Was ist ein WMS (Warehouse-Management-System)?
Ein WMS ist eine Software, die Unternehmen bei der Verwaltung und Steuerung der täglichen Lagerabläufe unterstützt.
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Überblick über Warehouse-Management-Systeme
Ein WMS oder Lagerverwaltungssystem ist eine Software, die Unternehmen bei der Verwaltung und Steuerung der täglichen Lagerabläufe vom Eingang der Waren und Materialien in einem Verteil- oder Fulfillment-Zentrum bis zu deren Versand unterstützt. WMS-Softwaresysteme sind eine Schlüsselkomponente des Supply Chain Managements und bieten Echtzeiteinblicke in den gesamten Bestand eines Unternehmens, sowohl in den Lagern als auch auf dem Transportweg. Neben der Bestandsführung bietet ein WMS Tools für Kommissionierungs- und Verpackungsprozesse, Ressourcenauslastung, Analysen und vieles mehr.
Großhändler, Logistikdienstleister (3PL-Anbieter) und Versender stehen unter zunehmendem Druck, Omnichannel-Aufträge in der Geschwindigkeit von Amazon zu erfüllen und zu liefern. Der E-Commerce boomt weiterhin, und die Erwartungen der Verbraucher an eine schnelle und flexible Lieferung sind höher denn je. Gleichzeitig haben Lager mit Arbeitskräftemangel und steigenden Kosten zu kämpfen, was die Einführung von Automatisierungs- und KI-gestützten Lösungen beschleunigt.
Moderne Warehouse-Management-Systeme (WMS) spielen eine entscheidende Rolle bei der Gewährleistung von Bestandstransparenz in Echtzeit, der Optimierung von Workflows und der Unterstützung einer nahtlosen Omnichannel-Abwicklung. Diese Faktoren machen eine schnellere, intelligentere und effizientere Lagerverwaltung nicht nur zu einem Wettbewerbsvorteil, sondern zu einer Notwendigkeit.
Fünf Vorteile eines Warehouse-Management-Systems (WMS)
Ein robustes digitales WMS ist für jedes Unternehmen mit Lagerbeständen unerlässlich und kann in vielen Bereichen helfen, Geld zu sparen und Effizienzgewinne zu erzielen. Die fünf wichtigsten Vorteile sind:
- Verbesserte betriebliche Effizienz: Warehouse-Management-Systeme automatisieren und straffen die Lagerprozesse vom Wareneingang bis zur Auslieferung – und sorgen so für mehr Effizienz, reibungslosere Abläufe und die Bewältigung größerer Mengen. Sie reduzieren Fehler bei der Kommissionierung und beim Versand von Waren und vermeiden Doppelarbeit und unnötigen Arbeitsaufwand. Zudem teilt ein WMS auch Daten mit ERP- und Transportmanagementsystemen, was Ihnen einen umfassenden Überblick verschafft, der über Ihr Lager hinaus reicht und die Warenbewegungen beschleunigt.
- Weniger Verluste und geringere Kosten: Wenn Sie verderbliche Ware oder Ware mit Verfallsdatum haben, kann die WMS-Software ermitteln, welche Positionen zuerst kommissioniert werden müssen oder welche einen Verkaufsschub benötigen, um den Abfall zu minimieren. Damit können Sie auch die effektivste Nutzung des Lagerraums von der Einlagerung bis hin zu den optimalen Transportrouten ermitteln. Manche Systeme bieten erweiterte Simulationen, um Grundrisse zu erstellen und Paletten, Regale und Equipment an den besten Standorten zu platzieren, damit sie mit maximaler Effizienz arbeiten und Zeit und Geld sparen.
