Der neue Auftrag des Finanzwesens
Warum Transparenz, Kontrolle und Echtzeitdaten für wachstumsorientierte CFOs nicht verhandelbar sind.
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Die immer wichtigere Rolle des CFO
Wenn Sie heute eine leitende Funktion im Finanzbereich innehaben, wissen Sie natürlich – insbesondere in einem wachsenden Unternehmen –, dass sich Ihre Arbeit heute ganz anders darstellt als noch vor wenigen Jahren. Sie melden nicht nur Ergebnisse oder schließen die Bücher ab – Sie gestalten Strategien, bewerten Risiken, lenken digitale Entscheidungen und helfen dem Unternehmen, in Echtzeit auf Unsicherheiten zu reagieren.
Die von SAP gesponserte globale Umfrage von Economist Impact unter fast 500 CFOs zeigt, wie stark sich die Rolle ausgeweitet hat:
- 87 % der CFOs geben an, dass sie jetzt stärker an der digitalen Transformation und Governance beteiligt sind.
- 69 % berichten von mehr Verantwortung für Risikomanagement und Compliance.
- 64 % sind stärker an den Themen Nachhaltigkeit und ESG beteiligt.
Die Erwartung, die hinter dieser Entwicklung steht, ist ganz einfach. Von Ihnen wird nicht mehr nur erwartet, dass Sie die Zahlen erläutern, sondern dass Sie mitgestalten, wie es weitergeht. Das bedeutet, Risiken früher zu erkennen, Chancen schneller zu erkennen und strategische Beratung mit einer Souveränität anzubieten, die von einem umfassenden Überblick über das gesamte Unternehmen zeugt.
Genau hier entsteht der Druck. In einem Umfeld, das von ständigen Veränderungen und Unsicherheiten geprägt ist, fehlt es nicht selten an der nötigen Klarheit, um ein erweitertes Aufgabengebiet erfolgreich zu bewältigen.
Viele Finanzverantwortliche sind traditionell vertraut mit Kennzahlen wie Umsatz und Rentabilität – Bereichen, in denen die Prozesse ausgereift und die Daten leicht zugänglich sind. Weniger sicher fühlen sie sich jedoch in Bezug auf Liquidität, Risiken, Resilienz und die Fähigkeit des Unternehmens, schnell auf Störungen zu reagieren.
Dies ist aber die Kernaufgabe moderner CFOs: Sie müssen das Unternehmen durch unsichere Zeiten führen – auch wenn die Systeme nicht für die Transparenz ausgelegt sind, die jetzt nötig ist.
Bei SAP erleben wir diesen Druck hautnah in unserer Zusammenarbeit mit CFOs. Die Herausforderung liegt nicht etwa in mangelnder Leistungsfähigkeit oder Ambition, sondern darin, sich in fragmentierten Systemen zurechtzufinden, die es erschweren, einen klaren, ganzheitlichen Überblick über das Unternehmen zu gewinnen.
Die verborgenen Kosten fragmentierter Systeme
Transparenz ist zum entscheidenden Faktor geworden, der bestimmt, wie sicher CFOs agieren können – insbesondere in schnell wachsenden und mittelständischen Unternehmen, in denen sich Systeme oft eher schrittweise als nach einem festen Plan entwickeln.
Wenn Fragen zu Liquidität, Risiken, Leistung oder Resilienz aufkommen, entscheidet ein guter Überblick über das gesamte Unternehmen darüber, ob die Finanzabteilung das Unternehmen nach vorne bringen kann – oder lediglich im Nachhinein reagiert.
Doch gerade in Bezug auf die Transparenz sehen sich viele CFOs am stärksten unter Druck. Daten sind oft auf voneinander getrennte Systeme verteilt, Berichtszyklen führen zu Verzögerungen, und kritische Signale – insbesondere in Bezug auf Liquidität oder operative Risiken – werden später erkannt, als dies eigentlich der Fall sein sollte. Selbst leistungsstarke Teams können am Ende wertvolle Zeit damit verlieren, Zahlen abzugleichen oder widersprüchliche Versionen zu überprüfen, bevor sie mit ihrer eigentlichen Arbeit beginnen können.
Fragmentierte Systeme wirken sich auf alle Finanzorganisationen aus, doch sind diese Auswirkungen in mittelständischen Unternehmen, in denen die Teams kleiner sind, besonders deutlich zu spüren.
Wenn Informationen nicht reibungslos von einem Bereich zum anderen weitergegeben werden, wirkt sich dies unmittelbar auf die Finanzabteilung aus, und die Folgen summieren sich schnell:
- Planungsprozesse verzögern sich, wenn Informationen nicht einheitlich oder nicht aktuell sind.
