Endress+Hauser: Bessere Abläufe bei Kunden durch kooperatives Anlagenmanagement
Der gemeinsame Weg von Endress+Hauser und SAP
Endress+Hauser ist überzeugt: „Kompetenz bedeutet, zu wissen, wie alles zusammenhängt.“ Nach diesem Leitsatz unterstützt der Anbieter von Messtechnik seine Kunden mit SAP Business Network Asset Collaboration und SAP Business Technology Platform dabei, die Steuerung ihrer Fertigungsanlagen zu optimieren.
| Branche | Region | Unternehmensgröße |
| Industrielle Fertigung | Weil am Rhein, Deutschland | ~17.000 Beschäftigte |
weniger Aufwand pro Anlage für die Übergabe von Dokumentationen
weniger Aufwand pro Woche für die Recherche und Organisation von Wartungsinformationen
weniger Aufwand pro Anlage jährlich durch automatische Aktualisierungen von Informationen
Business Development Manager, Innovation and Digitalization, Endress+Hauser (Deutschland) GmbH+Co. KG
Die Daten aus Messgeräten als Mehrwert für Kunden nutzen
Täglich kommen rund 5,3 Milliarden Menschen – also etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung – mit Produkten in Berührung, die mit Messtechnik von Endress+Hauser gefertigt wurden. Das Familienunternehmen unterstützt weltweit über 100.000 Kunden dabei, ihre Prozessanwendungen und Anlagen sicher, zuverlässig, effizient und nachhaltig zu betreiben.
Mit seinem Branchen-Know-how, umfassendem Anwendungswissen und Einblicken in die Prozesse seiner Kunden hilft Endress+Hauser Unternehmen weltweit dabei, Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen und bessere Entscheidungen zu treffen. So ermöglicht beispielsweise die Heartbeat Technology von Endress+Hauser eine kontinuierliche Selbstüberwachung der Messgeräte und steigert damit die Zuverlässigkeit der Kundenanwendungen und Ausfallsicherheit der Systeme.
Die meisten Unternehmen werden nach wie vor durch unternehmensspezifische Systeme ausgebremst, die nicht auf eine interne und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und Transparenz ausgelegt sind. Häufig fehlt es an Standardisierung und einheitlichen Anlagendefinitionen, an vollständigen und verständlichen Anlageninformationen sowie an durchgängigen Lieferkettenprozessen. Gleichzeitig wird es für Unternehmen zunehmend schwieriger, angesichts immer komplexer werdender Produkte und Dienstleistungen mit den veränderten Rollen Schritt zu halten.
Endress+Hauser wollte seinen Kunden dabei helfen, diese Herausforderungen zu meistern, und ihnen die Daten zur Verfügung stellen, die seine Messgeräte erzeugen. Das Unternehmen erkannte, dass Digitalisierung der Schlüssel ist, um seine Produkte weiterzuentwickeln, sein Angebot auszubauen und den Kunden ihre Arbeit zu erleichtern.
Einfachere Zusammenarbeit und Datenharmonisierung für ein effizienteres Anlagenmanagement
Endress+Hauser stellte schnell fest, dass die Lösung SAP Business Network Asset Collaboration genau die Funktionen und Möglichkeiten bietet, die notwendig sind, um seine Kunden bei der Optimierung ihrer Prozesse zu unterstützen.
Erstens ermöglicht die Lösung eine gemeinsame Anlagendefinition und unterstützt das Unternehmen dabei, Best Practices für die elektronische Datenübergabe, Verwaltung und Instandhaltung von Geräten zu teilen. Zweitens stellt sie ein zentrales Repository für Anlagen- und Geräteinformationen bereit, um die Basis für ein effektives Anlagenmanagement zu schaffen. Drittens fördert sie die gemeinsame Anlagenwartung und erleichtert eine integrierte und sichere Zusammenarbeit bei der Auftragsabwicklung zwischen Anlagenbetreibern, Dienstleistern und Herstellern von Originalteilen über verschiedene Knotenpunkte der Servicekette hinweg.
Darüber hinaus ermöglicht SAP Business Technology Platform (SAP BTP) Prozessverbesserungen, indem die Lösung Datenmanagement, Analysen, KI, Anwendungsentwicklung, Automatisierung und Integration in einer einheitlichen Umgebung zusammenbringt. So bietet sie beispielsweise eine einheitliche Präsentationsschicht, die einen zentralen Zugriff auf vorstrukturierte, validierte Daten aus einem Datenkatalog erlaubt und damit bessere Analysen sowie neue Services unterstützt.
