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Beleuchtete Stadt bei Nacht

Was ist digitale Transformation?

Die digitale Transformation ist eine Schlüsselkomponente und ein erfolgsentscheidender Faktor in jeder Strategie einer umfassenden Unternehmenstransformation. Die richtigen Technologien, verbunden mit Menschen, Prozessen und Abläufen, unterstützen Unternehmen dabei, sich schnell an Veränderungen anzupassen, Chancen zu ergreifen, neue Kundenanforderungen fortlaufend zu erfüllen sowie Wachstum und Innovationen voranzutreiben – häufig auf unerwartete Weise.

 

In der ersten der vier industriellen Revolutionen war die Dampfkraft die disruptive Technologie, die die Welt veränderte. In der zweiten war es das Fließband und in der dritten der Computer. Heute befinden wir uns in der vierten industriellen Revolution und diese ist digital. Intelligente digitale Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen, IoT-Netzwerke (Internet of Things), fortschrittliche Analysen und Robotik beschleunigen einen tiefgreifenden Wandel unserer Arbeitsweise und unserer Geschäftsabläufe – und definieren neu, wie Unternehmen mit ihren Kunden und der Welt interagieren.

Digitale Transformation: Definition

Digitale Transformation bedeutet, digitale Technologien und Lösungen in alle Bereiche eines Unternehmens zu integrieren. Der Wandel ist dabei nicht nur technologischer, sondern auch kultureller Natur. Denn das Unternehmen muss im Zuge der Transformation die Art, wie es arbeitet und wie es seinen Kunden bestimmte Erlebnisse oder einen bestimmten Nutzen liefert, grundlegend verändern. Digitale Lösungen helfen auch, die Belegschaft zu stärken, und können zur Transformation von Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen führen.

Erfahren Sie, wie digitale Innovationen die Unternehmenstransformation vorantreiben.

 

Digitalisierung (Grundbedeutung): Konvertierung von Informationen und Dokumenten von analogen in digitale Formate

Digitalisierung (erweiterte Bedeutung): Integration von digitalen Technologien in bestehende Geschäftsprozesse

Digitale Transformation: Ein grundlegendes Umdenken in Bezug auf Kundenerlebnisse, Geschäftsmodelle und betriebliche Prozesse. Es gilt, neue Wege zu finden, mit denen Geschäftswert erzeugt, Umsätze erzielt und die Effizienz gesteigert werden.

Die Bedeutung der digitalen Transformation im heutigen Geschäftsumfeld

Die 2020er-Jahre stehen noch am Anfang: Doch der Verlauf der letzten beiden Jahre hat bereits sehr deutlich gemacht, dass Unternehmen nur wachsen und im Wettbewerb bestehen können, wenn sie Schritte ergreifen, die sie resilienter, wettbewerbsfähiger und flexibler machen. Nur durch die Weiterentwicklung und Umgestaltung ihrer digitalen Landschaft – angefangen bei den Rohstoffen und den ersten Stufen der Supply Chain – kann es den Unternehmen gelingen, den dynamischen Kundenanforderungen nach individuellem Service und personalisierter Auftragsabwicklung gerecht zu werden und traditionelle Geschäftsmodelle zu modernisieren bzw. zu erneuern.

 

In der neuesten Umfrage unter Führungskräften hat McKinsey festgestellt, dass die Digitalisierung und Modernisierung von Prozessen und Altsystemen von diesen Führungskräften seit der Pandemie verstärkt als etwas Dringliches wahrgenommen wird. Laut der Umfrage räumen viele der Befragten ein, dass die Geschäftsmodelle ihrer Unternehmen veraltet sind. Nur 11 % glauben, dass ihre derzeitigen Geschäftsmodelle auch im Jahr 2023 noch wirtschaftlich sein werden, wohingegen 64 % angeben, dass ihre Unternehmen neue digitale Geschäftsfelder erschließen müssen, um dies zu erreichen.