- Es dauert länger, bis Prognosen verlässlich sind.
- Gespräche in der Unternehmensführung unterliegen Vorbehalten, da die Datenlage oft nicht eindeutig ist
- Die Finanzteams sind damit beschäftigt, Lücken zu schließen, Unstimmigkeiten zu erklären und auf Probleme zu reagieren, nachdem diese bereits aufgetreten sind.
Mit der Zeit führt dies dazu, dass das Finanzwesen in eine reaktive Haltung gedrängt wird. Wenn sich endlich ein Gesamtbild abzeichnet, wurde bereits viel Zeit verloren, um die Ergebnisse zu beeinflussen. Risiken zeigen sich erst spät. Chancen sind schwerer zu ergreifen. Und die Finanzabteilung verwendet mehr Energie darauf, bereits Geschehenes zu klären, als darauf, das weitere Vorgehen zu steuern.
Wenn Unternehmen in neue Märkte expandieren oder neue Geschäftsmodelle einführen, steigt die Komplexität. Mehr Prozesse, mehr Datenquellen und mehr gegenseitige Abhängigkeiten belasten Systeme zusätzlich, die nicht für eine nahtlose Skalierung ausgelegt sind.
Dadurch geht die Fokussierung verloren. Jede Stunde, die mit der Anpassung oder Korrektur von Daten verbracht wird, ist Zeit, die nicht für die Analyse von Opportunitäten, die Ausarbeitung von Strategien oder die Unterstützung von Transformationsprozessen genutzt wird.
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Die bittere Wahrheit: Die Erwartungen an KI steigen schneller, als die Systeme sie erfüllen können
KI hat hohe Erwartungen an die Möglichkeiten des Finanzwesens geweckt. Schnellere Einblicke. Dynamischere Prognosen. Frühere Signale zu Risiken und Performance. In der Theorie verspricht KI im Finanzwesen, Unternehmen dabei zu helfen, schneller zu agieren und weiter vorauszuschauen.
In der Praxis bewirkt sie oft das Gegenteil.
Das liegt daran, dass KI nur mit den bereitgestellten Daten arbeiten kann. Wenn Informationen über verschiedene Systeme verstreut sind, durch Berichtszyklen verzögert werden oder in den verschiedenen Funktionsbereichen unterschiedlich definiert sind, sorgt KI nicht für Klarheit, sondern verdeutlicht nur die Lücken, mit denen die Finanzabteilung zu kämpfen hat. Anstatt die Entscheidungsfindung zu beschleunigen, kann dies zu mehr Unklarheiten, mehr Abgleichaufwand und mehr Fragen darüber führen, welchen Erkenntnissen man vertrauen kann.
Genau hier sehen sich viele wachstumsorientierte CFOs mit Schwierigkeiten konfrontiert, wenn sie versuchen, die Finanzkapazitäten auszubauen. Es besteht zwar Druck, KI-gestützte Funktionen einzuführen, doch ohne eine solide, einheitliche Datenbasis können diese Funktionen kaum einen echten Mehrwert bieten. Prognosen müssen noch validiert werden. Szenarios müssen erst aufgebaut werden.
Tatsächlich nannten 56 % der CFOs in der Umfrage von Economist Impact fragmentierte Daten als ihre größte Herausforderung und als Hindernis für die Einführung von KI.
KI-Investitionen entfalten ihren größten Nutzen, wenn sie in den Arbeitsablauf integriert werden und auf konsistente, semantisch abgestimmte Daten über alle Prozesse hinweg zurückgreifen. Künstliche Intelligenz arbeitet nur dann zuverlässig, wenn Umsatz-, Ausgaben-, Liquiditäts-, Risiko- und Betriebsdaten alle auf derselben Datenquelle basieren. Ohne diese Grundlage und Echtzeitdaten bleiben selbst die fortschrittlichsten Funktionen hinter den Erwartungen zurück.
In diesem Sinne ersetzt KI im Geschäftsleben nicht die Transparenz – sie erhöht vielmehr deren Bedeutung. Mit zunehmenden Erwartungen steigen auch die Kosten für fragmentierte Systeme. Und die Notwendigkeit einer stärkeren, besser vernetzten Grundlage durch die digitale Transformation lässt sich kaum noch ignorieren.
Warum wachstumsorientierte CFOs den Technologie-Stack des Finanzwesens neu gestalten
Angesichts steigender Erwartungen und anhaltender Unsicherheit überdenken viele Finanzverantwortliche, was genau sie brauchen. Die Lösung liegt nicht darin, einer ohnehin schon komplexen Umgebung noch mehr Tools hinzuzufügen, sondern in einem solideren Fundament – einem, das wieder für Transparenz sorgt.
