INVESTOR RELATIONS
OFFENE UND TRANSPARENTE KOMMUNIKATION
Im Mittelpunkt der Gespräche mit Investoren standen das erhöhte Investitionstempo der SAP bei der Erschließung eines neuen Geschäftsfelds mit SAP Business ByDesign sowie die Wachstumstreiber in den etablierten Geschäftssegmenten. Trotz der guten Leistung im operativen Geschäft konnte die SAP-Aktie ihre Bewertungsprämie nicht halten und blieb hinter der Gesamtmarktentwicklung deutlich zurück.
» Hypothekenkrise schadet Stimmung an den Aktienmärkten
» Wiederholter Anstieg der Dividende
» Mitarbeiter haben am Erfolg teil
» Intensive Kommunikation mit Investoren
» Privatanlegerbetreuung verstärkt
» IR-Arbeit international ausgezeichnet
Hypothekenkrise schadet Stimmung an den Aktienmärkten
Der internationale Aktienmarkt zeigte sich im ersten Halbjahr 2007 dank der guten Konjunktursituation in meist guter bis sehr guter Verfassung. Doch zur Jahresmitte versetzte die von der US-Hypothekenkrise ausgelöste Unsicherheit der Investoren den weltweiten Kursentwicklungen ausnahmslos einen kräftigen Dämpfer. Zusätzlich trübten die anhaltend hohen Rohstoffpreise die Stimmung, aber auch die Aussicht auf eine mögliche Rezession in den USA und der starke Euro konnten die Kursfantasien nicht beflügeln. Gleichwohl entzogen sich einige Märkte diesen negativen Einflüssen in der folgenden Zeit zumindest zum Teil. So wurden in vielen Fällen während des dritten und vierten Quartals 2007 wieder deutliche Aufwärtsbewegungen registriert.
Besonders beeindruckend präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt; hier verließ der Leitindex DAX das Börsenparkett zum Jahresende auf einem Niveau von 8.067 Punkten. Dies entspricht einem Plus im Gesamtjahr 2007 von 22,3%, was dem DAX einen Spitzenplatz unter den europäischen Werten einbrachte. Dennoch erreichte er damit nicht mehr seinen Jahreshöchststand von 8.152 Punkten am 13. Juli. Eine im Vergleich weniger gute Performance zeigte im Jahresverlauf 2007 der Dow Jones EURO STOXX 50®, der nur um knapp 7% zulegte, der Dow Jones STOXX 50® konnte sein Niveau vom Jahresanfang gerade einmal verteidigen (–0,4%). Die Wall Street in New York schloss das Jahr 2007 mit einem Plus von 6% (Dow Jones Index) ab, während in Japan der repräsentative Nikkei-Index im gleichen Zeitraum ein Minus von gut 11% verzeichnete. Erfreulich hingegen entwickelten sich im Durchschnitt die international führenden Technologie- und Telekommunikationswerte; so legte beispielsweise der Goldman Sachs Technology Index (GSTI) Software Index im Jahr 2007 um 16,9% zu.
SAP-Aktie verliert fast 12%
Die Aktie der SAP konnte der beeindruckenden Bewegung des DAX-Index nicht folgen und beendete das Börsenjahr 2007 mit einem Abschlag gegenüber dem Ende des Vorjahres in Höhe von 11,75%. Die Aktie ging am 28. Dezember 2007 mit 35,53 € aus dem Handel, verglichen mit 40,26 € im Jahr zuvor. Bereits Anfang Januar 2007 wurde der Jahreshöchststand von 42,27 € erreicht. Die Anfang Januar veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen für das vierte Quartal blieben hinter den ambitionierten Erwartungen des Unternehmens zurück. Zudem belastete die Ankündigung, verstärkt in das neue Geschäftsfeld um die Mittelstandslösung SAP Business ByDesign zu investieren, den Aktienkurs. In der Folge gab das Papier auf bis zu 33,37 € nach (Ende März 2007).
Die gute Geschäftslage bei SAP ließ dann aber das Sentiment des Markts wieder steigen und der Kurs der Aktie zog – nahezu im Gleichschritt mit der DAX-Entwicklung – bis Mitte September auf 41,76 € an. Unsere Ankündigung Anfang Oktober 2007, den französischen Softwareanbieter Business Objects zu übernehmen, leitete dann die Trendwende ein. Befürchtungen der Marktteilnehmer in Bezug auf Integrationsrisiken und möglicherweise sinkende Ertragskraft sowie ein unveränderter Ausblick auf das Gesamtjahr 2007 ließen die Aktie dann bis Ende November 2007 kontinuierlich nachgeben. Erst im Dezember zeigten sich leichte Erholungstendenzen.
