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INTEGRATION

In der Vergangenheit setzten sich Systemlandschaften häufig aus spezialisierten Einzellösungen für bestimmte Geschäftsprozesse zusammen. Doch um die Jahrtausendwende wurde vielen Unternehmen klar, dass die heterogene Systemwelt ein grundlegendes Problem aufwarf: Die Einzellösungen konnten auf Grund ihrer mangelnden Integrationsfähigkeit keine durchgängigen Geschäftsprozesse unterstützen; so drehte sich die Kostenspirale immer schneller nach oben. Es kostete die IT-Verantwortlichen größte Mühe, die unterschiedlichen Lösungen verschiedener Hersteller miteinander zu verknüpfen, was natürlich mit einem hohen Zeit- und Geldaufwand verbunden war.

Mit SAP NetWeaver kam 2003 die erste Plattform auf den Markt, die eine nahtlose Integration zwischen SAP- und Fremdsoftware ermöglicht. Durch den wesentlich geringeren Bedarf an kundenspezifischer Integration werden wiederum die Gesamtkosten deutlich gesenkt. SAP NetWeaver führt Menschen, Informationen und Prozesse zusammen und löst so die Integrationsfrage auf betriebswirtschaftlicher statt auf technischer Ebene.

FLEXIBILITÄT

Schon 2003 zeichnete es sich deutlich ab, dass sich das Integrationsproblem auf lange Sicht nur durch offene Standards wie Web-Services sinnvoll lösen lässt. Diesem Konzept folgte die SAP und stimmte die offenen, überall verfügbaren Web-Services auf die Anforderungen von Unternehmensanwendungen ab. Damit erweiterte sie die Anwendung von Web-Services zu so genannten Enterprise Services. Die so entstandene Enterprise Services Architecture (ESA) der SAP verknüpft wichtige Geschäftsfunktionen, beispielsweise die Auftragsverwaltung, mit der Flexibilität von Web-Services.

Darüber hinaus entwickelte SAP neue Composite Applications oder xApps – flexibel zusammengesetzte Anwendungspakete. Durch die Verwendung von Web-Services ermöglichen die xApps stark anpassungsfähige und innovative Geschäftsprozesse und stellen damit das hohe Integrationspotenzial von Web-Services unter Beweis. Das Konzept der Enterprise Services Architecture sieht vor, dass Lösungen künftig auf zwei Säulen beruhen:

  • Spezialisierte Komponenten (zum Beispiel erweiterte Auftragsverwaltung oder Bestandsführung) stellen über Enterprise Services grundlegende Funktionen des SAPLösungsangebots bereit.
  • Flexibel zusammengesetzte Anwendungen verbinden die Enterprise Services zu neuen Geschäftsszenarien.

Diese Struktur erhöht einerseits den Investitionsschutz beim Kauf von SAP-Lösungen, andererseits ermöglicht sie den Kunden eine größere Flexibilität bei der Planung, Implementierung und Weiterentwicklung ihrer SAP-Landschaft. SAP NetWeaver entwickelt sich immer mehr zu einer „Composition Platform“, die die flexible Gestaltung von Softwarelösungen unterstützt.

 

       
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