Zum Inhalt
Eine Mitarbeiterin überprüft auf einem Tablet die Bestände in einem Lager

Was ist ein WMS (Warehouse-Management-System)?

Ein WMS oder Lagerverwaltungssystem ist eine Software, die Unternehmen bei der Verwaltung und Steuerung der täglichen Lagerabläufe vom Eingang der Waren und Materialien in einem Verteil- oder Fulfillment-Zentrum bis zu deren Versand unterstützt. WMS-Softwaresysteme sind eine Schlüsselkomponente des Supply-Chain-Managements und bieten Echtzeiteinblicke in den gesamten Bestand eines Unternehmens, sowohl in den Lagern als auch auf dem Transportweg. Neben der Bestandsführung bietet ein WMS Tools für Kommissionierungs- und Verpackungsprozesse, Ressourcenauslastung, Analysen und vieles mehr.

 

 

Ein WMS oder Lagerverwaltungssystem ist eine Software, die Unternehmen bei der Verwaltung und Steuerung der täglichen Lagerabläufe vom Eingang der Waren und Materialien in einem Verteil- oder Fulfillment-Zentrum bis zu deren Versand unterstützt.

Großhändler, Logistikdienstleister (3PL-Anbieter) und Versender sind heute mehr denn je dem Druck ausgesetzt, Omnichannel-Aufträge in der Geschwindigkeit von Amazon zu erfüllen und zu liefern. Auch die Verkäufe im E-Commerce sind in die Höhe geschnellt. Allein im Jahr 2019 belief sich laut Statista der Umsatz im Online-Einzelhandel in den USA auf 343,15 Milliarden US-Dollar – und er soll bis 2024 noch auf fast 476,5 Milliarden US-Dollar steigen. Je mehr der Online-Vertrieb und die Erwartungen an den Schnellversand steigen, desto schwieriger wird es, die nötigen Arbeitskräfte zu finden. Bis zum Beginn der COVID-19-Pandemie Mitte März 2020 erschwerte auch eine niedrige nationale Arbeitslosenquote die Suche nach Lagerarbeitern. Selbst wenn das Angebot an Arbeitskräften vorübergehend wieder zunimmt, werden Lagerarbeiter nach COVID-19 wahrscheinlich wieder fehlen. Daher sind schnellere und effizientere Lagerverwaltungs- und Logistikprozesse erforderlich.

 

Ein gutes WMS kann dabei helfen, indem es alle Bereiche der Lagerverwaltung strafft – vom Wareneingang über Einlagerung, Kommissionierung, Verpacken und Versand bis hin zu Bestandsverfolgung und Nachschub. Und es organisiert all diese Vorgänge über eine einzige Schnittstelle. Lagerverwaltungssysteme sind auch mit anderen Tools integriert, darunter Basics wie Barcode-Scanning und RFID-Etikettierung, moderne Robotik und Augmented Reality (AR) Wearables sowie andere geschäftskritische Lösungen wie Transportmanagementsysteme (TMS), ERP und Logistiksoftware.  

 

 

Fünf Vorteile eines Lagerverwaltungssystems

Ein robustes, digitales Lagerverwaltungssystem ist für jedes Unternehmen mit Lagerbeständen unerlässlich und kann in vielen Bereichen helfen, Geld zu sparen und Effizienzgewinne zu erzielen. Die fünf wichtigsten Vorteile sind:  

