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      Home > Lagebericht > Geschäftsentwicklung 2004> Weltwirtschaftliche Entwicklung
       
 

GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2004

 

Weltwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaft wächst stärker als im Vorjahr
Die internationale Konjunktur hat sich nach einem schwachen Vorjahr im Jahr 2004 zwar spürbar belebt, im Jahresverlauf jedoch wieder an Dynamik verloren. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere eine Verlangsamung des Wachstums in den USA und in China in der zweiten Jahreshälfte. Nichtsdestotrotz hat das reale weltweite Wirtschaftswachstum nach einer Analyse des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Berichtsjahr rund 5% betragen. Dies entspricht dem stärksten Zuwachs seit dem Jahr 2000. Vor allem die hohe Nachfrage in den asiatischen Volkswirtschaften und den USA sorgte für eine Belebung der Wirtschaftsaktivitäten.

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren der weltwirtschaftlichen Entwicklung gehörte im Jahr 2004 das hohe Niveau der Preise für Rohöl und andere Rohstoffe, das zu nachhaltigen Kostensteigerungen und bei den privaten Haushalten zu einem signifikanten Kaufkraftentzug geführt hat. So ist nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) der Ölpreis auch die eigentliche Ursache für die Verlangsamung der wirtschaftlichen Tätigkeit.

Der Beitrag der Industrieländer zum Wachstum des Weltsozialprodukts, also aller erstellten Güter und Dienstleistungen, fiel im Jahr 2004 etwas geringer aus als der der aufstrebenden Volkswirtschaften, der so genannten Emerging Markets. Letztere zeigten sich auch im Berichtsjahr 2004 wieder besonders wachstumsstark. So stieg beispielsweise das Bruttosozialprodukt Chinas nach Schätzungen des IWF um gut 9%. Ostasien insgesamt verzeichnete laut dem Herbstgutachten der wichtigsten deutschen Wirtschaftsinstitute ein Plus von 5,4%. Das nach Angaben der japanischen Regierung ausgewiesene Wirtschaftswachstum von 2,6% im Jahr 2004 lag leicht über dem Vorjahreswert von 2,5%. Angesichts eines stark rückläufigen vierten Quartals lag dieser Wert jedoch deutlich unter den Erwartungen der Experten. So hatte die OECD noch Ende 2004 mit einem Wachstum von 4,0% gerechnet. Sehr dynamisch entwickelt sich die Wirtschaft in Russland. Dort wird laut Herbstgutachten der wichtigsten deutschen Wirtschaftsinstitute für 2004 ein Wachstum von 7,0% (Vorjahr 7,3%) gesehen.

In den USA legte die Wirtschaft laut OECD im Jahr 2004 um 4,4% zu, nach knapp 3,0% im Jahr 2003. Auch in der Euro-Zone registrierte die OECD eine Belebung des Wachstums – es blieb in der Berichtsperiode jedoch auf eher moderatem Niveau. Aus dem Herbstgutachten der deutschen Wirtschaftsinstitute geht hervor, dass die Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union 2004 um 2,4% zugenommen hat, nachdem im vorangegangenen Jahr nur ein Zuwachs von 1,0% realisiert wurde.

Deutschland konnte dieser Entwicklung nach Schätzungen der OECD erneut nicht folgen. Mit geschätzten 1,2% war das Wirtschaftswachstum jedoch stärker als im Jahr 2003; damals wurde noch ein Nullwachstum verzeichnet. Bei weiterhin gedämpftem privatem Konsum, der im Jahresverlauf 2004 durch die gestiegenen Energiekosten zunehmend belastet wurde, wirkte sich das weltweite Wirtschaftswachstum positiv auf die Exportindustrie in Deutschland aus.

       
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