 

Für Unternehmen geht es heute nicht mehr darum, ob sie eine Digitalisierung brauchen, um im aktuellen Geschäftsumfeld wettbewerbsfähig zu sein, sondern darum, wie schnell sie mit der digitalen Transformation starten können.

Unternehmensinnovation und drei Facetten der digitalen Transformation

Die Unternehmen erleben derzeit, dass der Wettbewerb und die Anforderungen der Kunden rasant zunehmen. Ein wichtiges Ziel von Initiativen zur digitalen Transformation besteht darin, Führungskräfte und Teams dabei zu unterstützen, ihre Abläufe effizienter und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Neue Technologien (siehe unten) spielen eine zentrale Rolle bei der Transformation, doch Geschäftsprozesse, Geschäftsmodelle, Unternehmenskultur und Transformationsbereitschaft sind ebenso wichtig.

Ein Transformationsplan sollte die folgenden drei Bereiche einbeziehen:

 

  1. Transformation von Geschäftsprozessen: Hierbei geht es um die Änderung und Anpassung von – mitunter schon sehr lange existierenden – Kernprozessen und Workflows an veränderte Geschäftsziele, Wettbewerbssituationen und Kundenanforderungen. Unter den Oberbegriff der Unternehmenstransformation fällt auch die digitale Transformation, also der Aufbau eines vernetzten technologischen Rahmens, der die Grundlage für Prozessänderungen bildet und sie unterstützt.

    Die Transformation von Geschäftsprozessen wirkt sich durch Verbesserungen im Workflow-Management auf die gesamten Geschäftsabläufe aus. Beispielsweise können Unternehmen durch die Implementierung eines digitalisierten, cloudbasierten Supply-Chain-Management-Systems Ausfallzeiten reduzieren, die Produktion straffen und die Rentabilität steigern.
  2. Transformation des Geschäftsmodells: Die Transformation von Geschäftsprozessen bezieht sich auf Workflows und aufgabenbezogene Bereiche des Unternehmens, während die Geschäftsmodelltransformation auf die grundlegenden Bausteine der Wertschöpfung in einer bestimmten Branche abzielt. Im Wesentlichen nutzen Unternehmen die digitale Transformation, um traditionelle Geschäftsmodelle zu verändern.

    In der Automobilindustrie ermöglichen digitale Technologien, abonnementbasierte Geschäftsmodelle und Abrechnungsprozesse zu zentralisieren und zu automatisieren. Vor dem Hintergrund dynamischer Kundenanforderungen und eines allgemeinen kulturellen Wandels wird der herkömmliche Autokauf durch abonnementbasierte Modelle umgestaltet.
  3. Organisatorische und kulturelle Transformation: Eine erfolgreiche digitale Transformation sollte sich an der Kultur und den Werten des Unternehmens orientieren. Ein interner Vertrauensverlust in die Unternehmenskultur kann sich auf Produktivität, Motivation und Wohlbefinden der Belegschaft auswirken. Zögernde oder pessimistische Haltungen bei der Einführung von digitalen Technologien können zum Verfehlen von Zielen und zum Verlust von Wettbewerbsfähigkeit, Umsatz und Markenwert führen.

    Die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche organisatorische Transformation sind die Zusammenarbeit und offene Gespräche mit der jeweils nachgeordneten Hierarchieebene darüber, wie sich die digitale Transformation auf Rollen und Workflows auswirken wird und warum die Führungsteams der Ansicht sind, dass der langfristige Nutzen das Risiko und den Aufwand wert ist.

