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GRUNDLAGEN DER LAGEBERICHTERSTATTUNG

Rahmenbedingungen der Berichterstattung

Unser Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Neben diesem IFRS-Konzernabschluss erstellen wir freiwillig einen Konzernabschluss nach den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP), den wir als Teil unseres Jahresberichts Form 20-F bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) einreichen.

Wertorientierte Steuerung

Im Geschäftsjahr 2008 basierten unsere interne Steuerung und unsere operativen Ziele primär auf den aus US-GAAP-Zahlen abgeleiteten und um Währungseffekte und bestimmte Sondereinflüsse bereinigten Kennzahlen (währungsbereinigte Non-GAAP-Kennzahlen). Diese währungsbereinigten Non-GAAP-Kennzahlen entsprechen weder unseren nach US-GAAP noch unseren nach IFRS ermittelten Finanzdaten.

Das im SAP-Konzern eingesetzte Steuerungsinstrumentarium unterstützt das oberste Unternehmensziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, und das hieraus abgeleitete Ziel eines profitablen Umsatzwachstums. Hierzu verwenden wir unterschiedliche wertorientierte Kenngrößen.

Um das operative Geschäft zu steuern, haben wir im Berichtsjahr hauptsächlich die Kenngröße Wachstum der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse und die operative Marge herangezogen, wobei wir diese Kennzahlen auf Non-GAAP-Basis verwenden, indem wir die entsprechenden US-GAAP-Werte um einmalige Abschreibungen auf die abgegrenzten Supporterlöse aus der Akquisition von Business Objects S.A. und akquisitionsbedingte Aufwendungen bereinigen. Vergleiche von Wachstumsraten stellen wir sowohl nominal als auch auf Basis von währungsbereinigten Werten an. Dabei wird der Wechselkurs des Vorjahres 2007 verwendet, um das Mengenwachstum des zugrunde liegenden Geschäfts zu reflektieren.

  • Unsere Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse beinhalten Software- und Supporterlöse sowie Subskriptions- und sonstige softwarebezogene Serviceerlöse. Unser wichtigster Umsatztreiber ist das Softwareerlöswachstum, von dem weitere Umsatzarten abhängen. Softwareerlöse erzielen wir überwiegend aus dem Verkauf von Lizenzen für die Nutzung von Softwareprodukten. Diese Softwarelizenzen sind in der Regel die Basis für den Verkauf von Wartungsleistungen, die nach Verkauf der Softwarelizenz regelmäßig anfallende softwarebezogene Serviceerlöse in Form von Supporterlösen generieren. Zu den Wartungsleistungen gehören neben dem Kundensupport und der regelmäßigen Wartung der Software auch Softwareupdates und -erweiterungen. Softwarebezogene Serviceerlöse entstehen auch, wenn wir Software als Subskriptionen oder als obligatorische Hosting-Leistung anbieten. Darüber hinaus ziehen die Softwareerlöse weitere Folgegeschäfte, vor allem Beratung und Schulung, nach sich, die dann zu Serviceerlösen führen.
  • Anhand der Kenngröße Non-GAAP-operative Marge und der währungsbereinigten Non-GAAP-operativen Marge messen wir schließlich die effiziente Gestaltung sämtlicher Leistungsprozesse und die Ertragskraft der Kerngeschäftsfelder (Software, Support und andere softwarebezogene Serviceerlöse) der SAP. Um die Non-GAAP-operative Marge zu ermitteln, wird das um Business-Objects-Supporterlöse, die Business Objects als eigenständiges Unternehmen ausgewiesen hätte, und um akquisitionsbedingte Aufwendungen bereinigte Non-GAAP-Betriebsergebnis ins Verhältnis zu den gesamten von der SAP erzielten Non-GAAP-Umsatzerlösen gesetzt.

Neben dem operativen Geschäft steuern wir auch das nicht operative Geschäft mit wertorientierten Kennziffern. Dazu stützen wir uns in erster Linie auf das Finanzergebnis und die Konzernsteuerquote.

  • Das Finanzergebnis gibt insbesondere Auskunft über die Verzinsung der liquiden Mittel und Kapitalanlagen sowie zu zahlende Zinsen für aufgenommene Fremdmittel. Im Mittelpunkt der Steuerung stehen zum einen der Cashflow, der Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren sowie der durchschnittliche Zinssatz, zu dem die Geld- und Kapitalanlagen investiert werden, sowie zum anderen die durchschnittlich ausstehenden Kreditbeträge und die daraus resultierenden Zinsaufwendungen. Daneben spielt das Management des Umlaufvermögens (Working Capital Management) durch die Überwachung der Außenstandsdauer der Forderungen (Days of Sales Outstanding, DSO) eine Rolle.
  • Die Konzernsteuerquote entspricht dem Verhältnis des nach US-GAAP ermittelten Ertragsteueraufwands zum Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsaktivitäten vor Ertragsteuern und Minderheitenanteilen (ausgedrückt in Prozent).
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