Virtuelle Rundgänge
Erleben Sie virtuelle und fotografische Rundgänge durch frühere Ausstellungen, die sich einem breiten Spektrum von Kunstschaffenden, Ausdrucksformen und Perspektiven widmen.
Erlebnis des Undenkbaren
Die Kunstausstellung präsentiert drei künstlerische Positionen, die in ihren Werken die unterschiedlichsten Aspekte von Verarbeitung, Transformation und Übergängen veranschaulichen. Dies gelingt ihnen auf eindrucksvolle Weise mit den Medien Malerei, Skulptur und installativer Kunst.
Im Mittelpunkt stehen die Themen Medien, Gedächtnis, Zeit und Erinnerung die sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung ziehen und ihr eine facettenreiche Tiefe verleihen.
Die Künstlerinnen und Künstler vermitteln ihre Inhalte durch das Verwenden und Transformieren von Materialien, die in spannenden Konstellationen zueinander in Beziehung treten. Dies erfolgt beispielsweise durch die Verschmelzung von Wachs und Beton oder durch die Verbindung von Malerei und Collage.
In der modernen Gesellschaft sind wir täglich einer Vielzahl von visuellen und auditiven Reizen ausgesetzt, was eine Herausforderung für die menschliche Wahrnehmung darstellt. In der Konsequenz dessen vermischen sich direkte und vermittelte Erfahrungen. Die Fülle an Informationen, die uns jederzeit und überall zur Verfügung steht, erfordert von uns die Fähigkeit, diese sinnvoll zu nutzen und zu verarbeiten.
Das Künstlerehepaarpaar Petra Fohringer und Stefan Mittlböck-Jungwirth-Fohringer präsentiert Sujets, die auf selbst erlebten oder gesammelten Erinnerungsfragmenten basieren. Dabei thematisieren sie die Ungewissheit der Erinnerung und die Frage nach dem Wahrheitsgehalt.
Bei Petra Fohringer steht die Frage nach der Beeinflussung und Manipulation des Gedächtnisses, sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene, im Vordergrund. Die Wechselwirkung zwischen Bild und Bewusstsein wird durch die fortwährende Erweiterung und Vernetzung unserer Wahrnehmungsfelder geformt und mitbestimmt.
Das Werk Stefan Mittlböck-Jungwirth-Fohringer umfasst auch Arbeiten, die aus seiner künstlerischen Forschung mit Honigbienen hervorgegangen sind. Seine Installation eines in Beton eingeschlossenen Bienenstocks zum Beispiel ist ein eindringliches Zeugnis für das Ende eines Bienenvolks und fängt das Wesen der Transformation ein, wie es in der Natur zu sehen ist. Die verwendeten Materialien schaffen ein visuelles Erlebnis, das sowohl schön ist als auch zum Nachdenken anregt und uns einlädt, über das zerbrechliche Gleichgewicht des Lebens und die Rolle, die wir dabei spielen, nachzudenken.
Das Zusammenspiel unterschiedlicher Materialien ist für das plastische Werk von Petra Göhringer Machleid von wesentlicher Bedeutung.
Die Bildhauerin schafft faszinierende Strukturen und Oberflächeneffekte mit den Materialien Bienenwachs und Beton. Die Kombination der Werkstoffe ermöglicht es der Künstlerin, ihre gegensätzlichen Eigenschaften herauszuarbeiten. Die resultierenden Wandobjekte und Stelen zeigen Schichten unterschiedlicher Texturen von Wachs und Beton, die zum einen eine ästhetische Wirkung entfalten, und zum anderen in einen spannungsgeladenen Dialog treten und das Voranschreiten von Zeit sowie persönliche Erinnerungen symbolisieren.
Die Werkschau präsentiert eine sinnliche und konzeptuelle Erforschung der Verarbeitung von Eindrücken, Transformationsprozessen und Erinnerungen.
Ausstellende Künstlerinnen und Künstler
Petra Fohringer, Stefan Mittlböck-Jungwirth-Fohringer, Petra Göhringer Machleid
Kontakt
Alexandra Cozgarea, Kuratorin