Sich verändernde Kundenpräferenzen, darunter ein zurückgehendes Interesse am Besitz physischer Produkte, haben die Umstellung auf abonnementbasierte Angebote auch außerhalb der Bereiche Software und digitale Services beschleunigt.
Boston Consulting Group 2021

Vorteile der digitalen Transformation

Die digitale Transformation integriert alle Ebenen und Funktionen in einem modernen Unternehmen. Intelligente Technologien geben Unternehmen die notwendigen Werkzeuge an die Hand, um zu überleben und erfolgreich zu sein. Zu den potenziellen Vorteilen einer Transformation gehören:

  • Entscheidungsfindung in Echtzeit durch umfassende Erkenntnisse: Für viele Unternehmen ist die Bewertung von Leistung und ROI nur im Rückblick möglich. Bis die Daten gesammelt, verarbeitet und manuell analysiert sind, sind viele Chancen schon wieder verschwunden. Mit einem modernen ERP-System und erweiterten Analysen können Unternehmen Daten in Echtzeit einsehen und leistungsstarke Analysealgorithmen anpassen, um im jeweiligen Moment die beste Entscheidung zu treffen.
  • Höhere Effizienz und Produktivität: IoT-Netzwerkgeräte und ‑Maschinen übertragen kontinuierlich Daten, Maschinenprotokolle und Leistungsberichte. Durch die Anwendung fortschrittlicher Analysefunktionen können diese Daten die vorausschauende Wartung unterstützen, Ausfallzeiten verkürzen und Erkenntnisse für produktivere und effizientere Workflows liefern.
  • Verbesserte Kundenerfahrung: Ihre Kunden erwarten, dass ihre Anforderungen zu ihren Bedingungen erfüllt werden. Personalisierung, Omnichannel-Zugang, maßgeschneiderte Servicepläne und Echtzeitzugriff auf Daten können Ihnen helfen, die sich ständig wandelnden Erwartungen Ihrer Kunden zu erfüllen und gleichzeitig die Zahl der Kundenkontakte zu erhöhen sowie die Kundenbindung und ‑treue zu steigern.
  • Beschleunigte Innovation von Geschäftsmodellen: Angesichts sich wandelnder Verbraucher- und Marktanforderungen liegt der Fokus bei Wertschöpfung zunehmend auf Geschäftsmodellinnovationen. Um jedoch grundlegende Geschäftsmodelle und Kundenerlebnisse zu verändern und zu modernisieren, müssen die Unternehmen Echtzeitdaten sammeln und analysieren sowie automatisierte und intelligente Prozesse entwickeln können. Denn nur mit dieser Fähigkeit können sie neue Geschäfts-, Zahlungs- und Servicemodelle verwalten.
  • Robuste und wettbewerbsfähige Strategie für das Unternehmenswachstum: Wenn Unternehmen ihre Abläufe digitalisieren und ihre Services mit vernetzten Technologien optimieren, finden sie neue Wege der Vernetzung, der Zusammenarbeit und der Optimierung von zukünftigen Wachstumsstrategien, darunter:
    • Entwicklung neuer Produkte und Services
    • Steigerung der Rentabilität und Stärkung der Umsatzkanäle
    • Gewinnung und Bindung neuer Interessenten und Kunden
  • Erhöhte Agilität und Resilienz gegenüber Störungen: Die COVID-19-Pandemie hat viele Schwachstellen in modernen Geschäftsprozessen und ‑modellen offengelegt. Sie war jedoch nur eine von vielen kulturellen, wirtschaftlichen, politischen und marktbezogenen Veränderungen, mit denen Unternehmen in den letzten Jahren zunehmend konfrontiert wurden. Moderne Unternehmen setzen nun auf die digitale Transformation. Sie soll ihnen die für eine schnelle Produkt- und Serviceentwicklung erforderlichen Werkzeuge bieten und sie mit vorausschauenden Analysen ausstatten, mit denen sie Störungen, Marktveränderungen und neue Chancen frühzeitig erkennen können. Sie möchten in der Lage sein, unkompliziert nach oben und unten zu skalieren, und wünschen sich eine umfassende Suite von Lösungen mit Cloud-Verbindung, die sie bei Innovationen unterstützt und keine ständigen Provider-Wechsel erfordert.

