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Geschäftsentwicklung bei der SAP

 
Erfolgreiches Jahr 2004
Ungeachtet der wie im Vorjahr ungünstigen Währungskursentwicklung und einer weiterhin scharfen Konkurrenzsituation war 2004 für SAP ein erfolgreiches Jahr. Dazu trugen insbesondere Vertriebserfolge, die Erweiterung des Produktportfolios, der Ausbau der Integrations- und Anwendungsplattform sowie der Abschluss neuer Partnerschaften bei:
  • Die zu Jahresbeginn 2004 formulierten operativen Ziele wurden erfüllt und teilweise sogar übertroffen. So wurden im Berichtsjahr erstmals seit dem Jahr 2001 die Softwareerlöse im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, wobei diese Erhöhung mit 10 % sogar zweistellig ausfiel und die eigene Prognose genau traf. Auch der Gesamtumsatz wuchs zum ersten Mal seit 2001 wieder spürbar. Gleichzeitig wurde die Pro-forma-operative-Marge wie von SAP prognostiziert um einen Prozentpunkt gesteigert. Das Pro-forma-Ergebnis je Aktie wurde auf 4,37 € erhöht, was über dem selbst gesteckten Ziel von 4,20 € bis 4,30 € liegt. Dies gelang, obwohl auch im Jahr 2004 die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar durch Translationseffekte dem Umsatzwachstum entgegen wirkte. So schwächte sich der US-Dollar gegenüber dem Euro um etwa 10 % ab, nachdem bereits im Jahr 2003 ein Rückgang des US-Dollar/Euro-Währungskurses um 20 % zu verzeichnen war.
  • Im Berichtsjahr konnte die SAP ihre Marktposition festigen. So erreichte die SAP nach eigenen Analysen einen Anteil von 56 % (2003: 53 %) an den mit betriebswirtschaftlicher Unternehmenssoftware erzielten Lizenzerlösen der wichtigsten Anbieter. Dazu zählen neben der SAP die Siebel Systems, Inc. und die entsprechenden Geschäftsbereiche der Microsoft Corp. sowie der derzeit fusionierenden Unternehmen Oracle Corp. und PeopleSoft, Inc.
  • Die Weiterentwicklung der Technologieplattform SAP NetWeaver war von besonderer strategischer Bedeutung. Hier gelang es der SAP, die Entwicklung bis zur allgemeinen Verfügbarkeit der Plattform voranzutreiben und dabei alle Komponenten der Technologieplattform synchronisiert in einem Gesamtpaket zusammenzufassen. Außerdem konnten etwa 1.500 Referenzkunden sowie über 2.000 Partner für SAP NetWeaver gewonnen werden. SAP NetWeaver ist eine offene Plattform und die technische Grundlage für die Lösungen der mySAP Business Suite sowie für die zusammengesetzten Anwendungspakete, die so genannten SAP xApps. Mit SAP NetWeaver können Unternehmen Geschäftsprozesse flexibel implementieren, ausführen und verbessern. SAP NetWeaver ist auch die technologische Plattform der Enterprise Services Architecture – des SAP-Zukunftsmodells für eine neue Generation von Lösungen, die auf Web-Service-Standards aufbauen.
  • mySAP ERP, der Nachfolger von SAP R/3, wurde an etwa 1.300 Kunden ausgeliefert, womit die Vorbereitungen für die allgemeine Verfügbarkeit von mySAP ERP erfolgreich abgeschlossen wurden. Ab 2005 kann damit my SAP ERP an alle interessierten Kunden ausgeliefert werden. mySAP ERP basiert auf SAP NetWeaver und vereint damit die Vorzüge einer durchgängigen und skalierbaren Software für Enterprise Resource Planning (ERP) mit einer flexiblen, offenen Technologieplattform.
  • Die Investitionen in den Ausbau des Lösungsangebots für kleine und mittelgroße Unternehmen tragen mehr und mehr Früchte. So konnte der Softwareumsatz mit mittelständischen Kunden überdurchschnittlich gesteigert und damit die Marktposition in diesem Kundensegment gestärkt werden. Außerdem wurden die Spezifikationen für die neue Version von SAP Business One vorgestellt und die Zahl der Kunden und Partner erhöht.
  • Mit einigen Kunden schloss SAP im Berichtsjahr besonders bedeutende Verträge: United States Postal Service (USPS), die größte Postorganisation der Welt, wird künftig ihr Personalwesen mit Hilfe der mySAP Business Suite betreiben. Mitarbeiterplanung und -führung sowie interne Verwaltungsprozesse sollen dadurch verbessert und somit die Kundenzufriedenheit erhöht werden. PepsiCo, einer der größten globalen Getränke- und Nahrungsmittelkonzerne, wird die mySAP Business Suite zur Verbesserung von Absatzplanung und Disposition, dem Lieferketten-Management sowie der Lagerhaltung und Distribution einsetzen. Dafür soll ein durchgängiger Prozess gestaltet werden, der kundenbezogene Aktivitäten wie Vertrieb und Marketing direkt mit dem Management der Lieferkette und der Lagerbestände verbindet.
  • Um ihren Kunden einen kalkulierbaren Zeit- und Kostenrahmen für die Planung von Softwarewartung und Upgrade-Projekten zu vermitteln, gab die SAP im Berichtsjahr ihre „5-1-2“-Release- und -Wartungsstrategie bekannt. Diese Strategie bietet den Kunden für ihre SAP-Lösungen fünf Jahre Mainstream-Wartung zu einer Standard-Wartungsgebühr, gefolgt von einem Jahr erweiterter Wartung zu einer um 2% höheren Wartungsgebühr sowie der anschließenden Option auf zwei weitere Jahre Wartung bei einer um 4% höheren Wartungsgebühr gegenüber der Standardwartung. Nach diesen acht Jahren setzt dann die kundenspezifische Wartung ein, die bis auf wenige Ausnahmen den gleichen Serviceumfang bietet.
       
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