- Bestandstransparenz in Echtzeit: Mithilfe von Barcodes, RFID-Tagging, Sensoren oder anderen Ortungsmethoden verschafft Ihnen ein WMS Echtzeitinformationen über Ihren Bestand, während er in Ihr Lager, innerhalb Ihres Lagers und weiter zum nächsten Standort bewegt wird. Dank dieser Transparenz können Sie genauere Bedarfsprognosen erstellen, eine Just-in-time-Bestandsstrategie umsetzen und die Rückverfolgbarkeit verbessern – was besonders im Falle eines Rückrufs wichtig ist.
- Verbessertes Arbeitsmanagement: Ein WMS unterstützt Sie bei der Prognose des Arbeitsbedarfs, der Erstellung von Zeitplänen, der Optimierung der Fahrtzeiten innerhalb eines Lagers und der Zuweisung der richtigen Aufgabe an den richtigen Mitarbeitenden – basierend auf Qualifikation, Nähe und anderen Faktoren. Ein gutes WMS kann die Motivation der Mitarbeitenden verbessern, indem es eine entspanntere, besser organisierte und sicherere Umgebung schafft, in der die Beschäftigten das Gefühl haben, dass ihre Zeit geschätzt und sinnvoll genutzt wird.
- Bessere Kunden- und Lieferantenbeziehungen: Bei einem WMS profitieren Kunden von einer besseren Auftragserfüllung, schnelleren Lieferungen und höherer Genauigkeit – was ihre Zufriedenheit und Loyalität steigert und Ihr Markenimage stärkt. Lieferanten haben zudem kürzere Wartezeiten an Ladebuchten und Docks, was die Beziehungen verbessert.
Was leistet ein WMS?
Alle Aktivitäten im Lager, also die nach innen und außen gerichteten sowie die Aktivitäten mit Auswirkungen auf die erweiterte Lieferkette, können mit einem guten WMS optimiert werden – von der Annahme und Einlagerung über die Kommissionierung und das Verpacken bis hin zum Versand. Die Kernfunktionen eines Warehouse-Management-Systems unterstützen diese Aktivitäten auf folgende Weise.
Wareneingangs- und Einlagerungsprozess
Ein WMS kann Unternehmen helfen, Artikel auf die effizienteste Weise anzunehmen, zu bearbeiten und einzulagern – basierend auf Geschäftsregeln und Abläufen im Lager. Vor dem Einsatz von Warehouse-Management-Systemen erfolgte die Annahme von Artikeln und deren Abgleich mit Bestellungen und physischen Eingängen mit Stift und Papier. In manchen kleineren Lagern wird das heute noch so praktiziert.
Ein WMS unterstützt die Verwendung von RFID-Technologie und die Integration mit Fakturierungs- und anderer Software. Dadurch können Artikel automatisch empfangen, validiert und mit digitalen Bestellungen abgeglichen werden, indem ein Barcode gescannt und Etiketten für eine einfachere Lagerung und Bereitstellung gedruckt werden.
Bestandsführung
Software für die Lagerverwaltung bietet Echtzeiteinblicke in den Bestand eines Unternehmens an jedem Standort, einschließlich der Artikel, die gerade transportiert werden oder sich in Filialen befinden. Dank automatischer Identifikation und Datenerfassungstechnologien (AIDC) wie Barcodes oder RFID stellt sie Tracking-Informationen bereit. Viele Systeme unterstützen Cycle-Counting und Bedarfsprognose mithilfe erweiterter Analysen und Einblicken in die Produkt- und Lieferantenleistung. Mit diesen Erkenntnissen können Unternehmen Lagerbestände dynamisch anpassen und stellen damit sicher, dass die Kundennachfrage gedeckt werden kann – und zwar in den Filialen und online gleichermaßen.
Eine präzise Bestandsverfolgung und andere Verfahren sind entscheidend, um die Auftragserfüllungsquote zu verbessern – das heißt, dass Bestellungen vollständig, pünktlich, unbeschädigt und mit einer korrekten Rechnung ankommen. Zudem können sie die Bestandszuteilung anhand benutzerdefinierter Workflows und Kommissionierlogik unterstützen, sodass Bestand schneller in das Lager und aus dem Lager bewegt werden kann.