Trotz des Kostendrucks setzen Finanzvorstände weiterhin auf Investitionen in Systeme, Daten und die digitale Transformation. Nicht um der Technologie willen, sondern weil diese Investitionen Vertrauen, Kontrolle und Resilienz fördern. In unsicheren Zeiten kann sich das Finanzwesen keine blinden Flecken oder Verzögerungen leisten. Führungskräfte brauchen eine Umgebung, die ihnen hilft zu verstehen, was gerade geschieht und was als Nächstes passieren könnte.
Um dieses Ziel zu erreichen, konzentrieren sich CFOs darauf, einen klareren und ganzheitlicheren Überblick über das Unternehmen zu gewinnen. Dies erfordert das Zusammenführen von zentralen Finanzdaten, die Verringerung der Fragmentierung zwischen den Systemen und den Wegfall von manuellem Abstimmungsaufwand, der alles verlangsamt.
Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern Vertrauen. Vertrauen, dass die Zahlen die Realität widerspiegeln, und Vertrauen, dass Entscheidungen auf einer soliden Grundlage getroffen werden.
Wenn Daten in Echtzeit abgeglichen werden und dann verfügbar sind, verbringen Teams weniger Zeit damit, Eingaben zu überprüfen, und haben mehr Zeit dafür, deren Bedeutung zu analysieren. Die Planung wird flexibler. Prognosen sind einfacher zu aktualisieren. Und die Verständigung mit der Geschäftsleitung verläuft reibungsloser, da sie auf einem gemeinsamen Verständnis des Geschäfts basiert.
Mit einer ganzheitlichen Perspektive wird KI weitaus effektiver – sie kann mit konsistenten Echtzeitdaten arbeiten, um Erkenntnisse zu verbessern, Entscheidungen zu beschleunigen und das Vertrauen zu stärken, anstatt es zu untergraben.
Im Kern geht es bei dieser digitalen Transformation darum, durch mehr Verständnis wieder die Kontrolle zu erlangen. Indem sie vorrangig in Transparenz investieren, verschaffen sich Finanzverantwortliche das nötige Selbstvertrauen, um nicht mehr nur zu reagieren, sondern das Unternehmen aktiv zu steuern.
Ein grundlegender Wandel hin zur Cloud
Während Finanzverantwortliche daran arbeiten, von einer reaktiven zu einer proaktiven Rolle überzugehen, erkennen sie, dass nachhaltiges Vertrauen von den Grundlagen abhängt – und nicht von einzelnen Instrumenten oder kurzfristigen Lösungen.
Deshalb setzen viele CFOs auf SAP Cloud ERP – nicht als technologisches Upgrade, sondern als Möglichkeit, die Funktionsweise des Finanzwesens grundlegend zu verändern. Die Integration zentraler Finanzprozesse und -daten auf einer einheitlichen Cloud-Basis reduziert die Fragmentierung per Design. Informationen fließen unter Verwendung konsistenter Definitionen durch dasselbe System und sind verfügbar, wenn Entscheidungen getroffen werden – und nicht erst Wochen später.
Was dieses Fundament stärkt, ist die Art und Weise, wie künstliche Intelligenz darin verankert ist. Durch die direkte Integration von KI in die Finanzprozesse ermöglicht Cloud ERP tiefere Einblicke in Umsatz, Kosten, Margen, Liquidität und Betriebskapital – und unterstützt die Finanzabteilung durch zuverlässigere Szenarioanalysen dabei, vorausschauend zu planen. Diese Funktionen lassen sich nahtlos in die täglichen Arbeitsabläufe integrieren und unterstützen Entscheidungsprozesse, ohne diese unnötig zu verkomplizieren.
Da die Intelligenz auf konsistenten Echtzeitdaten basiert, verbessert sie sich im Laufe der Zeit. Wenn sich die Bedingungen ändern, passen sich Prognosen an, Szenarien entwickeln sich weiter und Erkenntnisse bleiben an der Realität des Unternehmens ausgerichtet. Finanzteams verbringen weniger Zeit mit der Überprüfung von Zahlen und mehr Zeit damit, ihr Urteilsvermögen einzusetzen. Dabei können sie den Informationen vertrauen, die ihren Empfehlungen zugrunde liegen.
SAP Cloud ERP unterstützt zudem Skalierbarkeit auf eine Weise, wie es Patchwork-Systeme nicht können. Das Fundament wächst mit dem Unternehmen mit und sorgt für Kontinuität und Kontrolle, anstatt neue Komplexitätsebenen zu schaffen.
