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Brief an die Aktionäre

Von der Idee zur innovation

Léo Apotheker und Henning Kagermann

Sehr geehrte Aktionäre,
verehrte Kunden und Geschäftspartner, liebe Kollegen, 

ein Großteil der Weltwirtschaft läuft heute auf Software der SAP. Mehr als 82.000 Firmen und Organisationen jeder Größe, in allen Branchen und Regionen vertrauen auf unsere innovativen Produkte und Services. Darauf sind wir stolz und die ausgewogene Vielfalt macht uns weniger anfällig für Krisen einzelner Regionen oder Branchen. Aber gegen das globale Ausmaß der aktuellen Wirtschaftskrise sind auch wir nicht immun. Mitte September mussten wir einen unerwarteten Rückgang der Geschäftsaktivität verzeichnen und konnten die außerordentlich gute Entwicklung des ersten Halbjahres 2008 nicht fortsetzen. Am Ende stand für das Gesamtjahr 2008 dennoch währungsbereinigt ein Wachstum der Erlöse aus Software und softwarebezogenen Services (Non-GAAP) von 20%. Unseren Marktanteil konnten wir um 4,4 Prozentpunkte erhöhen, davon 0,9 durch organisches Wachstum und 3,5 dank der erfolgreichen Akquisition von Business Objects S.A.

Der strikte Sparkurs, den wir im Oktober eingeschlagen haben, hat sich als richtig erwiesen. Wir haben im vierten Quartal etwa 220 Mio. € Kosten eingespart, ohne Abstriche beim Kundenservice oder bei angekündigten Produktlieferungen. Die operative Marge (Non-GAAP) wurde 2008 um rund 1 Prozentpunkt gesteigert. Wir haben gezeigt, dass SAP trotz der erfreulichen Größe zugleich ein flexibles und agiles Unternehmen ist. Der Finanzmarkt hat dies honoriert, nachdem sich unser Aktienkurs 2008 bereits besser als die wesentlichen Vergleichsindizes entwickelt hatte.

Trotzdem sind weitere Maßnahmen notwendig geworden. Die Wirtschaftskrise hat sich verschärft, die Unsicherheit ist gewachsen. Wir müssen unsere Personalkosten anpassen und werden unsere Stellenzahl weltweit bis zum Jahresende 2009 um rund 3.000 reduzieren, unter weitestgehender Ausnutzung natürlicher Fluktuationen. Das ist eine moderate Anpassung, wenn man berücksichtigt, dass SAP allein in den fünf Jahren zuvor (ohne Business Objects) rund 14.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Wir wissen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Einsatzbereitschaft und Innovationskraft die Triebfeder unseres Erfolgs sind, und werden weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber sein.

SAP ist gut aufgestellt, um die anhaltende Wirtschaftskrise erfolgreich zu meistern. Der adressierbare Markt wurde seit 2005 verdoppelt. Wir sind auf gutem Wege, 2010 mehr als 100.000 Kunden zu haben und den Lizenzumsatz zur Hälfte durch neue Produkte zu bestreiten. Auch im Mittelstand haben wir unsere Marktführerschaft kontinuierlich ausgebaut. Die Investitionen der vergangenen Jahre zahlen sich aus. Wir haben unser Portfolio erfolgreich auf eine serviceorientierte Architektur (SOA) umgestellt, beständig erweitert und zuletzt durch Business Objects ergänzt. Unsere Kunden können nun – dank SOA – ihre Geschäftsprozesse und -modelle flexibel anpassen, auch über Unternehmensgrenzen hinaus; und sie verfügen – dank Business Objects – über die besten Werkzeuge zur Echtzeitanalyse aller relevanten Unternehmensdaten. Mehr Transparenz für fundiertere Entscheidungen, mehr Flexibilität zu ihrer schnellen Umsetzung und natürlich alles mit der größtmöglichen Effizienz der Prozesse: So geben wir unseren Kunden die notwendige strategische Agilität, um die derzeitige Krise zu überstehen und schnell wieder neues Wachstum zu schaffen.

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