Kommissionieren, Verpacken und Erfüllen von Aufträgen
Der häufigste Ort für Verpackung und Auftragserfüllung ist nach wie vor das Lager. Untersuchungen zeigen, dass die Kommissionierung mehr als die Hälfte der gesamten Lagerkosten ausmacht und damit zu den ressourcenintensivsten Prozessen zählt.
Warehouse-Management-Systeme können zur Senkung dieser Kosten beitragen, indem sie für das effizienteste Verfahren zum Lagern, Abrufen und Verpacken von Produkten sorgen. Zudem unterstützen sie Kommissioniertechnologien, die den Prozess optimieren, wie Radio-Frequency (RF) mit und ohne Scan-Verifizierung, Pick-to-Light- und Pick-to-Voice-Technologie, Robotik und Algorithmen, die zur Optimierung von Kommissionierwegen beitragen können.
Einige Lagerverwaltungslösungen erleichtern die Auftragserfüllung mithilfe von Verfahren wie Einzelauftragskommissionierung, Chargenkommissionierung, Zonenkommissionierung, Cross-Docking, Wellenkommissionierung, Put-to-Order, Put-Wall-Systeme und vielem mehr. All das hilft dabei, die Auftragserfüllung zu optimieren.
Versand
Viele Lagersysteme sind in Transportmanagement- und Logistiksoftware integriert, mit der sich der Erfüllungsprozess auf vielfältige Weise beschleunigen lässt. So können Frachtbriefe, Packlisten und Rechnungen für Sendungen automatisch generiert und automatische Lieferavis versendet werden.
Mit Echtzeit-Tracking-Funktionen können Unternehmen überwachen, ob Pakete pünktlich und am richtigen Ziel ankommen.
Es zahlt sich aus, dies richtig zu machen. Mit erstklassigen Lagervorgängen sind die meisten Lieferungen pünktlich am Tor und unterwegs zum Ziel.
Arbeitsmanagement
Einblicke in die Arbeitskosten und ‑produktivität können Lagern helfen, schlanker und effizienter zu arbeiten. Ein WMS bietet Echtzeittransparenz bezüglich Lagerfachkräften, Personalkosten, Reaktionszeiten, Produktivitätslücken, Planungstrends und vielem mehr, sodass Unternehmen entsprechend reagieren können.
Neben wichtigen Erkenntnissen unterstützen viele Systeme auch die Aufgabenverzahnung – basierend auf Faktoren wie Priorität oder Nähe, um die Gesamtzeit, die die Beschäftigten unterwegs sind, zu minimieren sowie Leertransporte und Zeitverschwendung zu vermeiden. Sie können auch bei der Planung und Terminierung helfen, entweder direkt oder durch die Integration mit anderen Systemen.
Hof- und Torverwaltung
Mit den Funktionen für die Hof- und Torverwaltung können Lkw-Fahrer schnell die richtigen Laderampen finden. Das Cross-Docking, bei dem die im Lager eintreffenden Waren ohne Zwischenlagerung sofort in abgehende Transporte überführt werden, eignet sich ideal für verderbliche Lebensmittel. Die Software hilft dabei, indem sie Scans mit aktuellen Kundenaufträgen abgleicht und die Empfänger darüber informiert, ob die Waren an einem Cross-Docking-Standort gelagert werden sollen.
Lagerkennzahlen und ‑analysen
Über ein WMS können automatisch Echtzeitdaten gesammelt werden, anstatt sich auf manuelle Datenerfassungsverfahren zu verlassen. Dadurch werden Eingabefehler vermieden und der Prozess wird drastisch beschleunigt. Diese Daten können auch mit Analysen verknüpft werden, um wichtige Kennzahlen wie fristgerechte Lieferung, Bestandsgenauigkeit, Vertriebskosten, Auftrags- oder Postenerfüllungsquote, Auftragsdurchlaufzeit usw. zu verfolgen. Dann kann das System grafisch aufbereitete Berichte erstellen, die einfach für die Beteiligten freigegeben und für Korrekturen verwendet werden können.
