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Mann, der eine ERP-Software nutzt

Was ist ERP?

ERP (Enterprise Resource Planning) ist ein Softwaresystem, mit dem Sie Ihr gesamtes Unternehmen führen können, weil es Automatisierung sowie die Prozesse in den Bereichen Finanzen, Personalwesen, Fertigung, Lieferkette, Services, Beschaffung und mehr unterstützt.

Sechs Vorteile von ERP

Ein gutes ERP-System bietet viele Vorteile, die je nach Einsatz des Systems variieren können. Die Vorteile von Cloud-ERP sind zum Beispiel andere als bei On-Premise-Systemen. Alle modernen ERP-Lösungen bieten jedoch die folgenden sechs wichtigen Vorteile:

Diagramm mit den ERP-Vorteilen
  1. Höhere Produktivität: Sie optimieren und automatisieren Ihre Kerngeschäftsprozesse, damit alle Mitarbeiter Ihres Unternehmens mit weniger Ressourcen ein besseres Ergebnis erzielen.
  2. Mehr Transparenz: Sie beseitigen Informationssilos, schaffen eine einheitliche, zentrale Datenbasis und erhalten schnelle Antworten auf entscheidende geschäftliche Fragen.
  3. Schnelleres Reporting: Sie stützen Ihr Vorgehen auf Echtzeiterkenntnisse, steigern die Leistung und beschleunigen die Geschäfts- und Finanzberichterstattung, deren Ergebnisse Sie ganz einfach teilen.
  4. Geringeres Risiko: Sie maximieren die Transparenz und Kontrolle im Unternehmen, stellen die Einhaltung von Vorschriften sicher und vermeiden Risiken dank Prognosen.
  5. Einfachere IT: Die Verwendung integrierter ERP-Software mit einer gemeinsamen Datenbank vereinfacht Ihre IT und erleichtert Ihren Mitarbeitern die Arbeit.
  6. Höhere Agilität: Mit effizienten Abläufen und dem einfachen Zugriff auf Echtzeitdaten erkennen Sie neue Chancen schneller und können sie zügig für sich nutzen.

ERP-Beispiele in verschiedenen Branchen

Unternehmen in jeder Branche – von der Automobilindustrie bis zum Großhandel – benötigen genaue Echtzeitinformationen und effektive Geschäftsprozesse, um sich im Wettbewerb zu behaupten und zu wachsen. Verschiedene Branchen setzen jedoch aus ganz unterschiedlichen Gründen auf ERP-Software. Hier einige Beispiele:

  • Versorgungsunternehmen müssen ihr Anlagevermögen ständig überprüfen, nicht nur um die Nachfrage nach zukünftigen Services zu befriedigen, sondern auch um alternde Anlagen zu ersetzen. Ohne ERP wäre es schwierig und fehleranfällig, Prioritäten bei diesen wichtigen Investitionen zu setzen. ERP hilft auch bei der Lösung eines anderen entscheidenden Aspekts von Versorgungsunternehmen: der Prognose der Ersatzteilversorgung. Wenn während eines Ausfalls nicht die richtigen Teile zur Verfügung stehen, kann dies zu erheblichen Problemen beim Kundenservice führen. Andererseits bedeutet eine zu große Anzahl von Ersatzteilen übermäßige Kosten und veraltete Bestände.
  • Für Großhändler, Importeure, Direktlieferanten und 3PL/4PL-Unternehmen ist eine pünktliche Lieferung entscheidend. Alle diese Unternehmen möchten die Vertriebskosten senken, den Lagerumschlag erhöhen und die Zeit für die Auftragsabwicklung verkürzen. Zur Erreichung dieser Ziele benötigen sie eine Integration von Bestandsmanagement-, Einkaufs- und Logistikfunktionen sowie automatisierte Prozesse – zugeschnitten auf ihre Bedürfnisse.
  • Alle Hersteller mit diskreten, chargenweisen und kontinuierlichen Prozessen verlassen sich auf ERP- und Lieferkettensysteme, um Qualitätsziele für ihre Produkte zu verwirklichen, die Anlagenauslastung zu optimieren, Überstundenkosten zu kontrollieren, Kundenretouren abzuwickeln und vieles mehr. Außerdem können Hersteller ihre Bestände durchgängig kontrollieren, indem sie Lagerbewegungen überwachen, Produkte mit hoher und niedriger Leistung ermitteln und die Beschaffung effizienter gestalten.
  • Dienstleistungsunternehmen – darunter Dienstleister in den Bereichen Buchhaltung, Steuern, Konstruktion, IT und Recht – benötigen eine leistungsstarke, mobile ERP-Technologie in Echtzeit, um ihre Dienstleistungen zu einem vertretbaren finanziellen Aufwand zu erbringen. Der Schlüssel zum Erfolg solcher Dienstleistungen liegt in der Fähigkeit, den Zeitplan einzuhalten und gleichzeitig die Rentabilität von Projekten, die Ressourcennutzung, die Umsatzrealisierung, wiederkehrende Umsatzziele und Wachstumschancen zu meistern.
  • Der Einzelhandel hat einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen, nachdem der E-Commerce mit anderen Verkaufskanälen sowie dem stationären Handel verschmolzen ist. Die Fähigkeit, Selfservice-Optionen für die Identifizierung, Konfiguration, den Einkauf und den Versand von Produkten anzubieten, hängt von integrierten Daten ab. Mit einem modernen ERP können Einzelhändler die Zahl der abgebrochenen Bestellungen reduzieren, die Konversionsrate im Internet verbessern, den durchschnittlichen Bestellwert erhöhen und den Kundenwert steigern.