Der auf SAP BTP basierende SAP Master Data Integration Service ermöglicht zudem eine konsistente Sicht auf Stammdaten über die hybriden Systemlandschaften der Kunden hinweg.
Die Abbildung zeigt, wie SAP-Lösungen die integrierte Zustandsüberwachung und vorausschauende Instandhaltung für die Kunden von Endress+Hauser vereinfachen.
Daten durch netzwerkbasierte Zusammenarbeit beim Anlagenmanagement in Informationen umwandeln
Mithilfe von präzisen, integrierten Stammdaten und mehr als 50 Millionen digitalen Zwillingen von Geräten optimiert Endress+Hauser bereits die Prozesse seiner Kunden und hilft ihnen dabei, ihre Kosten zu senken.
Sowohl für Endress+Hauser als auch für seine Kunden hat sich der Aufwand für das Sammeln, Sortieren und Weitergeben der Anlagendokumentationen deutlich reduziert. Zudem findet durch die elektronische Datenübertragung ein direkter Informationsaustausch statt, wodurch die Kunden wertvolle Zeit gewinnen und Materialkosten sparen.
Bei der Instandhaltung verringern die automatisierten Aktualisierungen von Stammdaten den Aufwand für die Recherche und Organisation von Informationen. Wenn die richtigen Informationen verfügbar sind, können pro Standortbesuch bis zu 60 Minuten eingespart werden und Fehlentscheidungen, die zusätzliche Zeit und Kosten verursachen würden, werden vermieden. Auch in der Beschaffung sorgt eine verbesserte Integration der Stammdaten dafür, dass die entsprechenden Anlagen oder Ersatzteile schneller identifiziert und die richtigen Artikel bestellt werden können.
Ein weiterer Vorteil für Kunden ist der zentrale und unmittelbare Zugriff auf Informationen. Die automatisierten Aktualisierungen reduzieren den Kundenaufwand und sorgen dafür, dass die Dokumentationen stets aktuell sind und automatisch mit der Datenbank von Endress+Hauser synchronisiert werden.
SAP-Lösungen unterstützen zudem neue Serviceangebote wie integrierte Zustandsüberwachung und vorausschauende Instandhaltung. Sie liefern präzise Informationen zu Diagnosen und geplanten Maßnahmen, stoßen zustandsbasierte Instandhaltungsmaßnahmen an und erleichtern den Austausch von Informationen und Dokumenten zwischen Lieferanten und Kunden.
Darüber hinaus hat Endress+Hauser mit SAP Business Network Asset Collaboration und SAP Master Data Integration Netilion entwickelt – ein preisgekröntes, cloudbasiertes Industrial-Internet-of-Things-Ökosystem für industrielle Prozesse. Netilion verbindet die physische mit der digitalen Welt und überträgt wertvolle Informationen aus dem Außendienst direkt auf Smartphones, Tablets oder andere Endgeräte der Kunden. So sorgt es für mehr Effizienz und unterstützt innovative Szenarien. Durch die Zusammenführung der Lebenszyklusdaten von verschiedenen Anlagen schafft die Lösung Transparenz über den gesamten Standort hinweg, unabhängig von Gerätetyp oder Hersteller. Stammdaten neuer Anlagen werden dabei automatisch ins Unternehmensnetzwerk integriert.
Intelligente Technologien und digitale Chancen nutzen
Nachdem Endress+Hauser gesehen hat, welche Vorteile das Zusammenwirken von SAP Business Network Asset Collaboration, SAP BTP und SAP Master Data Integration bietet, prüft das Unternehmen nun das Potenzial einer erweiterten netzwerkbasierten Zusammenarbeit im Anlagenmanagement.
Dabei wird auch untersucht, wie Mitarbeitende ohne festen Arbeitsplatz durch die Kombination aus ihrem umfassenden Fachwissen und den Möglichkeiten von KI noch besser unterstützt werden können. Zudem plant das Unternehmen, mithilfe digitaler Technologien neue Geschäftsprozesse zu entwickeln, damit seine Kunden die Anlagenleistung kontinuierlich steigern können und Zusammenhänge besser verstehen.