reibungslos zusammenarbeiten, Daten präzise bleiben und Prozesse effizient ablaufen.

1. Integrationsziele und Umfang definieren

Beginnen Sie mit der Skizzierung der geschäftlichen Kernziele und behalten Sie dabei die operativen Prioritäten sowie die Systemanforderungen des Unternehmens im Blick. Legen Sie auf dieser Grundlage klare Zeitpläne, Ressourcen und Erfolgskennzahlen fest, um das Projekt voranzutreiben. Diese vorbereitenden Schritte helfen dabei, potenzielle Verzögerungen und Fehler zu vermeiden.

2. Datenfelder und Arbeitsabläufe zuordnen

Erstellen Sie detaillierte Zuordnungen, um Datenformate, Kommunikationskanäle und Integrationspunkte zu standardisieren. Eine präzise Zuordnung sorgt für einen reibungslosen Datenaustausch sowie flüssige Arbeitsabläufe zwischen den Anwendungen – und beugt so Fehlern, Dubletten sowie unterbrochenen Prozessen vor.

3. Integrationen testen und validieren

Führen Sie vor der Bereitstellung Systemtests durch, um die Datengenauigkeit, die Workflow-Funktionen und die Systemleistung zu bestätigen. Beziehen Sie Sicherheitsprüfungen und Leistungsvergleiche ein, um die Zuverlässigkeit des Systems unter realen Bedingungen sicherzustellen. Dieser Schritt ist entscheidend, um kostspielige Ausfallzeiten und Probleme bei der Compliance zu vermeiden.

4. Integrationsperformance nachverfolgen und verbessern

Verfolgen Sie kontinuierlich die Kennzahlen zur Integrationsperformance, Sicherheit und Compliance. Nutzen Sie Analysen und Warnmeldungen, um Probleme frühzeitig zu erkennen und Arbeitsabläufe bei Bedarf zu verfeinern. Echtzeit-Monitoring-Werkzeuge sowie regelmäßige Überprüfungen helfen zudem dabei, die Integrationen an den geschäftlichen Anforderungen auszurichten.

Gängige Herausforderungen bei der Anwendungsintegration bewältigen

Die Integration von Anwendungen kann erhebliche Vorteile bringen, stellt jedoch viele Unternehmen auch vor Herausforderungen. Hier sind die häufigsten Probleme und wie man ihnen begegnet:

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So evaluieren Sie iPaaS-Lösungen

Die Integration von Anwendungen erfordert oft eine umfassende Abstimmung zwischen Teams, Systemen und Prozessen. Die richtigen iPaaS-Lösungen können diese Komplexität vereinfachen und den Prozess effizienter, kostengünstiger und für Unternehmen jeder Größe zugänglich machen. Berücksichtigen Sie diese Faktoren bei der Bewertung potenzieller Tools für die Anwendungsintegration:

FAQ

Welches Beispiel für eine Anwendungsintegration ließe sich nennen?
Ein Anwendungsintegrationsbeispiel wäre ein betrieblicher Anwendungsfall im E-Commerce, bei dem die Frontend-Geschäftsprozesse (Kundeninteraktion, Online-Verkauf) mit Backend-Prozessen wie Bestandsverwaltung und Auftragsabwicklung integrierend kombiniert werden müssen. Das Unternehmen setzt auf die Anwendungsintegration, um diese Workflows zu automatisieren und sicherzustellen, dass die Daten jeder Interaktion nahtlos über alle Anwendungen hinweg weitergeleitet werden.
Was ist Prozessintegration?

Prozessintegration ist die gemeinsame Nutzung von Ereignissen, Daten und Transaktionen zwischen Geschäftsprozessen, die sich über mehrere Anwendungen und verschiedene Abteilungen in einem Unternehmen erstrecken – in der Regel in Echtzeit. Sie wird auch verwendet, um Prozesse über ein Unternehmen hinaus auf einen Kunden oder einen Partner auszuweiten.

In vielen Fällen werden Ereignisse oder Transaktionen verwendet, um einen Prozess auszulösen, z. B. eine Verkaufstransaktion, die den Prozess zum Einrichten eines Kontos in einem Abrechnungssystem anstößt.

Was ist API-Management?

API-Management ist der Prozess der Verteilung und Steuerung von APIs, die Anwendungen und Daten verbinden. Es ermöglicht Unternehmen, API-Aktivitäten zu veröffentlichen, zu steuern und zu sichern, um Entwickler und Anwendungen zu unterstützen. Der Prozess setzt die Nutzungsrichtlinien durch, steuert den Zugriff, überwacht die Performance, veröffentlicht die Dokumentation und monetarisiert den Zugriff.

Unternehmen nutzen das API-Management, um den sicheren Zugang zu Daten und Services zu demokratisieren. Sie können digitale Ressourcen und Prozesse gemeinsam nutzen, und Entwicklergemeinschaften können über neue Kanäle, Geräte und Benutzungsoberflächen problemlos auf Ressourcen zugreifen.

Was ist Integration Platform as a Service (iPaaS)?
iPaaS ist ein Managed Service in der Cloud, der die Anwendungsintegration für Cloud-zu-Cloud-, On-Premises-zu-On-Premises-und Hybrid-Szenarien unterstützt. Der Prozess hilft Unternehmen, digitale Lösungen schneller bereitzustellen und so deren Markteinführung zu beschleunigen. Er reduziert die Abhängigkeit von der IT, steigert die Produktivität der Entwicklung und bietet ein einheitliches Kundenerlebnis.
Wie verbessert die Anwendungsintegration den Geschäftsbetrieb?
Die Anwendungsintegration verbindet Systeme und Prozesse, sodass Daten ungehindert durch das gesamte Unternehmen fließen können. Dies beseitigt Silos, reduziert den manuellen Aufwand und stellt sicher, dass Informationen präzise sowie zugänglich bleiben. So unterstützt die Anwendungsintegration Unternehmen dabei, ihre Arbeitsabläufe zu optimieren, die Zusammenarbeit zu verbessern und schneller auf Marktveränderungen zu reagieren.
Aus welchen Hauptelementen setzt sich eine Anwendungsintegrationsarchitektur zusammen?
Eine Integrationsarchitektur umfasst in der Regel APIs für die Kommunikation, für die Datenzuordnung zur Abstimmung von Formaten sowie ereignisgesteuerte Trigger für Aktionen in Echtzeit. Neben diesen Kernenelementen der Architektur verfügen Integrationsplattformen auch über Middleware zur Verwaltung der Systemkonnektivität, Sicherheitsebenen zum Schutz von Daten und Monitoring-Tools, um für Performance und Zuverlässigkeit zu sorgen.