Funktionsweise eines ERP-Systems

Ein ERP-System – auch ERP-Suite genannt – besteht aus integrierten Modulen oder Geschäftsanwendungen, die miteinander kommunizieren und eine gemeinsame Datenbank nutzen.

 

Jedes ERP-Modul ist üblicherweise auf einen Geschäftsbereich ausgerichtet. Sie greifen aber ineinander und nutzen dieselben Daten, um die Anforderungen des Unternehmens zu erfüllen. Finanzen, Buchhaltung, Personalwesen, Vertrieb, Beschaffung, Logistik und Lieferkette sind häufige Ausgangspunkte. Unternehmen können die gewünschten Module auswählen und je nach Bedarf weitere hinzufügen und sie skalieren.

 

ERP-Systeme decken auch branchenspezifische Anforderungen ab, entweder als Teil der Kernfunktionalität des Systems oder durch Anwendungserweiterungen, die sich nahtlos in die Suite einfügen.

 

ERP-Software kann über ein Cloud-Abonnementmodell (Software-as-a-Service) oder ein Lizenzierungsmodell (On-Premise) erworben werden.

Das hier dargestellte ERP-Softwaresystem veranschaulicht ERP-Anwendungsfälle für die Bezugsquellenfindung und Beschaffung sowie den Vertrieb. Typische ERP-Module decken u. a. auch das Finanzwesen, die Fertigung und die Lieferkette ab.

Erleben Sie ein modernes ERP-System in Aktion

Sehen Sie sich diese Demo eines Cloud-ERP-Systems an, um seine Funktionsweise zu erleben.

Gängige ERP-Module

ERP-Systeme umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Module. Jedes ERP-Modul unterstützt bestimmte Geschäftsprozesse – wie Finanzen, Beschaffung oder Fertigung – und versorgt die Mitarbeiter der jeweiligen Abteilung mit den Transaktionen und Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Jedes Modul ist mit dem ERP-System verbunden, das eine zentrale Datenquelle darstellt und genaue, gemeinsame Daten für alle Abteilungen liefert.

Diagramm mit den Elementen eines ERP-Systems

Bestandteile eines Enterprise-Resource-Planning-Systems

 

Zu den am häufigsten verwendeten ERP-Modulen gehören:

  1. Finanzwesen: Das Finanz- und Buchhaltungsmodul ist das Rückgrat der meisten ERP-Systeme. Es verwaltet nicht nur das Hauptbuch und automatisiert wichtige Finanzaufgaben, sondern unterstützt Unternehmen auch bei der Führung der Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung, beim effizienten Abschluss der Bücher, bei der Erstellung von Finanzberichten, bei der Einhaltung von Standards für die Umsatzrealisierung, bei der Minderung von Finanzrisiken und vielem mehr.
  2. Personalverwaltung: Die meisten ERP-Systeme verfügen über ein HR-Modul, das Kernfunktionen wie Zeiterfassung und Gehaltsabrechnung bereitstellt. Add-ons oder sogar ganze HCM-Suiten (Human Capital Management) können mit dem ERP-System verbunden werden und bieten robustere HR-Funktionen – von Personalanalysen bis hin zum Employee Experience Management.
  3. Einkauf und Beschaffung: Mit dem Modul für Einkauf und Beschaffung können Unternehmen die Materialien und Services beschaffen, die sie zur Herstellung ihrer Waren benötigen – oder die Artikel, die sie weiterverkaufen möchten. Das Modul zentralisiert und automatisiert den Einkauf, einschließlich Angebotsanfragen, Vertragserstellung und Genehmigungen. Es kann Unter- und Überkäufe minimieren, Verhandlungen mit Lieferanten durch KI-gestützte Analysen verbessern und sich sogar nahtlos mit Käufernetzwerken verbinden.
  4. Vertrieb: Das Vertriebsmodul zeichnet die Kommunikation mit Interessenten und Kunden auf und hilft den Mitarbeitern mit datengestützten Erkenntnissen, den Umsatz zu steigern und Leads mit den richtigen Werbeaktionen und Upsell-Möglichkeiten anzusprechen. Es umfasst Funktionen für den Auftragsabwicklungsprozess, einschließlich Auftragsverwaltung, Verträge, Fakturierung, Steuerung der Vertriebsleistung und Vertriebsunterstützung.
  5. Fertigung: Das Fertigungsmodul ist eine wichtige Planungs- und Ausführungskomponente der ERP-Software. Sie hilft Unternehmen, komplexe Fertigungsprozesse zu vereinfachen und eine bedarfsgerechte Produktion sicherzustellen. In der Regel bietet dieses Modul Funktionen für die Materialbedarfsplanung (MRP), die Produktionsplanung, die Fertigungssteuerung, das Qualitätsmanagement und mehr.
  6. Logistik und Supply Chain Management: Eine weitere Schlüsselkomponente von ERP-Systemen, das Lieferkettenmodul, verfolgt die Bewegung von Waren und Lieferungen in der gesamten Lieferkette eines Unternehmens. Das Modul stellt Tools für Bestandsverwaltung in Echtzeit, Lagerhaltung, Transport und Logistik bereit und kann dazu beitragen, die Transparenz und Resilienz in der Lieferkette zu erhöhen.
  7. Service: Das Servicemodul in einem ERP-System hilft Unternehmen dabei, den zuverlässigen, personalisierten Service zu bieten, den die Kunden erwarten. Das Modul kann Tools für interne Reparaturen, Ersatzteile, Außendienststeuerung und servicebasierte Einnahmequellen enthalten. Darüber hinaus bietet es Analysen, mit denen Servicemitarbeiter und Techniker Kundenprobleme schnell lösen und die Kundenbindung verbessern können.
  8. F&E und Konstruktion: ERP-Systeme mit vielen Funktionen besitzen ein Modul für Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Konstruktion. Dieses Modul bietet Tools für Produktdesign und ‑entwicklung, Product Lifecycle Management (PLM), Produktkonformität und vieles mehr, damit Unternehmen schnell und kostengünstig neue Innovationen vorantreiben können.
  9. Verwaltung von Unternehmensanlagen: Robuste ERP-Systeme können ein EAM-Modul (Enterprise Asset Management) umfassen, das anlagenintensive Unternehmen dabei unterstützt, Ausfallzeiten zu minimieren und ihre Maschinen und Geräte mit höchster Effizienz zu betreiben. Dieses Modul enthält Funktionen für vorausschauende Wartung, Terminierung, Anlagenbetrieb und ‑planung, Umwelt, Gesundheit und Arbeitsschutz (Environment, Health and Safety, EHS) und mehr.

    Arten der ERP-Bereitstellung

    Moderne ERP-Systeme können auf verschiedene Arten implementiert werden: in einer Public Cloud oder Private Cloud, On-Premise oder in hybriden Szenarios mit einer Kombination aus unterschiedlichen Umgebungen. Informieren Sie sich über die jeweiligen Vorteile und wählen Sie die für Ihr Unternehmen passende ERP-Bereitstellungsoption.

    Diagramm mit den ERP-Implementierungsoptionen

    Arten der ERP-Bereitstellung

     

    Cloud-ERP

    Bei Cloud-ERP wird die Software in der Cloud gehostet und über das Internet als Service auf Abonnementbasis bereitgestellt. Üblicherweise kümmert sich der Softwareanbieter für Sie um die regelmäßige Wartung, Aktualisierung und Sicherheit. Heute ist Cloud-ERP aus vielen Gründen die beliebteste Bereitstellungsmethode – unter anderem wegen der geringeren Vorabkosten, der größeren Skalierbarkeit und Flexibilität, der einfacheren Integration und vielem mehr.