Warehouse-Management-Systeme in der Praxis
Warehouse-Management-Systeme und ‑Tools werden in fast jeder Branche eingesetzt, am meisten jedoch bei größeren Distributoren, E-Commerce-Auftragsabwicklungszentren und Logistikdienstleistern (3PL-Dienstleistern) – oft mit mehreren Lagern. Auch Pharma-, Gesundheits- und Kühllager-Unternehmen sind gängige Nutzer. Häufig sind WMS-Lösungen mit Transport- und Logistiksystemen verzahnt, um Transparenz, Effizienz und Einsparungen zu verbessern.
Entdecken Sie, wie diese Unternehmen mit einem Warehouse-Management-System und modernen Technologien die Effizienz maximieren:
- Nadro revolutioniert den Arzneimittelvertrieb durch digitale Lagerprozesse. Dadurch wird die Effizienz bei den monatlich 480.000 Sendungen gesteigert, was zu einer um 30 % höheren Kommissioniergenauigkeit führt.
- Delta Light steuert die Produktionsplanung, die Lagerhaltung und den Transport und bündelt alle Standorte in einer einzigen Sicht, um die Entscheidungsfindung und Problemlösung zu verbessern.
SAP-Veranstaltung
Skalierung mit SAP Extended Warehouse Management
Erfahren Sie, wie die südafrikanische Apothekenkette Dis-Chem Warehouse-Management-Tools einsetzte, um ihre Expansion voranzutreiben.
Arten von Warehouse-Management-Systemen
Es gibt drei Hauptarten von WMS-Software: eigenständige Software (on-premise und häufig ein selbst entwickeltes Altsystem), cloudbasierte Systeme und in ERP- oder Supply-Chain-Management-Plattformen integrierte Anwendungen (entweder on-premise oder in der Cloud gehostet). Jede Art von WMS hat Vor- und Nachteile, und welche die beste ist, variiert je nach Unternehmen:
- Eigenständiges WMS: Der Einsatz dieser Systeme erfolgt meist auf dem eigenen Gelände mit eigener Hardware. Sie bieten in der Regel eine größere Anpassungsmöglichkeit (die allerdings kostspielig sein kann), und das Unternehmen kann seine Daten und Software strenger kontrollieren. Obwohl die Anschaffungskosten für das System wesentlich höher sind als bei anderen Optionen – so gehört es doch dem Unternehmen. Dadurch hat das Unternehmen aber auch die Verantwortung für Updates, Wartung und die damit verbundenen Kosten. Da das WMS altert, wird die Integration mit anderen Plattformen und die Implementierung neuer Technologien mit der Zeit immer schwieriger.
- Cloud-WMS: Cloudbasierte WMS können schnell und mit geringeren Vorabkosten implementiert werden. Sie werden als Software-as-a-Service (SaaS) bereitgestellt und bieten mehr Flexibilität, um saisonale und andere sich ändernde Marktbedingungen zu unterstützen – und sie sind leichter skalierbar, wenn Unternehmen wachsen. Durch regelmäßige Updates eröffnet die Lagerverwaltung in der Cloud einen schnelleren Weg zu Innovationen, und ein externer Anbieter kümmert sich um die Wartung und Aktualisierung des Systems. SaaS-Anbieter investieren auch viel Geld und Fachwissen in Sicherheitsmaßnahmen und stellen Disaster-Recovery-Funktionen bereit. Zudem lassen sich Warehouse-Management-Systeme in der Cloud auch einfacher mit anderen Lösungen integrieren.