  1. Verbesserte betriebliche Effizienz: WMS-Systeme automatisieren und straffen die Lagerprozesse vom Wareneingang bis zur Auslieferung – und sorgen so für mehr Effizienz, reibungslosere Abläufe und die Bewältigung größerer Mengen. Sie reduzieren Fehler bei der Kommissionierung und beim Versand von Waren und vermeiden Doppelarbeit und unnötigen Arbeitsaufwand. Zudem teilt ein WMS auch Daten mit ERP- und Transportmanagementsystemen, was Ihnen einen umfassenden Überblick verschafft, der über Ihr Lager hinaus reicht und die Warenbewegungen beschleunigt.
  2. Weniger Verluste und geringere Kosten: Wenn Sie verderbliche Ware oder Ware mit Verfallsdatum haben, kann die WMS-Software ermitteln, welche Positionen zuerst kommissioniert werden müssen oder welche einen Verkaufsschub benötigen, um den Abfall zu minimieren. Damit können Sie auch die effektivste Nutzung des Lagerraums von der Einlagerung bis hin zu den optimalen Transportrouten ermitteln. Manche Systeme bieten erweiterte Simulationen, um Grundrisse zu erstellen und Paletten, Regale und Equipment an den besten Standorten zu platzieren, damit sie mit maximaler Effizienz arbeiten und Zeit und Geld sparen.
  3. Bestandstransparenz in Echtzeit: Mithilfe von Barcodes, RFID-Tagging, Sensoren oder anderen Ortungsmethoden verschafft Ihnen ein WMS-System Echtzeitinformationen über Ihren Bestand, während er in Ihr Lager, um das Lager herum und weiter zum nächsten Standort bewegt wird. Dank dieser Transparenz können Sie genauere Bedarfsprognosen erstellen, eine Just-in-time-Bestandsstrategie umsetzen und die Rückverfolgbarkeit verbessern – was besonders bei einem Rückruf wichtig ist.
  4. Verbessertes Arbeitsmanagement: Ein WMS unterstützt Sie bei der Prognose des Arbeitsbedarfs, der Erstellung von Zeitplänen, der Optimierung der Fahrtzeiten innerhalb eines Lagers und der Zuweisung der richtigen Aufgabe an den richtigen Mitarbeiter – basierend auf Qualifikation, Nähe und anderen Faktoren. Ein gutes WMS-System kann die Motivation der Mitarbeiter verbessern, indem es eine entspanntere, besser organisierte und sicherere Umgebung schafft, in der die Mitarbeiter das Gefühl haben, dass ihre Zeit geschätzt und sinnvoll genutzt wird. 
  5. Bessere Kunden- und Lieferantenbeziehungen: Mit einem WMS profitieren Kunden von einer besseren Auftragserfüllung, schnelleren Lieferungen und höherer Genauigkeit – was ihre Zufriedenheit und Loyalität steigert und Ihr Markenimage stärkt. Lieferanten haben zudem kürzere Wartezeiten an Ladebuchten und Docks, was die Beziehungen verbessert.

 

 

Was leistet ein WMS?

Alle Aktivitäten im Lager, also die nach innen und außen gerichteten sowie die Aktivitäten mit Auswirkungen auf die erweiterte Logistikkette, können mit einem guten WMS optimiert werden – von der Annahme und Einlagerung über die Kommissionierung und das Verpacken bis hin zum Versand. Die Kernfunktionen eines Lagerverwaltungssystems unterstützen diese Aktivitäten auf folgende Weise.   

 

Wareneingangs- und Einlagerungsprozess

 

Ein WMS kann Unternehmen helfen, Artikel auf die effizienteste Weise anzunehmen, zu bearbeiten und einzulagern – basierend auf Geschäftsregeln und Abläufen im Lager. Vor dem Einsatz von Lagerverwaltungssystemen erfolgte die Annahme von Artikeln und deren Abgleich mit Bestellungen und physischen Eingängen mit Stift und Papier. In manchen kleineren Lagern wird das heute noch so praktiziert. Im Jahr 2018 gaben 87 % der Befragten einer Peerless-Research-Umfrage an, dass sie Materialien während des Wareneingangs manuell handhaben. 

  

Ein WMS-System unterstützt die Verwendung von RFID-Technologie und die Integration mit Fakturierungs- und anderer Software. Dadurch können Artikel automatisch empfangen, validiert und mit digitalen Bestellungen abgeglichen werden, indem ein Barcode gescannt und Etiketten für eine einfachere Lagerung und Bereitstellung gedruckt werden.  