     

    On-Premise-ERP

    Dies ist das klassische Modell für die Implementierung von ERP-Software. Dabei ist Ihr Unternehmen für die Steuerung verantwortlich. Die ERP-Software wird in der Regel in Ihrem Rechenzentrum an ausgewählten Standorten installiert. Ihre Mitarbeiter übernehmen die Installation und Wartung der Hardware und Software.

     

    Viele Unternehmen modernisieren ihre vor Ort installierten ERP-Systeme und stellen sie auf Cloud-Implementierungen um. Dies erfordert eine sorgfältige Planung Ihres ERP-Upgrades sowie einen durchdachten Prozess zur Bewertung der ERP-Software und der Bereitstellungsoptionen.

     

    Hybride ERP-Software

    Für Unternehmen, die eine Kombination aus beidem wünschen, um ihre Geschäftsanforderungen zu erfüllen, gibt es das hybride Cloud-ERP-Modell. Hier befinden sich einige Ihrer ERP-Anwendungen und ‑Daten in der Cloud und einige sind vor Ort installiert. Dies wird auch als zweistufiges ERP-Modell bezeichnet.

    Mit einem ERP-System für das Finanzwesen können Sie Ihre täglichen Buchhaltungs- und Finanzabschlussprozesse sicher verwalten – unabhängig von Ihrem Implementierungsansatz.

    ERP-Integration

    Heutige ERP-Systeme bieten eine enorme Bandbreite an Geschäftsfunktionen. Sie müssen aber dennoch mit anderen Anwendungen und Datenquellen verbunden und synchronisiert werden – beispielsweise mit CRM- und HCM-Software, E-Commerce-Plattformen, branchenspezifischen Lösungen und sogar mit anderen ERP-Systemen. Dank ERP-Integration können Unternehmen eine einheitliche Sicht auf Informationen aus verschiedenen Systemen gewinnen, die Effizienz von Geschäftsprozessen steigern, die Kundenerfahrung verbessern und die Zusammenarbeit zwischen Teams und Geschäftspartnern erleichtern.

     

    Moderne ERP-Systeme sind offen und flexibel. Sie lassen sich über Konnektoren oder maßgeschneiderte Adapter, beispielsweise Programmierschnittstellen (Application Programming Interfaces, APIs), problemlos in eine Vielzahl von Softwareprodukten integrieren. Andere Methoden für die ERP-Integration sind ESB (Enterprise Service Bus) und iPaaS (Integration-Platform-as-a-Service). iPaaS, das einen cloudbasierten Ansatz bietet, ist eine sehr beliebte Option für moderne Unternehmen. iPaaS-Plattformen können On-Premise- oder cloudbasiertes ERP schnell mit SaaS-Anwendungen desselben Anbieters oder mit denen von Drittanbietern synchronisieren. Sie erfordern normalerweise wenig bis gar keinen Programmieraufwand, sind flexibel und relativ kostengünstig und bieten umfangreiche weitere Einsatzmöglichkeiten, wie z. B. automatische API-Generierung, Integration von Daten des maschinellen Lernens, Integration von IoT-Netzwerken, vorgefertigte Inhalte und vieles mehr.

    Die Gesamtkosten von ERP

    Die Kosten eines ERP-Systems hängen vom Softwareanbieter, den ausgewählten Modulen und der Bereitstellungsmethode ab. Im Allgemeinen sind die Kosten für cloudbasiertes ERP niedriger als für On-Premise-ERP, da keine Hardware gekauft werden muss und keine teuren internen IT-Experten eingestellt werden müssen. Der Anbieter kümmert sich um die Wartung und berechnet dem Kunden eine jährliche oder monatliche Abonnementgebühr, die meistens auf der Anzahl der Nutzer basiert.

     

    Bei der Berechnung der Investitionsrendite (Return on Investment, ROI) und der Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) einer neuen ERP-Implementierung sind die anfänglichen und laufenden Personalkosten ebenso wichtig wie die Kosten für die Softwareauswahl und ‑bereitstellung. Mit Cloud- und Hybridoptionen müssen neue Faktoren in die Bewertung einbezogen werden. So sind beispielsweise die Kosten für Softwarewartung, Räumlichkeiten, Computerkapazität, Ausfallzeiten, Wiederherstellung, Sicherheit, Datenschutz und IT-Personal wichtige Überlegungen. Wie bereits erwähnt, werden durch Cloud-Optionen sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten erheblich gesenkt, was sowohl den ROI als auch die TCO verbessert.

