Branchenentwicklung: Entwicklung des IT-Markts im Jahr 2007
Ungeachtet der Unsicherheit der Konjunkturentwicklung hat die Nachfrage nach IT (ohne Telekommunikation) im Jahr 2007 sogar das Wachstumsniveau des Vorjahres übertroffen. Anhaltende Preisrückgänge bei Hardware führten zu deutlichen Umschichtungen der IT-Budgets zugunsten von Software und IT-Dienstleistungen. Zu dieser Einschätzung kommt das renommierte US-amerikanische Marktforschungsunternehmen IDC. So stiegen in der Berichtsperiode die IT-Umsätze weltweit um 6,9%, nach 6,3% im Jahr 2006. Besondere Dynamik im IT-Bereich stellte IDC dabei wieder im Bereich der Standardsoftware (Packaged Software) fest, der im Jahr 2007 ein Wachstum gegenüber der Vorperiode von 8,8% aufwies, nach 8,0% im Jahr 2006. Branchen- und anwendungsbezogene Softwarelösungen als Teil des Softwaremarkts zeigten sich mit einem Plus von 7,7% laut IDC unverändert stark (2006: 7,3%). Auch der Bereich Services bestätigt mit einem voraussichtlichen Wachstum von 6,2% (2006: 5,7%) seine robuste Verfassung.
Laut IDC wurde die geringere Dynamik in den USA vom unverändert freundlichen Geschäft in Europa und vor allem von der wiederholt sehr günstigen Marktentwicklung in den Schwellenmärkten kompensiert. Stark war ebenfalls der Umsatz mit Systeminfrastruktur-Software. Dagegen entwickelte sich in der Berichtsperiode die Nachfrage nach Hochleistungsservern und traditionellen Workstations im Vergleich zu 2006 deutlich schwächer.
Das ebenfalls US-amerikanische IT-Analysehaus Gartner erwartet einen Anstieg der globalen Ausgaben für Informationstechnologie (ohne Telekommunikation) von 9,0% im Jahr 2007, nach 5,5% im Jahr 2006.
In der regionalen Betrachtung für das Jahr 2007 sehen IDC und Gartner auf dem nordamerikanischen Markt, auf den etwa 40% des weltweiten IT-Umsatzes (ohne Software) entfallen, eine Entwicklung, die deutlich unter dem internationalen Durchschnitt lag. So kalkuliert IDC ein Wachstum in Höhe von 6,5% im Jahr 2007. Messbar war die Verlangsamung besonders auch bei Hardware und Services, wo das Umsatzplus nur noch 5,7% beziehungsweise 5,6% betrug. Stark war in Nordamerika weiterhin Software mit einem Umsatzplus von 8,9% im Jahr 2007. Eine positive Entwicklung sieht IDC auch beim Segment Anwendungen und dort besonders bei Lösungen für den Personaleinsatz, die davon profitieren, dass Unternehmen gegenwärtig verstärkt in Informationsmanagement und Datenanalyse investieren.
Eine günstige Entwicklung im Jahr 2007 stellte IDC ebenfalls für den westeuropäischen IT-Markt fest, auf den etwa 30,9% des weltweiten IT-Umsatzes entfallen. Hier rechnet das Marktforschungsunternehmen mit einem Anstieg der IT-Nachfrage im genannten Zeitraum von insgesamt 4,8%. Dieses Ergebnis begründet IDC mit der anhaltend positiven konjunkturellen Situation dieser Region. Osteuropa zeigte sich mit einem Umsatzplus von 17,9% sogar noch dynamischer, wenngleich die dortigen Verkäufe lediglich 10,4% des Umsatzes in Westeuropa ausmachten. In den westeuropäischen Ländern nahm der Softwareabsatz in der Berichtsperiode insgesamt um 8,6% zu, in den osteuropäischen um 14,9%. Für Deutschland sieht IDC im Jahr 2007 einen Anstieg der IT-Ausgaben von insgesamt 3,8%. Auch der deutsche Branchenverband BITKOM stellte in der Berichtsperiode eine erfreuliche Geschäftsentwicklung im Bereich Informationstechnologie fest.
Das Szenario für die asiatisch-pazifische Region war nach Analyse von IDC unverändert günstig. So sei der dortige IT-Markt – mit einem internationalen Anteil von knapp 20% – im Jahr 2007 um 7,5% gewachsen. Dabei blieben China und Indien mit zweistelligen Veränderungsraten die Wachstumsmotoren dieser Region. Der japanische Markt nahm laut IDC nur um rund 2,6% zu. Gartner sieht dort allerdings nur ein minimales Plus der IT-Ausgaben von 0,2% im Jahr 2007.
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