Der Gesamtumsatz in SAP-Aktien (Xetra-Handel) erreichte im Jahr 2007 knapp 90 Mrd. €, was einem durchschnittlichen Transaktionsvolumen von etwa 357 Mio. € pro Tag entspricht. Besser als die Aktie schnitten die SAP-Anteilsscheine (American Depositary Receipts, ADRs) an der New Yorker Börse ab. Weil die US-Währung gegenüber dem Euro im Jahresverlauf um nahezu 12% verloren hatte und sich die ADRs mit ihrer Preisfindung sehr eng am deutschen Markt orientieren, gab der Kurs der ADRs nur um 3,9% auf 51,05 US$ nach. Der Marktwert aller ausstehenden Aktien, die sogenannte Marktkapitalisierung, verringerte sich zum Jahresende 2007 auf 44,3 Mrd. € (2006: 51,0 Mrd. €).
Stammdaten der Aktie/ADRs
| Notierung | |
| Deutschland |
Berlin-Bremen, Frankfurt, Stuttgart |
| USA (ADRs) | New York Stock Exchange |
| Börsenkürzel und Tickersymbole | |
| WKN/ISIN | 716460/DE0007164600 |
| NYSE (ADRs) | 803054204 (CUSIP) |
| Reuters | SAPG.F or .DE |
| Bloomberg | SAP GR |
| Quotron | SAGR.EU. |
| Indizes in % | Gewicht zum 31.12.2007 |
| DAX 30 | 3,96 |
| Prime All Share | 3,13 |
| Dow Jones STOXX 50® | 0,95 |
| Dow Jones EURO STOXX 50® | 1,36 |
Wiederholter Anstieg der Dividende
Seit dem Gang an die Börse im Jahr 1988 beteiligt die SAP ihre Aktionäre über eine Dividende am Unternehmenserfolg. Für das Geschäftsjahr 2007 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,50 € vor. Dies entspricht einer Steigerung um 0,04 € je Aktie gegenüber dem Vorjahr und einer Ausschüttungssumme in Höhe von 599 Mio. €. Die Ausschüttungsquote, das Verhältnis zwischen Ausschüttungssumme und Konzernergebnis, beträgt wie im Vorjahr die von uns an visierte Höhe von rund 30% des Konzernergebnisses.
Aktienrückkäufe fortgesetzt
Im Jahresverlauf 2007 hat SAP 27,3 Millionen Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 36,85 € zurückgekauft (Gesamtbetrag: 1 Mrd. €). Weitere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte dem Anhang dieses Geschäftsberichts.
Grundkapital herabgesetzt
Der Vorstand der SAP AG hat am 6. September 2007 beschlossen, das Grundkapital zum ersten Mal in der Geschichte der SAP von 1.269.040.112,00 € (entspricht 1.269.040.112 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 €) auf 1.246.040.112,00 € (entspricht 1.246.040.112 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 €) herabzusetzen. Dies erfolgte durch die Einziehung von 23.000.000 eigenen Aktien und entsprach rund 1,8% des bisherigen Grundkapitals.
Freefloat weiter erhöht
Der Anteil der Aktien, die sich im sogenannten Streubesitz („Freefloat“) befinden, hat sich 2007 weiter erhöht. So erreichte der Streubesitz gemäß der Definition der Deutschen Börse einschließlich der Aktien im eigenen Bestand am 29. Februar 2008 eine Quote von 71,2%. Nur noch 28,8% (2006: 30,2%) der Aktien befanden sich im Besitz von drei Gründungsaktionären und der von ihnen gegründeten Stiftungen und Beteiligungsgesellschaften. Wie in den Vorjahren hält die nächstfolgende Investorengruppe, institutionelle und private Anleger in den USA, rund 18,5% der ausstehenden Aktien. Institutionelle Investoren in Kontinentaleuropa ohne Deutschland hielten rund 11,3%, gefolgt von den institutionellen Investoren in Großbritannien und Irland mit rund 10,6%. Institutionelle Anleger in Deutschland hielten zum Jahresende 10,0% der ausstehenden Aktien und Investoren aus der übrigen Welt 1,9%. 15,0% der Anteile lagen in Privatbesitz oder konnten nicht identifiziert werden und SAP hielt 3,9% der Aktien im eigenen Bestand.