 

Bestandsführung

 

Software für die Lagerverwaltung bietet Echtzeiteinblicke in den Bestand eines Unternehmens an jedem Standort, einschließlich der Artikel, die gerade transportiert werden oder sich in Filialen befinden. Dank automatischer Identifikation und Datenerfassungstechnologien (AIDC) wie Barcodes oder RFID stellt sie Tracking-Informationen bereit. Viele Systeme unterstützen Cycle-Counting und Bedarfsprognose mithilfe erweiterter Analysen und Einblicken in die Produkt- und Lieferantenleistung. Mit diesen Erkenntnissen können Unternehmen Lagerbestände dynamisch anpassen und stellen damit sicher, dass die Kundennachfrage gedeckt werden kann – und zwar in den Filialen und im E-Commerce gleichermaßen.  

 

Eine präzise Bestandsverfolgung und andere Verfahren sind entscheidend, um die Auftragserfüllungsquote zu verbessern – d. h. Bestellungen, die vollständig, pünktlich, unbeschädigt und mit einer genauen Rechnung eintreffen. Zudem können sie die Bestandszuteilung anhand benutzerdefinierter Workflows und Kommissionierlogik unterstützen, sodass Bestand schneller in das Lager und aus dem Lager bewegt werden kann.     

 

Kommissionieren, Verpacken und Erfüllen von Aufträgen

 

Der am häufigsten genannte Ort für die Verpackung und Auftragserfüllung ist laut einer Umfrage des Logistics Magazine das Lager. Und ResearchGate schätzt, dass die Kosten für die Kommissionierung von Bestellungen 55 % der Gesamtkosten der Lagerhaltung verursachen.  

 

WMS-Systeme können zur Senkung dieser Kosten beitragen, indem sie für das effizienteste Verfahren zum Lagern, Abrufen und Verpacken von Produkten sorgen. Zudem unterstützen sie Kommissioniertechnologien, die den Prozess optimieren, wie Radio-Frequency (RF) mit und ohne Scan-Verifizierung, Pick-to-Light- und Pick-to-Voice-Technologie, Robotik und Algorithmen, die zur Optimierung von Kommissionierwegen beitragen können.  

 

Einige Lagerverwaltungslösungen erleichtern die Auftragserfüllung mithilfe von Verfahren wie Einzelauftragskommissionierung, Chargenkommissionierung, Zonenkommissionierung, Cross-Docking, Wellenkommissionierung, „Put-to-Order“, Put-Wall-Systeme und vielem mehr. All das hilft dabei, die Auftragserfüllung zu optimieren.  

 

Versand

 

Viele Lagersysteme sind in Transportmanagement- und Logistiksoftware integriert, mit der sich der Erfüllungsprozess auf vielfältige Weise beschleunigen lässt. So können Frachtbriefe, Packlisten und Rechnungen für Sendungen automatisch generiert und automatische Lieferavis versendet werden.  

 

Mit Echtzeit-Tracking-Funktionen können Unternehmen überwachen, ob Pakete pünktlich und am richtigen Ziel ankommen.  

 

Es zahlt sich aus, dies richtig zu machen. Mit erstklassigen Lagervorgängen sind die meisten Lieferungen pünktlich am Tor und unterwegs zum Ziel.  

 

Arbeitsmanagement

 

Einblicke in die Arbeitskosten und ‑produktivität können Lagern helfen, schlanker und effizienter zu arbeiten. Ein WMS bietet Echtzeittransparenz bezüglich Lagerarbeitern, Personalkosten, Reaktionszeiten, Produktivitätslücken, Planungstrends und vielem mehr, sodass Unternehmen entsprechend reagieren können.

 

Neben wichtigen Erkenntnissen unterstützen viele Systeme auch die Aufgabenverzahnung – basierend auf Faktoren wie Priorität oder Nähe, um die Gesamtzeit, die die Mitarbeiter unterwegs sind, zu minimieren sowie Leertransporte und Zeitverschwendung zu vermeiden. Sie können auch bei der Planung und Terminierung helfen, entweder direkt oder durch die Integration mit anderen Systemen.

