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Aufnahme aus erhöhter Position auf eine kleine Gruppe von Geschäftsleuten bei einer Besprechung im Büro.

Wie mittelständische Unternehmen wachsen und ihre Strukturen vereinfachen

Strebt Ihr mittelständisches Unternehmen nach Expansion oder nach Verbesserung? Wir haben einige Benchmarks für Ihre Prioritäten in Bezug auf Wachstum und strukturelle Vereinfachung.

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Der CTO eines mittelständischen Modeunternehmens konstatiert: „Die Bestandsführung über mehrere Kanäle hinweg, die Gewährleistung einer schnellen und präzisen Auftragsabwicklung und die Verarbeitung größerer Kundendatenmengen haben unsere Abläufe komplexer gemacht.“ Deshalb sucht das Unternehmen nach Möglichkeiten, die Bestandsführung zu optimieren und Kundendaten mit neuen technologischen Tools zu erschließen.

Viele mittelständische Unternehmen befinden sich auf einem ähnlichen Weg, wie eine aktuelle globale Umfrage von SAP Insights unter 12.003 Führungskräften in Unternehmen mit 250 bis 1.500 Beschäftigten zeigt. Die befragten Personen beschäftigen sich laut eigener Aussage damit, das Wachstum ihrer Unternehmen voranzutreiben und Prozesse, die zu komplex geworden sind, zu vereinfachen. In Folgeinterviews erläuterten einige Führungskräfte, darunter der CTO des Modeunternehmens, ihre Pläne und Herausforderungen näher.

Selbstverständlich können Unternehmen, auch wenn sie grundsätzlich ähnliche Ziele verfolgen, jeweils andere Ansätze wählen. Diejenigen, die wir als expansionsorientiert bezeichnen, können auf den Ausbau von Vertriebskanälen und Marktpräsenz setzen, aber durchaus auch andere Strategien realisieren.

Ebenso können Abläufe auf unterschiedliche Weise vereinfacht werden. Unternehmen, die wir als verbesserungsorientiert bezeichnen, konzentrieren sich möglicherweise auf die Optimierung ihrer Prozesse und Abläufe, während andere eher darauf bedacht sind, Prozesse zu straffen oder zu streichen. Wenn Verbesserung im Fokus steht, bevorzugen die Befragten zwei Strategien: Entweder nehmen sie schrittweise Änderungen vor, wie beispielsweise eine stärkere Integration oder Automatisierung, oder sie verbessern ihre Prozesse so, dass neue Produkte und Services entwickelt werden können.

Wir haben genauer untersucht, wie die expansions- und verbesserungsorientierten Unternehmen vorgehen, und festgestellt, dass sie einige Ansätze zur Erreichung ihrer Ziele gemeinsam haben. Zum einen investieren sie eher in neue oder modernisierte Technologien wie Analysen und andere Tools zur Entscheidungsfindung als Befragte, die andere Formen des Wachstums oder der Vereinfachung priorisieren.

Sie haben auch eine etwas andere Auffassung von der Rolle künstlicher Intelligenz in ihren Unternehmen. Da sie sich mit den transformativen Möglichkeiten der KI befassen, werden sie wahrscheinlich Maßnahmen zur Verbesserung der Datensicherheit und des Datenschutzes ergreifen.

Sehen wir uns genauer an, wie mittelständische Unternehmen ihre Wachstums- und Vereinfachungsziele verfolgen und dabei diverse Herausforderungen bewältigen.

Ausbau der Vertriebsnetze hat höchste Priorität für Wachstum

Gefragt nach der wichtigsten Strategie für Geschäftswachstum wählen mittelständische Unternehmen aus einer Liste von sechs Prioritäten am häufigsten den Ausbau ihrer Vertriebskanäle und Partnerschaften aus. Fast die Hälfte (43,3 %) setzten den Punkt an erste Stelle, während 74,6 % der Befragten ihn unter ihre Top 3 aufnahmen.

Ein etwas höherer Prozentsatz der Befragten (79,3 %) gab die Ausweitung ihrer bestehenden Marktpräsenz als eine der drei wichtigsten Optionen an, doch für nur 20 % war dies die erste Wahl. Die Ausweitung der Geschäftstätigkeit lag mit deutlichem Abstand auf Platz drei. Etwas mehr als die Hälfte (54,3 %) gab an, dass diese zu ihren drei wichtigsten Themen gehört, wobei 17,7 % sie an erster Stelle nannten.