Unternehmenstransformation durch Technologietransformation

Diese neuen Kerntechnologien bilden die Grundlage der digitalen Transformation:

 

Moderne ERP- und Datenbanktechnologien


Die besten Cloud-ERP-Lösungen nutzen In-Memory-Datenbanktechnologie und sind dadurch hochgradig skalierbar und anpassbar. Dies ist wichtig, da sie im Wesentlichen das „Gehirn“ hinter der digitalen Unternehmenstransformation darstellen. ERP nutzt alle Kernprozesse, die für die Führung eines Unternehmens notwendig sind (z. B. Finanzwesen, Personalwesen, Fertigung und Logistikkette) und integriert sie in einem einzigen System. Und wenn ein modernes ERP auf KI-Technologien basiert, kann es Big Data nicht nur verwalten und verarbeiten, sondern auch analysieren und daraus lernen.

 

Innovative Analyselösungen


Um Mehrwert zu schaffen, müssen Daten genutzt und verstanden werden. Mithilfe von KI und Algorithmen für maschinelles Lernen liefern erweiterte Analysen detaillierte, präzise und umsetzbare Erkenntnisse und Berichte. Unternehmen können die Konfiguration für die Datenanalyse auch nach Bedarf anpassen. Damit können Führungskräfte schnell und entschlossen handeln, indem sie eine Chance ergreifen oder auf Risiken reagieren.

 

Cloud-Konnektivität


Eine cloudbasierte Infrastruktur ist ein wesentlicher Bestandteil für eine erfolgreiche digitale Transformation und den Aufbau von IoT-Netzwerken und vernetzten Geschäftssystemen. Durch den bedarfsgerechten zentralen Zugriff auf alle Systeme, Anlagen und Daten können Unternehmen die Infrastruktur nach Bedarf skalieren und Workflows schnell ändern oder automatisieren – und damit dynamische Geschäftsprioritäten und Betriebsmodelle unterstützen. Laut
Forrester nutzen im Jahr 2021 fast 60 % der Unternehmen in Nordamerika Cloud-Plattformen – das ist fünfmal so viel wie vor fünf Jahren.

 

Lösungen für KI und maschinelles Lernen


Big Data entstand parallel zu KI und maschinellem Lernen. Um Big Data zu verarbeiten und sinnvoll zu nutzen, braucht man die Leistungsfähigkeit von KI und maschinellem Lernen. Damit KI und maschinelles Lernen präzise und aussagekräftige Ergebnisse liefern können, müssen beide über ausreichend große Datenmengen verfügen, um zuverlässige Lern- und Analyseverfahren zu unterstützen. Die Partnerschaft aus Big Data, KI und Analysen bildet den Kern der Geschäfts- und digitalen Transformation. Sie treibt die vorausschauende Planung und reaktionsschnelle Automatisierung voran.

 

Internet der Dinge


Geräte und Maschinen in einem IoT-Netzwerk können digitale Daten senden und empfangen. Maschinenprotokolle und Wartungsberichte werden analysiert, um Leistung und Effizienz zu optimieren. KI-gestützte Geschäftssysteme analysieren diese Informationen kontinuierlich auf Muster, Trends und Korrelationen. Diese Erkenntnisse unterstützen die vorausschauende Wartung und automatisierte Workflows und steigern die Effizienz und Produktivität im Laufe der Zeit, da die Anwendungen für maschinelles Lernen aus den IoT-Daten „lernen“.

 

Robotik und robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA)


Sowohl Robotik als auch RPA verwenden automatisierte Prozesse, um sich wiederholende oder vorprogrammierte Aufgaben auszuführen. Roboter bestehen aus beweglichen, mechanischen Teilen, die auf die Ausführung bestimmter, physischer Aufgaben ausgerichtet sind. RPA-Prozesse sind ähnlich programmiert und automatisiert – allerdings existieren sie als Softwareprozesse und nicht als physische Geräte. Die Aufgaben, die sie ausführen, sind administrativer Natur.

