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IT-Sektor wächst global stärker als im Vorjahr
Das Jahr 2004 war nach einer Analyse der US-Investmentbank
Goldman Sachs das zweite Jahr in Folge mit einer weltweit eher
stagnierenden Entwicklung in der Informationstechnologie-Branche (IT). So stiegen die Ausgaben der Unternehmen für
Hard- und Software im vergangenen Jahr schätzungsweise um
3 bis 4%. Damit war der Zuwachs geringer als der Anstieg des
globalen Bruttosozialprodukts, jedoch höher als das Wachstum
der IT-Ausgaben des Jahres 2003, das nach Schätzung von
Goldman Sachs nur zwischen 1 und 2% lag.
In Westeuropa lagen die Unternehmensbudgets für IT-Services
nach Angaben des Marktforschungsinstituts Gartner
nur 0,3% über denen aus 2003. Die Branchenexperten der
Marktforscher von IDC gehen für Deutschland von einem
Anstieg von 1,5% aus. Der deutsche Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien
(BITKOM) erwartete dagegen Ende November 2004 nach einer
Umfrage bei seinen Mitgliedsfirmen für Deutschland ein
Umsatzwachstum im IT-Sektor von 2,5%.
Analog zur generell positiven Konjunkturentwicklung
zeigte sich auch das IT-Geschäft im asiatisch-pazifischen Raum
wesentlich dynamischer als in Europa. Hier geht Gartner für
2004 von einem Anstieg der IT-Ausgaben um 12% aus. Dabei liegt
der Zuwachs in Japan mit 10% unter dem der übrigen Region.
Für die USA schätzt Gartner, dass die IT-Ausgaben im Jahr 2004
um 4% zugenommen haben.
Gegen Jahresende 2004 hellten sich die Umsatzaussichten
in der Branche etwas auf. Trotzdem kam es aber noch nicht
zur Umsetzung der verzögerten Investitionspläne aus den Vorquartalen.
Darüber hinaus verschlechterte sich das Klima auf
dem Markt für Unternehmenssoftware auf Grund der langwierigen
Übernahme von PeopleSoft durch den Konkurrenten
Oracle. Die daraus resultierende Unsicherheit schadete nach
Ansicht der Branchenanalysten AMR Research und Gartner
dem gesamten Markt, weil sie zu Kaufzurückhaltung auf Grund
fehlender Klarheit über die Zukunft der Produkte führte.
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