Produktentwicklung und Systemintegration sind die wichtigsten Prioritäten für die Vereinfachung

Die meisten Befragten konzentrieren sich auch auf die Vereinfachung ihrer Abläufe. Aus einer Liste von neun Prioritäten nannten sie die Verbesserung ihrer Prozesse zur Entwicklung neuer Produkte und Services am häufigsten als ihre wichtigste Strategie (23 %) oder als eine ihrer drei wichtigsten Strategien (54,5 %).

Ebenfalls genannt unter den drei wichtigsten Strategien werden die stärkere Integration von Unternehmenssystemen (51,8 %) sowie die Verbesserung der Kostenkontrolle und des Ausgabenmanagements (44,7 %).

Obwohl die Umstrukturierung der Belegschaft bzw. Personalabbau im Vergleich mit Integration und Kostenkontrolle von einem höheren Prozentsatz als wichtigste Vereinfachungsstrategie genannt wurde, rangiert dieser Punkt im Gesamtbild eindeutig hinter den drei am häufigsten genannten Strategien.

Herausforderungen in der Lieferkette

Der CFO eines wachsenden US-amerikanischen Industrieunternehmens bemüht sich herauszufinden, wer in seinem Unternehmen die Lieferanten auswählt und wer überprüft, ob diese Lieferanten die geforderten Leistungen erbringen können.

Seit dem Ende der COVID-19-Pandemie haben die Beschäftigten „einfach das getan, was sie tun mussten, um die Arbeit zu erledigen“, so der CFO. „Sie waren so beschäftigt, dass sie sich nicht darauf konzentrierten, wie sie die Dinge besser und kostengünstiger gestalten könnten. Unsere Aufträge stiegen sprunghaft an … und die Kosten spielten keine Rolle, denn man wollte einfach nur alles schaffen, und das war auch profitabel.“

Jetzt, da sich der Umsatz stabilisiert hat, benötigt das Unternehmen jedoch besser kontrollierte und optimierte Beschaffungsprozesse. Das ist ein häufiges Thema. Tatsächlich gaben 39,1 % der Befragten schwache Beschaffungs- und Lieferkettenprozesse als Wachstumshemmnis an. Darüber hinaus nannten sie diese Herausforderung deutlich häufiger unter ihren drei größten internen Herausforderungen.

Zu den drei größten Herausforderungen zählen außerdem der Mangel an qualitativ hochwertigen Daten und Tools für die Planung und Entscheidungsfindung (34,9 %). Selbst wenn sie über diese verfügen würden, könnten sie aufgrund mangelnder Integration zwischen den Systemen (von 33,4 % genannt) weiterhin Schwierigkeiten haben, ihre wertvollen Daten zu teilen.

Wachstumspläne

Wie bereits erwähnt, nannten die Befragten am häufigsten den Ausbau der Vertriebskanäle und Partnerschaften sowie die Ausweitung der bestehenden Marktpräsenz als eine der drei wichtigsten Wachstumsprioritäten. Um zu verstehen, wie Unternehmen diese und andere Strategien verfolgen, haben wir uns die Unternehmen genauer angesehen, die expansionsorientierte Ziele gegenüber weniger beliebten Optionen bevorzugten.

Fast 100 % der am stärksten expansionsorientierten Unternehmen nannten die Erweiterung ihrer Vertriebskanäle und Partnerschaften oder ihrer Marktpräsenz als eine ihrer drei wichtigsten Prioritäten. Im Vergleich dazu betrachten weniger als ein Drittel der Unternehmen mit der geringsten Expansionsneigung diese Ziele als besonders wichtig.

Die Erschließung neuer Märkte rangierte bei den Befragten beider Gruppen an dritter Stelle. Fast die Hälfte (49,3 %) derjenigen mit den stärksten Expansionsabsichten nannten dies als eine ihrer drei wichtigsten Prioritäten, gegenüber 45,3 % derjenigen mit den geringsten Expansionsabsichten.

Im Allgemeinen ist die am wenigsten expansionsorientierte Gruppe in ihren Zielen vielfältiger. Bemerkenswert ist, dass 41,8 % von ihnen den Abschluss von Fusionen und Übernahmen als eine der drei wichtigsten Prioritäten nannten – ein Ziel, das für 97,6 % der am stärksten expansionsorientierten Unternehmen an letzter Stelle rangiert.

