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Mitarbeiter arbeiten gemeinsam an Windradmodellen

Fünf Maßnahmen für nachhaltige Unternehmen

Mitarbeiter im Mittelpunkt der Wertschöpfungskette

Verbessern Sie Ihre soziale Nachhaltigkeit, indem Sie die Vielfalt, die Sicherheit und die Menschenrechte Ihrer Mitarbeiter respektieren, Lern- und Wachstumsmöglichkeiten bieten und das Potenzial Ihres Unternehmens beim Einkauf nutzen.

Respektierung der Vielfalt, der Sicherheit und der Menschenrechte Ihrer Mitarbeiter

Vielfalt und Integration am Arbeitsplatz sind von entscheidender Bedeutung, da sie nachweislich Vorteile für Unternehmen mit sich bringen. Eine nach Geschlecht, Ethnie, sexueller Orientierung, Alter, Religion, Behinderung oder sozioökonomischer Herkunft gemischte Belegschaft führt zu einer Vielfalt des Denkens, was wiederum zu mehr Kreativität und Innovation beiträgt. 

 

Experten zufolge sind inklusive Unternehmen 1,7-mal wahrscheinlicher innovativ und erzielen 2,3-mal mehr Cashflow pro Mitarbeiter. Die Einstellung einer vielfältigen Mischung von Mitarbeitern ist der erste Schritt, um Vielfalt am Arbeitsplatz zu erreichen. Doch erst die Beseitigung institutioneller Voreingenommenheit, durch die den Mitarbeitern ein Gefühl der Zugehörigkeit und Inklusion vermittelt wird, macht eine vielfältige Belegschaft wirklich stark.

 

Die Sicherheit und der Schutz der Mitarbeiter sowie die Förderung einer vielfältigen und inklusiven Belegschaft machen ein Unternehmen resilienter und zuverlässiger. Vor allem in außergewöhnlichen Zeiten wie der COVID-19-Pandemie brauchen Unternehmen einen ganzheitlichen, in alle Betriebsabläufe eingebetteten Ansatz für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter, um eine Kultur zu fördern, die proaktiv mit Risiken umgeht und aktuellen und künftigen Herausforderungen standhält. Menschenrechte sind ein Schwerpunktthema für Führungskräfte nachhaltiger Unternehmen. Globalisierung und Outsourcing haben zu Kosteneffizienz geführt, was jedoch auf Kosten der Transparenz in den Lieferketten gegangen ist.

 

Ohne diese Transparenz laufen Unternehmen Gefahr, ihr eigenes Geschäft zu schädigen, wenn die Praktiken ihrer Lieferanten unethisch oder illegal sind. Die Bandbreite reicht von unfairer Arbeitsmarktpolitik bis hin zu Menschenhandel und Zwangsarbeit. Diese Probleme betreffen alle Regionen, Länder und Branchen. In Anbetracht der zunehmenden Aufmerksamkeit für globale Menschenrechtsfragen ist es von größter Bedeutung, dass Führungskräfte nachhaltiger Unternehmen Transparenz über ihre eigene Belegschaft sowie über die Arbeitspraktiken ihrer externen Mitarbeiter und der Lieferkette erhalten.

Entwicklung Ihrer Mitarbeiter durch Lern- und Wachstumschancen 

Nachhaltige Unternehmen, die das Ziel verfolgen, Ungleichheit zu beseitigen, müssen gleiche Chancen für das Lernen und die Entwicklung von Kompetenzen bieten. Das Weltwirtschaftsforum sagt voraus, dass in den nächsten drei Jahren 42 % der Arbeitsplätze andere Qualifikationen erfordern werden und dass bis 2030 über eine Milliarde Arbeitnehmer umgeschult werden müssen.

 

Angesichts des raschen Wandels müssen Unternehmen innovative Inhalte und Möglichkeiten anbieten, die zur Schaffung einer Kultur des kontinuierlichen Lernens beitragen. Diese flexiblen und offenen Lernansätze haben sich in Unternehmen auf der ganzen Welt bewährt. Indem sie den Menschen in seiner Gesamtheit sehen, einschließlich seiner Motivationen, Bestrebungen, Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, können Unternehmen flexible, relevante Lösungen anbieten, die individualisierte Lernaktivitäten, Mentoren, spezielle Aufgaben und vieles mehr umfassen. Sie ermitteln auf intelligente Weise die besten Methoden, mit denen Menschen ihr volles Potenzial ausschöpfen können – und steigern so letztlich die Agilität, Resilienz, Leistung und Nachhaltigkeit ihres Unternehmens.

Nutzung des Einkaufpotenzials zum Vorteil von Mensch und Umwelt

Ein nachhaltiges Unternehmen stützt sich auf eine intelligente und nachhaltige Beschaffung. Das bedeutet, dass Unternehmen ihre Kaufkraft nutzen, um einen sozialen Mehrwert zu schaffen, der über den Wert der beschafften Waren und Dienstleistungen hinausgeht und somit der Gesellschaft und der Umwelt zugute kommt. Kleinere und vielfältigere Lieferanten können das Risiko in der Lieferkette senken. 

 

Diverse Unternehmen sind ein wesentlicher Bestandteil der Lieferantennetzwerke größerer Unternehmen und tragen entscheidend zu einer gerechteren und wohlhabenderen Gesellschaft weltweit bei. Dazu gehören Minderheitenunternehmen mit vielfältigen Ausrichtungen im Hinblick auf Geschlecht, ethnische Herkunft, Behinderung, sexuelle Orientierung und andere Merkmale. Unternehmen, die mit solchen Lieferanten zusammenarbeiten, können mit ihren Beschaffungsausgaben Leben verändern, sei es durch die Schaffung von Arbeitsplätzen für schutzbedürftige Frauen, die Vermeidung von Abfall oder die Förderung der Artenvielfalt.

 

Nachhaltig wirtschaftende Unternehmen müssen sicherstellen, dass alle relevanten, potenziellen Lieferanten die faire und gleiche Chance haben, sich innerhalb ihrer Lieferketten um Aufträge zu bemühen. Dazu können Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen, Sozialunternehmen, „lokale“ Anbieter und Unternehmen im Besitz von Minderheiten gehören, z. B. ethnischen Minderheiten, Frauen, LGBTQ+-Personen und Menschen mit einer Behinderung. Ergreifen Sie Maßnahmen, um den Prozentsatz der sozialen Unternehmen zu erhöhen, die Teil Ihres etablierten Beschaffungsnetzwerks sind.

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