Von der Bohrstelle bis in die Vorstandsetage: So unterstützt SAP Integration Suite die Betriebsabläufe in Öl und Gas
Die SAP Integration Suite ist eine KI-gestützte Integration Platform as a Service (iPaaS), die Anwendungen, Systeme und Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Öl und Gas verbindet. Im Folgenden finden Sie vier Szenarien, die veranschaulichen, wie dies in der Praxis funktioniert — basierend auf realen Kundenergebnissen und unterstützten Lösungen.
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Ein Raffineriebetreiber erhält eine Warnmeldung, dass eine kritische Pumpe anomale Vibrationswerte aufweist. Die Daten befinden sich in einem Feldsensorsystem. Der Wartungsplan befindet sich auf einer EAM-Plattform (Enterprise Asset Management). Der Ersatzteilbestand befindet sich in SAP. Der Genehmigungs-Workflow läuft über ein Finanzsystem. In den meisten Öl- und Gasunternehmen kommuniziert heute keines dieser Systeme automatisch miteinander – und bis ein Mensch die einzelnen Informationen zu einem Gesamtbild zusammengefügt hat, ist das Zeitfenster für proaktives Eingreifen bereits geschlossen, und es gilt nun, einen Betriebsausfall zu bewältigen.
Das ist kein Sonderfall. Für IT-Führungskräfte in Upstream-, Midstream- und Downstream-Betrieben ist das tägliche Realität. Die Öl- und Gasindustrie basiert auf einigen der komplexesten, verteilten Anwendungslandschaften aller Branchen – und die Integrationsschuld wächst mit jedem Jahr, in dem Systeme ohne eine zugrunde liegende einheitliche Plattform hinzugefügt werden.
Die SAP Integration Suite ist eine KI-gestützte Integration Platform as a Service (iPaaS), die Anwendungen, Systeme und Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Öl und Gas verbindet. Im Folgenden finden Sie vier Szenarien, die veranschaulichen, wie dies in der Praxis funktioniert — basierend auf realen Kundenergebnissen und unterstützten Lösungen.
Szenario 1: Lücke zwischen Außendienstsensoren und Wartungsteams schließen
Das Szenario: Ein Upstream-Betreiber betreibt Tausende von Bohrlochkopfsensoren, die Produktionsdaten in ein SCADA-System einspeisen, während die Instandhaltungsarbeitsaufträge in SAP verwaltet werden. Ohne Integration gleichen Techniker Daten manuell ab — sie prüfen Sensorexporte, melden sich bei separaten Systemen an und erstellen Arbeitsaufträge von Hand. Probleme mit kritischen Anlagen werden häufig zu spät erkannt.
Wie SAP Integration Suite hilft: Durch die Zusammenführung von Sensordatenströmen, SAP Asset Performance Management und Field Service Management in einem einzigen Ablauf ermöglicht die Lösung die automatisierte Erstellung von Arbeitsaufträgen, wenn Anlagenmesswerte definierte Schwellenwerte überschreiten. Wartungsteams erhalten Warnmeldungen mit vollständigem Anlagenkontext — statt einer unaufbereiteten Datenflut, die interpretiert werden muss.
Das Ergebnis in der Praxis: Murphy Oil Corporation setzte SAP Integration Suite als Teil einer SAP-BAIP-Plattform ein, um ein digitales Ölfeld der nächsten Generation aufzubauen. Betreiber von Onshore-Feldern nutzen jetzt berührungslose mobile Anwendungen, und die durch maschinelles Lernen unterstützte Mustererkennung steigert die operative Effizienz bei der Erschließung und Wartung von Bohrungen — indem manuelle, fragmentierte Workflows durch vernetzte Echtzeitprozesse ersetzt werden.1
Szenario 2: Automatisierung von Investitionsgenehmigungen in einem dezentralen Betrieb
Das Szenario: Ein Midstream-Unternehmen, das in mehreren Ländern tätig ist, verwaltet Vorschläge für Kapitalinvestitionen über eine Mischung aus Tabellenkalkulationen, E-Mail-Verläufen und nicht integrierten Genehmigungssystemen. Jeder Vorschlag betrifft Teams aus Finanzen, Betrieb und Compliance — doch ohne integrierte Datenflüsse verzögern sich Genehmigungen, Daten werden bei jedem Schritt manuell erneut eingegeben, und Fehler summieren sich im gesamten Prozess.