    Ein kurzer Abriss – die rasante Entwicklung von ERP

    Computergestützte Unternehmensanwendungen wurden in der Buchhaltungs- und Finanzwelt in den 1960er-Jahren mithilfe von Großrechnern entwickelt. Diese bahnbrechenden Anwendungen waren schneller und genauer als manuelle Prozesse – aber sie waren teuer, in ihrer Funktionalität eingeschränkt und immer noch langsam. Schon bald führten diese Anwendungen zur Entwicklung spezieller, eigenständiger Lösungen wie der Kundenauftragsabwicklung und der Fertigungsbedarfsplanung (Manufacturing Requirements Planning, MRP).

     

    Mitte der 1980er-Jahre nahm der Wettbewerb im verarbeitenden Gewerbe explosionsartig zu, und es wurden neue Instrumente benötigt. Die neue MRP-II-Software verknüpfte Buchhaltung und Finanzen, Vertrieb, Einkauf, Lagerhaltung sowie Fertigungsplanung und ‑terminierung und bot den Herstellern damit ein integriertes System.

     

    Gegen Ende der 1990er-Jahre wurde ERP eingeführt. ERP führte zu einem Wandel im Technologiesektor. Es bediente ein breiteres Spektrum von Branchen und kombinierte MRP II, Personalwesen, Projektcontrolling und Endbenutzer-Reporting miteinander.

     

    In der kurzen Zeitspanne des 21. Jahrhunderts haben schnellere Internetgeschwindigkeiten und neue Entwicklungswerkzeuge die ERP-Suiten erneut revolutioniert. Die Einführung von browserbasierter Software ebnete den Weg für Cloud-ERP-Software – ein Durchbruch, der sowohl die Reichweite als auch die Funktionalität von ERP-Lösungen verbesserte.

     

    Heute – im Zeitalter der digitalen Transformation – nutzen moderne ERP-Systeme zunehmend neue intelligente Technologien wie KI, maschinelles Lernen, robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA), das IoT, natürliche Sprachverarbeitung (NLP) und In-Memory-Datenbanken. Damit können Unternehmen ihre Prozesse noch effizienter gestalten, von aktuellen Erkenntnissen aus Transaktions- und unstrukturierten Daten profitieren und letztlich in einer Zeit beispielloser Veränderungen im Wettbewerb bestehen.

    Diagramm zur Geschichte von ERP

    Zehn Dinge, auf die Sie bei einem ERP-System achten sollten

    Jedes moderne ERP-System verfügt über eine lange Liste von Funktionen – abhängig von der jeweiligen Branche und den angebotenen Modulen. Es gibt jedoch zehn grundlegende Funktionen, die alle Enterprise-Resource-Management-Systeme haben sollten:

     

    1. Eine gemeinsame Datenbank: zentralisierte Informationen und eine einheitliche Datenbasis – für konsistente, gemeinsame Daten und eine funktionsübergreifende Sicht auf das Unternehmen
    2. Eingebettete Analysen: integrierte Analysen, Selfservice-BI, Berichte und Compliance-Tools, die intelligente Einblicke für jeden Geschäftsbereich bereitstellen können
    3. Datenvisualisierung: visuelle Darstellung von Schlüsselinformationen mit Dashboards, KPIs und Point-and-Click-Analysen zur Unterstützung einer schnellen und fundierten Entscheidungsfindung
    4. Automatisierung: Automatisierung von Routineaufgaben sowie erweiterte robotergestützte Prozessautomatisierung (Robotic Process Automation, RPA) auf der Grundlage von KI und maschinellem Lernen
    5. Einheitliche UI/UX: ein einheitliches Erscheinungsbild in allen Modulen sowie benutzerfreundliche Konfigurations- und Personalisierungswerkzeuge für Prozesse, Nutzer (einschließlich Kunden und Lieferanten), Geschäftsbereiche, Standorte und Produktlinien
    6. Integration: nahtlose Integration von Geschäftsprozessen und Workflows sowie offene und einfache Integration mit anderen Softwarelösungen und Datenquellen, auch von Drittanbietern
    7. Neue Technologien: Unterstützung für KI und maschinelles Lernen, digitale Assistenten, IoT, RPA, Sicherheit und Datenschutz sowie mobile Lösungen
    8. Technologieplattform: ein schneller, bewährter und stabiler Technologie-Stack für diese langfristige Investition – darunter eine Low-Code-/No-Code-Plattform, iPaaS, Datenmanagement und vieles mehr
    9. Multinationaler Support: einschließlich für Sprachen, Währungen und lokale Geschäftspraktiken und Vorschriften sowie technischen Support für Cloud-Services, Schulungen, Helpdesk und Implementierung
    10. Freie Wahl des Bereitstellungsmodells: Cloud, On-Premise oder hybrid

