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AUSBLICK

Voraussichtliche weltwirtschaftliche Entwicklung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ging zum Jahresende 2008 davon aus, dass sich die Aussichten für die Entwicklung der Weltwirtschaft nachhaltig eingetrübt haben, nachdem der Finanzsektor in der Folge massiver Bewertungskorrekturen im zweiten Berichtshalbjahr weiter geschrumpft ist. Gleichzeitig stellte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bereits im November fest, die Unsicherheiten bei der Erstellung der Konjunkturprognosen zum Jahreswechsel 2008/2009 seien außergewöhnlich hoch gewesen.

Unstrittig ist aber, so der IWF, dass die Bedingungen und Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten unverändert erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft bergen. Erheblicher Wertberichtigungsbedarf in den Bilanzen der Finanzinstitute und fallende Immobilienpreise führten zum Jahreswechsel 2008/2009 nach Einschätzung des Währungsfonds zu einem deutlichen Rückgang der Geschäftsklimaindizes weltweit. Die Unternehmen reagierten mit Kapazitätsanpassungen und Einschränkungen bei der Nachfrage nach Investitionsgütern; daraus resultierende Effekte werden sich bis weit in das Jahr 2009 auswirken.

Den Einschätzungen des IWF im Januar 2009 zufolge wird sich das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2009 auf 0,5% gegenüber 3,4% im Jahr 2008 verlangsamen. Der IWF geht davon aus, dass sich die volkswirtschaftliche Leistung der Industrieländer in diesem Zeitraum sogar um 2,0% gegenüber dem Vorjahr verringert und sich das Welthandelsvolumen um 2,8% deutlich reduziert. Der IWF wies darauf hin, dass mit einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung erst wieder bei einer Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Finanzsektors und einer Normalisierung der Kreditmärkte zu rechnen sei. Die OECD war bereits Ende November 2008 hinsichtlich ihrer Mitgliedsländer für das Jahr 2009 von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,4% ausgegangen.

Der IWF erwartete in seiner Prognose vom Januar 2009 für die USA einen Rückgang des BIP für das Jahr 2009 von 1,6%. Der US-Kongress ging in seinem Ausblick vom Januar 2009 sogar von einem Rückgang des inflationsbereinigten BIP von 2,2% aus und erwartet für die USA die längste und schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Laut Europäischer Zentralbank (EZB) werden in den USA die Ausgaben der Unternehmen und privaten Haushalte durch die restriktiven Kreditbedingungen, die schlechte Arbeitsmarktlage und die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Perspektiven negativ beeinflusst. Die anhaltende Kontraktion am Wohnimmobilienmarkt sowie die geringere Auslandsnachfrage stellen zusätzliche Risiken für den US-amerikanischen Wirtschaftsausblick dar.

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