Bei der Betrachtung der Pläne der Befragten zur Erreichung ihrer Ziele stellten wir fest, dass die am stärksten expansionsorientierten Unternehmen sich deutlich häufiger auf drei Bereiche konzentrierten:

Angesichts ihrer Ziele zur Erweiterung der Vertriebskanäle und des Partnernetzwerks ist es nicht überraschend, dass die Lieferkette zu den wichtigsten Plänen der am stärksten expansionsorientierten Unternehmen zählt. Sie betrachten Störungen und Schwächen in ihrer Beschaffungs- und Lieferkette deutlich häufiger als Herausforderung als Unternehmen mit geringer Expansionsneigung.

Ein US-amerikanischer Einzelhändler verfolgt laut seinem CTO einen „mehrgleisigen Ansatz“ zur Erweiterung seiner Lieferkette. „Zunächst haben wir unsere Lieferantenbasis diversifiziert, um die Abhängigkeit von einzelnen Bezugsquellen zu verringern. Dies hat uns dabei geholfen, unseren Beschaffungsprozess flexibler zu gestalten. Wir haben außerdem in Technologien investiert, die für mehr Transparenz in unserer Lieferkette sorgen, sodass wir potenzielle Störungen früher erkennen und schneller darauf reagieren können.“

Im Vergleich dazu waren die am wenigsten expansionsorientierten Unternehmen deutlich häufiger bestrebt, die Komplexität ihrer Geschäftsprozesse zu reduzieren, um ihre Wachstumspläne zu unterstützen.

Geschäftsfrau hält eine Präsentation vor einem kleinen Team in einem modernen Sitzungssaal

Fokus auf Daten

Die am stärksten expansionsorientierten Befragten geben auch deutlich häufiger an, dass sie in Analyseprodukte und Tools für die Entscheidungsfindung (55,1 %) sowie in Unternehmenssoftwaresysteme und ‑tools (51,7 %) investieren. Außerdem ist es deutlich weniger wahrscheinlich, dass sie Systeme in die Cloud verlagern (möglicherweise, weil ihre Systeme cloud-nativ sind) oder ihre Systeme an einen Managed-Service-Anbieter auslagern.

Eine Anwaltskanzlei hat jedoch ihr lokales ERP-System auf ein aktuelles, cloudbasiertes Finanzsystem umgestellt, unter anderem weil dieses eine neue Suite von Analysetools bot. Die Mitarbeitenden können nun Berichte spontan erstellen, so der CTO. „Mit besseren Daten können wir das Geschäft ausbauen. Wir werfen einen Blick auf die Rentabilität des Personals.“ Wenn das Unternehmen beispielsweise an fünf Transaktionen zum Erwerb von Krankenhäusern gearbeitet hat, kann es leichter feststellen, welche Transaktion am profitabelsten war, und diese Informationen nutzen, um zu entscheiden, wie viel Personal für die nächste Transaktion erforderlich ist.

Wie die Mehrheit aller Befragten legen auch die am stärksten expansionsorientierten Unternehmen Wert auf Vereinfachung der Strukturen. Diese Gruppe nennt die Vereinfachung ihrer Prozesse zur Entwicklung neuer Produkte und Services deutlich häufiger (60,8 %) als eine ihrer drei wichtigsten Vereinfachungsstrategien als die am wenigsten expansionsorientierten Unternehmen (47,2 %), auch wenn dies für beide Gruppen die beliebteste Option ist.

Mehrere Ansätze zur Vereinfachung von Strukturen

Genauso wie wir nach Erkenntnissen darüber gesucht haben, wie Unternehmen Wachstum angehen, wollten wir auch ihre Ansätze zur Vereinfachung beleuchten. Wir haben festgestellt, dass verbesserungsorientierte Unternehmen zwei unterschiedliche Strategien verfolgen. Eine besteht in der Vereinfachung durch eine Reihe schrittweiser Änderungen. Die andere konzentriert sich auf die Vereinfachung der Prozesse zur Entwicklung neuer Produkte oder Services.

Unter den Unternehmen, die schrittweise Veränderungen vornehmen, nannten 92,4 % die zunehmende Integration zwischen Unternehmenssystemen als eine ihrer drei wichtigsten Vereinfachungsstrategien, zusammen mit der zunehmenden Prozessautomatisierung (86,2 %) und der Verbesserung der Kostenkontrolle und des Ausgabenmanagements (71,2 %).