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    Häufig gestellte Fragen zu ERP

    Ein ERP-Softwaresystem besteht aus einer Reihe von integrierten Anwendungen oder Modulen für die Verwaltung der Kernprozesse, die zur Führung eines Unternehmens notwendig sind: Finanzwesen und Rechnungswesen, Logistik, Personalwesen, Beschaffung, Vertrieb, Bestandsführung und andere. ERP-Module sind in ein komplettes System integriert und nutzen eine gemeinsame Datenbank, um Prozesse und Informationen unternehmensweit zu optimieren. Wenn Unternehmen wachsen, können sie den Umfang ihres ERP-Systems erweitern.

    Bei Cloud-ERP wird die ERP-Lösung in der Cloud und nicht on-premise installiert. Die Cloud bietet eine ideale Umgebung für ERP, da sie eine zugängliche, zuverlässige, sichere und hoch skalierbare Plattform für unternehmenskritische Software ist. Echte Cloud-ERP-Software ist speziell für den Einsatz in der Cloud entwickelt und schöpft das Potenzial der Cloud-Umgebung vollständig aus. Erfahren Sie mehr über Cloud-ERP und die ERP-Bereitstellungsoptionen.

    In der Buchhaltung steht das Akronym ERP für Enterprise Resource Planning – eine Software zur Verwaltung des Unternehmens. ERP-Finanzmodule bieten viele Funktionen, die Sie von Buchhaltungssoftware kennen, beispielsweise Tools für Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, Hauptbuch, Ausgabenmanagement, Reporting und Analysen. Zusätzlich zum Finanzwesen bietet ERP weitere Module für verschiedene Geschäftsbereiche, unter anderem Logistik und Personalwesen. Es integriert alle Funktionen in einem zentralen System.

    Die meisten Unternehmen verwenden zur Steuerung ihrer Geschäftsprozesse zunächst eine Mischung einfacher und eigenständiger Tools, wie QuickBooks oder Excel-Tabellen. An fünf Signalen erkennen Sie, dass solche Lösungen nicht mehr ausreichen und Sie ein modernes ERP-System benötigen.

    1. Der Zeitaufwand für tägliche Aktivitäten nimmt ständig zu. Wenn Ihre wichtigen Aktivitäten, zum Beispiel der Finanzabschluss, immer mehr Zeit erfordern, könnten die vielen unterschiedlichen Anwendungen der Grund dafür sein. ERP-Software integriert Lösungen und Daten in einem System mit einer gemeinsamen Oberfläche, sodass Ihre Geschäftsbereiche einfacher miteinander kommunizieren und effektiver arbeiten können.
    2. Wichtige Geschäftsfragen bleiben unbeantwortet.Können Sie wichtige geschäftliche Fragen leicht beantworten, etwa Fragen nach dem Umsatz von Produktlinien oder der Retourenquote? Wenn nicht, werden Sie möglicherweise von getrennten Systemen und einem mangelnden Zugang zu Metriken und Kennzahlen ausgebremst. ERP-Software löst genau diese Probleme.
    3. Einige Geschäftsprozesse sind nur schwer kontrollierbar. Geraten Geschäftsprozesse außer Kontrolle? Wird es immer schwieriger, Bestände zu verwalten, Kunden zufriedenzustellen und die Kosten im Griff zu behalten? Wenn ja, wird es Zeit für eine Neustrukturierung Ihrer Geschäftsprozesse, damit Sie für Wachstum und sich ändernde Prioritäten gerüstet sind – genau das leistet ERP-Software.
    4. Sie haben manuelle Prozesse mit mehreren Datensätzen. Arbeiten die meisten Ihrer Abteilungen mit eigenen Anwendungen und Prozessen? Dann kostet Sie mehrfache Dateneingabe sehr viel Zeit. Wenn Ihre Systeme keine Daten austauschen können, dauert die Berichterstellung länger, es treten gehäuft Fehler auf und Entscheidungen werden schwieriger.
    5. Sie verpassen Chancen, weil Sie zu langsam reagieren. Wenden Sie so viel Zeit für das Tagesgeschäft auf, dass Sie neue Möglichkeiten nicht verfolgen können? Moderne ERP-Systeme verfügen über intelligente Funktionen für maschinelles Lernen und vorausschauende Analysen, damit Sie neue Chancen einfach erkennen und profitabel nutzen können.

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