Ebenso wichtig ist, dass eine einheitliche Cloud-Basis die Abstimmung über das Finanzwesen hinaus verbessert. Wenn Teams im gesamten Unternehmen mit denselben zugrunde liegenden Echtzeitdaten arbeiten, verstärken sich die Entscheidungen gegenseitig, anstatt zu Reibungsverlusten in den nachgelagerten Prozessen zu führen. Der Finanzbereich verbessert die Verständigung mit Hintergrundinformationen, statt Vorbehalte anzubringen.
Für CFOs ist dies der wahre Wert eines modernen Cloud-ERP-Systems. Es geht nicht darum, technologischen Neuerungen hinterherzulaufen. Es geht darum, die Transparenz und Entscheidungsunterstützung zu erhalten, die erforderlich sind, um souverän zu führen – damit das Finanzwesen dazu beitragen kann, das Unternehmen voranzubringen, auch wenn sich die Bedingungen weiter ändern.
Klarheit und Kontrolle
Sobald die Finanzabteilung wieder den Überblick und die Kontrolle zurückgewinnt, machen sich die Auswirkungen schnell bemerkbar – und zwar nicht nur innerhalb der Funktion. Die größte Veränderung betrifft die Art und Weise, wie Entscheidungen im gesamten Unternehmen getroffen werden. Anstatt erst dann zu reagieren, wenn Probleme bereits aufgetreten sind, kann die Finanzabteilung früher eingreifen, Diskussionen frühzeitig mitgestalten und die Unternehmensleitung dabei unterstützen, Vor- und Nachteile abzuwägen, bevor die Dynamik verloren geht.
Dieser Wandel zeigt sich auf verschiedene Weise:
- Bewusstere Entscheidungsfindung. Mit einem klareren Überblick über die Liquidität, die Kostentreiber und die operativen Signale kann das Finanzwesen dem Unternehmen helfen, zielgerichtet statt allzu vorsichtig zu handeln. Szenarien sind einfacher auszuwerten, da sie auf konsistenten Daten basieren.
- Frühere Signale für Risiken und Chancen. Wenn Risiken frühzeitig erkannt werden, bleibt noch Zeit, Anpassungen vorzunehmen. Chancen werden nicht erst im Nachhinein diskutiert, sondern können ganz selbstverständlich genutzt werden.
- Effizientere, bedeutungsvollere Gespräche mit der Unternehmensführung. Sobald die Finanzabteilung nicht mehr damit beschäftigt ist, Zahlen abzugleichen oder Annahmen zu überprüfen, verlagert sich der Fokus der Diskussionen mit dem Vorstand und der Geschäftsleitung von der Überprüfung der Eingaben hin zur Bewertung von Optionen.
- Stärkere funktionsübergreifende Abstimmung. Wenn die Teams aus den Bereichen Finanzen, Betrieb und Vertrieb auf der Grundlage derselben Leistungsdaten arbeiten, verstärken sich die Entscheidungen gegenseitig und die Umsetzung verläuft reibungsloser.
Am wichtigsten ist vielleicht, dass dieser Wandel das Vertrauen in die Art und Weise wiederherstellt, wie Finanzentscheidungen getroffen werden – keine Garantie für bestimmte Ergebnisse, aber die Gewissheit, dass Entscheidungen auf der bestmöglichen Einschätzung der Geschäftslage beruhen.
Klar sehen, souverän führen
Sie sind aufgefordert, das Unternehmen durch unsichere Zeiten zu führen, sich in einem sich ständig wandelnden Umfeld zurechtzufinden und das Wachstum in einem Tempo voranzutreiben, das kaum Raum für Zögern lässt. Dieser Druck wird bleiben. Und wahrscheinlich zunehmen.
In dieser Realität wird der Auftrag für das moderne Finanzwesen klar. Es geht nicht darum, immer mehr Systeme hinzuzufügen oder der neuesten Technologie hinterherzulaufen. Es geht darum, die nötige Transparenz zu schaffen, um zu verstehen, was im gesamten Unternehmen vor sich geht – und das Selbstvertrauen zu entwickeln, entsprechend zu handeln.
Transparenz ermöglicht es dem Finanzwesen, das Unternehmen in Zeiten des Wandels mit Beständigkeit zu führen. Das bestimmt, wie Entscheidungen getroffen werden, wie schnell sich Teams abstimmen und wie gelassen das Unternehmen auf künftige Herausforderungen reagieren kann.
Und genau das ist es auch, was Wachstum ermöglicht – nicht Sicherheit, aber Zuversicht, die auf Klarheit beruht, selbst wenn der Weg nicht klar ist.
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