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IT-Ausgaben sollen um 5% steigen
Für 2005 sehen die Branchenexperten keine durchgreifende Änderung des moderaten Wachstumstrends im IT-Bereich. So sollen die Ausgaben für Hard- und Software nach einer Analyse der US-Investmentbank Goldman Sachs im Jahr 2005 um 3 bis 5% steigen und damit in etwa auf dem Wachstumsniveau des Jahres 2004 liegen. Auch die renommierten Branchenanalysten von Gartner rechnen für 2005 mit einem weltweiten Anstieg der IT-Ausgaben von etwa 5%.
Für die USA rechnet Gartner mit einem Wachstum der IT-Ausgaben um 4 %. Ein einstelliges Wachstum prognostiziert der deutsche Branchenverband BITKOM auch für den heimischen Markt. So soll der Gesamtumsatz der Informationstechnologie- und Telekommunikationsunternehmen in Deutschland nach einer Erhebung von BITKOM im Jahr 2005 um 3,4% auf 136 Mrd. € steigen. Die IT-Branche soll sogar „das Zugpferd für die Gesamtwirtschaft in Deutschland“ werden.
Zweistelliges Wachstum nur bei Software für Mittelstand erwartet
Noch freundlicher sieht BITKOM für Deutschland die Entwicklung im Bereich Software: Vor allem dort sei eine steigende Nachfrage absehbar. Auch Brancheninformationsdienste aus den USA registrieren verstärktes Interesse der Unternehmen an neuen Systemen und Anwendungen, wohingegen die Nachfrage nach ergänzenden Komponenten für bestehende Systeme weiter stagnieren soll. Günstiger sieht die Situation laut Goldman Sachs für neue Versionen von bereits angebotenen Programmen (Updates) und ergänzende Anwendungen aus. Ein größerer Preisverfall sei mit dieser Entwicklung nicht verbunden.
Sollte die Nachfrage nach Unternehmenssoftware insgesamt nicht so recht in Schwung kommen, ist nach Ansicht der Analysten von Morgan Stanley im Jahr 2005 individuelles Wachstum nur über die Gewinnung von Marktanteilen und das Angebot neuartiger Produkte zu erzielen. Entsprechende Chancen, aber auch Risiken bietet dabei nach Ansicht von Morgan Stanley der gegenwärtige Wandel von eher monolithischen Anwendungen hin zu einer vollständig neuen flexiblen Softwarearchitektur. Der Internet-Ära folgt nun das integrierte Plattform-Anwendungs-System. Dies eröffnet Wachstumsperspektiven, sofern Herausforderungen richtig eingeschätzt und Lösungen exakt auf die Bedürfnisse des Marktes zugeschnitten werden. Die IT-Experten der Investmentbank JPMorgan gestehen SAP dabei erneut eine weltweit führende Position zu.
Eine Sonderrolle fällt laut Prognosen von Morgan Stanley dem Bereich „Unternehmenssoftware für kleine und mittlere Unternehmen“ zu. Wegen des hohen Nachholbedarfs dieser Firmen prognostizieren IT-Analysten für dieses Segment in der kommenden Zeit ein jährliches Wachstum in Höhe von 5 bis 10 %. Hingegen soll der Gesamtmarkt Unternehmenssoftware nach einer Schätzung von IDC Research im Jahr 2005 lediglich rund 5% zunehmen.
Bei den aussichtsreichsten Produktfeldern sind sich BITKOM und Goldman Sachs einig. Die besten Chancen auf dem Softwaremarkt hat danach unverändert Sicherheitssoftware zum Schutz vor „Viren“ und besonders vor Datenverlust. Ebenfalls überdurchschnittlich steigender Nachfrage sollten sich drahtlose LAN-Verbindungen (Local Area Network), Netzwerk-Management-Software, ERP-Software (Enterprise Resource Planning) sowie Programme zur Datenspeicherung, Datenanalyse und Datenauswertung erfreuen. AMR Research prognostiziert für CRM-Software zum Verwalten von Kundenbeziehungen ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 9% bis zum Jahr 2008. |