 

Hof- und Torverwaltung

 

Mit den Funktionen für die Hof- und Torverwaltung können Lkw-Fahrer schnell die richtigen Laderampen finden. Das Cross-Docking, bei dem die im Lager eintreffenden Waren ohne Zwischenlagerung sofort in abgehende Transporte überführt werden, eignet sich ideal für verderbliche Lebensmittel. Die Software hilft dabei, indem sie Scans mit aktuellen Kundenaufträgen abgleicht und den Empfänger darüber informiert, ob die Waren an einem Cross-Docking-Standort gelagert werden sollen.  

 

Lagerkennzahlen und ‑analysen 

 

Über ein WMS können automatisch Echtzeitdaten gesammelt werden, anstatt sich auf manuelle Datenerfassungsverfahren zu verlassen. Dadurch werden Eingabefehler vermieden und der Prozess wird drastisch beschleunigt. Diese Daten können auch mit Analysen verknüpft werden, um wichtige Kennzahlen wie fristgerechte Lieferung, Bestandsgenauigkeit, Vertriebskosten, Auftrags- oder Postenerfüllungsquote, Auftragsdurchlaufzeit usw. zu verfolgen. Dann kann das System grafisch aufbereitete Berichte erstellen, die einfach für die Beteiligten freigegeben und für Korrekturen verwendet werden können.  

Arten von Lagerverwaltungssystemen

Es gibt drei Haupttypen von WMS-Software: eigenständige Software (on-premise und häufig ein selbst entwickeltes Altsystem), cloudbasierte Systeme und in ERP- oder Supply-Chain-Management-Plattformen integrierte Anwendungen (entweder on-premise oder in der Cloud gehostet). Jede Art von WMS hat Vor- und Nachteile, und welche die beste ist, variiert je nach Unternehmen: 

  • Eigenständige WMS: Der Einsatz dieser Systeme erfolgt meist auf dem eigenen Gelände mit eigener Hardware. Sie bieten in der Regel eine größere Anpassungsmöglichkeit (die allerdings kostspielig sein kann), und das Unternehmen kann seine Daten und Software strenger kontrollieren. Obwohl die Anschaffungskosten für das System wesentlich höher sind als bei anderen Optionen – es gehört dem Unternehmen. Aber dadurch hat das Unternehmen auch die Verantwortung für Updates, Wartung und die damit verbundenen Kosten. Da das WMS altert, wird die Integration mit anderen Plattformen und die Implementierung neuer Technologien mit der Zeit immer schwieriger. 
  • Cloud-WMS: Cloudbasierte WMS-Systeme können schnell und mit geringeren Vorabkosten implementiert werden. Sie werden als Software-as-a-Service (SaaS) bereitgestellt und bieten mehr Flexibilität, um saisonale und andere sich ändernde Marktbedingungen zu unterstützen – und sie sind leichter skalierbar, wenn Unternehmen wachsen. Durch regelmäßige Updates eröffnet die Lagerverwaltung in der Cloud einen schnelleren Weg zu Innovationen. Und jemand anderes übernimmt die Last der Wartung und Aktualisierung des Systems. SaaS-Anbieter investieren auch viel Geld und Fachwissen in Sicherheitsmaßnahmen und stellen Disaster-Recovery-Funktionen bereit. Zudem lassen sich Lagerverwaltungssysteme in der Cloud auch einfacher mit anderen Lösungen integrieren.
  • Integrierte ERP- und SCM-basierte WMS: Einige Lagerverwaltungssysteme sind als Module oder Anwendungen konzipiert, die in ERP- und Supply-Chain-Plattformen integriert sind. Das hat den Vorteil, dass sie besser mit anderen Lösungen in sich überschneidenden Bereichen wie Rechnungswesen und Business Intelligence zusammenarbeiten können. Sie sorgen für eine umfassende Sicht auf die gesamte Geschäfts- und Logistikkette, um durchgängige Transparenz zu ermöglichen und Lagerhaltungs- und Logistikprozesse gemeinsam zu koordinieren und auszuführen. Auf diese Weise lassen sich mit diesen Funktionen Abläufe optimieren und eine schnelle, agile Auftragserfüllung realisieren. 

