Kommunikations- und Informationsrisiken
- Wir haben in den vergangenen Jahren eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um dem Risiko entgegenzuwirken, dass interne, vertrauliche Mitteilungen und Informationen zu brisanten Themen, beispielsweise über künftige Strategien, Technologien und Produkte, fälschlicherweise oder verfrüht in die Öffentlichkeit getragen werden. Hierzu zählen unter anderem unternehmensweit verbindliche Sicherheitsstandards und Richtlinien zur internen und externen Kommunikation, datentechnische Vorkehrungen zur Unterbindung der Weiterleitung vertraulicher interner Inhalte über externe Kommunikationsnetzwerke sowie die Ausgabe besonders verschlüsselter Hardware an Mitarbeiter mit regelmäßigem Umgang mit vertraulichen Informationen. Dennoch gibt es keine Garantien dafür, dass diese Schutzmechanismen in jedem Fall greifen. So könnte unsere Marktposition beispielsweise durch die Veröffentlichung vertraulicher Informationen über die künftige Ausrichtung der Produktentwicklung ernsthaft geschädigt werden. Aufgrund der weitreichenden Maßnahmen, die wir regelmäßig überprüfen, schätzen wir den Eintritt des genannten Risikos als gering ein.
Finanzrisiken
- Unsere Bilanz- und Konzernwährung ist der Euro. Ein beträchtlicher Teil der Geschäfte wird jedoch in anderen Währungen abgewickelt. Daher können sich die periodischen Schwankungen einzelner Währungen erheblich auf die Umsatzerlöse und Ergebnisse der SAP auswirken. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich dabei im Allgemeinen negativ, eine Abwertung des Euro positiv aus. Dementsprechend wirkte sich die relative Kurssteigerung des Euro im Vergleich zu Fremdwährungen wie dem US-Dollar und dem japanischen Yen 2007 negativ auf unser Geschäftsergebnis aus. Wir überwachen potenzielle Währungskursrisiken auf der Basis von Bilanzpositionen sowie erwarteten Zahlungsströmen kontinuierlich und verfolgen eine konzernweite Risikomanagement-Strategie unter anderem über den bedarfsgerechten Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Durch verschiedene Maßnahmen haben wir das Wechselkursrisikomanagement weitgehend bei der SAP AG in Deutschland zentralisiert. Für die SAP AG quantifizieren wir unter Berücksichtigung der genannten Risikosteuerungsinstrumente die Währungskursrisiken der für uns wesentlichen Fremdwährungen (insbesondere US-Dollar, britisches Pfund, japanischer Yen, Schweizer Franken, südafrikanischer Rand, kanadischer Dollar, australischer Dollar) regelmäßig mit der Value-at-Risk-Methode. Wir ermitteln hierbei den möglichen Ergebnisverlust aus Fremdwährungseinflüssen, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% innerhalb von zehn Tagen nicht überschritten wird. Die nachfolgende Tabelle zeigt den auf Basis des Währungsexposures (verbleibende offene Positionen unter Berücksichtigung der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte) ermittelten Value-at-Risk-Wert unserer wichtigsten Fremdwährungen sowohl zum Geschäftsjahresende als auch im Jahresdurchschnitt der Geschäftsjahre 2006 und 2007. Die Berechnungen der Jahresdurchschnitte basieren auf Zahlen zu den betreffenden Quartalsenden. Der Value-at-Risk-Wert war im Jahresdurchschnitt und zum Geschäftsjahresende 2007 bedeutend höher als im Vorjahr. Der Hauptgrund liegt darin, dass die SAP AG den Sicherungszeitraum von zwölf Monaten auf fünfzehn Monate ausgedehnt und mit dem südafrikanischen Rand eine sehr volatile Währung zusätzlich in ihr Risikomanagement aufgenommen hat. Darüber hinaus ist die Volatilität in fast allen der für uns wesentlichen Fremdwährungen deutlich angestiegen. Die Value-at-Risk-Werte haben daher 2007 deutlich zugenommen.
| Mio. € | 28. Dezember 2007 |
Jahres- durchschnitt 2007 |
29. Dezember 2006 |
Jahres- durchschnitt 2006 |
| Value at Risk | 12,4 | 13,6 | 3,8 | 8,5 |
- Schwankungen und Rückgänge in unserem Lizenzgeschäft können sich auf Service- und Wartungserlöse auswirken, die in der Regel der Entwicklung der Lizenzumsätze in zeitlichem Abstand folgen. Ein deutliches Absinken des prozentualen Anteils der Softwareerlöse am Gesamterlös kann sich daher signifikant negativ auf die Geschäftstätigkeit, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den Cashflow auswirken. Um der zunehmenden Bedeutung der Supporterlöse und der Subskriptions- und sonstigen softwarebezogenen Serviceerlöse Rechnung zu tragen, hat das Unternehmen die Steuerungsgröße Wachstum aus Software- und softwarebezogenen Serviceerlösen eingeführt. Ergänzend zu dem Schwerpunkt neue Lizenzumsätze haben wir weitere produktbezogene Einnahmequellen erschlossen (zum Beispiel Subskriptionsgebühren), die kontinuierliche Erlöse versprechen. Als Schwerpunkte der Unternehmensentwicklung kristallisieren sich folglich Software und softwarebezogene Dienstleistungen heraus, wobei Zusatzangebote wachstumsunterstützend wirken.
- Die Finanzanlagepolitik der SAP basiert auf Regeln für Finanzanlagen, die in einer weltweit für alle Konzerngesellschaften geltenden Treasury-Richtlinie zusammengefasst sind. Gemäß dieser Richtlinie investieren wir nur in Finanzanlagen von Emittenten mit einem Investment Grade Rating. Das gewichtete durchschnittliche Rating unserer Finanzanlagen beträgt „A“. Die Laufzeit der Anlagen ist überwiegend kurzfristig. Wegen der beschriebenen vorsichtigen Anlagepolitik sehen wir aktuell keine nennenswerten negativen Effekte aus der Subprime-Krise, die unverbriefte und verbriefte Immobilienkredite an Schuldner mit minderer oder schlechter Bonität betrifft, auf unsere Finanzanlagen.
- Zur Absicherung zukünftiger Aufwendungen im Zusammenhang mit dem aktienbasierten Vergütungsprogramm STAR setzen wir derivative Instrumente ein. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die aus der Absicherung des STAR-Plans anfallenden Kosten die Vorteile, die aus der Absicherung des STAR-Plans resultieren, übersteigen.
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