Beispiele für digitale Transformationen

Logistikkette, Beschaffung und Fertigung

In einer Studie vom Juli 2020 weist Gartner darauf hin, dass Unternehmen, wenn sie florieren und ihre Lieferketten optimieren wollen, „auf innovative Technologien setzen müssen, die das Potenzial haben, die aktuellen Lieferkettenmodelle zu verändern und einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen“. Die digitale Transformation in Logistikketten und in der Fertigung sorgt für zentrale Transparenz von den Rohstoffen bis zum Endkunden – und stärkt die Resilienz.

Erfahren Sie, wie Kiara Health, ein Anbieter von Lösungen für die pharmazeutische Fertigung und das Gesundheitswesen, mit einem ERP-System seine Effizienz gesteigert und sein Geschäft zukunftssicher gemacht hat.

 


Dienstleistungsbranche und Personalwesen

In den letzten zehn Jahren haben digitale Technologien den Wandel am Arbeitsplatz vorangetrieben. Virtual Reality, Chatbots und mobile Geräte verändern den Onboarding-Prozess und verbessern den Mitarbeiterservice und ‑support. Blockchain sichert den Datenschutz und die Richtigkeit von Informationen. Maschinelles Lernen hilft dabei, Vorurteile zu beseitigen und zu gewährleisten, dass Unternehmen sich für Vielfalt und Inklusion einsetzen.

Entdecken Sie, wie der Mitarbeiter-Chatbot von EY für eine höhere Produktivität sorgt und den Mitarbeitern rund um die Uhr Support bietet.

 


Gesundheitswesen und Life Sciences

Digitale Technologien im Gesundheitswesen müssen eine komplexe Arbeitslast bewältigen. Forschungs- und Diagnoseprogramme stützen sich in hohem Maße auf KI und maschinelles Lernen. Chirurgische und medizinische Geräte erfordern die Geschwindigkeit und Genauigkeit leistungsstarker Cloud- und Datenbanktechnologien. Mitarbeiter im Gesundheitswesen verbessern die mobilen und Überwachungsmöglichkeiten bei der Patientenversorgung und ‑unterstützung, damit sich die Nutzer mit mobilen Selfservice-Technologien sicher fühlen können.

 

Bankwesen

In einem Bericht von JD Power aus dem Jahr 2020 heißt es: „… es ist sicher, dass wir den Wendepunkt erreicht haben, bei dem Banken, die ihre digitale Transformation in den Griff bekommen, sowohl bei der Akzeptanz als auch bei der Zufriedenheit deutliche Gewinne erzielen.“ Im Finanzdienstleistungssektor bietet die digitale Transformation maßgeschneiderte und hoch personalisierte Services, bessere mobile Funktionen und einen kostenlosen Remote-Zugriff auf komplexere Services wie Finanzplanung und Kreditmanagement.

 

Einzelhandel

Die digitale Transformation im Einzelhandel kann Logistiknetzwerke automatisieren und optimieren. Damit werden Lieferungen kundengerecht angepasst und beschleunigt. Und wie in jedem Verbrauchersektor fördert die wachsende Nachfrage nach personalisierten Services auch digitale Innovationen. Laut einer aktuellen Epsilon-Studie entscheiden sich 80 % der Käufer häufiger für einen Einzelhändler, der personalisierte Services anbietet – darunter rund um die Uhr verfügbare Chatbots, personalisierte Produktempfehlungen, vorausschauende Empfehlungen und reibungslose Omnichannel-Mobilität.

 

Automobilindustrie

Die Automobilindustrie war ein Vorreiter bei Fertigungsrobotern und digitaler Automatisierung. Aber als eine der wettbewerbsintensivsten Branchen der Welt betreffen viele ihrer neuesten digitalen Innovationen den Kundenservice und die Kundenbindung. Personalisierungs- und Fahrzeugbedienschnittstellen bieten dem Fahrer Sicherheit und Freude. Sie liefern dem Unternehmen wertvolle Daten, um die Produktentwicklung, das Marketing und das Kundenerlebnis zu verbessern.