Intelligente Lagertechnologie

Damit Unternehmen den sich ändernden Kaufgewohnheiten, Kanälen und Erwartungen ihrer Kunden gerecht werden und mit den sich wandelnden Märkten und neuen Umbrüchen Schritt halten können, sind sie auf intelligente Lagertechnologien angewiesen: von KI und maschinellem Lernen bis hin zu autonomen Robotern.  

 

Lagerautomatisierung

 

Automatisierungstechnologien haben einen erheblichen Einfluss auf Lager und Verteilzentren. Zu den Lagerabläufen und ‑prozessen, die durch Automatisierung optimiert werden können, gehören Datenerfassung, Barcode-Verarbeitung, Scannen, Kommissionieren und Verpacken, Versand und Bestandsverfolgung. Diese Automatisierung trägt zu einem wesentlich effizienteren Betrieb bei und erleichtert eine Anpassung an die sich ändernde Nachfrage. Sie reduziert auch menschliche Fehler wie die Eingabe falscher Lieferadressen oder einer falschen SKU.

 

Technologie für die sprachgestützte Kommissionierung

 

Mit der sprachgestützten Kommissionierung, auch sprachgesteuerte Lagerhaltung oder Pick-by-Voice genannt, können Bediener Aufgaben ausführen und deren Abschluss kommunizieren, ohne Papier oder Hände und Augen verwenden zu müssen. Stattdessen nutzen sie ein Gerät – etwa ein Headset oder ein Sprachterminal –, um vom WMS-System gesprochene Anweisungen darüber zu erhalten, wo und wann eingehende Aufträge kommissioniert werden müssen. Mitarbeiter können in ihrer gewohnten Sprache Aktualisierungen in Echtzeit an das Lagersystem senden, u. a. dann, wenn Chargen abgeschlossen sind.  

 

Mobile Geräte 

 

Die Lagerarbeiter sind auf mobile Geräte angewiesen, um ihre Arbeit effizienter zu erledigen. In der Umfrage „Warehouse DC Equipment 2020“ gaben 73 % der Teilnehmer an, dass sie Smartphones und Tablets einsetzen, 55 % nutzen Barcode-Scanner und 18 % GPS-Technologie (28 % planen den Einsatz von GPS in den nächsten zwölf Monaten). Ein WMS, das die Anbindung dieser Technologien unterstützen kann, ist von entscheidender Bedeutung.  

 

KI und Internet der Dinge (IoT) in der Lagerverwaltung

 

Künstliche Intelligenz und IoT finden zunehmend Eingang in Lagervorgänge. Damit können Unternehmen dynamisch auf sich schnell ändernde Lagerbedingungen reagieren, anstatt vordefinierten Regeln zu folgen. IoT-Sensoren liefern die Daten, und die KI kann sie analysieren und komplexe Vorhersagen treffen, die bisher nicht möglich waren. Beide Technologien arbeiten Hand in Hand, um Unternehmen bei der Umstellung auf ein nachfrageorientiertes Lagermodell zu unterstützen.

 

IoT-Daten fließen von unzähligen Orten in das WMS ein, unter anderem von Materialbewegungsgeräten wie Fördertechnik, Smartphones und anderen mobilen Geräten, passiven Radio-Beacons, RFID und mehr. KI-Systeme wandeln diese Daten in handlungsrelevante Erkenntnisse um, z. B. Trends, Prognosemodelle und andere Algorithmen. Damit helfen sie Unternehmen, wichtige Entscheidungen aufgrund aktueller Bedingungen zu treffen. Diese Technologien können eingesetzt werden, um Routing- und Arbeitsbewegungen, Chargenaufträge, Slot-Bestände dynamisch zu verwalten und vieles mehr.  

 

Lager-Roboter

 

Roboter, die in Lagern tätig sind, setzen auf KI und maschinelles Lernen, um Entscheidungen basierend auf Informationen aus ihrer Umgebung zu treffen. Und mit einer Kombination aus Video-, Audio-, Thermo- und Haptik-Sensoren können Roboter die Umgebungstemperatur messen und sogar Berührung wahrnehmen. Wenn die Integration unterstützt wird, steuert die WMS-Software ihre Aktivitäten. 

