Vor allem System- und Modullieferanten werden zunehmend vor die Herausforderung gestellt, ihre Produkte erst dann zu produzieren und zu liefern, wenn die Produktion des dazugehörigen Fahrzeuges begonnen hat. Ein großes Angebot von Ausstattungsvarianten führt dabei nicht selten zu mehreren tausend Modulvarianten.
Unabhängig davon, ob der Hersteller konkrete Module oder Komponenten zu einem Fahrzeug abruft oder der Zulieferer aus einer Menge übermittelter Komponenteninformationen die korrekte Modulkonfiguration selbstständig ermitteln muss, bietet ihm die Just-in-Sequence-Abwicklung von SAP for Automotive ein funktional anspruchsvolles und doch schlankes, performantes Werkzeug zur hoch automatisierten JIS-Abwicklung.
Ist das Fahrzeug dann erfolgreich beim Kunden gelandet, wird dem Kunden zugleich auch die Versorgung mit Ersatz- und Verschleißteilen über mindestens zehn Jahre garantiert. Das Produkt „Fahrzeug“ entwickelt sich in diesem Zeitraum jedoch kontinuierlich weiter. Veränderungen von Materialien in Design, Form und Funktion (Form – Fit – Function, FFF) oder sogar Teileersetzungen sind die Folge.
Neben der Ermittlung zuverlässiger Liefertermine (Global ATP und Kontingente in der Absatzplanung) ist die schnelle Identifizierung des richtigen Ersatzteils ein wichtiger Servicefaktor. Mit Supersession bietet SAP SCM für die Automobilindustrie die Möglichkeit, Materialersetzungsketten für die Austauschbarkeit von Materialien zu hinterlegen, die z.B. bei der Erfassung eines Ersatzteilauftrages oder in der Bedarfsplanung zur Ermittlung des korrekten Teiles führen.