- Integrierte ERP- und SCM-basierte WMS: Einige Warehouse-Management-Systeme sind als Module oder Anwendungen konzipiert, die in ERP- und Supply-Chain-Plattformen integriert sind. Das hat den Vorteil, dass sie besser mit anderen Lösungen in sich überschneidenden Bereichen wie Rechnungswesen und Business Intelligence zusammenarbeiten können. Diese WMS sorgen für eine durchgängig, transparente Sicht auf die gesamte Geschäfts- und Logistikkette, sodass Lagerhaltungs- und Logistikprozesse gemeinsam koordiniert und ausgeführt werden können. Auf diese Weise lassen sich Abläufe optimieren und eine schnelle, agile Auftragserfüllung realisieren.
Intelligente Lagertechnologie
Damit Unternehmen den sich ändernden Kaufgewohnheiten, Kanälen und Erwartungen ihrer Kunden gerecht werden und mit den sich wandelnden Märkten und neuen Umbrüchen Schritt halten können, sind sie auf intelligente Lagertechnologien angewiesen: von KI und Machine Learning bis hin zu autonomen Robotern.
Lagerautomatisierung
Automatisierungstechnologien haben einen erheblichen Einfluss auf Lager und Verteilzentren. Zu den Lagerabläufen und ‑prozessen, die durch Automatisierung optimiert werden können, gehören Datenerfassung, Barcode-Verarbeitung, Scannen, Kommissionieren und Verpacken, Versand und Bestandsverfolgung. Diese Automatisierung trägt zu einem wesentlich effizienteren Betrieb bei und erleichtert eine Anpassung an die sich ändernde Nachfrage. Sie reduziert auch menschliche Fehler wie die Eingabe falscher Lieferadressen oder einer falschen SKU.
Technologie für die sprachgestützte Kommissionierung
Mit der sprachgestützten Kommissionierung, auch sprachgesteuerte Lagerhaltung oder Pick-by-Voice genannt, können Bedienende Aufgaben ausführen und deren Abschluss kommunizieren, ohne Papier oder Hände und Augen verwenden zu müssen. Stattdessen nutzen sie ein Gerät – etwa ein Headset oder ein Sprachterminal –, um vom WMS gesprochene Anweisungen darüber zu erhalten, wo und wann eingehende Aufträge kommissioniert werden müssen. Die Mitarbeitenden können in ihrer gewohnten Sprache Aktualisierungen in Echtzeit an das Lagersystem senden, u. a. dann, wenn Chargen abgeschlossen sind.
Mobile Geräte
Lagerfachkräfte verlassen sich zunehmend auf mobile Geräte, um effizient arbeiten zu können. Laut einer Umfrage von 2025 zu den Abläufen in Lagern und Verteilzentren nutzen 77 % der Lager mobile und drahtlose Technologien zur Datenerfassung, und 76 % setzen Barcode-Scanner ein. Robuste Tablets und Smartphones sind mittlerweile Standardwerkzeuge für das Scannen, die Aufgabenverteilung und die Echtzeit-WMS-Integration. Ein WMS, das eine nahtlose Anbindung dieser Geräte ermöglicht, ist für Geschwindigkeit, Genauigkeit und Flexibilität bei modernen Auftragsabwicklungsvorgängen von entscheidender Bedeutung.
Lagerroboter
Roboter, die in Lagern tätig sind, setzen auf KI und Machine Learning, um Entscheidungen basierend auf Informationen aus ihrer Umgebung zu treffen. Und mit einer Kombination aus Video-, Audio-, Thermo- und Haptik-Sensoren können Roboter die Umgebungstemperatur messen und sogar Berührung wahrnehmen. Wenn die Integration unterstützt wird, steuert die WMS-Software ihre Aktivitäten.
In Verteilzentren und Lagern wird heute eine Vielzahl von Robotern eingesetzt, die einige Aufgaben der Fachkräfte ergänzen und andere automatisieren können.
