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Geschäftsentwicklung bei der SAP

 

Umsatzanstieg auch im Einzelabschluss der SAP AG
Ebenso wie in den Vorjahren stellte die SAP auch für 2004 neben dem Konzernabschluss einen Jahresabschluss auf, der nur die rechtliche Einheit des Mutterunternehmens SAP AG umfasst. Anders als der Konzernabschluss folgt dieser Abschluss nicht den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP), sondern ist zwingend nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufzustellen.

Die in diesem Jahresabschluss ausgewiesenen Umsatzerlöse ergeben sich wie in den Vorjahren überwiegend aus Lizenzzahlungen der SAP-Tochterunternehmen an die SAP AG. Der Umsatzanstieg um 12% auf 3.317 Mio. € resultiert daher vorrangig aus dem Anstieg der Produkterlöse des SAP-Konzerns. Außerdem wirkte sich hier der geänderte Ausweis von durchgereichten Datenbanklizenzen aus, der in gleichem Umfang den Umsatz und die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte. Der Materialaufwand der SAP AG besteht weitestgehend aus Leistungen Dritter, die auch konzernintern erbrachte Leistungen von SAP-Tochterunternehmen umfassen. Er stieg um 24%. Der Personalaufwand beinhaltet vornehmlich die Personalkosten für die bei der SAP AG beschäftigten Entwicklungs-, Wartungs- und Verwaltungsmitarbeiter. Er sank trotz der gestiegenen Zahl an Mitarbeitern um 2% auf 749 Mio. €. Hier wirkte sich insbesondere ein im Vergleich zum Vorjahr niedrigerer Aufwand für aktienbasierte Vergütungen aus. Die Abschreibungen stiegen um 1% auf 335 Mio. €.

Im Jahr 2003 führte die konzerninterne Veräußerung von Anteilen an einem Tochterunternehmen im Jahresabschluss der SAP AG zu Erträgen aus der Aufdeckung und Realisation stiller Reserven in Höhe von 315 Mio. €. Da im Jahr 2004 keine derartigen Umstrukturierungen vorgenommen wurden, fielen die Sonstigen betrieblichen Erträge mit 307 Mio. € um 55 % niedriger aus als im Vorjahr. Vor allem hierdurch bedingt lag das Betriebsergebnis 2004 mit 703 Mio. € um 30% unter dem des Vorjahrs.

Unter dem Einfluss von höheren Zinsgewinnen aus der Anlage liquider Mittel sowie auf Grund niedrigerer Abschreibungen auf Finanzanlagen lag das Finanzergebnis der SAP AG mit 490 Mio. € um 37% oberhalb des Vorjahreswerts. Da dieser Anstieg die Verringerung des Betriebsergebnisses nicht voll kompensieren konnte, sank das Vorsteuerergebnis um 12% auf 1.193 Mio. €. Die Steuerquote der SAP AG betrug im Jahr 2004 36 %. Der Vorjahreswert hatte vor allem auf Grund steuerfreier Erträge aus konzerninternen Beteiligungsveräußerungen und Anteilspapieren mit 22 % deutlich niedriger gelegen. Durch den Anstieg der Steuerquote fiel der Rückgang des Ergebnisses nach Steuern im Jahr 2004 mit 28% auf 758 Mio. € stärker aus als der Rückgang des Vorsteuerergebnisses.

Das bilanzielle Gesamtvermögen der SAP AG betrug zum Ende des Berichtsjahrs 5.770 Mio. €. Der Anstieg von 22% gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf den höheren Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren zurückzuführen. Vor allem durch den Gewinnvortrag des Vorjahrs stieg das Eigenkapital um 17 % auf 3.692 Mio. €, die Eigenkapitalquote betrug 64%.

       
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