So unterstützt SAP Integration Suite: In Verbindung mit SAP Build Process Automation und SAP Build erstellt SAP Integration Suite automatisierte Freigabe-Workflows, die Daten in Echtzeit über alle relevanten Systeme hinweg synchronisieren. Wenn ein Vorschlag eingereicht wird, werden die richtigen Stakeholder automatisch eingebunden, Aufgabenzuweisungen werden zentral nachverfolgt, und der Status ist für alle Beteiligten sichtbar – ohne manuelle Nachverfolgung.
Das Ergebnis in der Praxis: HELLENiQ ENERGY Holdings S.A., ein griechisches Unternehmen für Erdölraffination und Erdölvertrieb mit einem Umsatz von 12,8 Mrd. €, setzte diesen Ansatz um, um seine Prozesse für Investitionsvorschläge und Change-Management zu digitalisieren. Die Ergebnisse:
- 99 % der Aufgaben für Investitionsvorschläge und das Änderungsmanagement automatisiert
- 30 Personentage pro Monat eingespart durch Workflow-Automatisierung
- Datengenauigkeit in den Bereichen Finanzwesen und Betrieb verbessert
"Mit SAP BTP (jetzt Business AI Platform) haben wir eine kundenspezifische Anwendung entwickelt, die Workflows für Projektgenehmigungen, Aufgabenzuweisungen und die Datensynchronisierung für Investitionsvorschläge und Änderungsmanagementprozesse optimiert. Dies stärkt die Zusammenarbeit, verbessert die Transparenz und schafft eine neue Ebene operativer Transparenz."
—Dimitris Routsis, Head of ERP Services, HELLENiQ ENERGY Holdings S.A.2
Szenario 3: Aufbau von Echtzeit-Transparenz in der Rohstofflieferkette
Das Szenario: Ein Handels- und Logistikteam eines großen Ölunternehmens steuert die Rohölversorgung aus mehreren Beschaffungsregionen für mehrere Raffinerien. Preisentscheidungen hängen davon ab, zu jedem Zeitpunkt zu wissen, wo sich jede Fracht befindet — doch Beschaffungssysteme, Logistikplattformen und Liefernetzwerke tauschen Daten nicht in Echtzeit aus. Händler arbeiten mit den Zahlen von gestern. Margenpotenziale bleiben ungenutzt.
So hilft die SAP Integration Suite: Die Lösung vernetzt unterschiedliche Datenquellen – Beschaffungssysteme, Hafenlogistik, Pipelineplanung und Liefernetzwerke – zu einer einheitlichen Echtzeitansicht. Advanced Event Mesh, die Event-Streaming-Funktion der Lösung für Unternehmen, ermöglicht es nachgelagerten Systemen, sofort zu reagieren, wenn Ereignisse in der Lieferkette eintreten. Eine Frachtverzögerung löst einen Workflow zur automatischen Neuplanung aus. Ein Preisfenster löst beim Handelsteam einen Alarm aus. Nichts wartet darauf, dass ein Mensch eine Nachricht bemerkt und weiterleitet.
Die Lösung in der Praxis: Der SAP Business Accelerator Hub umfasst vorkonfigurierte Integrationsinhalte speziell für Szenarien in den Bereichen Öl, Gas und Energie — einschließlich Prozessen für das Kohlenwasserstoffmanagement und die Rohstofflieferkette — und verkürzt die für die Bereitstellung dieser Abläufe benötigte Zeit von Monaten auf Wochen.3
Szenario 4: Vernetzung des Portfolios für die Energiewende
Das Szenario: Ein integriertes Energieunternehmen expandiert neben seinem konventionellen Öl- und Gasgeschäft in die Bereiche erneuerbare Energien und Wasserstoff. Neue Energieanlagen werden auf speziell entwickelten Plattformen betrieben – Energiemanagementsystemen für erneuerbare Energien, Tools zur CO2-Überwachung und CCUS-Tracking-Anwendungen –, die keine native Verbindung zur SAP-Landschaft haben. Nachhaltigkeitsberichte erfordern jedes Quartal die manuelle Aggregation von Daten aus sechs verschiedenen Systemen.
