Maßnahmen und Ereignisse nach Geschäftsjahresende
- Im Januar 2008 haben wir Business Objects übernommen
und im Februar das Squeeze-out-Verfahren durchgeführt.
Business Objects bietet Lösungen im Bereich
Business Intelligence (BI) an. Die Analysten von Gartner
zählen Business Objects im Leader-Segment der Studie
„Magic Quadrant for Business Intelligence Platforms
2008“ zu den führenden Anbietern von BI-Plattformen.
Business Objects vertreibt selbst und über ein Partnernetzwerk
Technologie, Beratungs- und Schulungsleistungen,
um kleinen und großen Unternehmen Informationen
sowie Lösungen für Geschäftsentscheidungen anzubieten.
Unser neues Tochterunternehmen hat einen zwei geteilten
Sitz in San José, Kalifornien (USA) und in Paris.
Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Transaktionskosten schätzen wir die Kosten für Business Objects auf
etwas über 4,8 Mrd. €. In diesen Kosten ist der Nominalwert
der ausstehenden Wandelschuldverschreibung von
ca. 0,5 Mrd. € enthalten, die wir im Rahmen der Transaktion erworben haben, so dass der auf Eigenkapitaltitel
und Derivate entfallende Kaufpreis ca. 4,3 Mrd. € beträgt.
Auf der Basis vorläufiger Bewertungen dürften wir
im Rahmen der Akquisition Vermögenswerte in Höhe
von 1,9 Mrd. € bis 2 Mrd. € erwerben, darunter identifizierbare Immaterielle Vermögenswerte in Höhe von
0,9 Mrd. € und Zahlungsmittel in Höhe von rund
0,8 Mrd €. Die übernommenen Verpflichtungen einschließlich
des Nominalwertes der Wandelschuldverschreibung
werden zwischen 1,2 Mrd. € und 1,3 Mrd. €
liegen. Der Geschäfts- oder Firmenwert dieser geplanten
Übernahme dürfte sich auf etwa 3,5 Mrd. € belaufen,
der nicht steuerlich abzugsfähig sein wird. Vor dem
Hintergrund, dass die Bewertung der Vermögenswerte,
Verbindlichkeiten und nicht bilanzierten Risiken noch
nicht abgeschlossen ist, können sich die angegebenen
Werte noch signifikant ändern. Die Zuordnung des Geschäfts-
oder Firmenwertes zu den Berichtssegmenten
hängt von der Managementstruktur nach der Übernahme
ab und ist noch festzulegen. Die Bilanzierung des
Geschäfts- oder Firmenwertes resultiert allein aus der
Tatsache, dass Synergien und Mitarbeiterstamm keine
separierbaren immateriellen Vermögenswerte im Sinne
des SFAS 142 darstellen und daher nicht separat aktiviert
werden können.
Wir erwarten für die Geschäftsjahre ab 2009 positive
Auswirkungen auf das gemäß US-GAAP ermittelte
Ergebnis je Aktie. Wegen akquisitionsbedingter Einmaleffekte
rechnen wir für das Geschäftsjahr 2008 mit
einem negativen Einfluss auf das gemäß US-GAAP ermittelte
Ergebnis je Aktie im mittleren einstelligen Eurocent-Bereich. Weitere erwartete Auswirkungen der Akquisition
von Business Objects auf unseren Umsatz und
unser operatives Ergebnis sind im Abschnitt „Operative
Ziele 2008“ dieses Lageberichts beschrieben.
Mit diesem Schritt vereinen wir zwei weltweit führende
Unternehmen der IT-Branche. Durch die Zusammenführung
von Business-Objects-Lösungen mit unseren eigenen
Technologien können wir ein einzigartiges Produktportfolio
für Prozessverantwortliche und Entscheidungsträger
in Unternehmen anbieten, das ihnen eine umfassende
Sicht auf Unternehmensdaten und damit effektive
Entscheidungsprozesse ermöglicht. Für diese sogenannten
Business User wollen SAP und Business Objects
gemeinsam hochwertige Lösungen entwickeln und
gleichzeitig ihr Bestandskundengeschäft weiter ausbauen.
Eine der wichtigsten Komponenten unserer Wachstumsstrategie
ist es, den Umsatz mit neuen Produkten zu
steigern und dabei insbesondere die wachsende Nachfrage
im Markt der Business User zu bedienen, der aus
unserer Sicht ein enormes Potenzial bietet. Durch die
Übernahme werden wir unser Wachstum im Business-User-Segment beschleunigen, unsere Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere im Bereich BI-Software, erhöhen
und zugleich unserem erklärten Ziel näherkommen, unser
Marktpotenzial bis 2010 zu verdoppeln.
- Der SAP-Aufsichtsrat berief im Februar John Schwarz
zum 1. März 2008 als siebtes Mitglied in den Vorstand
der SAP AG. John Schwarz ist der Vorstandsvorsitzende
von Business Objects, einer unabhängigen Geschäftseinheit
unseres Konzerns.
- Im Wettbewerb „Great Place to Work“ wurde SAP im
Februar einmal mehr zu Deutschlands bestem Arbeitgeber gekürt. Damit führen wir das vierte Mal in Folge in
der Kategorie „Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern“
die deutsche Bestenliste an.
- Zudem haben wir verschiedene Maßnahmen ergriffen,
die eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung fördern
sollen.