Ein Einzelhändler in Australien verbessert beispielsweise die Integration seines Produktentwicklungszyklus in seine Lieferkette. „Wir führen ein geeignetes Product-Lifecycle-Management-System ein, in dem alles zentral in einer Datenbank gespeichert ist und jeder Mitarbeitende festgelegte Prozesse befolgt, anstatt dass jede Entwicklungskraft ihre eigene Tabelle mit technischen Spezifikationen hat“, erklärt der IT-Verantwortliche des Einzelhändlers. „Durch die Einführung dieser Systeme verfügen wir über ein zentrales Repository für alle Daten, die direkt in das Haupt-ERP-System integriert werden können, das dann die Prozesse in der Lieferkette steuert.“

Unter den Unternehmen, die sich auf Prozessverbesserungen konzentrieren, ordnen 80,5 % diese Strategie unter ihren drei wichtigsten Prioritäten ein, gefolgt von einer verstärkten Integration (68,8 %). Die Verbesserung der Kostenkontrolle und das Ausgabenmanagement (49,9 %) rangieren für sie deutlich dahinter auf Platz drei im Vergleich zur Gruppe, die schrittweise Veränderungen anstrebt.

Als ein Dienstleistungsunternehmen beschloss, einen KI-basierten Service anzubieten, suchte es zunächst extern nach Lösungen, anstatt ein komplexes Entwicklungsprojekt von Grund auf zu starten, bei dem möglicherweise bereits vorhandene Technologien doppelt implementiert worden wären. Als Erstes befragten sie bestehende Anbieter zu ihren Plänen hinsichtlich ihrer KI-Strategie. Sie arbeiteten auch mit Dutzenden von Start-ups zusammen, um „potenzielle Möglichkeiten zu erkunden, wie wir unsere Vorgehensweise grundlegend überdenken und neu gestalten können“, so der CIO. Eine kundenspezifische Entwicklung ist die letzte Option. „Wenn wir nicht genau das finden, was unsere Strategie erfordert, führen wir Gespräche mit Entwicklungskräften, um herauszufinden, wie wir eine eigene Lösung realisieren können.“

Im Gegensatz zu beiden Gruppen konzentrieren sich die am wenigsten auf Verbesserungen ausgerichteten Unternehmen in der Regel auf Strategien zur Rationalisierung ihrer Abläufe, wie beispielsweise Personalumstrukturierungen und die Verlagerung von Verantwortlichkeiten auf Lieferanten und Partner.

Beispielsweise setzt das Industrieunternehmen virtuelle Empfangskräfte für einige seiner kleineren Büros ein. Besucher kommen herein, drücken einen Knopf und können über den Bildschirm mit einer Empfangskraft an einem anderen Standort sprechen.

Daten sind auch für die Vereinfachung essenziell

Beide Arten von verbesserungsorientierten Unternehmen betrachten Investitionen in Analyseprodukte und Tools für die Entscheidungsfindung, Systemintegration und Unternehmenssoftware als ihre drei wichtigsten Technologieprioritäten.

Darüber hinaus konzentriert sich die Prozessverbesserungsgruppe deutlich häufiger (52,6 %) als die am wenigsten verbesserungsorientierten Unternehmen (49,4 %) auf Analysen, während sowohl die Prozessverbesserungs- als auch die inkrementelle Veränderungsgruppe der Integration und Unternehmenssoftware Priorität einräumen.

Für die am wenigsten verbesserungsorientierten Unternehmen hat die Auslagerung von Systemen und in geringerem Maße die Investition in Tools für die Zusammenarbeit der Beschäftigten eine höhere Priorität bei den Technologieinvestitionen.

Prioritäten für den Einsatz von KI

Angesichts der rasanten Entwicklungen in der KI-Technologie geben die meisten Umfrageteilnehmer an, dass sie KI nutzen. Sie scheinen optimistisch zu sein, was die Vorteile dieser Technologie angeht. Auf die Frage, wie wichtig KI für die Transformation einer Reihe von Geschäftsprozessen ist, gaben mehr als vier Fünftel an, dass diese eine mittlere bis hohe Priorität haben.

Der Schwerpunkt der Unternehmen kann jedoch von ihren Zielen abhängen. Wir haben festgestellt, dass sowohl die am stärksten expansionsorientierten als auch die am stärksten verbesserungsorientierten Unternehmen KI deutlich häufiger als sehr wichtig erachten als ihre weniger expansions- oder verbesserungsorientierten Pendants.