So hilft SAP Integration Suite: Anstatt die spezialisierten Plattformen für erneuerbare Energien zu ersetzen, fungiert SAP Integration Suite als Verbindungsebene zwischen ihnen und dem SAP-Kern. Daten zu CO2-Emissionen fließen automatisch in Tools für Nachhaltigkeitsberichte. Die Erzeugung erneuerbarer Energien wird in Systeme für die Versorgungsplanung integriert. ESG-Offenlegungen werden mit Live-Daten statt mit vierteljährlichen Tabellenexporten befüllt.
Die Lösung in der Praxis: Die hybride Bereitstellungsoption der Lösung –Edge Integration Cell– ist hier besonders relevant: Sie ermöglicht die Ausführung von Integrationsabläufen innerhalb einer privaten IT-Landschaft für Assets mit Anforderungen an die Datensouveränität oder eingeschränkter Konnektivität, während sie weiterhin zentral aus der Cloud entworfen und überwacht werden.
Was SAP Integration Suite im großen Maßstab ermöglicht
Diese Szenarien folgen einem einheitlichen Muster: Öl- und Gasbetriebe generieren riesige Mengen an Daten über hochgradig verteilte Systeme hinweg, und der Wert dieser Daten hängt vollständig davon ab, wie schnell sie verbunden, genutzt und verwaltet werden können.
SAP Integration Suite verarbeitet derzeit weltweit 30 Milliarden Nachrichten pro Monat über mehr als 2,4 Millionen bereitgestellte Integrationsflüsse hinweg mit einem standardmäßigen SLA von 99,95 %. Die Plattform verbindet über Open Connectors mehr als 160 Nicht-SAP-Anwendungen und stellt über den SAP Business Accelerator Hub mehr als 3.800 vorkonfigurierte Integrationspakete bereit – einschließlich Inhalten, die speziell für Szenarien in der Öl- und Gasbranche entwickelt wurden.4
Für Öl- und Gasunternehmen, die bereits SAP S/4HANA nutzen oder RISE with SAP prüfen, ist die Integrationsarchitektur eine grundlegende Entscheidung. Die Lösung, die Datenflüsse entlang der Wertschöpfungskette verwaltet, bestimmt, wie schnell KI-gestützte Anwendungsfälle aktiviert werden können, wie zuverlässig Legacy-Systeme während der Cloud-Transformation verbunden bleiben und wie effizient neue Energiefunktionen hinzugefügt werden können, ohne den bestehenden Betrieb zu stören.
Die integrierte Funktion zur Integrationsbewertung der SAP Integration Suite, die auf der SAP Integration Solution Advisory Methodology (ISA-M) basiert, hilft Unternehmensarchitekten, Integrationsanforderungen den richtigen Mustern zuzuordnen, bevor die erste Bereitstellungsentscheidung getroffen wird — und reduziert so Nacharbeiten und beschleunigt die Wertschöpfung.
Entdecken Sie die SAP Integration Suite unter sap.com/integration-suite oder informieren Sie sich unter Software für den Öl- und Gassektor und die Energiebranche | SAPüber Ressourcen für Öl, Gas und Energie.
Hinweis: Die Szenarien 1, 3 und 4 sind illustrative Anwendungsfälle, die auf gängigen Herausforderungen in der Öl- und Gasindustrie und den Funktionen der SAP Integration Suite basieren. Sie stellen keine spezifischen Bereitstellungen namentlich genannter Kunden dar.
1 Kundenreferenz von Murphy Oil Corporation, SAP
2 Kundenbericht von HELLENiQ ENERGY Holdings S.A., SAP, 2025
3 SAP Business Accelerator Hub — Inhaltskatalog für den Öl-, Gas- und Energiesektor
4 Produktdokumentation und Plattformstatistiken zu SAP Integration Suite, SAP.com
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