Automatisierte Fahrzeuge (Automated Guided Vehicles, AGVs) verwenden beispielsweise eine Spur oder einen Magnetstreifen, um Bestand im Lager zu bewegen, während autonome mobile Roboter (AMRs) mittels eingebauter Sensoren, Computer und Karten im Lager navigieren und bei Bedarf ihre Route ändern. AMRs können Informationen auf Paketen erkennen, um Sortier- und Bestandsprüfungen zu unterstützen. Drohnen sind mit optischen Sensoren ausgestattet und nutzen Deep-Learning-Technologien, um Artikel an hohen und gefährlichen Orten schnell zu scannen und die neuesten Mengen in das WMS hochzuladen, sofern das System die Integration unterstützt. Außerdem können automatisierte Speicher- und Abrufsysteme (Automated Storage and Retrieval Systems, AS/RS) mithilfe von Software, die ihren Betrieb steuert, Artikel speichern und abrufen. Diese gibt es in Form von Shuttles, Kränen oder gar Kletterrobotern.
Die Verwendung von Robotern im Lager bietet viele Vorteile – der offenkundigste ist eine höhere Betriebsgeschwindigkeit. Aber auch die Arbeitssicherheit und die Motivation des Personals können sich verbessern, da gefährliche und lästige Arbeiten durch strategischere Aufgaben ersetzt werden.
Apps mit Augmented und Virtual Reality
Bei der Technologie der Augmented Reality (AR) wird die reale Umgebung, wie ein Gang in einem Lager, mit einer Kamera erfasst und dann mit Anweisungen oder Informationen überlagert – auf einem mobilen Gerät. Beispielsweise können Bedienende mit AR-Datenbrillen Aufgaben ausführen, ohne die Hände zu benutzen. Diese Apps können Routen abbilden, zeigen, wo sich Lagerplätze befinden, und vieles mehr. Virtual-Reality (VR)-Technologien werden auch in vielen weiteren Bereichen eingesetzt – von der Ausbildung von Staplerfahrern bis hin zur Gewährleistung sicherer Lieferwege.
KI in der Lagerverwaltung
Künstliche Intelligenz verändert Lager- und Lieferkettenprozesse, indem sie sie intelligenter, schneller und resilienter macht. Durch den Einsatz von vorausschauender Planung, automatisierter Aufgabenzuweisung und Echtzeiteinblicken können Unternehmen ihre Ressourcen optimieren und die Auftragsabwicklung beschleunigen.
So hilft beispielsweise die KI-gestützte Bedarfsplanung mit SAP-Lösungen Lagern dabei, die Kosten für Personalplanung und ‑überwachung um bis zu 20 % zu senken und gleichzeitig die Liefertreue und die Betriebssicherheit zu verbessern. Dank dieser Funktionen können Vorgesetzte Schichten genauer planen, Betriebsabläufe transparenter gestalten und die Kundenzufriedenheit steigern – und das alles bei gleichzeitiger Steigerung der Effizienz und Skalierbarkeit.
KI im Supply Chain Management
Erfahren Sie, wie KI die Lieferketten verändert. Informieren Sie sich über die Vorteile, Anwendungsfälle und wie Sie sich auf die Einführung von KI vorbereiten können.
Internet der Dinge
Daten aus dem IoT sind nach wie vor ein entscheidender Faktor für ein verbessertes Lagermanagement, insbesondere in Verbindung mit KI-Funktionen. IoT-Sensoren erfassen wichtige Informationen von Equipment, Bestand und Mobilgeräten, während KI diese Daten analysiert, um Trends vorherzusagen, Workflows zu optimieren und Anpassungen an veränderte Bedingungen vorzunehmen. Gemeinsam helfen diese Technologien Unternehmen dabei, von starren Prozessen zu einem dynamischen, nachfrageorientierten Modell überzugehen – wodurch Kosten gesenkt, die Genauigkeit verbessert und die Auftragsabwicklung beschleunigt wird.
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