Ein expandierendes Dienstleistungsunternehmen in der Öl- und Gasbranche beispielsweise „treibt sein Wachstum vor allem durch KI und generative KI voran“, so der CISO. Sie haben eine KI-Schnittstelle entwickelt, über die Kunden einfacher, schneller und in einem wesentlich benutzerfreundlicheren Format auf ihre Daten zugreifen können. Das Unternehmen gewährt seinen Kunden außerdem Remote-Zugriff auf sein Rechenzentrum. „Einige kleinere Öl- und Gasunternehmen hätten vor zwei Jahren üblicherweise nicht zu unseren Kunden gezählt, da die Kosten zu hoch gewesen wären“, erklärt der CISO. „Da wir nun eine wesentlich dynamischere Umgebung mit Remote-Zugriff anbieten, ist die Nutzung unserer Services für sie kosteneffizient.“

Gleichzeitig nutzt ein auf Verbesserungen bedachter US-Einzelhändler KI, um das Kundenerlebnis und die Customer Journey zu verstehen: Was kauft der Kunde, warum entscheidet er sich für den einen und gegen einen anderen Artikel, warum legt er etwas in den Warenkorb, schließt aber den Kaufvorgang nicht ab? „Wir prüfen derzeit diese Art von analytischen Komponenten“, erklärt der IT-Verantwortliche.

Der Einzelhändler setzt außerdem KI ein, darunter auch Chatbots, um sein Callcenter-Personal zu unterstützen. „Aufgrund von Kostenbeschränkungen verfügen wir nur über eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitenden im Callcenter, die sich um Kundenanfragen kümmern“, wie beispielsweise Rücksendungen oder den Status von Bestellungen, erläutert der IT-Verantwortliche. KI kann die meisten dieser Routineanfragen bearbeiten.

KI hat für die Befragten insgesamt keine so hohe Priorität wie die Cybersicherheit und die Vorbereitung auf entsprechende Bedrohungen. Allerdings dürfte auch dies für die am stärksten expansions- und verbesserungsorientierten Unternehmen deutlich eher im Vordergrund stehen.

Die von KI gestützte Transformation der Geschäftsprozesse spiegelt die Anliegen der Unternehmen wider. Alle drei Gruppen messen der Transformation der Datensicherheit und des Datenschutzes durch KI deutlich mehr Bedeutung bei als die Befragten, die am wenigsten an Expansion und Verbesserung interessiert sind.

Fazit

Es gibt keine allgemeingültige Wachstums- oder Vereinfachungsstrategie für mittelständische Unternehmen. Wie die Umfrage jedoch deutlich macht, bemüht sich nahezu jedes Unternehmen um beides. Die Ergebnisse zeigen einige unterschiedliche Profile.

In der Wachstumsphase sind Unternehmen möglicherweise expansionsorientiert und entscheiden sich dafür, ihre Vertriebskanäle und ihre Marktpräsenz auszubauen. Andere verfolgen alternative Strategien, wie beispielsweise die Ausweitung ihres bestehenden Geschäfts oder die Erschließung neuer Märkte.

Wenn es darum geht, ihre Abläufe zu vereinfachen, verfolgen verbesserungsorientierte Unternehmen zwei unterschiedliche Ansätze. Entweder nehmen sie schrittweise Änderungen vor, indem sie die Integration und Automatisierung erhöhen, oder sie verbessern ihre Prozesse für die Entwicklung neuer Produkte und Services. Auf der anderen Seite neigen Unternehmen, die weniger auf Verbesserungen fokussiert sind, eher dazu, Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit zu reduzieren oder ganz einzustellen.

Diese Profile legen unterschiedliche Ansätze für Investitionen in Technologie nahe. Inwieweit ein Unternehmen auf Expansion oder Verbesserung ausgerichtet ist, steht in engem Zusammenhang mit seinen Plänen für Analyseprodukte und Tools zur Entscheidungsfindung, Systemintegration, Unternehmenssoftware und KI.

Welches Profil passt am besten zu Ihrem Unternehmen? Nutzen Sie es, um Ihre eigenen Wachstums- und Vereinfachungsstrategien zu bewerten – unabhängig davon, ob Sie eine Expansion anstreben, Verbesserungen vornehmen müssen oder beides.

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