Die größten Herausforderungen bei der digitalen Transformation

Studien von Experten wie McKinsey und Harvard Business Review zeigen, dass bis zu 70 % der Initiativen zur unternehmens- und digitalen Transformation nicht erfolgreich sind. Dabei sind in aller Regel nicht die neuen Technologien oder die Geschäftsinnovationen selbst für dieses Scheitern verantwortlich. Die Schwachstellen liegen in der schlechten Planung, der mangelhaften Kommunikation und den unzureichenden Veränderungsstrategien sowie dem allgemeinen Versäumnis von Führungskräften und Projektmanagern, alle von der Veränderung betroffenen Teams einzubeziehen und für die Sache zu gewinnen. Mit anderen Worten: Von den drei oben genannten Hauptbereichen der digitalen Transformation ist die „kulturelle Transformation“ möglicherweise der wichtigste – und doch wird über diesen Bereich am wenigsten gesprochen.

 

Im Jahr 2020 hat Oxford Economics für eine umfassende Studie über 3.000 internationale Führungskräfte aus zehn wichtigen Branchen befragt. Das Ergebnis: Die Transformation von Geschäftsprozessen funktioniert dann am besten, „wenn jeder einzelne Bereich, einschließlich externer Partner und Kunden, agil und vernetzt ist. Die Führungskräfte müssen dafür sorgen, dass aussagekräftige Informationen durch das gesamte geschäftliche Ökosystem fließen, damit alle Beteiligten das Unternehmen gemeinsam voranbringen können.

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Best Practices bei der Transformation

Vernetzte Unternehmen zeigen Führungsstärke und Krisenfestigkeit.

Vorbereitung auf die digitale Unternehmenstransformation

In einem schwierigen Geschäftsumfeld müssen Unternehmen jeden Wettbewerbsvorteil nutzen – und zunehmend sind diese Vorteile digital. Bis zum Jahr 2018 hatten über 89 % der Führungskräfte eine Digital-First-Unternehmenspolitik eingeführt. 2021 liegt der Anteil sicherlich noch höher. Doch wie wir gesehen haben, sorgen Kommunikations- und Planungsfehler dafür, dass viele Projekte zur digitalen Transformation an einem bestimmten Punkt stagnieren.

 

Lassen Sie sich von Ihrem Softwareanbieter dabei helfen, eine Transformationsstrategie und eine Roadmap zu entwickeln und herauszufinden, welche Lösungen für Ihre individuellen Geschäftsanforderungen am besten geeignet sind. Dabei sollten Sie die folgenden vier Schritte berücksichtigen:

  1. Ihren Ausgangspunkt bestimmen: Prüfen Sie Ihre vorhandenen Systeme und Anlagen. Welche Maschinen sind bereits digitalisiert? Welche benötigen IoT-Gateways? Ist Ihr ERP-System zeitgemäß und skalierbar oder läuft es noch auf festplattenbasiertem Datenbankspeicher? Damit Sie Ihr Projekt frühzeitig vorantreiben, suchen Sie zuerst nach Prozessen in Ihrem Unternehmen, die eine hohe betriebliche Priorität haben und den am wenigsten komplizierten Weg zur Transformation aufweisen.
  2. Ihre Prioritäten definieren: Planen Sie keinen Marathon, wenn Sie noch nicht einmal um den ersten Häuserblock gelaufen sind. Der Vorteil der digitalen Transformation besteht darin, dass nicht alles auf einmal passieren muss. Wie Bausteine sind auch intelligente Technologien so konzipiert, dass sie weiterentwickelt, skaliert und integriert werden können. 
  3. Ihre Roadmap erstellen: Ein wesentlicher Vorteil von intelligenten Technologien liegt in ihrer enormen Skalierbarkeit und Fähigkeit zur schnellen Anpassung und Neukonfiguration. Eine gute Transformations-Roadmap sollte Flexibilität und Wachstum ermöglichen, aber auch mit Schritten beginnen, die konkrete und erreichbare Ziele verfolgen. Nehmen Sie auch solide Strategien für das Änderungsmanagement und die Migration in Ihren Plan auf. Die digitale Transformation ist ebenso eine menschliche wie auch eine technologische Herausforderung. Das sind wichtige Schritte, die frühzeitig angegangen werden müssen. Lassen Sie sich von Fachleuten unterstützen, die Ihre individuellen Anforderungen verstehen und Ihnen dabei helfen, den besten Kurs für Ihr Unternehmen auszuarbeiten.
  4. Ihre Teams vorbereiten: Thoreau sagte: „Die Dinge ändern sich nicht; wir ändern uns.“ Intelligente Technologien können dazu beitragen, sich wiederholende und mühsame Aufgaben zu reduzieren, die Mitarbeitermotivation zu verbessern und die Zusammenarbeit zu stärken. Aber von diesen Vorteilen können Sie nur dann profitieren, wenn alle Ihre Mitarbeiter an Bord sind. Zwingen Sie Ihren Teams die Neuerungen nicht auf. Lernen Sie aus ihrem Input und ihren Ideen, sprechen Sie ihre Anliegen offen an und geben Sie ihnen Zeit für Veränderungen.
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Starten Sie Ihre digitale Transformation noch heute!

Planen Sie die Roadmap für Ihre Transformation mit modernem ERP.

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FAQs: Häufige Fragen zur digitalen Transformation

Die digitale Transformation ist eine Geschäftstransformation und ein unternehmensweites Change-Management-Projekt. Wenn digitale Transformationsprojekte scheitern oder ins Stocken geraten, ist das selten ein technisches Problem – es ist fast immer ein kulturelles. In Berichten und Artikeln von McKinsey und anderen erfahren wir, dass schlechte Planung, falsch abgestimmte Ziele und unklare Strategien für den Großteil der Transformationsrückschläge verantwortlich sind.

In ihrem fünften jährlichen Bericht State of Digital Transformation stellt die Altimiter-Forschungsgruppe fest, dass die Hauptverantwortung in der Regel zwischen CIO und CEO geteilt wird. Die digitale Transformation wird jedoch nicht mehr als rein technologische Initiative betrachtet. Deshalb verlassen sich Unternehmen zunehmend auf interne Geschäftsprozessspezialisten, um sicherzustellen, dass die Integration digitaler Technologien für alle Beteiligten den besten Nutzen bringt.

Natürlich variiert dies von Unternehmen zu Unternehmen. Für die meisten Unternehmen jedoch steht ein modernes KI-gestütztes Cloud-ERP mit einer In-Memory-Datenbank im Mittelpunkt jedes digitalen Unternehmens. Innerhalb des ERP-Systems befinden sich die Schaltzentralen, die alle Daten und Informationen aus dem gesamten Unternehmen analysieren, steuern und verarbeiten.

Beginnen Sie einfach, indem Sie einige wichtige Kennzahlen auswählen, die für Ihre Branche und Ihr Unternehmen am wichtigsten sind (Leadakquisition, Fertigungsproduktivität, vorausschauende Planung). Ermitteln Sie, wo Sie heute in Bezug auf diese Kriterien stehen, setzen Sie sich realistische Ziele und messen Sie erneut zu festgelegten Zeitpunkten.

Im Gegensatz zu früheren Software-Upgrades ist die digitale Transformation kein isoliertes IT-Projekt. Sie betrifft alle Bereiche und Funktionen in einem Unternehmen und erfordert technologische und kulturelle Anpassung und Resilienz. Wenden Sie sich vor einem solchen Projekt an Ihren Softwareanbieter, um ein bestmögliches Vorgehen für Ihre spezielle Situation sicherzustellen.

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