 

In Verteilzentren und Lagern wird heute eine Vielzahl von Robotern eingesetzt, die einige Aufgaben der Mitarbeiter ergänzen und andere automatisieren können.   

 

Automatisierte Fahrzeuge (Automated Guided Vehicles, AGVs) verwenden beispielsweise eine Spur oder einen Magnetstreifen, um Bestand im Lager zu bewegen, während sich autonome mobile Roboter (AMRs) auf eingebaute Sensoren, Computer und Karten stützen, um im Lager zu navigieren und bei Bedarf ihre Route zu ändern. AMRs können Informationen auf Paketen erkennen, um Sortier- und Bestandsprüfungen zu unterstützen. Drohnen sind mit optischen Sensoren ausgestattet und nutzen Deep-Learning-Technologien, um Artikel an hohen und gefährlichen Orten schnell zu scannen und die neuesten Mengen in das WMS-System hochzuladen, sofern das System die Integration unterstützen kann. Außerdem können automatisierte Speicher- und Abrufsysteme (Automated Storage and Retrieval Systems, AS/RS) mithilfe von Software, die ihren Betrieb steuert, Artikel speichern und abrufen. Diese gibt es in Form von Shuttles, Kränen oder gar Kletterrobotern.

 

Die Verwendung von Robotern im Lager bietet viele Vorteile – der offenkundigste ist eine höhere Betriebsgeschwindigkeit. Aber auch die Arbeitssicherheit und die Motivation der Mitarbeiter können sich verbessern, da gefährliche und lästige Arbeiten durch strategischere Aufgaben ersetzt werden.   

 

Apps mit Augmented und Virtual Reality 

 

Bei der Technologie der Augmented Reality (AR) wird die reale Umgebung, wie ein Gang in einem Lager, mit einer Kamera erfasst und dann mit Anweisungen oder Informationen überlagert – auf einem mobilen Gerät. Beispielsweise können Bediener mit AR-Datenbrillen Aufgaben ausführen, ohne die Hände zu benutzen. Diese Apps können Routen abbilden, zeigen, wo sich Lagerplätze befinden und vieles mehr. VR-Technologien (Virtual Reality) werden auch für vieles eingesetzt – von der Ausbildung von Staplerfahrern bis hin zur Gewährleistung sichererer Lieferwege. 

Mehr über ein modernes WMS erfahren

Durch SAP Extended mit wechselhafter Nachfrage Schritt halten und Kosten senken.

Häufig gestellte Fragen zur Lagerverwaltung

Ein Warehouse-Management-System (WMS) oder Lagerverwaltungssystem ist eine Software, die alle Bereiche der Lagerverwaltung optimiert – vom Eingang und der Lagerung über die Kommissionierung, das Verpacken, den Versand, die Bestandsverfolgung und allen Zwischenschritten. Ein WMS unterstützt Unternehmen dabei, die betriebliche Effizienz zu steigern, Verluste und Kosten zu senken und gleichzeitig das Arbeitsmanagement sowie die Kunden- und Lieferantenbeziehungen zu verbessern. Lagerverwaltungssysteme sind in viele andere Tools und Lösungen integriert, darunter Barcode-Scanner, Augmented Reality (AR), Transportmanagementsysteme (TMS) und Enterprise Resource Planning (ERP).

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Lagerverwaltungssystemen (WMS): eigenständige, cloudbasierte und integrierte. Eigenständige WMS-Systeme werden auf dem eigenen Gelände auf der unternehmenseigenen Hardware betrieben. Cloudbasierte WMS-Systeme werden als skalierbare SaaS-Angebote in einer öffentlichen oder privaten Cloud bereitgestellt. Integrierte WMS-Systeme werden als Teil einer umfassenderen ERP- (Enterprise Resource Planning) oder SCM-Lösung (Supply Chain Management) ausgeliefert.

SAP-Insights-Newsletter

Jetzt abonnieren

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie wichtige Informationen und Einblicke.

Weitere Informationen

Zum Seitenanfang