Investition in SAP-Stammaktien, WKN 716460/ISIN DE0007164600
| Anlagebetrag: 10.000 € | |||
| Anlagebeginn | 31.12.1997 | 31.12.2002 |
31.12.2006 |
| Anlagezeitraum | 10 Jahre | 5 Jahre | 1 Jahr |
| Depotwert in € Ende 20071) | 16.585 | 19.644 | 8.943 |
| Durchschnittliche Rendite pro Jahr in % | 5,2 | 14,5 | – 10,6 |
| Vergleichbare Rendite in % | |||
| des DAX 30 Performance – Total-Return-Index | 6,7 | 22,8 |
22,3 |
| des REX General Bond – Total-Return-Index | 4,8 |
3,5 | 2,5 |
| des S&P 500 Composite – Total-Return-Index | 2,9 | 5,6 | – 4,9 |
| des GSTI Software Index – Preisindex | 1,2 | 8,8 | 4,8 |
Investition in SAP-ADRs, 803054204 (CUSIP)
| Anlagebetrag: 10.000 US$ | ||
| Anlagebeginn | 31.12.2002 |
31.12.2006 |
| Anlagezeitraum | 5 Jahre | 1 Jahr |
| Depotwert in US$ Ende 20071) | 27.066 | 9.714 |
| Durchschnittliche Rendite pro Jahr in % | 22,0 | – 2,9 |
| Vergleichbare Rendite in % | ||
| des S&P 500 Composite – Total-Return-Index | 12,8 | 5,5 |
1) Annahme: Reinvestition aller Erträge
Quelle: Datastream
Mitarbeiter haben am Erfolg teil
Auch im Jahr 2007 hatten unsere Mitarbeiter und Führungskräfte am Erfolg des Unternehmens teil. Nähere Informationen über die verschiedenen Beteiligungsprogramme befinden sich im Konzernanhang.
Intensive Kommunikation mit Investoren
Im kontinuierlichen Dialog mit den Anteilseignern stellten sich Vorstände und führende Mitarbeiter erneut höchsten Ansprüchen an Transparenz und Offenheit. In mehr als 600 Einzelgesprächen bei SAP, auf Roadshows (Reisen zu den Investoren in der ganzen Welt) und am Rande von Investorenveranstaltungen beantworteten wir institutionellen Investoren und Analysten Fragen zur wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Hinzu kamen die Telefon- und Analystenkonferenzen anlässlich der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse. Wesentliche Bestandteile unserer Kapitalmarktkommunikation waren auch die Investorenpräsentationen bei den SAPPHIRE-Kundenkonferenzen in Atlanta und Wien sowie der „SAP Investor Day“ in St. Leon-Rot. Schwerpunkte dieser Veranstaltungen waren die Themen Enterprise Service-Oriented Architecture, die Wachstumsstrategie der SAP, der Mittelstand und insbesondere die On-Demand-Lösung SAP Business ByDesign, aber auch Business Intelligence, speziell in Verbindung mit der Akquisition von Business Objects, sowie unsere Lösungen für Governance, Risk and Compliance.
Privatanlegerbetreuung verstärkt
SAP legt großen Wert auf die gleiche Behandlung aller Anleger. Aus diesem Grund übertragen wir alle wichtigen Veranstaltungen, bei denen unsere Vorstandsmitglieder das Unternehmen vor Finanzanalysten und institutionellen Investoren präsentieren, zeitgleich im Internet und stellen die Präsentationsunterlagen zur Verfügung. Im Internet finden Anleger zudem ein breites Angebot an Informationen über die SAP und die SAP-Aktie, das wir kontinuierlich erweitern. Wichtige Teile unserer Kommunikation speziell mit Privatanlegern sind das quartalsweise erscheinende Aktionärsmagazin SAP INVESTOR, der monatlich erscheinende E-Mail-Newsletter für Aktionäre, das Aktionärstelefon sowie die zentrale E-Mail-Adresse investor@sap.com. Hinzu kommen Präsentationen des Investor-Relations-Teams auf Börsentagen und Anlegermessen in Deutschland und in den USA. Hier präsentierte sich SAP auf mehreren Veranstaltungen von Better Investing (National Association of Investors Corporation) sowie AAII (American Association of Individual Investors) und auf den Finanzmessen „Money Show“ vor amerikanischen Privatanlegern. Darüber hinaus sprachen wir verstärkt mit Finanzberatern großer und kleiner Wertpapierhäuser und führten quartalsweise Telefonkonferenzen mit Privatkundenbetreuern, sogenannte Squawk Boxes, durch.
IR-Arbeit international ausgezeichnet
Auch 2007 wurde die Investor-Relations-Arbeit der SAP ausgezeichnet. So erreichten wir als bestes IR-Team in der Thomson-Extel-Umfrage unter allen europäischen Unter nehmen Platz eins in der Kategorie „Software- und IT-Unternehmen“.
Darüber hinaus engagiert sich SAP auch als aktives Mitglied im Deutschen Investor Relations Verband (DIRK) für die Weiterentwicklung und Professionalisierung der IR-Funktion in Deutschland.
Cash Earnings nach DVFA/SG
| Mio. € | 2007 | 2006 |
| Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsaktivitäten | 1.934 | 1.880 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 2 | 2 |
| Konzernüberschuss | 1.936 | 1.882 |
| Abschreibungen | 271 | 218 |
| Zuschreibungen | – 2 | – 4 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | 30 | 54 |
| Latente Steueraufwendungen/-erträge | 8 | – 2 |
| Andere, nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge von wesentlicher Bedeutung |
– 1 | – 45 |
| Cash Earnings nach DVFA/SG | 2.242 | 2.103 |
| Cash Earnings je Aktie nach DVFA/SG in € | 1,77 | 1,66 |